Pokefans > Fanseiten > Armageddon > Khales Revenge - The Art of defeating a Beast

Khales Revenge - The Art of defeating a Beast


Diese Seite ist dem meistgelesensten Vater aller FF's gewidmet. Hier könnt ihr nachlesen was sich mit ihr in letzter Zeit so getan hat und was geplant ist. Nicht zu vergessen das Wichtigste: Die FF selbst!


Jou... Meine FF liegt ja nun schon des längeren Brach aber ihr könnt damit rechnen, dass sich daran in absehbarer Zeit was ändern wird.^^
Ich hatte das 7te Kapitel eigentlich schon fast fertig aber dann hab ich (in meiner unendlichen Weisheit) nicht abgespeichert und es gibt nichts, was mich mehr demotiviert als der Verlust einer perfekten Arbeit die ich nicht mehr übertreffen kann. Nach sowas verliere ich für gewöhnlich mit sofortiger Wirkung und über einen längeren Zeitraum hinweg die Lust dieser Tätigkeit nochmals nachzugehen...

Nunja... wann ich tatsächlich weiterschreiben werde wird sich zeigen^^


[CAUTION]

Die folgende FanFic enthält Gewaltdarstellungen und hat eine offizielle FSK 16 Einstufung! (ohne Schice!!! xDDD) Also ihr lieben Kinderlein da draußen! Klickt die böse böse FF schnell weg so wie ihr es bei den Wenn-du-unter-18-bist-klicke-hier-um-XXX-zu-verlassen-Erotikseiten gelernt habt xD


Khale himself

Hier btw ein kleines Bild das ich gezeichnet hab, damit ihr ungefähr wisst, mit wem ihr es in dieser Story zu tun habt^^ War btw meine erste Animefigur die ich je gezeichnet hab o______O

Vorwort

~Meine Geschichte spielt in der Pokémonwelt einer fernen Zukunft. Diese Welt ist zerklüftet und von Mächten verformt die nie hätten geschaffen werden dürfen. Eine sterbende Welt deren Hoffnung sich auf einen Helden stützt dessen Namen nicht über die Grenzen seiner Siedlung bekannt ist...~

Kapitel 1: Die Jagd beginnt

Khale überprüft noch einmal sein Gepäck. Spezialball, Verbandszeug, Verpflegung, Spezialausrüstung sein Pokémonteam bestehend aus Despotar, Arkani, Knackrack, Dragoran, Zwirrfinst, Simsala und seiner Geheimwaffe. Er blickt aus dem Fenster. Die Abendsonne scheint ihm ins Gesicht. Jemand tupft ihm auf die Schulter. Blitzschnell wendet er sich um. Es war sein alter Vertrauter Kasedo. „Geh nicht!“ so die eindringliche Bitte von Kasedo. Er ist ein alter gebrechlich erscheinender Mann doch ist er bewandert in vielerlei Hinsicht. Kampfsportarten, alte Mythologie, tiefes Wissen in die Welt der Pokémon. Dies alles vereint in einer einzigen Person. Kasedo warf tiefe Falten auf seiner Stirn und er wirkte sehr Besorgt. „Du weißt du kannst mich nicht umstimmen Kasedo mein Freund. Nicht nach all dem was passiert ist…“ so Khales Antwort. Kasedos Blick senkt sich. „Dann geh… ich sehe ich kann dich nicht halten… doch riskiere nicht zu viel hörst du? Dein Vorhaben ist sehr gefährlich und viele haben dabei bereits ihr Leben gelassen. Ich will nicht dass dir das auch passiert hörst du?“ Kasedo setzt sich auf einen alten Barhocker neben Khale. „Ich habe mich lange genug darauf vorbereitet Kasedo. Ich werde nicht scheitern wie die anderen. Ich werde zurückkehren. Ich werde Überleben!“ „Du bist noch jung. Du hast bereits viel Erfahrung gesammelt doch ich befürchte du übernimmst dich Khale… doch nun geh bevor mir noch die Tränen kommen…“ Khale nickt kurz und klopft Kasedo auf die Schulter. Der alte Mann senkt betrübt den Blick auf die Theke.
Khale schnallt seinen Rucksack an und geht zur Tür. Er geht an den Menschen in der Bar vorüber. Sie sind allesamt mit zerlumpter, abgetragener Kleidung bekleidet. In der hinteren Ecke bahnt sich eine Rauferei an und die ersten Krüge fliegen durch den Raum kurz darauf die ersten Fäuste. Khale wirft der Schlägerei nur einen verächtlichen Blick zu und geht weiter. Seit der Zeit der Trainer waren die Menschen tief gesunken. Er war einer der letzten die es noch verstanden mit Pokémon zu kämpfen. Die Menschen hatten sich in Angesicht der Verwüstung eines einzigen Wesens von den Pokémon immer mehr abgegrenzt. Kaum jemand konnte sich noch an die alte Zeit erinnern. Die Zeit der Arenen, der Top4, der vielen Trainer die in harmonischem Einklang mit den Pokémon lebten. All diese geriet in dieser harten Zeit immer mehr in Vergessenheit. Khale öffnet die Tür und verlässt das Gasthaus. Gerade als er die Tür schließt geht das große Fenster daneben zu Bruch einer der Raufbolde aus der Bar fliegt hindurch und landet unsanft auf dem Boden. Er stöhnt kurz und versucht aufzustehen bricht jedoch zusammen und bleibt liegen. An seinem Kopf klafft eine Platzwunde vermutlich verursacht durch einen Krug oder einen Stuhl. Khale wendet sich ab und geht die Straße hinunter um das Dorf zu verlassen.
Die Häuser sind heruntergekommen einige sogar völlig zerstört. Doch nicht von Menschen. Auch nicht von Pokémon. Es war der Fluch der seit langem auf der Welt lastet. Der Fluch der sowohl die Menschen als auch die Pokémon betrifft. Eine Macht gegen die bisher niemand etwas ausrichten konnte. Ein Monster dessen Pfade von Leid und Zerstörung gezeichnet sind. Die mächtigen Legendären Pokémon von Einst sind nicht mehr. Die die noch am leben sind haben sich tief im Nirgendwo verkrochen. Die meisten sind jedoch bereits gefallen. Gefallen beim Versuch dem Fluch zu trotzen. Vernichtend geschlagen von einem Wesen purer Bösartigkeit. Ein Schrecken wie dieser sucht auf dieser Welt vergebens nach seinesgleichen. Und Khale ist fest entschlossen dieses Wesen zu Fall zu bringen. Gleich wie viele Opfer es bereits gab. Er will dem Schrecken ein Ende bereiten. Und sei es auch unter Einsatz seines Lebens und dass seiner Pokémon. Dieses Wesen, was es auch immer war, Pokémon, Mensch oder einfach nur Bestie muss unschädlich gemacht werden. Andernfalls würden die Glorreichen Zeiten der Pokémontrainer nie wieder zurückkehren und über kurz oder lang würde auch die ganze Welt von ihm vernichtet werden. Khale ist erst 16 Jahre alt doch hatte er sich Zeit seines kurzen Lebens auf diese Jagt vorbereitet. Er ist einer der Menschen die man an einer Hand abzählen kann. Einer der sehr wenigen die die mordende Monstrosität zu Gesicht bekamen und es überlebten…

Kapitel 2: Der Fluch ist entfesselt

Es ist schon lange her doch Khale erinnert sich immer noch so als währe es Gestern gewesen. Die grausamen Bilder der zerstörten Stadt Samuru City und die vielen Verletzten und Toten begegnen ihm noch immer in seinen Alpträumen. Es begann wie jeder Tag beginnt. Völlig normal und gewöhnlich. Khale war damals 5 Jahre alt. Er hatte den meisten Kindern in seinem alter einiges Voraus und er wuchs bis dahin wohl behütet von seiner Mutter Tenomi und seinem Vater Soneko auf. Er hatte zu seinem 5ten Geburtstag ein kleines Bummelz von seinem Vater geschenkt bekommen und sich sehr schnell mit ihm angefreundet. Soneko arbeitete in einem großen Labor weit entfernt von Samuru City. Er musste daher sehr früh aus dem Haus und kam erst spät nachhause. Meist schließ Khale schon wenn sein Vater von der Arbeit kam und morgens sah er ihn auch selten. Doch heute hatte sich Soneko frei genommen um den Tag mit seiner Familie zu verbringen. Gegen Mittag läutete das Telefon. Tenomi ging an den Apparat und reichte ihn an Soneko weiter „Hier für dich Schatz.“ Soneko hielt den Hörer an sein Ohr und erstarrte. Er riss seine Augen weit auf und krallte sich mit seinen Fingern am Tisch fest. Er hielt den Hörer so fest dass er begann zu knacksen.
Sekunden später schepperte er den Hörer auf die Telefonstation und Soneko stürmte ins Wohnzimmer. Khale hatte das Telefon läuten gehört und kam die Treppe mit Karan seinem Bummelz herunter gelaufen als er seinen Vater ins Wohnzimmer hechten sah. „Was ist los Vati?“ wollte er wissen und auch Tenomi fragte „Was ist passiert? Stimmt was nicht im Labor? So sag doch was!“ Soneko schaltete hastig den Fernseher an. Seine Hände zitterten. Khale fragte seine Mutter „Was hat Vati denn?“ Tenomi nahm Khale an der Hand und ging mit ihm ins Wohnzimmer zu Soneko. Karan legte sich auf den Flur und döste vor sich hin. Der Fernseher lief bereits und Soneko hielt die Fernsehbedienung bebend in seiner Hand. Er zappte die Kanäle durch bis er einen Sonderbericht fand. Feuer war auf dem Bildschirm zu sehen. Rennende und schreiende Menschen. Trümmerstücke die vom Himmel fielen. Ein schwer verletzter Labormitarbeiter stürzte sich in die Kamera. Khale erschrak fürchterlich als er das Blutverschmierte Antlitz des Mannes sah. „ES IST FREI! ES IST ENTKOMMEN! RENNT UM EUER LEBEN! ICH MUSS HIER WE---„ der Mann wurde aus irgendeinem Grund von der Kamera weg nach hinten geschleudert. Mehr Menschen stürzten durch das Bild. Verletzte Menschen. Einer fiel hin und blieb liegen. Der Journalist beschrieb hektisch die Ereignisse wie er sie Vorfand doch man konnte ihn in all dem Lärm kaum verstehen. „Was ist das für ein Film Mami? Ich mag den nicht sehen. Schalt auf einen Zeichentrick um---“ sagte Khale bevor er erstarrte als plötzlich ein Greller Blitz über den Bildschirm zischte. Trümmer und Menschen wirbelten umher und die Kamera fiel zu Boden. Das Bild war weg. Weiß-Schwarzes Rauschen. Karan war von dem Lärm geweckt worden und taumelte ein wenig verschlafen ins Wohnzimmer.
Soneko starrte ungläubig auf den Bildschirm. Er hielt sich die Hände vor den Mund und murmelte vor sich hin „Wie könnte das geschehen… wie ist das möglich… wir haben doch alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen… nein… nein… Nein!“ Er stand mit einem heftigen Ruck auf. „Tenomi! Khale! Packt eure Koffer. Schnell! Nehmt ein Paar Anziehsachen und ein wenig Proviant für uns und Karan mit! Ihr habe 5 Minuten um zu packen.“ „Aber Soneko was ist denn---“ „LOS!“ unterbrach Soneko Tenomi schroff. „Nun macht schon! Losloslos!“ Tenomi verstand noch nicht ganz aber sie lief sofort mit Khale nach oben um zu Packen. Soneko blieb im Wohnzimmer stehen. Er machte ein angestrengtes Gesicht. „Es muss doch aufzuhalten sein… irgendwie… nein… darauf dürfen wir nicht Hoffen. Nachdem was im Fernsehen zu sehen war hat es bereits den ersten und den zweiten Sicherheitsring durchbrochen und war gerade beim dritten angelangt. Bleiben noch der vierte, fünfte und sechste. Sie werden es bestimmt beschäftigen können. Hoffentlich lange genug um zu fliehen.“ überlegte Soneko. Er hastete in die Küche und suchte die Autoschlüsse und Karans Pokéball. Von oben kamen Tenomi und Khale mit einem kleinen Koffer heruntergerannt. „Wir haben nur das Nötigste gepackt. Aber zu Essen haben wir noch nichts. Und Getränke auch nicht“ sagte Tenomi schwer in Atem. „Dafür haben wir jetzt keine Zeit mehr. Los! Wir müssen Los!“ Soneko holte Karan in den Pokéball und packte Tenomis Hand.
Er zerrte sie unsanft aus dem Haus. Khale wurde von Tenomi mitgerissen. „Hey! Soneko! Was ist passiert? Was ist im Labor passiert?“ Sie riss sich los. „Du hast den Fernseher gar nicht abgeschaltet und die Wohnungstür ist offen! Ich gehe keinen Schritt mehr wenn du mir nicht sofort erklärst was hier los ist!“ Tenomi stemmte die Hände in die Hüften und Khale wurde bei dieser Geste unsanft durchgeschüttelt da er immer noch von ihr an der Hand gehalten wurde. „Verdammt wir müssen los! SOFORT! Ich erkläre es dir im Auto. Jetzt komm endlich! Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren.“ schrie Soneko. „KOMMT JETZT!“ gab er seiner Forderung Nachdruck. Etwas widerwillig lief Tenomi mit Khale an der Hand zum Auto. Sie warf den Koffer hastig auf die Rückbank und setzte Khale daneben. „Mami was ist los? Was ist nur los? Warum ist Vati wütend auf uns?“ wollte Khale mit Tränen in den Augen wissen. „Schhhhhhhhhh… er ist nicht böse auf uns. Er ist nur etwas aufgeregt. Weiter nichts.“ Versicherte Tenomi. Khale nickte und schniefte kurz. „Steig ein!“ befahlt Soneko scharf. Tenomi schloss die Hintertür und setzte sich auf den Beifahrersitz. „Schnall dich an wir haben es eilig.“ sagte Soneko. „Was ist denn jetzt passiert? Sag es endlich!“ verlangte Tenomi.
Soneko fuhr los. „Ein Unfall im Labor. Oder vielleicht Sabotage. Ich weiß nicht. Auf jeden Fall ist da etwas aus seinem Kerker entkommen und zerstört das Labor wie du im Fernsehen sehen konntest.“ „Und vor diesem etwas fliehen wir jetzt oder was?“ Soneko nickte. „Mami Vati da ist Rauch!“ schrie Khale von der Rückbank. Man konnte einen dicken schwarzen Rauchschwaden am Horizont erkennen. „Soneko! Du fährst viel zu schnell!“ bemerkte Tenomi doch er reagierte nicht. Im Gegenteil. Er fuhr immer schneller. Am Straßenrand konnte man vereinzelt Familien sehen wie sie hektisch ihre Häuser verließen. Eine weit entfernte Explosion erschütterte die Erde. Soneko stieg sofort auf die Bremse und das Auto kam quietschend zum stehen. „Aua! Pass doch auf ich hab mir den Kopf gestoßen!“ schrie Khale. Soneko reagierte nicht. Er starrte auf die rötlichen Rauschschwaden die man am Horizont ausmachen konnte. „Oh Scheiße!“ entfuhr es ihm. Er wandte sich wieder der Straße zu und gab Vollgas. Er hatte die lange Straße beinahe geschafft als es ganz in der nähe eine weiter Explosion gab. „UNSER HAUS!“ schrie Khale aus voller Kehle. „Oh mein Gott was ist das was ihr da verbrochen habt?!?“ fragte Tenomi entsetzt. „Es ist zu spät. Es ist da. Es ist schon am Stadtrand angekommen. Es ist schon da...“ sagte Soneko emotionslos und fuhr weiter.

Kapitel 3: Der Schrecken hat einen Namen

„Was ist das für ein Ding? Eine Maschine? Was ist das was euch da außer Kontrolle geraten ist?“ wollte Tenomi entsetzt wissen. „Es war ein groß angelegtes Experiment bei dem es um die Erschaffung des Ultimativen Wesens ging.“ erklärte Soneko ruhig während er mit angezogener Handbremse um eine scharfe Kurve driftete. Khale wurde auf der Rückbank immer wieder hin und her geschüttelt. „Ein Ultimatives Wesen? Hat man das nicht schon bei Mewtu versucht? Wolltet ihr etwa ein noch mächtigeres Pokémon erschaffen?“ fragte Tenomi entrüstet. Soneko senkte seinen Blick kurz und nickte. „Es ist kein Pokémon im eigentlichen Sinne. Es ist mehr als nur das. Es besteht aus allen erdenklichen DNA’s von allen möglichen Pokémon. Auch Menschen und Pflanzen DNA wurde bei seiner Erschaffung verwendet. Es verbindet also alles in einem.“ „Alles in einem? Wie kann ein Lebewesen gleichzeitig Mensch, Pokémon und Pflanze sein?“ „Von Aussehen her ähnelt es auch einem Pokémon aber es ist durch die vielen verschiedenen DNA Komponenten wesentlich Komplexer als alles andere.“
„Welche Pokémon wurden bei seiner Erschaffung verwendet?“ „Diese wurden nach einem sehr strikten Verfahren ausgewählt. Nur die stärksten mit den beeindruckendsten Fähigkeiten wurden verwendet. Darunter auch Mewtu, Mew, Deoxys, die legendären Vögel, Hunde und Golems. Lugia, Ho-oh, Celebi einfach alle mächtigen Pokémon deren DNA man in die Finger bekommen konnte. Natürlich auch „gewöhnliche“ Pokémon wie Knackrack, Simsala, Despotar oder Sumpex. Nur die stärksten unter den Pokémon wurden in erwägung gezogen.“ erläuterte Soneko. Tenomi war schockiert „WIE KONNTET IHR SOETWAS TUN? HABT IHR AUS DEN EREIGNISSEN MIT MEWTU NICHTS GELERNT?!? ES IST FALSCH GOTT ZU SPIELEN! WARUM HABT IHR SOETWAS NUR GETAN?“ schrie Tenomi völlig außer sich. Soneko ignorierte ihren Gefühlsausbruch und fuhr fort „Und nun stell dir ein Wesen vor dass derart viele mächtige Fähigkeiten in sich vereint. Ein Wesen dass das beste vom besten repräsentiert. Ein von Menschenhand geschaffener Gott…“ Soneko machte eine Pause als er hart abbremsen musste um nicht einen Mann zu überfahren der auf die Straße gestürmt war. Die Reifen quietschen und er gab wieder Vollgas. „Doch es lief nicht alles nach Plan. Bereits vor einigen Wochen gab es Komplikationen. Es entwickelte seine Kräfte zu schnell. Wir hatten Probleme es weiterhin in Komatösem Zustand zu behalten. Seine mentalen und seine physischen Kräfte entwickelten sich mit rasender Geschwindigkeit sodass wir mit den Sicherheitsvorkehrungen kaum mehr hinterherkamen. Es fiel uns zunehmend schwerer es einzudämmen. Wir benötigten einige Kernreaktoren um genügend Energie für seinen Kerker zu erzeugen. Doch heute hat das alles anscheinen wenig genützt. Es ist seinem Kerker entkommen und hat alle Barrieren durchbrochen. Jetzt ist es frei und es wird vermutlich unmöglich sein es wieder einzufangen.“ „Soll das heißen ihr habt etwas so gefährliches geschaffen ohne eine Möglichkeit es wieder einzufangen wenn es entkommt?!?“ fragte Tenomi ungläubig.
„Es war noch in der Entwicklung ok?!? Es war völlig unvorhersehbar dass so etwas passiert! Niemand hätte daran gedacht dass es von einem Tag auf den nächsten genug Kraft entwickeln würde um zu entkommen! Es gab Anzeichen dafür aber niemand hätte vermutet dass es sich Bewahrheitet.“ platzte es aus Soneko heraus. „Was für Anzeichen?“ fragte Tenomi „Es leidet unter einem Gendefekt der vermutlich auf die vielen verschiedenen DNA Strukturen zurückzuführen ist die es in sich vereint. Es wird langsam aber stetig immer stärker. Hin und wieder kommt ein regelrechter Schub manchmal kommt es ganz zum erliegen. Wir hofften dass es uns gelingen würde eine wirksame Waffe gegen es zu entwickeln um es im Falle eines Ausbruchs wieder einfangen zu können doch anscheinend hatte die letzte Mutation ein so großes Ausmaß dass es ausbrechen konnte. Es gab einen Prototyp eine Pokéballs der es einfangen hätte sollen aber anscheinend hat er versagt.“ „Und jetzt wird es die ganze Stadt zerstören?“ „Wer weiß? Stell dir vor du warst dein ganzes Leben lang in einem Kerker eingeschlossen. In künstlichem Koma ohne Kontakt zur Außenwelt. Experimente würden an dir durchgeführt und trotz des Komas würdest du alles mitbekommen. Du währst wohl auch ziemlich sauer.“ Soneko grinste kurz aber sprach dann weiter. „Es ist ein hoch entwickeltes Wesen. Wir haben keine Ahnung über welchen Charakter es verfügt aber anscheinend ist es ziemlich Jähzornig. Es ist gut möglich dass es sich nachdem es sich beruhigt hat einfach irgendwohin zurückzieht und sein Dasein in Ruhe und Frieden fristet aber genauso ist es möglich dass es alles was ihm in die Quere kommt vernichten wird. Das muss sich erst noch zeigen.“ „Das wird sich erst noch zeigen?!? Dieses Monster ist unmittelbar hinter uns und hat begonnen die Stadt zu zerstören und du erzählst mir Seelenruhig dass wir uns überraschen lassen sollen was es wohl vor hat? Ob ihm nach den ersten Paar Häusern langweilig wird oder ob es die ganze Stadt mit allen Bewohnern zerstört? Wie konntet ihr so etwas nur tun? WIE NUR?!? HABT IHR DENN KEIN GEWISSEN?” Schweigen... Soneko raste weiter durch die Stadt. Vorbei an panisch umherlaufenden Menschen, Pokémon die völlig außer sich um sich schlugen, Plünderern die Kaufhausscheiben einschlugen und sich alles nahmen was sie tragen konnten, auch bewaffnete Spezialeinheiten die in großen Armeetrucks in Richtung Vorstadt vorrückten. Sogar zwei Panzer fuhren die Straße entlang. Eine Explosion erschütterte die Stadt. Fensterscheiben gingen zu Bruch, Menschen und Pokémon wurden gegen Wände und Boden gedrückt. Die linken Reifen des Autos von Tenomi, Soneko und Khale verloren den Bodenkontakt und es kam Schleudernd zum stehen. „Alles in Ordnung?“ erkundigte sich Soneko. Tenomi und Khale nickten. „Das kam aus der Vorstadt. Vermutlich haben sie mit einem Bombardement begonnen. Diese Narren. Sie haben keine Chance mit solchen primitiven Feuerwaffen.” „Ist es etwa unverwundbar?” „Nein das nicht aber es wird sie einfach mit Psychokinese abfangen und mit einer vielfachen Stärke zurückschleudern. Projektile haben also keine Wirkung.“ „Wie heißt es?“ erhob Khale sein Wort „Was?“ fragte Soneko. „Wie heißt es? Dieses Monster? Wie ist sein Name?” „Es hat keinen Namen. Offiziell nicht. Aber offiziell existiert es ja auch überhaupt nicht. Wir haben es Mewtri* getauft da es vom Aussehen her sehr an Mewtu erinnert. Sein Name fürs Protokoll lautet „XG#9410 Alpha“. Das XG steht für „Experimenteller Gott“. Das Alpha erklärt sich in dem Zusammenhang selbst. Die #9410 ist einfach die Nummer des Experiments und---“ Einer der Panzer flog aus einer Seitenstraße hinter ihnen gegen ein Hochhaus und riss dabei zahlreiche Menschen, Pokémon und Trümmer mit. „Wir müssen weiter!“ schrie Soneko und stieg aufs Gas. Das Auto beschleunigte aus dem Stand so sehr dass alle in ihre Sitze gedrückt wurden. Khale rappelte sich auf und blickte aus der Heckschreibe auf den nun brennenden Panzer. „Mewtri*…“ murmelte er.

Kapitel 4: Die Zerstörung von Samuru City: Auge in Auge

Soneko steuerte das Auto weiterhin vorbei an panisch umherlaufenden Menschen und Pokémon. Immer wieder erschütterten Explosionen die Stadt doch die wenigsten hatten Mewtri als Ursache. Autounfälle, Plündereien, Vandalismus und das Militär das versuchte die panische Menge irgendwie unter Kontrolle zu bringen. Khale verfolge auf der Rückbank das wirre Treiben in der Stadt. „Haben wir überhaupt eine Chance zu entkommen?“ fragte Tenomi leise. „Vielleicht. Ich weiß es nicht.“ „Auaaaaaaaa! Mein Kopf tut weh! Ich hab Kopfschmerzen! Aua!” jaulte Khale auf der Rückbank plötzlich auf. „Das wird ihm alles zu viel Soneko. Wir müssen hier schnellstmöglich weg!” „Es fällt mir schwer das Auto durch diese hysterische Menge zu steuern ohne im Sekundentakt etwas zu überfahren.“ meinte Soneko sarkastisch. „Mami! Mein Kopf tut so weh!“ weinte Khale und drücke seine Hände ins Gesicht. Er warf einen kurzen Blick aus dem Fenster doch das was er zu sehen bekam versetzte ihn in blankes Entsetzen. Einige Autos in denen schreiende Menschen saßen schwebten durch die Luft. Tenomi was damit beschäftigt Khale wegen seiner Kopfschmerzen zu beruhigen und bemerkte nicht was sich in der Stadt anbahnte. „Wir sind bald in Sicherheit Khale mein Liebling. Bald sind wir hier weg und können---“ eine gewaltige Druckwelle brachte das Auto schleudernd zum stehen. Khale wurde unsanft umhergeschüttelt und Tenomi wurde vom Sicherheitsgurt zurück auf den Beifahrersitz gezogen. Ein unbeschreiblicher Lärm machte sich in Samuru City breit und übertönte das Geschrei der umherlaufenden Menge. Khale beobachtete wie die Autos mit den Menschen darin in ein Hochhaus geschleudert wurden und dieses daraufhin in einer gewaltigen Explosion zum Einsturz brachten. Es viel tobend in sich zusammen und begrub alles was in Reichweite war unter sich.
Trümmer wurden umhergewirbelt und stürzten auf das Autodach. Scheiben gingen zu Bruch und eine dichte Rauch- und Staubwand bahnte sich wie eine Flutwelle ihren Weg die Straße entlang. Khale duckte sich reflexartig unter den Sitz dennoch wurde er von einem kleinen Betonbrocken der klirrend durch die Heckscheibe brach in den Rücken getroffen. „Auuuuuuu!“ jaulte Khale auf und kauerte sich noch kleiner unter dem Sitz zusammen. Es wurde immer lauter in der Stadt und die Erschütterung kam einem Erdbeben gleich Sein Kopf fing plötzlich wieder an heftig zu schmerzen. „AAAAAAAAAAAAAHHHHHH!“ schrie er aus vollem Leib kauerte weiter unter dem Sitz und hielt sich seinen schmerzenden Kopf. Die Kopfschmerzen waren so gewaltig dass er dachte er würde zerbersten. Wieder hörte er weitere Scheiben des Autos zu Bruch gehen und er spürte wie schwere Trümmer gegen das Auto krachten. Nach einigen Augenblicken wurde es wurde langsam ruhiger. Khale und das innere des Autos waren von einer dicken Staubschicht bedeckt. Das Geschrei auf den Straßen war beinahe verstummt. Khale konnte zwischen dem rieseln und bröckeln in den Straßen vereinzelt Menschen weinen und verzweifelt um Hilfe rufen hören. Er rappelte sich auf und blickte aus dem Auto. Schutt wohin er sich wandte. Zwischen den Trümmerhaufen konnte er Menschen und Pokémon ausmachen. Vereinzelt sah er umherirrende Gestalten über das Trümmerfeld stolpern. Khale war überrascht als er plötzlich bemerkte dass nicht nur das Hochhaus eingestürzt war das von den Autos getroffen wurde sondern beinahe die ganze Stadt zerstört war. Die anderen Hochhäuser sahen jedoch so aus als seien sie nicht in sich zusammengestürzt sondern zusammengedrückt worden. Khales Verwunderung darüber fand ein jähes Ende als er bemerkte dass eine dicke Stahlstange aus dem Beifahrersitz ragte an der langsam Blut entlanglief.
Er stürzte nach vorne und sah dass Tenomi von der Stange im Bauch durchbohrt war. „MAMA!“ schrie Khale und brach in Tränen aus. Er wagte es nicht sie zu berühren als sie langsam ihre Augen öffnete. „Khale… mein Schatz…“ sagte sie entkräftet und warf ihm ein schwaches Lächeln zu. Sie hob zitternd ihre Hand und strich ihm durchs Haar. Khale blickte entsetzt auf die Stelle an der die Stange in Tenomis Bauch steckte. Tränen flossen ihm die Wangen hinunter doch er war zu fassungslos als dass er hätte schluchzen können. „Komm her…“ sagte Tenomi sanft und Khale bewegte sich langsam auf sie zu. Er legte seinen Kopf auf ihre linke Schulter und die Tränen flossen auf ihre verstaubte Kleidung. Er wusste nicht wie ihm geschah. Er wollte schreien doch er konnte nicht. Seine Kehle fühlte sich trocken und steinhart an. Sein ganzer Körper zitterte und obwohl er schrecklich weinte kam kein Schluchzen über seine Lippen. Sein Mund war entsetzt aufgerissen und er war unfähig ihn zu schließen. Tenomi legte ihren rechten Arm um Khale und streichelte seinen Rücken. Khale wich langsam zurück und blickte in Tenomis Gesicht. Sie sah friedlich aus und lächelte ihn an. Aus ihrem Mundwinkel floss ein wenig Blut. „Ich liebe dich Khale mein Liebling. Vergiss das nie…“ sagte Tenomi mit letzter Kraft und schloss langsam die Augen. Ihr Arm rutschte langsam von Khales Rücken. Khale saß zwischen den Vordersitzen und starrte sie an. „Mami…?“ fragte er leise. „Mami? --- Mami! MAMI! MAMA! MAMA!!!“ begann er hemmungslos zu weinen. Er fasste seine Mutter an den Schultern und rüttelte sie als könnte er sie so wieder aufwecken. „MAMA!“ schrie er und er konnte sich vor lauter Fassungslosigkeit kaum noch halten. Plötzlich spürte er eine starke Hand auf seiner Schulter.
Er blickte sich um und sah Soneko der auf dem Fahrersitz kauerte und ihn mit Tränen in den Augen ansah. „Mami ist…“ begann Khale doch Soneko kniff die Augen zusammen und schüttelte langsam den Kopf. „Khale…“ begann er „wir müssen… so schnell wie möglich hier weg… wir müssen… sofort weiter…“ sprach er mit zitternder Stimme. „Aber Mami…“ „Komm Khale.“ unterbrach Soneko Khale und wischte ihm die Tränen aus dem Gesicht. „Komm. Wir müssen hier weg.“ fuhr Soneko beinahe lautlos fort. Er öffnete die verbeulte Fahrertür, schnallte sich ab und stieg langsam aus. „Argh!“ stöhnte Soneko und sackte zusammen. „Papi?“ fragte Khale völlig verunsichert. „Es geht mir gut. Ich glaube mein Arm ist gebrochen. Es geht schon. Komm jetzt.“ Khale krabbelte langsam über den Fahrersitz nach draußen und warf seiner toten Mutter noch einen letzten Blick zu. „Komm!“ Soneko packte Khales Hand und lief los. „Karan!“ schrie Khale lief zurück und suchte Karans Pokéball im Autowrack. Er fand ihn unter all dem Staub nur schwerlich. „Komm! Halte meine Hand!” befahl Soneko. Sie liefen über das Trümmerfeld. Es war ein schrecklicher Anblick. An manchen Stellen brannten flackernde Feuer. Manche größer manche kleiner. Es sah aus als hätte ein ganzes Geschwader Bomben die Stadt dem Erdboden gleich gemacht. Überlebende konnte Khale nicht ausmachen. Nur vereinzelt leblos umherliegende Körper oder Körperteile die aus den Trümmern ragten. Er war völlig schockiert. Sein Blick schweifte über das Feld und in Rauch und Qualm sah er etwas. „Papa was ist das?“ fragte er Soneko und zeigte auf eine Gestalt deren Umrisse man bei den diffusen Sichtverhältnissen kaum ausmachen konnte. Soneko erschauderte als er sah dass diese Gestalt in der Luft schwebte und scheinbar etwas in der Hand hielt. Etwas das aussah wie ein Körper den sie am Hals gepackt hatte. „Lauf…“ flüsterte Soneko und mit einem Ruck riss er Khale in die Entgegengesetzte Richtung. „Aua!“ rief Khale „Ich kann nicht so schnell Papa!“ sagte er völlig außer Atem. „Lauf!“ rief Soneko zurück. Sie sprinteten über die Trümmer und bemühten sich dabei nicht zu Fall zu kommen. Soneko blickte über seine Schulter. Die Gestalt war noch immer an ihrer ursprünglichen Stelle doch plötzlich blickten sie genau in ihre Richtung. Eiskalte grünlich schimmernde Augen starrten ihn durch die Staubwolke an.
Der Körper wurde von der Gestalt fallen gelassen und sie verschwand urplötzlich. „LAUF UM DEIN LEBEN!“ schrie Soneko und rannte immer schneller und schneller. Khale bemühte sich so gut es ging Schritt zu halten. „Ich---kann nicht mehr---“ beteuerte Khale völlig erschöpft. Soneko riss ihn hinter ein kleines stehen gebliebenes Mauerstück und beide kauerten sich dahinter auf den Boden den Rücken daran gedrückt. „Was war das?“ fragte Khale schwer atmend. Soneko antwortete nicht. Beide versuchten so schnell es ging wieder Kräfte zu sammeln. „Komm. Weiter.“ sagte Soneko und stand auf. „Ich kann noch nicht.” beteuerte Khale immer noch schwer atmend doch dann stockte ihm dieser plötzlich. Sonekos Augen waren ebenfalls weit aufgerissen und er blickte entsetzt auf das Wesen das plötzlich vor ihnen aus dem Nichts aufgetaucht war und in der Luft schwebte. „Mewtri…“ brachte Soneko noch hervor doch da wurde er auch schon zur Seite geschleudert. „PAPA!“ rief Khale verwirrt. „Was ist passiert? Dieses Pokémon hat ihn doch gar nicht berührt.” dachte er entgeistert. Mewtri streckte langsam seinen Arm nach Khale aus und ihm schnürte sich die Kehle zu. Seine grünen Augen starrten ihn nicht an sondern vielmehr in ihn hinein. Khale wurde übel. Er war unfähig wegzulaufen. „LASS KHALE IN RUHE DU MISGEBURT!“ brüllte Soneko und stürmte mit einem Betonklotz in seinen Händen auf Mewtri zu. Dieses war so überrascht dass es unfähig war sich zu verteidigen und Soneko schlug ihm mit dem Betonstück ins Gesicht sodass es nach hinten geschleudert wurde und unsanft auf dem Boden aufschlug. Soneko lies den Brocken fallen und wandte sich Khale zu. Er packte ihn an den Schultern. „Khale! Geht es dir gut?!?” wollte er wissen. Khale nickte „Papa dein Arm blutet!” sagte er und deutete auf Sonekos Arm. „Ja… er ist ja gebrochen...“ sagte Soneko scheinbar verwundert. Hinter ihnen begann es zu bröckeln und sie wandten sich Mewtri zu. Trümmer erhoben sich und schwebten langsam in die Luft. Mewtri richtete sich mit ausgebreiteten Armen auf und begann wieder zu schweben. Seine Augen glühten in einem unheimlichen Grün. Die Symbole auf seinem Körper begannen ebenfalls in den jeweiligen Farben zu leuchten. Khale hatte schreckliche Angst und war zugleich fasziniert von Mewtri. Er blickte seinen Vater an. Sonekos Miene verfinsterte sich und er sah Mewtri wütend an. Er griff nach einem Mauernstück am Boden und stürmte auf Mewtri zu als hätte er eine reelle Chance es zu töten. Er holte zum Schlag aus doch bevor er ihn ausführen konnte wurde er zurückgeschleudert und prallte mit dem Rücken gegen die stehen gebliebene Wand. Sein Gesicht war schmerzverzerrt und er konnte sich nicht mehr stützen. Sonekos Beine gaben nach und er rutschte langsam mit dem Rücken an die Wand gelehnt nach unten. Khale wurde ebenfalls wütend auf Mewtri. Er dachte an Tenomi seine Mutter und wie sie im Auto starb.
Er schrie Mewtri an: „Du Monster! Was bist du überhaupt?!? Warum machst du das? Was haben dir die Menschen in dieser Stadt getan?!? Du bist kein Pokémon! Du bist einfach nur ein Monster! Du bist eine Bestie! Du solltest auf der Stelle sterben!!!” Mewtri wich überrascht zurück. Soneko hatte sich wieder aufgerichtet und legte seine Hand auf Khales Schulter. Sein Arm blutete stark und er hatte eine Platzwunde an seinem Kopf. „Flieh Khale.“ sagte er ruhig. „Aber Papa…“ „FLIEH! LAUF WEG!” schrie er ihn an. Khale hatte Tränen in den Augen und er lief los. Mewtri wollte sich Khale zuwenden als es ein Stein am Kopf traf. „Hier spielt die Musik Kumpel!“ rief Soneko herausfordernd und warf einen weiteren Stein nach Mewtri der jedoch kurz vor dem Aufschlag in der Luft stehen blieb. „Ich schlag dir den Schädel ein du Monster!!!” schrie Soneko. „Für Tenomi! Und für Khale!!!“ brüllte er und stürmte mit einem Mauerstück in Händen auf Mewtri los. Khale rannte inzwischen so schnell ihn seine Beine noch trugen in Richtung Wald der am Stadtrand lag. Er drehte sich kurz um und sag wie Soneko von Mewtri umhergeschleudert wurde aber dennoch immer wieder aufstand und noch einmal auf Mewtri zustürmte. „LAUF WEITER KHALE!“ hörte er ihn auf die Entfernung rufen. Khale drehte sich um und lief weiter. Seine Beine waren ganz schwach und sein Körper fühlte sich schwerer und schwerer an. Plötzlich hörte er hinter sich eine laute Explosion. Trümmer schlugen neben ihm ein. „PAPAAAAAAAAA!!!“ schrie er doch er drehte sich nicht um und lief weinend weiter. Er bekam eine Betonstück an den Kopf und er fiel hin. „Aua…“ wimmerte er. Khale hatte sich beinahe am ganzen Körper aufgeschürft doch rappelte er sich wieder auf und lief weiter. Weiter in Richtung Wald. Endlich kam er dort an lehnte sich völlig erschöpft an einen alten Baum. Er sank in sich zusammen und fing an hemmungslos zu weinen. Sein Kopf pochte kurz und er schrak auf. Mewtri schwebte vor ihm und blickte ihm in die Augen. Sie leuchteten nicht mehr und es wirke beinahe ruhig. Khale jedoch spürte innerlich sie Wut brodeln. Eine ganze Stadt hatte Mewtri zerstört. Seine Eltern getötet. Und jetzt trat es ihm so seelenruhig unter die Augen. Khales Blick war voller Hass. Es stemmte sich am Baum entlang hoch und wollte auf Mewtri mit bloßen Fäusten losstürmen doch bevor es soweit kam wich Mewtri ein Stück zurück. Khale war verwundert. „Hat es etwa Angst vor mir?“ fragte sich Khale in Gedanken. „Nein.“ bekam er als Antwort zurück. Khale zuckte zusammen und sah sich hektisch um. Woher kam diese Stimme? Außer Mewtri war niemand hier. Er schaute es an und Mewtri blickte zurück. Khale blinzelte kurz und während er das tat verschwand Mewtri. „Wo ist es hin?“ dachte Khale. Seine Verwirrung wandelte sich wieder in Trauer als ihm seine Eltern in den Sinn schossen. Er taumelte zurück gegen den Baum. In seiner Hose knackte etwas und Karan sein Bumelz stand plötzlich in der verstaubten Wiese. „Gääääähn?“ fragte Karan als es die Verwüstung sah. Khale fasste in seine Tasche und holte die zwei Pokéballhälften aus seiner Tasche. Von seinem Sturz im Trümmerfeld war er völlig zerbeult und das lehnen gegen den Baum musste ihn endgültig zerbrochen haben. Karan blickte zu Khale auf. Er bemerkte dass Khale traurig war und wankte lächelnd auf ihn zu. „Bumeeeeelz!“ sagte Karan. Khale rutschte den Baum in seinem schmerzenden Rücken hinab in die Hocke und umarmte Karan. Er drückte ihn so fest er konnte. Er war alles was ihm noch geblieben war. Seine Freunde, seine Eltern, sein Zuhause. Alles war zerstört…

Willkommen zurück in der Realität lieber Leser^^ Wo man keine Angst vor irren Pokémon zu haben braucht sondern vielmehr vor dem verrückt kichernden Heckenschütze da draußen im Gebüsch xP Noch eine kleine Randbemerkung: Vllt erscheint dieses Kapitel einigen Leuten etwas brutal. Doch es soll weder Gewalt verherrlicht werden noch in irgendeiner Weise dazu auffordern Städte in die Luft zu jagen. Im Gegenteil. Ich habe versucht die ganze Dramatik einzufangen wenn ein Mensch eines unnatürlichen Todes stirbt und Katastrophen über die Menschheit hereinbrechen. Gewalt wurde hier als Medium benutzt um die Dramaturgie des ganzen hervorzuheben.

Kapitel 5: Ausritt ins Ödland

Khale wendet sich ab und versucht die Bilder wieder aus seinem Kopf zu bekommen. Vater, Mutter, Freunde alle waren tot nur er hatte überlebt. Oft fragte sich Khale warum ausgerechnet er verschont geblieben ist alle anderen jedoch sterben mussten doch nie fand er eine Antwort. Er geht weiter die Straße entlang vorbei an zuscheppernden Fensterläden verängstigter Familien. Khale hatte das immer als Kompliment gesehen und tut es immer noch. Die Vorstellung dass andere ihn als eine solche Gefahr ansahen dass sie denken sie müssten sich vor ihm verstecken fand er ausgesprochen amüsant. Nur weil er einer der wenigen übrig gebliebenen Trainer war. Mewtri wurde von allen stets als Pokémon gesehen und Menschen verallgemeinern schnell. So begab es sich auch dass Menschen innerhalb kürzester Zeit ihre Beziehung zu Pokémon abbrachen und begannen sie als Geschöpfe des Bösen anzusehen. Daraus resultierte letztendlich die Spaltung von Mensch und Pokémon. Auf keiner der beiden Seiten wollte man einsehen dass sowohl Mensch als auch Pokémon unter Mewtri zu leiden hatten. Blieben sie einander in seltenen Fällen dennoch treu so wurden sie von beiden Seiten geächtet und als Verräter beschimpft. Viele Trainer beschlossen etwas gegen ihren Ruf zu tun und gingen los um Mewtri zu töten. Vergebens. Mit jedem getöteten Menschen und jedem getöteten Pokémon wuchs der Hass der Pokémon auf die Menschen und andersherum. Die Pokémon sahen Mewtri nicht als ihresgleichen an sondern als ein von den Menschen geschaffenes Monster und die Menschen sahen nur ein mordendes Pokémon in ihm. Jeder sah nur was er sehen wollte und dieser Konflikt schaukelte sich derart hoch dass es sogar zu Schlachten zwischen Pokémon und Menschen kam als währen die Vernichtungen von Mewtri nicht schon genug gewesen.
Khale wollte damit nie etwas zu tun haben. Er konzentrierte sich stets auf sein Ziel selbst ein Team zusammenzustellen mit dem er Mewtri schlagen konnte. Er weiß bis heute nicht ob es außer ihm überhaupt noch andere Trainer gibt aber er bezweifelt es. Endlich hat Khale die Stadt verlassen und atmet auf. Ein weitläufiges Ödland liegt vor ihm. Vereinzelt winden sich knorrige Bäume in der untergehenden Sonne. Ein kleiner Fluss schlängelt sich durch das Tal. Alles erscheint im Orange der Abendsonne noch viel abgestorbener und schroffer. Die Felsen im Tal reißen lange dunkle Schatten in die Landschaft. „Jetzt bin ich eigentlich weit genug weg…“ denkt sich Khale als er sich nach dem Dorf umsieht. Er schnallt seinen Rucksack ab und kramt einen Pokéball heraus. „Ich brauch mal wieder ein Fortbewegungsmittel.“ sagte Khale als er Arkani loslässt. „Arkani!“ brüllte dieser und duckte sich auf den Boden sodass Khale aufsitzen konnte. „Los geht’s Junge! Lass uns Monster jagen!“ „ROAAAARRR!“ brüllte Arkani und sprintete los. Die Landschaft zieht an ihnen vorüber und verschwimmt zu unscharfen Schemen. Die Sonne verschwindet hinter den Hügeln am Horizont und binnen von wenigen Augenblicken ist die Landschaft in Schatten gehüllt.
Khale reitet weiter auf Arkani durch die Spätdämmerung. Er hatte einige Tage zuvor von einem größeren Zwischenfall unweit seines Dorfs erfahren. Große Eruptionen die selbst in seinem Zuhause zu spüren waren sollen sich in der nähe einer kleinen Siedlung ereignet haben. Khale erhofft sich dort auf Mewtri zu treffen. Khale blickt sich in der Landschaft um als er etwas weiter von ihm entfernt bei einigen Bäumen ein Feuer entdeckt. „Halt mal Junge…“ hielt Khale Arkani an. Seit Tagen hatte niemand das Dorf verlassen und es war auch kein Versorgungstrupp angemeldet. Khale streichelte durch Arkanis Mähne. „Das will ich mir mal genauer ansehen…“ Arkani rennt mit Khale auf das Feuer zu. Sie kommen rasch näher. „Da stimmt was nicht. Halt mal Arkani.” sagt Khale und steigt ab. „Warte hier... falls ich dich brauche ruf ich dich.” „Grrrmmm…“ gab Arkani zu verstehen. Er duckt sich ins hohe Gras und Khale steigt ab. Langsam schleicht er sich an das Lagerfeuer an. Niemand zu sehen. Die Bäume rings herum werfen lange tanzende Schatten in die Ebene. Khale drückt sich an einen der Bäume, wirft einen hastigen Blick zum Feuer und versteckt sich wieder hinter dem Baum. „Hmm…“ grummelte Khale. Er geht zögernd hinter dem Baum hervor und tritt ans Feuer. Sein Blick fällt auf den Boden. „Fußspuren…“ flüstert er bei sich. Er tritt etwas näher ans Feuer und spürt die ungemeine Hitze die es abstrahlt. Plötzlich hört er hinter sich etwas knacken. Blitzartig wendet er sich um und nimmt Kampfhaltung ein. Einige Jungen und Männer hatten ihn unbemerkt eingekreist. „Schau an, schau an was uns da nettes ins Netz gegangen ist.“ sagt einer der Männer hämisch und grinst. Khale will nach seinem Rucksack greifen doch plötzlich fällt ihm auf dass er ihn bei Arkani im Gras gelassen hatte. Zwei der Männer zücken Messer aus ihren Taschen, die restlichen ballen die Fäuste. Khales Miene verfinstert sich und er spannt seinen Körper an. Die Männer ziehen den Kreis enger um ihn und kommen bedrohlich näher…

Kapitel 6: Roter Sand

Khale beschließt ihnen zuvorzukommen und stürmt auf einen der Angreifer los. Dieser holt mit seinem Messer aus doch Khale duckt sich im letzten Moment und die Klinge zischt über seinen Kopf hinweg. In der Hocke schlägt er dem Mann gegen den Ellenbogen sodass dieser sein Messer fallen lässt. Er Boxt ihm heftig in den Bauch woraufhin der Bandit zusammenbricht. Khale wendet sich schnell um und kann gerade noch einem Faustschlag ausweichen. Er schlägt dem zweiten Angreifer mit dem Fuß in den Bauch. Dieser wird zurückgeworfen und rempelt einen anderen um woraufhin beide zu Boden fallen. Khale will gerade auf den nächsten Angreifer losgehen als er von hinten gepackt wird. Der Bandit hat sich wieder aufgerichtet, packt Khale unter den Achseln, verschränkt die Hände in seinem Genick und drückt seinen Kopf nach vorne. Khale versucht noch sich loszureißen doch da verspürt er auch schon einen scharfen Schmerz. Ihm wurde mit voller Wucht in den Bauch geschlagen.
Khale krümmt sich vor Schmerzen doch noch bevor er sie richtig verkraften kann verspürt er bereits einen heftigen Tritt in seinen Bauch. „Aarrrggg…“ stöhnt er und sackt zusammen. Er spuckt kurz Blut rafft sich aber wieder hoch. „Was hättest du erwartet hä? Dass du etwa ne Chance gegen uns hast?“ fragt ihn einer der Räuber und hält ihm das Messer an die Kehle. Khale versucht sich zu befreien doch die Klinge kitzelt ihn am Hals und er hält inne. „Na was willste jetzt machen? Wies aussieht hast du nix was uns interessieren würde…“ beteuert der Mann und lässt die Klinge an Khales Kehle hin und her wetzen. Khale versucht sich zu entspannen. Er besinnt seinen Körper zu lockern ohne sich dabei zu sehr zu bewegen. Er sieht dem Mann fest in die Augen wohl wissend dass jede Tat seine letzte sein könnte. „Mach bloß keinen Unsinn Junge sonst lass ich dich von einem Ohr zum andern grinsen!“ warnt der Bandit. Khale spannt seine Beine an und springt nach hinten. Er versetzt dem Bandit vor ihm mit den Füßen einen kräftigen Tritt gegen die Brust sodass das Messer weggeschleudert wird allerdings eine kleine Schramme an seinem Kinn hinterlässt. Der Gegner hinter ihm wird durch die Wucht seines Sprungs umgerissen und fällt mit Khale zu Boden. „UHF!“ stöhnt dieser als er unsanft auf dem Boden aufschlägt. Sein Griff um Khale lockert sich. Schnell befreit sich dieser aus dem Klammergriff und rappelt sich auf. Khale versucht wegzulaufen doch schon stellt sich ihm ein weiterer Bandit in den Weg. „Das wars für dich kleiner! Jetzt is Schluss mit lustig!“ brüllte der Mann mit dem Messer. Khale wird von der Bande wieder umzingelt. Sein Fluchtversuch war gescheitert. Die Männer sind aufgebracht und stürmen von allen Seiten auf ihn zu.
Plötzlich wird ein wenig Staub aufgewirbelt und Khale findet sich in einer Flammensäule wieder. Die Banditen werden von der Wucht zurückgeschleudert. Arkani war mit Turbotempo herbeigeeilt, direkt über Khale gesprungen und hatte ihn in einen Feuerwirbel gehüllt. „ROAAAAARRR!“ brüllte Arkani und landete in Angriffshaltung vor Khale. Er feuert einen Flammenwurf in den Himmel und die Banditen robben auf dem Boden verängstigt zurück. Einer der Männer versucht auf Arkani loszugehen doch wird er sofort von einer kleinen Glutattacke erfasst und gegen einen Baum geschleudert. „UUUF…“ stöhnt dieser beim Aufprall. Seine Kleidung ist versengt und brennt an manchen Stellen. „Gutes Timing mein Freund.“ sagt Khale zu Arkani. „Grrrmmm…“ „Der Auftritt war auch nicht von schlechten Eltern. Aber jetzt lass uns hier mal aufräumen! Flammenwurf auf die Kerle!“ befiehlt Khale. Sofort startet Arkani einen Flammenwurf in die Runde. Einige Männer können ausweichen andere werden in Flammen gehüllt und zurückgeschleudert. „Das war ein großer Fehler!“ schreit einer der Banditen noch während Arkani weiterhin angreift. „SANDGRAB!“ befiehlt der Räuber. Urplötzlich tauchen vier Klauenpaare aus dem Boden auf und packen Arkanis Läufe. „GROWL!“ knurrt dieser verwundert und stellt den Flammenwurf ein. Die Klauen beginnen Arkani in den Boden hineinzuziehen. „RAAAAAARRRR!“ brüllt Arkani panisch. Er versinkt schnell immer weiter im Boden. „Arkani!“ schreit Khale und umfasst Arkani am Bauch. Er zieht so fest er kann doch Arkani versinkt komplett im Sandboden. „NEIN!“ brüllt Khale fassungslos.
„Meine Pokémon werden sich um deinen Begleiter kümmern…“ versichert der Bandit ruhig mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht. „Und wir vergnügen uns mal hier ein wenig…“ Einige seiner Kumpanen rappeln sich angeschlagen vom Flammenwurf wieder auf. Khale weicht zurück. Auf einmal steigt Qualm aus dem Sand unter seinen Füßen auf. Hitzeflackern lässt seine Sicht verschwimmen. Arkani bricht aus dem Boden. Sein Körper ist in Flammen gehüllt und er scheit Schmerzen zu haben. Das Feuer erlischt und Arkani landet schwer atmend und erschöpft vor Khale. An seinen Läufen befinden sich leicht blutende Kratzspuren. „Das war ein Wahnsinns Flammenblitz!“ ruft Khale begeistert. „SCHLITZER!“ brüllt ein Räuber. Die vier Sandamer tauschen sofort wieder aus dem Boden auf und heben Arkani in die Luft. Sie scheinen ebenfalls vom Flammenblitz verletzt worden zu sein. „LOS!“ so der Befehl und die Sandamer heben Arkani so hoch sie können. „Schnell Arkani! Flammenrad!“ ruft Khale ihm zu. „ROAAARRR!“ Arkani hüllt sich in ein Flammenrad doch die Sandamer halten ihn unter sichtlichen Schmerzen weiterhin in die Höhe. Als die Flammen sogar auf sie übergreifen bricht unter Arkani noch ein weiteres Sandamer aus dem Boden und versetzt Arkani einen harten Schlitzer in den Bauch. „AROOOUUUUUU!!!“ brüllt Arkani qualvoll. „WEITER!“ befiehlt der Bandit. Das Sandamer schlägt mit seinen scharfen Krallen gegen Arkanis Bauch ein. Blut spritzt und das Flammenrad von Arkani erlischt. „ARRROOOOUUUU…“ gibt Arkani fortwährend und immer schmerzverzerrter von sich. Er versucht verzweifelt sich vom Haltegriff zu befreien doch sein Flammenblitz hat ihn zunehmend geschwächt. Immer weiter trimmt das Sandamer auf Arkani ein. Blut läuft über seine Fängen und seinen Körper doch es macht unaufhörlich weiter. Der Sand rund um das Szenario färbt sich im matten Mondschein in ein nass glänzendes Dunkelrot. Tränen schießen Khale in die Augen. Er muss hilflos mit ansehen wie Arkani brutal niedergemetzelt wird. „ARKANIIIIIII!!!“ schreit Khale aus vollem Leib und läuft auf seinen Freund zu, noch unsicher was er überhaupt unternehmen soll…

Kapitel 7: Tales of Arkani

„HILFEEEEE!!!” schrie Khale aus vollem Hals. Er rannte so schnell er konnte doch die drei Fiffyen holten schnell auf. „AAAAAAH!“ *Was soll ich tun? Die Fiffyen werden mich zerfleischen! Was soll ich nur tun? Ich bin nicht schnell genug um -* „GRAWL!“ knurrte es hinter Khale und eher er sich umzudrehen vermochte sah er einen seiner Verfolger mit weit aufgerissenem Maul auf ihn zuspringen. *Oh nein! Jetzt ist alles aus!* dachte dieser verzweifelt. Die Zeit schien nahezu stillzustehen. Khale sah das weit aufgerissene Maul unmittelbar vor sich, bestückt mit scharfen Hauern die begierig darauf waren sich in seine Kehle zu schlagen. „WAH!“ entfuhr es Khale, als er im vollen Lauf über eine aus dem Boden ragende Wurzel stolperte. Hart schlug er am Boden auf und das Fiffyen sprang in hohem Bogen über ihn hinweg. Es landete behände auf den stämmigen Läufen und drehte sich, noch während es den Sprung auf dem Boden rutschend abfing, bedrohlich knurrend zu ihm um. Noch bevor Khale realisierte, was gerade geschehen war hatte er sich schon aufgerappelt und stürmte taumelnd seitwärts in den dichten Wald. Seine Knie waren aufgeschlagen und bluteten. Ebenso seine Ellenbogen. Stechender Schmerz erfüllte seinen Körper und er sackte während seiner Flucht immer wieder in sich zusammen. Seine Hetzer unmittelbar hinter sich schlug er sich seinen Weg durch das nahezu undurchdringliche Dickicht. Immer wieder blieb er an Dornen und Zweigen hängen von denen er sich schmerzhaft losreißen musste. Khale kramte in seiner Gürteltasche und zog einen leeren Pokéball heraus den er auf Gutglück nach hinten warf. Als er sich in vollem Lauf umdrehte sah er tatsächlich, wie eines der Fiffyens in den Ball gesperrt wurde. *Bleiben ja nur noch zwei.* dachte er in trügerischem Optimismus.
Immer weiter rannte Khale durch das unwegsame Gelände das grausame Knurren und Hecheln der Fiffyen im Nacken. Dabei sollte er doch nur Beeren und Früchte für das Abendessen von sich und seinem Lehrmeister Kasedo sammeln. Doch während seiner Suche war er mitten in einen vollbesetzten Fiffyenbau gestolpert, dessen Bewohner sofort die Verfolgung des Frischfleischs aufnahmen. Abrupt endete der Wald und die Sonne blendete Khale. Er blinzelte kurz und riss seine Augen entsetzt auf als er erkannte, dass er anstelle einer Lichtung einen steilen Abhang vor sich hatte. Er war direkt ins Nichts gesprungen. Khale biss die Zähne zusammen und versuchte den Sprung abzufangen doch er war zu schnell. Er stürzte und rollte den steil abfallenden Berg hinunter. Geröll stürzte mit ihm in die Tiefe. Schützend hielt sich Khale die Arme vor sein Gesicht und winkelte die Beine an. Unaufhörlicht stürzte er in die tiefe und schlug letztendlich am Fuß des Berges auf wo er betäubt versuchte wieder Herr seines gepeinigten Körpers zu werden. Immer wieder schlugen Steine und Felsbrocken des losgetretenen Gerölls auf ihn herab und er fühlte einen stechenden Schmerz in der Brust. Mehrere Rippen mussten gebrochen sein.
Mit einem verkrampften Gesichtsausdruck stemmte Khale sich hoch. „RAAAAAAAAAH!!!“ schrie er vor unerträglichem Schmerz auf. Hinter sich hörte er wieder verstärkt Schutt den Berg hinunterrollen. Langsam und mit schmerzverzerrtem Gesicht drehte er sich um und sah mit Entsetzen die zwei Fiffyens den Berg herunter hasten. *Warum lassen die nicht locker? So lange jagen Fiffyens doch normalerweise nie! Die sind völlig im Jagdfieber!* schoss es Khale durch den Kopf und er rannte los. Rechts von ihm lag eine hohe Klippe, hinter ihm die Fiffyens und der einzige Ausweg führte durch einen neuerlichen dichten Wald. „Oh warum ich …?!?“ rief er verzweifelt hinein. Das Adrenalin pulsierte durch seine Venen und ihm stockte der Atem als er einen nass-warmen Atem im Nacken spürte. Noch bevor er fähig war sich umzudrehen drückten ihn zwei kräftige Vorderläufe zu Boden. Khale schlitterte nach vorne, seine Rippen knacksten, als er über die steinige Erde rutschte. Sein Kopf schlug an einen Baum und von Schmerzen gepeinigt drehte er sich zu den Fiffyen um. Sein Blick färbte sich in einem Auge rot und er wischte sich darüber. Eine klaffende Wunde über seiner Stirn tauchte sein Gesicht in Blut. Sein panischer Herzschlag pochte ihm im Ohr, sein Blick auf die weit aufgerissenen Mäuler der beiden Fiffyens gerichtet, die bedrohlich auf ihn zu schlichen. Khale drückte sich voller Angst an den Baumstamm in seinem Rücken und tastete mit seinen Händen ziellos am Boden um irgendetwas zu finden, mit dem er sich verteidigen könnte.
Ein grelles Heulen durchschnitt die Luft und Khale blickte blass zum Klippenvorsprung auf dem er das dritte Fiffyen stehen sah welches ihn mit gefletschten Zähnen anstarrte. *Es ist aus dem Pokéball entkommen …* verzweifelte Khale und ihm entschwand jeglicher Wille sich weiter gegen die Jäger zu wehren. Seine Arme sackten zu Boden und er erwartete einen schmerzhaften Tod. Das Fiffyen auf der Klippe setzte zum Sprung an Khale beobachtete es geistesabwesend. Seine Augen waren halb geschlossen, es wurde immer leiser um ihn und seine Schmerzen verschwanden langsam. Er spürte das Blut aus der Platzwunde über sein Gesicht laufen. Das Fiffyen sprang doch es wirkte panisch und desorientiert. Eigentlich hatte Khale mit seinem Leben schon abgeschlossen doch plötzlich wurde er von dem harsch vor ihm aufschlagenden Fiffyen zurück ins Geschehen gerissen. Verwundert blickten sich die anderen beiden um und fixierten ihren Blick auf die Klippe. Verdutzt wandte sich auch Khale dem Vorsprung zu und er erkannte die Silhouette eines Pokémon das majestätisch vor der Sonne thronte. Das Fiffyen war nicht gesprungen, es war herunter gestoßen worden!
„ARRRAAAUUUUUUU!!!“ brüllte das Pokémon und stürzte sich die Klippe herab. Noch während dem Sprung formte es einen gewaltigen Feuerball in seinem Mund und schleuderte ihn gegen das gestoßene Fiffyen welches schmerzhaft jaulend und brennend mehrere Meter zurückgeschleudert wurde. Mit voller Wucht stürzte sich das Pokémon auf sein nächstes Ziel, welches wie völlig perplex dastand und riss es mit einem kräftigen Biss in die Flanke von den Beinen. Wild schüttelte es das Fiffyen im Mund hin und her welches vor Schmerzen aufjaulte bis es diesem letztendlich ein Stück Haut herausriss und es weggeschleudert wurde. „Ein Fukano …“ stammelte Khale vor sich hin als er überraschend das letzte Fiffyen mit weit geöffnetem Maul auf das Fukano zuspringen sah. Instinktiv stürmte Khale los, schnappte sich auf dem Weg einen großen Stein und schleuderte ihn dem Fiffyen an den Kopf welches bewusstlos gegen die Geröllbrocken geschleudert wurde. Fukano blickte Khale, noch in voller Rage und Kampfstellung, an als dieser schlitternd zum stehen kam. Das Fiffyen, welche Fukano gebissen hatte rappelte sich auf und hinkte so schnell es konnte in richtung Wald. Das vom Feuerball getroffene wälzte sich verzweifelt am Boden um die Flammen zu löschen und schlug sich letztendlich jaulend in die Büsche.
„Äh … ähm … danke …“ presste Khale mit heiserer Kehle hervor, ging behutsam in die Hocke und streckte die Hand aus um das Fukano zu streicheln. Dieses wich jedoch knurrend mit gefletschten Zähnen zurück und ging in Angriffshaltung. Khale zuckte zurück und sah es ängstlich an. Langsam wich das Fukano zurück, machte endgültig kehrt, stürmte den Abhang hinauf und verschwand mit einem kräftigen Satz im hochgelegenen Wald. Verdutzt blinzelte Khale hinterher bis ihm seine entsetzlichen Schmerzen wieder durch die Glieder fuhren. Er erschauderte und bemühte sich aufzustehen. Als er wackelig Fuß fasste torkelte er in den Wald, brach sich einen morschen Ast von einem Baum und humpelte von diesem gestützt nach hause. Der Weg schien unnatürlich weit zu sein und Khale wurde immer müder. Der unbefestigte Waldweg schien unter Khales Füßen zurückzuweichen und als es bergauf ging wurden die Schmerzen für ihn nahezu unerträglich. Als er wieder auf einer ebenen Strecke ging war die Sonne fast untergegangen und tauchte den Wald in rötlichen Schein. Khale hatte Mühe, sich auf den Weg zu konzentrieren. Seine Augen drohten im zuzufallen doch die starken Schmerzen hielten ihn wach. Überraschend trottete wenige Meter vor ihm ein Fukano aus dem Wald, hielt mitten auf dem Weg an und setzte sich mit dem Gesicht auf Khale gerichtet nieder. Der Mund war Blutverschmiert und im vorbeilaufen hatte Khale die besondere Fellzeichnung in Form eines schwarzen Blitzes auf dem Rücken entdeckt. Es war tatsächlich das Fukano, welches ihm zuvor das Leben gerettet hatte. Schlagartig lies Khale den Stock fallen und verkrampfte seinen Körper zur Bewegungslosigkeit um das Fukano nicht zu provozieren. Er unterdrückte die unsäglichen Schmerzen die die plötzliche Bewegung verursacht hatte und stand wie angewurzelt da.
Das Fukano jedoch erhob sich und trottete hechelnd auf Khale zu welchem der Angstschweiß auf der Stirn stand. *Mal wieder genial … da rettet es mich vor den Fiffyen nur um mich letztendlich als Abendessen zu verdrücken … ich muss ja wirklich uuunsagbar lecker aussehen …* grummelten Khale die Gedanken durch den Kopf. Die Angst wandelte sich in Wut über diese törichte Vorgehensweise des Fukano und er war fest entschlossen dieses mal um sein Leben zu kämpfen. Khale ballte die Fäuste *Na warte duuu …* Gerade wollte er losstürmen als sich das Fukano gemächlich vor ihn niedersetzte und ihn treuherzig anblickte. Etwas verdutzt blinzelte Khale auf das, aus heiterem Himmel, zutraulich gewordene Pokémon herab und war sich nicht sicher was er nun tun sollte. Nachdem sie eine Weile in dieser Stellung verharrt waren ging Khale langsam auf die Knie, seine Fäuste immer noch fest geballt. Zögerlich streckte er seine Hand aus und beobachtete das Fukano argwöhnisch welches ruhig dasaß und vor sich hin hechelte. Langsam fuhr er durch das weiche Fell und das Fukano schwenkte seinen Kopf zum herzerweichenden Hundeblick. „Oooooch bist du süüüüüüß! x3“ entfuhr es Khale und er begann es ausgiebig zu streicheln. „So ein weiches Fell und so ein süßes Gesichtchen und so eine tolle Fellzeichnung und so –“ schmachtete Khale vor sich hin als das Fukano sich von ihm abwandte ein kleines Stück zurücktrapste und sich zu Khale gewandt hinsetzte. „Öh … willst du irgendwas von mir?“ fragte dieser verwundert, was das Fukano mit einem laufen Kläffen beantwortete. „Hast du hunger?“ … kein Laut … Khale überlegte, was ein Fukano wohl von ihm wollen könnte. Plötzlich schoss ihm durch den Kopf, dass es ja ein Pokémon war. „Willst du, das ich dich fange?!?“ brach es aufgeregt aus Khale heraus. „RAU!“ kam als lautstarke Antwort zurück. „Wow … ah … ich meine … ähm warte mal … ich glaub ich hab da noch einen …“ stakste Khale und kramte in seiner Gürteltasche „ … einen Pokéball!“ rief er und hielt das Fundstück empor. Fukano trapste auf ihn zu und Khale stupste ihn mit dem Pokéball an. Es verschwand darin und der Ball wurde versiegelt. Sogleich entließ es Khale wieder, damit es ihn auf dem Nachhauseweg begleiten kann. Er lächelte es an und Fukano gab ein fröhliches bellen zurück. Khale griff nach seinem Stock und stemmte sich mit schmerzverzerrter Mine hoch. „Komm, lass uns in dein neues Zuhause gehen! Du musst unbedingt Kasedo kennen lernen! Der hat bestimmt was Leckeres auf den Tisch gezaubert!“ Mit den letzten wärmenden Sonnenstrahlen im Rücken machen sich die neuen Teampartner auf den Nachhauseweg.
*Arkani …* hallt es in Khales Kopf wieder. *Du hast mir damals das Leben gerettet und bisher konnte ich mich dafür niemals wirklich erkenntlich zeigen …* „WAS BIN ICH DENN FÜR EIN TRAINER WENN ICH JETZT NICHT DAS SELBE AUCH FÜR DICH TUE?!?“ brüllt Khale aus vollem Hals bereit bis zum äußersten zu gehen um seinen treuen Freund aus den grausamen Fängen der Sandamer zu befreien.



To be Continued…

Liebe treue Leser: Sollten euch Anregungen oder Grammatikalische Ungereimtheiten auffallen so bitte ich euch selbstverständlich mir diese per mitzuteilen. Falls ihr irgendwelche Rechtschreibfehler findet so währe es mir eine große Hilfe wenn ihr sie nicht behaltet sondern im Textauszug rot markiert sodass ich sie beim nächsten Update verbessern kann^^

Pokémon © by Nintendo
Story&Idee © by me

Bitte nicht ohne meine Genehmigung kopieren oder woanders Posten. Links sind natürlich erwünscht^^


Inhaltlich Verantwortlicher und Rechteinhaber dieser Seite: Armageddon
Pokefans © 2007-2008 Pokemon Inside - Alle Rechte vorbehalten.
PokefansImpressum, Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung SitemapForum