Interview mit Pokémon-Designern gibt neue Einblicke

In einem japanischen Magazin wurde ein Interview mit einigen Pokémon-Designern veröffentlicht. Diese bestätigen quasi die kolportierten Starter-Evolutionen sowie ein Hunde-Pokémon. Die Pokémon-Zahl dürfte bei ungefähr 170 liegen.

Seit dem heutigen 10. September 2010 wird in Japan ein neues Spezialmagazin namens Pokémon Pia verkauft. In diesem geht es zu einem großen Teil um die neuen Pokémon-Editionen Schwarz und Weiß. Auch wenn bisher keine großen Neuigkeiten darin entdeckt wurden, so gibt es darin zumindest ein interessantes Interview.

Es handelt sich dabei um ein Gespräch mit einigen Pokémon-Charakterdesigner, darunter auch Ken Sugimori höchstpersönlich. Aus diesem Interview kann man erwartungsgemäß auch einige interessante Details zu den neuen Pokémon herauslesen. Hauptsächlich ging es dabei um den Design-Prozess der neuen Starter-Pokémon in Schwarz und Weiß.

Mögliche Weiterentwicklungen von Tsutarja, Pokabu und Mijumaru

Im Interview gibt es sehr klare Hinweise, dass die angeblichen Weiterentwicklungen der Starter-Pokémon tatsächlich echt und keine Fakes sind. Als Belege dafür lassen sich die folgenden (sinngemäß übersetzten) Aussagen heranziehen:

Oomura: Ich sagte Wie wäre es mit einem Seeotter als Wasser-Starter?. Aber wenn sich der Seeotter weiterentwickeln muss, was würde es dann werden? Das war eines der Probleme. Schlussendlich sagte ich, dass es sich in etwas komplett anderes verwandeln muss.

Sugimori: Da wir diese drei Starter-Pokémon als Helden für den gesamten Spielverlauf geplant hatten, wollten wir überraschende Evolutionen. Wir nahmen immer mehr Änderungen hinzu, sodass die letzte Entwicklungsstufe auch einen Eindruck machen würde.

Oomura: Ich war ein bisschen besorgt, also schaute ich mir ein paar Seeotter in einem Aquarien-Zoo an. Ich kam zufällig zur Seelöwen-Vorführung und bemerkte dort, wie stark Seelöwen sind. Ich überlegte, dass ich eine Kombination aus Seelöwen und Seeotter probieren sollte. Ich hatte diese Ideen, wie es dann kämpfen könnte, wenn es seinen Schalenpanzer vorne wie ein Schwert einsetzt. Und damit war die Entwicklung von Mijumaru fertig.

Mijumaru-Entwicklung (c)EvolinaX

Sämtliche geschilderten Details passen perfekt zu der angeblichen Weiterentwicklung. Diese Entwicklung kommt vollkommen überraschend. Die Körperhaltung passt zu einem Seelöwen, dazu kommen die markanten Barthaare eines Seelöwen. Dazu kommt am Kopf jener Teil der Schale, der wie eine Lanze oder ein Schwert im Kampf eingesetzt werden könnte.

In dem Interview wurde auch noch gesagt, dass genau 17 Pokémon-Designer an Schwarz und Weiß arbeiteten. Jeder von ihnen hätte rund 10 Pokémon entworfen, was durchaus zu den bisher kolportierten 156 Pokémon passen würde (das wären 9,2 Pokémon pro Designer). Außerdem scheinen die Insider-Informationen von der spanischen Fanseite Pokéxperto tatsächlich zu stimmen. Die Seite hatte drei Hunde-Pokémon angekündigt. Im Interview wird auch ein Hunde-Pokémon erwähnt, auch in diesem Punkt stimmen die Informationen überein.

Der Rest des Interviews ist zwar nicht so aufschlussreich, aber dennoch lesenswert. Eine nahezu vollständige englische Übersetzung gibt es bei Pokebeach.

An diesem Inhalt haben The Libertine und Birne94 mitgearbeitet.

Die Newsmeldung wurde am veröffentlicht.


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