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Mein Apogäum der Sehnsucht - Teil 1

F. ging an seinen PC und startete ihn. Auf der anderen Seite des kleinen LCD-Bildschirms lächelte ihn ein Bild entgegen, auf welchem ein Hund, oder zumindest etwas in der Art zulächelte. Es war ein Bild aus der Zeichentrickserie "Invader Zim" - der Lieblingsserie von F. - um genau zu sein handelte es sich um den kleinen Roboter G.I.R in einem erbärmlich schlechtem Hundekostüm, welches F. aus genau diesem Grunde so unglaublich genial fand.

Er mochte diesen Charakter schon immer. Sonst hätte er auch kaum eine seiner Ratten nach ihr benannt. Die andere Ratte, ihr Name war Syph und stand als Abkürzung für Syphilis, war ihm jedoch aufgrund des verspielten, neugierigen Charakters lieber.

Nun öffnete er den Media Player und suchte aus der riesigen, fast 500.000 Lieder umfassenden Medienbibliothek etwas heraus, was er nun hören könnte. Er blieb mit der Maus auf dem Reiter mit "Weena Morloch" stehen und klickte darauf. Eine Liste mit sehr schrägen Songtiteln zeigte sich und F. wählte das Lied "Kunterbunt von aids geträumt" aus. Dieses Lied nämlich war sein derzeitiges Lieblingslied.

Seit einiger Zeit schon hörte er fast nix anderes als die Bands "Samsas Traum" oder "Weena Morloch", muss jedoch auch erbittert feststellen, dass es fast unmöglich ist, an die wirklich guten Weena Morloch Alben heranzukommen. So blieben ihm nur ein Album namens "Kadaverkomplex" sowie ein paar Youtube-Mitschnitte und mp3-Snippets.

Nach dem die ersten bizarren Töne des erwählten Liedes begannen, stand F. auf und ging nach nebenan in sein Zimmer. Da er die eben gestartete Musik hören wollte, ließ er die Türen offen. In zwei Stunden hatte sich B. angekündigt - seine Freundin. Bis dahin wollte er die Wohnung eigentlich aufgeräumt haben. Naja, sein Zimmer zumindest. Die Küche war eh nicht zu retten und für das Zimmer seines Mitbewohners fühlte er sich nicht zuständig. Erstaunlicherweise war das Zimmer, dass den beiden Ratten geschenkt wurde das ordentlichste Zimmer der gesamten Wohnung. F. wusste, dass dies nicht gerade eine Sache ist, auf die man stolz sein konnte, dennoch war er schlicht und ergreifend viel zu faul dazu wirklich Ordnung zu halten.

Nachdem er ein bisschen aufgeräumt hatte, wobei man hier eher davon reden konnte, dass ein paar Dinge einfach irgendwohin geschoben oder versteckt wurden, ging er zurück in die Küche. Aufräumen ist eben anstrengend und macht hungrig. Deshalb führten seine Schritte auch zielstrebig zum Kühlschrank. Darin befanden sich noch ein paar Pakete Milch. F. entschied sich daher, ein paar Nudeln aufzusetzen. Eigentlich konnte er gut kochen, und er tat dies auch sehr gern. Ihm fehlte meistens nur die Lust oder aber die Zeit dazu. Generell war er viel zu beschäftigt eigentlich. Von all dem, was er tun müsste tat er aber eigentlich fast nie etwas. Und wenn doch, dann mit erheblicher Verspätung.

Jetzt jedenfalls machte er Nudeln. Besser gesagt, er hatte vor dies zu tun. Dazu musste er lediglich den Topf aus einem ekelerregenden Schrank herauskramen, in welchem teils monatelang der Abwasch zwischengelagert wird, weil einfach allen Bewohnern dieser etwas bizarren Wohngemeinschaft die Lust und Zeit fehlt ihn zu erledigen. Ebenso suchte er dort noch ein großes Sieb und etwas, das zum Abschöpfen der Nudeln geeignet war, heraus und ging damit zur Spüle. Etwas langsam aber zielstrebig hielt er die Metallteile in das soeben aufgedrehte, heiße Wasser, welches in einem versifftem Becken zusammenlief in dem ein improvisiertes Stöpselimitat klemmte, welches das mit Spülmittel angereicherte Wasser in einem erbärmlichen Kampf darin halten sollte.

Nachdem er die Sachen abgewaschen hatte, hob er sie rüber, trocknete sie ab und legte sie auf die ebenfalls nicht ganz saubere Arbeitsplatte seiner Küchenzeile, auf welcher sich der Müll bereits stapelte. Er füllte den Topf mit Wasser, gab etwas Salz hinzu und stellte ihn auf den Herd, den er auch gleich auf der höchsten Stufe einschaltete. Im Anschluss änderte er noch eben die Playlist auf seinem Rechner. Nach etwas suchen blieb sein Mauszeiger auf :Wumpsut: stehen und er schaltete einfach ein. Sofort sprang ein Lied namens "Thorn Skin" in den Äther und F. entschied, dass es ein gutes Lied ist um es zu hören während man aufräumt. Gelangweilt schlurfte F. zurück in sein Zimmer.

In seinem Zimmer schubste er noch ein paar Dinge aus dem Weg, verlor aber ja doch die Lust und schaltete den Gamecube an, der direkt vor seinem Bett steht. Eingelegt war gerade "Pokemon Colosseum" was er dann also auch zu spielen begann. Er startete im Duellberg und als er sah, dass er gerade wohl bei einem Durchlauf war, dessen Ziel das Training seines Teams war, stehen blieb, bekam er erneut einen Anfall von Langeweile. Zwar beendete er noch dieses Areal, machte aber dann doch den GC aus und ließ sich rückwärts auf sein Bett fallen. "Eines Tages drehe ich hier noch durch" dachte er sich und schlief direkt danach ein.

Weiteres verqueres aus meinem einzigartigen, bizarren und beängstigenden Lebensalltag gibt es im nächsten Teil. Hier noch einmal eine Kurzzusammenfassung all der Unterseiten dieses Zyklus


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