Gerichtsverfahren gegen mögliche Attentäter auf Pokémon-Weltmeisterschaften begonnen

Viele von euch haben es sicher mitbekommen: Zwei junge Männer, welche sich selbst für die Pokémon-Weltmeisterschaften in Boston qualifiziert hatten, haben offenbar versucht einen Attentat auf das Großevent zu starten. Wir hatten uns vorerst dagegen entschieden darüber zu berichten, da sich schnell Wahrheit mit Gerüchten vermischte. Nun ist das tatsächliche Geschehen jedoch ziemlich deutlich und die beiden mutmaßlichen Täter stehen vor Gericht.

Die beiden mutmaßlichen Täter, Kevin Norton und James Stumbo, haben einige Tage vor dem Wettbewerb auf Facebook angekündigt "den Wettbewerb zerstören zu wollen". Fans wurden darauf aufmerksam und wandten sich an The Pokémon Company, welche direkt die Polizei einschaltete.

Stellungsnahme von The Pokémon Company (übersetzt):

Vor dem Event an diesem Wochenende haben Spieler aus unserer Community uns auf ein Sicherheitsproblem hingewiesen. Wir sammelten Informationen und gaben sie sofort an die Veranstalter im Hynes Veterans Memorial Convention Center weiter, welche sehr gut mit der Bostoner Polizei zusammenarbeiteten.

Dank dem schnellen Handeln wurde die potenzielle Gefahr unterbunden. The Pokémon Company International nimmt die Sicherheit ihrer Community sehr ernst und wird auch in Zukunft die Sicherheit auf Events an höchste Stelle stellen.

Als die beiden die Halle in Boston erstmals betreten wollten, waren die beiden jedoch unbewaffnet. Sie wurden dennoch vorerst festgehalten. Bei einer ersten Befragung sagten die beiden, dass es sich lediglich um ein Scherz handelte. Als jedoch das Auto der beiden untersucht worden ist, wurden zwei Gewehre, mehrere hundert Schuss Munition und ein Jagdmesser beschlagnahmt.

Die Pokémon-Weltmeisterschaften konnten ohne weitere Vorkommnisse beendet werden und die beiden Täter stehen seit dem 1. September vor Gericht. Ihnen wird illegaler Waffenbesitz und die Verbreitung von Online-Drohungen vorgeworfen. Nach Gesetzeslage werden Norton und Stumbo mindestens vier Monate im Gefängnis verbringen. Berichten zufolge wirkt es bisher jedoch nicht so, als ob die Mindeststrafe verteilt werden wird, da Richter Thomas Horgan den Argumenten der beiden Verteidiger deutlich widerspricht.

Steven Goldwyn, der Verteidiger Stumbos, sagte, dass "junge Menschen im Internet nun mal heutzutage so reden". Darauf beruhend meinte Horgan, dass "zwei Gewehre und ein Messer keine einfache Diskussion zwischen Kindern widerspiegeln". John O'Neill, der Verteidiger von Norton wollte eine Straflinderung erreichen indem er darauf hinwies, dass die beiden unbewaffnet eindringen wollten, nicht versucht haben zu flüchten und ohne Kompromiss den Standort ihres Autos gegenüber der Polizei verraten hätten. Richter Horgan sehe dennoch eine große Gefahr für Bürgerinnen und Bürger in den beiden. Ein Staatsanwalt fügte hinzu, dass die beiden Täter 25 Stunden mit dem Auto hinter sich hatten um Boston zu erreichen. Der Fakt, dass sie dabei durchgängig illegal bewaffnet seien und theoretisch jederzeit hätten morden können, beunruhige ihn sehr.

Goldwyn schlug daraufhin eine Verschiebung des Verfahrens vor, damit die Gemüter sich beruhigen können. Nun geht es am 29. September weiter und es wird entschieden werden, ob die beiden nur für illegalen Waffenbesitz oder die Planung eines Attentates auf eine Großveranstaltung bestraft werden. Die Polizei sucht nämlich weiter nach Spuren, die eine eindeutige Planung beweisen.

Zum Abschluss dieser News jedoch noch etwas erfreuliches: Über 5000 Menschen waren live vor Ort bei den Pokémon-Weltmeisterschaften dabei. Den Livestream verfolgten weltweit sogar 1,5 Millionen Menschen. Grund genug im nächsten Jahr eine weitere Weltmeisterschaft zu veranstalten, und zwar in San Francisco.

Quelle: Pokémon Presseseite, pokemonmillennium

An diesem Inhalt hat Jonkins99 mitgearbeitet.

Die Newsmeldung wurde am veröffentlicht.


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