Eine kleine Geschichte aus dem Reich hinter meinen Träumen:
Es war einmal ein Junge, der hieß Annyy. Dieser Junge war ein Misanthrop und sicherlich alles andere als sozial eingestellt.Möge man annehmen. Er konnte zwar Menschen nich leiden, aber freundlich war er zumeist immer. Zumindest wenn man es verdient hatte.
Saya zum Beispiel hatte es verdient. Saya war nun seit längerem mit Annyy zusammen, doch Saya wohnte leider in einem von Annyys Sicht aus sehr weit entferntem Land, nämlich den Hochebenen von Bvareb. Annyy indes verweilte in einem morastigen, schlammigen Gebiet namens Serina, von dem es hieß er sei verflucht.
Annyy liebte Saya, doch sie war schier unerreichbar und langsam brach auch der Kontakt ab. Es dauerte etwas bis der Kontakt etwas holperig wieder stand, doch es war zu spät: Annyy verzweifelte an der Distanz zu Saya, aber auch an seinen finanziellen und sozialen Problemen so sehr, dass er sogar von seinem Spiegelbild ausgelacht wurde. Mit den Worten "Wenn du es doch so gut kannst, dann mach es doch besser" schenkte er seinem Spiegelbild, von nun an als der schwarze Käfer "Bavkna Bavitthali" existiertend, eine Freiheit, die dieser nie erhalten durfte.
Der Käfer, eigentlich eine Zecke, lebte das, was Annyy nie zu leben bereit war und kannte nicht die Grenzen, die Annyy sich selbst ständig auferlegt hatte.
Und während Annyy in Gedanken einen Amoklauf begann versuchte der Käfer einen Weg zu finden, wie er einen eigenen Körper erlangen konnte.
Etwas später kam Annyy auf eine Schule für die er alles aufzugeben bereit war. Dort lernte er das wirklich hübsche Mädchen Nya kennen. Nun verfluchte er Saya und seine Liebe zu ihr. Doch er hing noch immer an Saya. Plötzlich, ohne ersichtlichen Grunde, beendete Saya die Beziehung zu Annyy. Von diesem Schicksalsschlag getroffen versuchte er sich an Nya zu werfen, doch er musste entsetzt feststellen, dass Nya bereits vergeben war....an Nerox. Ein, wie Annyy fand, minderintelligenter Durschschnittskranker der auf ein solches Geschöpf keinen Anspruch zu erheben fähig sei.
Bavkna hielt Annyy den Spiegel vor und zeigte dem Jungen, wie sehr er gerade von der Eifersucht zerfressen werden würde.
Doch Annyy war zu niedergeschlagen. Er wuchs zu einer apathischen Person heran und nahm das Umfeld nicht mehr wirklich wahr. Er erzählte einem unterirdischen Herrscher einer eigenen Unterwelt, sein name war Avreus von Nig'thar, persönlich was ihn bedrückte und erhielt eine genaue Anleitung für ein Ritual, welches ihm zumindest ermöglichte das Geschrei bavknas abzuschalten - indem er dem Käfer einen eigenen Körper schenkte.
Während Annyy nun also als apathischer, fast vollständig degenerierte Substanz durch das Leben wanderte und einfach alles abstellte, was sich ihm als äußerer Eindruck gebat, so zog Bavkna in einen verbitterten Krieg gegen die Existenz der Liebe.
So kam es, dass Bavkna verbal als auch teilweise handgreiflich gegen die Liebe einer gespaltenen Minderheit vorging und auch gegen eine Horde verdummter "Bewahrer der echten Lebenswerte" vorging.
Gerade diese Bewahrer waren es, di Bavkna aufregten. Schließlich wollten sie die Welt von der ihrer Meinung nach "Falschen Art zu lieben" säubern, und mussten daher zwangsweise ein Konzept einer "echten Liebe" besitzen. Das erklärte Feindbild Bavknas also
Doch alle Zeiten ändern sich. Was gut ist wird irgendwann schlecht, und was schlecht ist wird irgendwann einmal gut. So kam es, das Nerox und Nya nicht länger ein Liebespärchen waren.
Annyy interessierte sich anfangs gar nicht dafür, doch reitzte es ihn, endlich die Chance ergreifen zu können.
So kam es, dass Annyy, mit einem mittlerweile ireversibel veränderten Charakter, nun endlich dazu kam, Nya seine Liebe zu gestehen. Ein Part, an dem Bavkna sehr zu leiden hatte.
Für einen Moment lang schien es, als würde alles ewig schön sein, ales wäre endlos gut und niemals könnte etwas im Wege stehen.
Doch Bavkna, die grauenhafte Realität im Handgepäcl, wusste schon, wie er dem Treiben Annyys ein Ende setzen konnte: Er musste einfach nur dafür sorgen, dass Annyy endlich wieder die Realität sieht - mit all ihrer Grausamkeit.
So galt nun, nebst Nya, die Konzentration Annyys gänzlich einer Puppensammlung. Doch auch dies war nur eine Ausflucht. Eine hoffnungslose obendrein.
Annyy wurde von der Realität nun zurück auf den Boden geschmettert. Innerhalb kürzester Zeit fiel er in ein Loch aus Geldnöten, Schulden, Depressionen, Drogenkonsum und Hoffnungslosigkeit. Ihm fehlte schließlich die Kraft zu allem und verlor sich in Selbstzweifeln. Annyy erkannte, dass er mit seiner Liebe seine ganzen Ideale verworfen und unwiderbringlich vernichtet hatte. Und während er im Selbstzweifel erstickte, tötete er einen seiner Träume nach dem anderen...
Erst musste seine Schulbildung daran glauben, dann schließlich zerstörte er jeden einzelnen Traum bishin zu seiner Beziehung zu Nya, die ihm mehr gab, als ein Traum je hätte geben können.
Nachdem auch Nya weg und schließlich unerreichbar war, trottete Annyy leblos, fast innerlich Tod gar, durch die leeren Straßen Serinas, als plötzlich der Käfer vor ihm stand - neben ihm eine abscheulich anzuschauende Person die gemeinhin als "Nagelprinz" bekannt war. Der Nagelprinz, das verkörpernde Ideal Annyys, gehieß ihm sich zu enstcheiden: Neue Ideale finden und die alten ganz vergessen, die alten ideale erneut Leben, auf dass bis in alle Ewigkeit vom Selbstverrat zu kosten habe; oder aber seinen Verrat hier und jetzt vergelten.
Niemand weiß, wie sich Annyy letztlich entschieden hat...
Kann man einen Traum wirklich auf diese unspektakuläre Art und Weise töten? Kann man so schnell in einen Abgrund wandern, nur um wieder herauszufinden und oben angekommen erkennen zu müssen, dass um einem herum ein viel größerer, und tieferer Abgrund steht?
Oh ja - es ist möglich. Entferne das dramaturgische Phantasma welches sich als Ende aufspielen will, ändere Namen von Personen und Orten und erkenne was dir die metaphorische Ausdrucksweise erzählen will - und am Ende bleibt mein Leben übrig. Mein Leben wie ich es seit Mai 2007 erleben durfte...
Der eigene große Traum - Ich selbst habe ihn ermordet...
Töte deinen Traum...