Typen-Analyse: Käfer

Unter den Pokémon-Typen gehen die Käfer leicht unter - sie sind häufig eher klein und unauffällig. Wie dieser Artikel verrät, sollte man sie dennoch keinesfalls unterschätzen!

Käfer-Pokémon haben seit jeher einen festen Platz im Pokémon-Universum, unter strategischen Gesichtspunkten konnten sie ihren wahren Durchbruch aber erst in der nunmehr vierten Generation der Spieleserie – Diamant, Perl, Platin (kurz: DPP) – feiern. Nach wie vor assoziieren viele Fans mit dem Typ zunächst Mistys1 panische Angst vor Käfer-Pokémon auf der einen Seite sowie auf der anderen die Tatsache, dass fast keiner der früh in den Spielen trainierbaren Käfer in den strategischen Kämpfen eine große Rolle spielt. Obwohl beides nicht von der Hand zu weisen ist, sollte man nicht vergessen, dass der Käfer-Typ seit seiner Einführung in der ersten Generation für die wettbewerbsorientierte Community stetig an Relevanz gewonnen hat. In diesem Sinne ist der Typ aus den heutigen Metagames nicht mehr wegzudenken, wartet er doch mit einigen interessanten und einzigartigen Aspekten auf. Betrachten wir aber zunächst einige grundlegende Daten.

Allgemeine Fakten

Der Käfer-Typ ist einer von damals 17 Elementartypen in den Pokémon-Spielen. Die Zahl der vollentwickelten Käfer-Pokémon beläuft sich in der 4. Generation auf insgesamt 262, etwas mehr als 1/3 davon sind für Strategiekämpfe interessant. Bemerkenswert ist, dass lediglich vier dieser 26 Pokémon ausschließlich vom Typ Käfer sind, alle anderen 22 Käfer-Pokémon besitzen einen weiteren Elementartyp. Am Weitesten verbreitet ist dabei der Typ Flug, dicht gefolgt vom Gift-Typ. Generell lassen sich für den Typ Käfer folgende Vor- und Nachteile festhalten:

Resistenzen3
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Schwächen4
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Stärken5
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Immunitäten6
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Nennenswerte Käfer-Attacken

Im Anschluss an diesen ersten Überblick sollen nun die unter strategischen Gesichtspunkten besten Attacken der Käfer kurz beleuchtet werden, wobei – ganz im Stile der DPP-Ära – zwischen physischen und speziellen Attacken differenziert wird.

Physisch

  • Käferbiss: 60 Schadenspunkte – 100% Trefferquote – Trägt das Ziel eine Beere als Item, erhält der Anwender diese und wendet sie umgehend an.
    Auf den ersten Blick scheint Käferbiss eine schwache Attacke mit nur 60 Schadenspunkten. Hierbei darf man aber nicht vergessen, dass zwei wichtige Anwender dieser Attacke – Scherox und Sichlor – die Fähigkeit Techniker besitzen, die die Basisstärke von Käferbiss auf 90 Schadenspunkte erhöht. Auch der Zusatzeffekt ist in bestimmten Situationen nützlich, etwa wenn ein Heatran, das häufig in Scherox eingewechselt wird, eine Schuke- oder Foepasbeere trägt.
  • Vielender: 120 Schadenspunkte – 85% Trefferquote – Kein zusätzlicher Effekt.
    Vielender ist die stärkste Käfer-Attacke und wird in hohem Maße mit Skaraborn assoziiert. In Kombination mit Nahkampf kann Skaraborn auf diese Weise eine große Anzahl von Gegnern zumindest neutral treffen. Auch Rihornior und Nidoking profitieren von Vielender als Ergänzungsattacke, da sie oftmals von defensiven Pflanzen-Pokémon gekontert werden.
  • Kehrtwende: 70 Schadenspunkte – 100% Trefferquote – Der Anwender wird nach der Attacke automatisch ausgewechselt.
    Kehrtwende wird von vielen – zurecht wie ich meine – als eine der besten Attacken im Spiel angesehen: Korrekt angewendet, zwingt sie den Gegner kontinuierlich in eine defensive und damit nachteilhafte Position, etwa indem dieser das eingewechselte Pokémon gleich wieder auswechseln muss und erlaubt es dem Anwender so wertvolle Informationen über das gegnerische Team zu sammeln. Scherox ist aufgrund seiner guten Typenkombination und seines hohen Basisangriffs der beste Anwender dieser Attacke, aber auch Pokémon wie Jirachi, Libelldra und Schwalboss können großen Nutzen aus Kehrtwende ziehen.
  • Kreuzschere: 80 Schadenspunkte – 100% Trefferquote – Kein zusätzlicher Effekt.
    Kreuzschere ist eine gute Angriffsattacke für alle Käfer, die nicht Techniker als Fähigkeit besitzen. Beispiele hierfür sind Armaldo, Pinsir und Ninjask. Darüber hinaus dient sie einigen anderen offensiven Pokémon wie Piondragi, Folipurba und Kabutops als Ergänzungsattacke mit solider Typenabdeckung, die so potenzielle Konter häufig sehr effektiv treffen können.

Speziell

  • Käfergebrumm: 90 Schadenspunkte – 100% Trefferquote – 10% Chance, die spezielle Verteidigung des Gegner um ein Level zu senken.
    Käfergebrumm wurde erst mit der vierten Generation eingeführt und ist eine tolle Käfer-Attacke: Stark, genau und mit etwas Glück kann der Nebeneffekt den Gegner schneller in die Knie zwingen als ihm lieb ist. Die einzig guten Anwender sind jedoch Yanmega und Omot, welche Käfergebrumm als primäre Angriffsattacke nutzen und dem Gegner damit enorm zusetzen können.
  • Ampelleuchte: 75 Schadenspunkte – 100% Trefferquote – 10% Chance den Gegner zu verwirren.
    Als Hauptattacke wird Ampelleuchte in aller Regel nicht gespielt, da Käfergebrumm wesentlich stärker ist. Ähnlich wie Kreuzschere ist sie aber für viele Nicht-Käfer-Pokémon als Ergänzung interessant: Starmie z.B. kann mit Ampelleuchte Celebi auf einen Schlag besiegen und auch Simsala trifft mit ihr gegnerische Psycho- bzw. Unlicht-Pokémon zumeist sehr effektiv.

Metagame-Analyse

Nun ist es an der Zeit zu schauen, wie sich die Käfer in den meistgespielten DPP-Metagames (OverUsed, UnderUsed und Uber)7 schlagen. In der Analyse soll dabei zwischen offensiven Fertigkeiten einerseits sowie defensiven Kompetenzen andererseits unterschieden werden.

Käfer im OU – Offensive

  • Scherox sieht nicht Scherox nur extrem cool aus, sondern ist auch eines der meistgespielten OU-Pokémon der 4. Generation8 und das aus gutem Grund: Sein Basisangriff liegt bei satten 130 Punkten, hinzu kommt ein guter Zweittyp – Stahl –, der wiederum durch respektable Defensivwerte (70 Kraftpunkte/100 Verteidigung/80 Spezial Verteidigung) ergänzt wird. Scherox häufigstes Set ist der Wahlband-Sweeper9 und wie bei nahezu allen anderen Varianten bilden auch hier die Attacken Kehrtwende und Patronenhieb den Mittelpunkt: Mit Kehrtwende gehört Scherox zweifelsohne zu den besten Scoutern10 im Spiel, während Patronenhieb – durch die Fähigkeit Techniker noch verstärkt – vielen fragilen Pokémon sehr zusetzt. Darüber hinaus kann der rote Käfer die Attacken Schwerttanz, Ruheort (zur Regenerierung von Kraftpunkten) und Staffette erlernen. Es lässt sich vor diesem Hintergrund leicht erkennen, warum Scherox ein so beliebtes Pokémon ist und dementsprechend in sehr vielen Teams einen Platz findet.
  • Ebenfalls in der zweiten Generation Skaraborn eingeführt wurde Skaraborn, das Käfer/Kampf-Pokémon. Ähnlich wie Scherox besitzt auch Skaraborn einen extrem hohen Angriff (125) sowie eine stattliche Spezial Verteidigung (95). Die Initiative ist mit einem Wert von 85 für einen Sweeper leider nur durchschnittlich, lässt sich aber mit einem Wahlschal als Item leicht erhöhen. Skaraborns Stärke liegt ganz klar in seinen tollen STAB11-Attacken Nahkampf und Vielender, die beide jeweils eine Basisstärke von 120 Schadenspunkten aufweisen. Kombiniert man diese mit Schwerttanz und/oder Skaraborns Fähigkeit Adrenalin, welche seinen Angriff bei einem Statusproblem (wie Verbrennung oder Paralyse) abermals erhöht und wunderbar mit der Attacke Fassade harmoniert, offenbart sich uns ein honigliebender Käfer, der fraglos zu den stärksten Sweepern im OU-Metagame zählt.
  • Ninjask dagegen schlägt in eine Ninjask etwas andere Kerbe, liegt seine Aufgabe doch nicht darin, das gegnerische Team eigenständig zu besiegen, sondern ein Teammitglied in genau jene Lage zu versetzen: Herzstück eines jeden Sets ist deshalb die Attacke Staffette, die es ihm erlaubt, Statuswerterhöhungen an ein anderes Pokémon weiterzugeben. Hierbei hilft Ninjask nicht nur seine traumhafte Initiative (160), die es zum schnellsten OU-Pokémon macht, sondern auch die Fähigkeit Temposchub, welche seine Initiative in jeder Kampfrunde, die es auf dem Feld ist, automatisch um ein Level (50%) erhöht. Des Weiteren erlernt Ninjask die Attacke Schwerttanz, so dass es auch eine Steigerung des Angriffswerts an ein geeignetes Teammitglied weiterreichen kann. Aufgrund dieser einzigartigen Fähigkeiten sowie seiner vierfachen Schwäche gegenüber Tarnsteinen wird Ninjask fast ausschließlich als erstes Pokémon im Team – als so genannter Lead – gespielt.
  • Ebenfalls vom Elementartyp Yanmega Käfer/Flug ist ein in Generation 4 neues Käfer-Pokémon: Yanmega. Eine weitere Gemeinsamkeit Ninjasks und Yanmegas liegt in der Fähigkeit Temposchub, welche auch Letzteres besitzt. Diese wird gerne in Verbindung mit der Attacke Schutzschild gespielt, so dass eine Steigerung der Initiative garantiert ist. Dank eines starken Spezial-Angriffs von 116 Punkten und der ohnehin überdurchschnittlichen Basisinitiative (95) hat Yanmega demnach alle Anlagen, als gefährlicher Sweeper zu fungieren. Solide STAB-Attacken in Form von Käfergebrumm und Luftschnitt tun ihr Übriges. Insbesondere Käfergebrumm wird zu einer extrem starken Waffe, entscheidet man sich für Yanmegas alternative Fähigkeit Aufwertung: Diese verdoppelt nämlich den Schaden ineffektiver Attacken und hebt damit faktisch die Käferresistenz des Gegners auf. Leider bringt Yanmegas Typenkombination eine vierfache Schwäche gegenüber Gesteinsattacken, d.h. vor allem gegenüber Tarnsteinen mit sich, so dass es in der Regel als Lead oder mit einem Spinner12 gespielt wird.

Käfer im OU – Defensive

  • Im Gegensatz zu den bisherigen Forstellka Käfern ist Forstellka ein rundum defensives Pokémon. Es hat eine gigantische Basisverteidigung von 140 Punkten, die seine mittelmäßigen Kraftpunkte (75) kompensiert und es dem Trainer erlaubt, sich bei der EV-Verteilung voll und ganz auf die Spezial-Verteidigung (60) zu fokussieren. Forstellkas gute Defensivfähigkeiten resultieren nicht zuletzt aus dem hervorragenden Zweittyp Stahl, der sowohl einige neue Resistenz und Immunitäten mit sich bringt, als auch vorhandene Schwächen des Käfer-Typs ausgleicht. Zu einem wirklich gutem Pokémon wird es aber erst durch die Kombination seiner Attacken: Forstellka lernt nämlich neben Tarnsteine auch die Attacken Stachler und Giftspitzen, welche für den Erfolg defensiver Teams essentiell sind. Ein weiteres großes Plus ist die von nicht vielen Pokémon erlernt Attacke Turbodreher, welche den gepanzerten Käfer zu einem ganz besonderen Teamplayer macht. Nachteile dagegen sind, dass Forstellka außer Leidteiler keine Möglichkeit zur Regenerierung seiner Kraftpunkte besitzt und eine Vierfach-Schwäche gegen Feuer-Attacken hat.

Käfer im UU – Offensive

  • Der König der Käfer im UU ist Sichlor ohne Zweifel Sichlor, Scherox Vorentwicklung. Allzu viel haben die beiden aber nicht gemein: Sichlor ist von Typ Käfer/Flug und verfügt neben einem starken Basisangriff (110) über eine beeindruckende Initiative (105). Wie sein großer roter Bruder ist es dank Kehrtwende, die vom STAB-Bonus profitiert und etwa durch ein Wahlband noch verstärkt werden kann, ein hervorragender Scouter, während die Schnelligkeit und der Zugang zu Schwerttanz Sichlor zu einem sehr gefährlichen, wenn auch defensiv schwachen Sweeper machen. Als weitere STAB-Attacken bieten sich Käferbiss und Aero-Ass an, die dank der Fähigkeit Techniker und dem STAB-Bonus auf eine endgültige Stärke von 135 Schadenspunkten kommen. Wie schon Yanmega sollte auch Sichlor von einem Spinner unterstützt werden, da es, sollte der Gegner bereits Tarnsteine ausgelegt haben, ansonsten bei jeder Einwechslung 50% seiner Kraftpunkte verliert.
  • Ein weiterer interessanter UU-Käfer Omot ist Omot, das Motten-Pokémon. Omot ähnelt in vielfacher Hinsicht Yanmega: Es ist recht schnell (90) und mit einem Spezial-Angriff von 90 Punkten vergleichsweise stark. Omot mag nicht die besten Defensivwerte haben, dank seines Dualtyps Käfer/Gift besitzt es aber Vierfach-Resistenzen sowohl gegen Pflanzen- als auch gegen Kampf-Attacken. Diese bieten gute Möglichkeiten zur Einwechslung. Omots wahre Stärke liegt jedoch – auch hier ähnelt es Yanmega – in seiner Fähigkeit Aufwertung. Mit einem Wahlglas ausgestattet, wird seine Primärattacke Käfergebrumm so zu einer gefährlichen Waffe. Als weiterer STAB bietet sich Matschbombe an, wohingegen Schlafpuder, Ruheort und Staffette gute ergänzende Attacken darstellen.

Exkurs: Käfer im Uber

Das Uber-Metagame beherbergt bekanntermaßen die stärksten Pokémon. Zwar zählt der Käfer-Typ nicht zur absoluten Elite der Elementartypen, dennoch bietet sich ihm selbst in dieser höchsten Spielklasse eine interessante Nische. Zunächst sei darauf hingewiesen, dass das Uber-Metagame zahlreiche Psycho-Pokémon (Mewtu, Woingenau, Latios, Deoxys usw.) beheimatet, die zum größten Teil sehr effektiven Schaden von Käfer-Attacken nehmen.

  • Hierin liegt ein Grund, warum Scherox auch in diesem Metagame zu den am meisten genutzten Pokémon gehört. In der besonders starken Kehrtwende, seiner Resistenz gegen Drachen-Attacken und dem großen Nutzen von Patronenhieb sind weitere Ursachen zu sehen.
  • Skaraborn, obwohl nicht oft gesehen, besitzt im Uber-Metagame ein interessante Nische, naemlich als wunderbarer Counter gegen Darkrai, ein sehr gefaehrliches Pokémon. Es hat Resistenzen gegen Darkrais haeufigste Angriffsattacken (Finsteraura und Fokusstoß) und solange es die Attacke Schlafrede beherrscht, ist es auch gegen Darkrais Schlummerort geruestet.
  • Auch Forstellka kann all seine aus dem OU bekannten Stärken im Uber-Metagame einsetzen: Indirekter Schaden in Form von Stachler und Tarnsteine spielt dort eine nicht minder große Rolle und Pokémon wie Ho-oh oder Shaymin-S profitieren enorm von der Unterstützung durch einen Spinner. Zudem bringt Forstellka aufgrund seines Stahl-Typen die so wichtige Drachen-Resistenz mit.

Zu guter Letzt sei auf zwei Käfer verwiesen, denen im Uber-Metagame eine ganz besondere Nische zukommt:

  • Da wäre zunächst Ninjatom mit dem Typ Ninjatom Käfer/Geist, welches als einziges Pokémon die Fähigkeit Wunderwache besitzt. Diese bewirkt, dass Ninjatom nur von sehr effektiven Attacken und bestimmten Attacken, die keinen direkten Schaden machen (Tarnsteine, Stachler, Toxin usw.) getroffen werden kann. Interessant wird dies vor dem Hintergrund, als dass sich viele Uber durch ihre Wahlitems in Attacken u.a. vom Typ Drache, Wasser, Eis oder Elektro locken und damit Ninjatom nicht schaden können, so stark sie auch sein mögen. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass Despotar im Uber nicht sehr häufig gespielt wird und Ninjatom insofern nur relativ selten einen Standsturm, der es augenblicklich besiegen würde, befürchten muss. Da es jedoch nur einen einzigen Kraftpunkt besitzt, ist die Unterstützung durch einen Spinner obligatorisch!
  • Schließlich ist da noch Parasek Parasek (Typ: Käfer/Pflanze) mit seiner Fähigkeit Trockenheit und einer vierfachen Resistenz gegen Boden-Attacken sowie einer zweifachen gegen Elektro-Attacken. Trockenheit verschafft Parasek eine Immunität gegenüber Wasser-Attacken, was es zu einem guten Konter für Wahlschal- sowie Wahlglas-Kyogre macht. Darüber hinaus hilft es aufgrund seiner Resistenzen gegen Groudon und kann mit der Attacke Pilzspore (100% Trefferquote!) ein gegnerisches Pokémon normalerweise garantiert einschläfern.

Fazit

Käfer ist sicherlich ein Elementartyp mit zwei Gesichtern: Auf der einen Seite ist eine Zwei- oder sogar Vierfach-Schwäche gegenüber der besten Attacke im Spiel – Tarnsteine – sehr hinderlich. Glücklicherweise besitzen einige Käfer-Pokémon aber einen Zweittyp, der diese Schwäche neutralisiert – und für den Fall der Fälle kann man sie immer auch mit einem Spinner unterstützen. Die Stärken der Käfer liegen andererseits in ihren guten, teils einzigartigen, Fähigkeiten und Attacken, sowie ihren ausbalancierten Basiswerten. Hervorzuheben sind hier Aufwertung als Fähigkeit, Kehrtwende als Attacke und das meistgespielte OU-Pokémon Scherox. All dies führt schließlich dazu, dass Käfer-Pokémon in sämtlichen modernen Metagames vertreten sind und dort eine wichtige Funktion erfüllen. Jedenfalls sollte es nach diesem Überblick weder für Misty noch für sonst jemanden einen Grund geben, die Käfer zu fürchten, es sei den, es geht um ihre Originalität und tatsächliche Stärke!

Anmerkungen

1 Misty ist einer der weiblichen Hauptcharaktere der Fernsehserie.

2 Alles in allem existieren in der 4. Generation 47 Käfer-Pokémon.

3 Der Begriff „Resistenz“ bezeichnet den Umstand, dass der durch bestimmte Elementartypen zugefügte Schaden um die Hälfte reduziert wird. Die Attacken sind „nicht sehr effektiv“.

4 Der zugefügte Schaden erhöht sich auf das Doppelte.

5 Mit „Stärke“ ist gemeint, dass ein Typ bestimmten anderen Elementartypen doppelten Schaden zufügt. Die Attacken sind „sehr effektiv“.

6 Ist ein Elementartyp gegenüber einem anderen Typen „immun“, reduziert sich der zugefügte Schaden auf Null.

7 Für eine Klassifikation nach Pokefans-Maßstäben siehe diesen Link: http://forum.pokefans.net/strategie-onlinekampf/topic197.html (29.06.2010).

8 Vergleiche die Statistiken des Smogon University Servers im Shoddy Battle, einem Online-Simulator für Pokémon-Kämpfe: http://www.smogon.com/forums/showthread.php?t=72965 (29.06.2010).

9 Sweeper werden solche Pokémon genannt, die dem Gegner mit direkten Attacken in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Schaden zufügen sollen.

10 to scout (englisch) = auskundschaften; ein Scouter sammelt Informationen über die Wechselabsichten des Gegners und verschafft einem Spieler insofern fast immer einen strategischen Vorteil.

11 STAB = Same Type Attack Bonus; der Schaden einer Attacke des gleichen Elementartyps wie der des anwendenden Pokémons wird um die Hälfte (50%) erhöht.

12 Als Spinner werden Pokémon bezeichnet, die die Attacke Turbodreher (Rapid Spin im Englischen) einsetzen können, welche den Anwender u.a. von Tarnsteine, Stachler sowie Egelsamen befreit.

An diesem Inhalt haben fuzzy, The Libertine und Gockel mitgearbeitet.


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