Uber

Uber sind Pokémon, die für das normale Kämpfen zu stark sind. Die meisten Uber haben stärkere Werte, als die übrigen Pokémon und besitzen auch sehr oft (zu) gute Attacken oder Fähigkeiten. Worauf es bei dieser Gruppe von Taschenmonstern ankommt, wird im Folgenden erklärt.

Folgende Pokémon gelten in der 4. Generation als Uber und sind deshalb von nicht-Uber-Battles ausgeschlossen: Mew, Mewtu, Ho-oh, Lugia, Latias (mit Seelentau), Latios, Kyogre, Groudon, Rayquaza, Deoxys (in allen Formen), Knakrack, Dialga, Palkia, Giratina, Darkrai, und Arceus.

Diese Pokémon sind also eindeutig zu stark, um im normalen Spiel zu Hilfe genommen zu werden.

Hier sehen wir die Statuswerte eines normalen Ho-oh:

Ho-oh
Base Werte Maximale Werte Minimale Werte
KP 106 416 322
Angriff 130 359 265
Verteidigung 90 279 185
Speed 90 279 185
Spezial Angriff 110 319 225
Spezial Vert. 154 407 313
Summe 680 2059 1495

Wie man deutlich erkennen kann, hat Ho-oh deutlich höhere Statuswerte als ein nicht Uber-Pokémon. Doch Vorsicht: Auch andere Pokemon (z.B. Letarking) können sehr hohe Statuswerte haben. Bei einem Uber-Pokémon müssen also viele Faktoren zusammenspielen, um es so stark zu machen. Die Wichtigsten sind der Movepool, die Statuswerte und die Fähigkeit, die das Pokemon besitzt (Legend-Status ist entgegen der häufig anzutreffenden Meinung KEIN den Uber-Status bestimmender Faktor).

Diskussionen über Uber

Es gibt jedoch einige Pokémon, die an der Grenze zwischen OU und Uber stehen. Gemeint sind die drei Pokémon Mew, Celebi und Jirachi. Alle drei besitzen die selben Statuswerte:

Mew Celebi Jirachi
Base Werte Maximale Werte Minimale Werte
KP 100 404 310
Angriff 100 299 205
Verteidigung 100 299 205
Speed 100 299 205
Spezial Ang. 100 299 205
Spezial Vert. 100 299 205
Summe 600 1899 1335

Auch sie haben sehr hohe Werte, sind jedoch schon eher mit den OUs vergleichbar. Ein Despotar zum Beispiel hinkt mit den Werten nicht mehr weit hinterher. Mew kann alle TMs erlernen und hat so viele Möglichkeiten, den Gegner zu überraschen. Unterstützt wird es dabei noch mit seinen ausgeglichenen Werten, welches keinem Set einen Nachteil aufgrund der Werte verschafft.

Celebi kann zwar relativ viele gute Attacken lernen (Egelsamen, Donnerwelle, Gedankengut, Schwerttanz, Stafette, etc.), hat aber einen ungünstigen Typen erwischt, durch den es im OU anfällig gegen viele Pokemon wird. Deshalb ist es auch als OU-Pokémon einzuordnen. Bei Jirachi ist es ähnlich. Es kann sehr viele gute Attacken lernen, besitzt aber einen Typen, durch den es leicht besiegt werden kann (z.B. Feuersturm von Heatran, Erdbeben von Despotar, etc.). Außerdem ist es im OU-Metagame als einer der besten Checks für Brutalanda benötigt.

Manaphy

In D/P (Diamant und Perl) gibt es wieder ein paar Pokémon, die eine Diskussion verlangen. Der wohl berühmteste Vertreter ist Manaphy. Dieses Pokémon verfügt über genau die gleichen Statuswerte, wie Mew, Celebi und Jirachi. Wie jedes dieser Pokémon zeichnet es sich neben seinen guten Statuswerten auch durch ein paar andere "skillsteigernde" Eigenschaften aus. Die wohl größte ist Manaphys Fähigkeit: Hydration! Diese erlaubt Manaphy, solange es regnet, jegliche Stausveränderung, wie Paralyse oder Gift, zu heilen. VORSICHT: Setzt ihr die Attacke Erholung ein, so wacht es nicht gleich wieder auf! Auch wiealle anderen Pokémon muss Manaphy zwei Runden schlafen.

Neben seinen nicht zu gravierenden Schwächen, lässt sich als weiterer Vorteil auch noch die Attacke Schweifglanz erkennen, welche den Spezial-Angriff drastisch erhöht (vgl. Ränkeschmied).

Die Mehrheit spricht sich zur Zeit trotz der positiven Eigenschaften dagegen aus, Manaphy zum Uber zu erklären.

Das Uber-Metagame

Unter dem Begriff Uber-Metagame versteht man ein Metagame, in dem alle Pokémon, bis auf Arceus erlaubt sind. Trotz dem aufgehobenen Verbot der Uber-Pokémon werden noch häufig andere Pokémon, die keine Uber sind, eingesetzt. Ein Beispiel dafür ist Scherox, das dank seiner Erstschlagsattacke Patronenhieb, die druch STAB und Techniker eine Stärke von 90 bekommt, viele starke Pokemon revengekillen kann. Außerdem besitzt es den Typen Stahl, der im Uber-Metagame aufgrund der vielen Drachen besonders günstig ist.

Isso und Woingenau

Seit R/S waren Woingenau und Isso auf Standard-Turnieren verboten. Diese Regel mag auf dem ersten Blick verwundern, da Woingenau und Isso eigentlich schwache Pokémon sind - sie war aber nötig, um endlose Kämpfe zu verhindern. Dies hatte einen einfachen Grund: Wenn zwei Woingenaus aufeinander trafen, kommt es zu einem unendlichen Kampf. Aufgrund ihrer Fähigkeit Wegsperre kann keines der beiden Pokémon ausgewechselt werden. Hinzu kommt, dass keines der beiden eine Attacke beherrscht, mit der es das andere Woingenau angreifen könnte. Zuerst würden also alle Attacken sinnlos aufgebraucht werden, dann steht nur noch die Attacke Verzweifler zur Verfügung. Aufgrund der Werte von Woingenau richtet Verzweifler aber zu wenig Schaden an, um nicht (nahezu) vollständig vom Item Überreste (welches Woingenau üblicherweise trägt) aufgefüllt zu werden.

Seit Pokémon Platin jedoch ist es möglich, bei der oben beschriebenen Situation das Pokemon auszuwechseln. Dadurch fällt der schwerwiegendste Grund weg, warum diese beiden Pokémon verboten waren. Da Woingenau nicht wirklich zu stark für das Uber-Metagame ist (fast jedes Pokemon dort hat 400+ (Sp)Angr), wurde es auch dort eingeordnet. Jetzt spielt es dort vorallem eine Rolle als Pokémon, das Pokémon mit Wahlschal fängt und besiegt.

An diesem Inhalt haben Ky0gre und Gockel mitgearbeitet.


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