Strategie-Lexikon: Buchstabe S

Unser Strategie-Lexikon erklärt dir strategische Fachbegriffe und Abkürzungen.

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Sash
Sash ist eine Abkürzung für das Item Fokusgurt und leitet sich von seiner englischen Bezeichnung, Focus Sash, ab.
Scarf
Scarf ist eine Abkürzung für das Item Wahlschal und leitet sich von der englischen Übersetzung Choice Scarf ab. Pokémon, die dieses Item nutzen, bezeichnet man als Scarfer.
Scarfer
Als Scarfer bezeichnet man Pokémon, die das Item Wahlschal (engl. Choice Scarf) tragen. Dieses erhöht die Initiative des Trägers um eine Stufe, er kann allerdings bis zu seiner Auswechslung nur noch eine Attacke einsetzen. Meist handelt es sich dabei um Sweeper mit mindestens einem sehr hohen Angriffswert, denen es zwar nicht immer, aber häufig an der nötigen Initiative fehlt, um ihre wichtigsten Gegner zu überholen. Durch den Wahlschal erhalten sie dann, genauso wie sowieso schon schnelle Pokémon, die Möglichkeit dazu.
Typische Scarfer sind Knakrack, Heatran oder auch Demeteros-T. Daneben können sie aber auch als Tricker genutzt werden, um ihr Item an ein anderes Pokémon weiterzugeben. Mehr dazu erfährst du im passenden Lexikoneintrag.
Schwäche
Als Schwäche (engl. Weak) bezeichnet man die Anfälligkeit eines Pokémon gegen eine Attacke. Die Schwäche ergibt sich aus der Typen-Effektivitätstabelle. Sie wird mit sehr effektiv umschrieben und erhält den Faktor 2. Eine sehr effektive Attacke macht somit den doppelten Schaden eines anderen Angriffs.
Unterschieden wird hierbei zwischen normaler und doppelter Schwäche, wobei nur Pokémon mit einem Dualtypen doppelte Schwächen aufweisen können. Diese entstehen, wenn Attacken gegen beide Typen eines Pokémon sehr effektiv sind. Zur Schadensberechnung verwendet man den Faktor 4, die abgezogenen Kraftpunkte werden also im Vergleich zur normalen Schwäche noch einmal verdoppelt.
Schweizer System
Das Schweizer System ist ein Turniersystem, das eine Mischung aus Round-Robin System und KO-Modus darstellt. In der ersten Runde werden die Teilnehmer in mehrere Gruppen gelost, in denen jeder gegen jeden spielt. Die besten aus dieser Gruppenphase treten anschließend im KO-Modus gegeneinander an.
Dieser Modus hat sich durchgesetzt, da die besten Spieler bzw. Favoriten selten früh ausscheiden, es in der Finalphase dennoch zu spannenden Entscheidungen kommt und die Endphase nicht durch schwächere Nachzügler aufgehalten wird. Er wird allerdings fast nur auf offiziellen Turnieren von Nintendo, beispielsweise den Video Game Championships, gespielt, da das Schweizer System für die Teilnehmer extrem unübersichtlich ist und man erst in den Finalrunden weiß, wie es um einen steht.
Screener
Hinter dem Begriff Screener verstecken sich Nutzer der Attacken Reflektor und Lichtschild (engl. Light Screen, Namensgeber des Begriffs). Diese erhöhen die Verteidigung bzw. die Spezial-Verteidung für jeweils fünf Runden um zwei Stufen, sie werden also verdoppelt. Durch das Tragen des Items Lichtlehm lässt sich die Dauer um drei Runden erhöhen. Auch die Fähigkeit Strolch hilft, da Status-Attacken eine Priorität von +1 erhalten. Meist werden Screener gleich zu Beginn eines Kampfes eingesetzt, da sich der Effekt dort am Meisten lohnt.
Zu den beliebtesten Screenern gehören aktuell Psiana und Clavion, wobei Psiana von seiner hohen Initiative und Clavion von der genannten Fähigkeit profitiert. Probleme bekommen sie von Pokémon mit der Attacke Verhöhner, wobei dies durch die oben aufgeführten Vorteile außer Kraft gesetzt werden kann und von Durchbruch, der die Schilde durchbrechen kann. Screener untersützen das eigene Team und zählen somit zur Kategorie der Supporter.
SD
SD ist eine Abkürzung, die mehrere Bedeutungen haben kann, wobei die erste auch gleich die häufigste ist. Mögliche Varianten sind...
SE
SE ist eine Abkürzung für die Attacke Steinkante (engl. Stone Edge).
Self-KO-Clause
Die Self-KO-Clause verhindert den Sieg durch eine so genannte Kamikaze-Attacke (beispielsweise Finale, Explosion, Abgangsbund und Abgesang). In Modi, in denen diese Regel nicht existiert, ist es teilweise möglich, beim Stand von 1:1 nur durch den Einsatz einer dieser Attacken zu gewinnen.
Set
Set ist eine Kurzform für den Fachbegriff Moveset.
Setup-Sweeper
Ein Setup-Sweeper ist ein Pokémon, das eine Unaufmerksamkeit des Gegners dazu nutzt, die eigenen Statuswerte zu erhöhen. Prominente Beispiele sind Mega-Glurak-X mit Drachentanz, Schweifglanz-Manaphy und Bauchtrommel-Azumarill. Sobald sie diesen Boost ausgeführt haben, sind Sweeper oft dazu in der Lage, mehrere Pokémon des Gegners zu besiegen, ohne dass dieser sich wehren kann. Sie stellen somit eine sehr effektive Möglichkeit dar, Schaden anzurichten.
Shiny
Als Shiny bezeichnet man ein Pokémon mit einer für seine Art ungewöhnlicher Farbe. Es ist außerdem am Lichtblitz vor dem Auftauchen im Kampf und an einem roten Stern neben dem Geschlechtszeichen im Statusfenster erkennbar. Mehr Informationen dazu findest du in unserem Artikel über Shiny-Pokémon.
Shuffler
Ein Shuffler ist ein Pokémon, das Statusattacken wie Toxin, Donnerwelle, Irrlicht oder auch Tarnsteine verwendet und dadurch versucht, möglichst viele Gegner zu beeinträchtigen. Um dies zu erreichen, greift man auf Attacken zurück, die den Gegner zur Auswechslung zwingen. Dazu gehören beispielsweise Brüller, Wirbelwind und Drachenrute. Häufig gesehene Shuffler sind unter Anderem Lugia und Panzaeron. Probleme erhalten sie vor allem, wenn der Gegner die Attacke Verhöhner nutzt.
Skarm
Skarm ist eine Kurzform für Panzaeron und leitet sich von seinem englischen Namen Skarmory ab.
SkarmBliss
SkarmBliss ist eine Kombination aus Panzaeron (engl. Skarmory) und Heiteira (Blissey). Während Panzaeron durch seine hohe Verteidigung nur wenig Schaden von physischen Attacken einstecken muss, hat Heiteira keine Probleme mit speziellen Angriffen. Dies ermöglicht problemlose Wechsel zwischen beiden, die je nach Gegner ausgeführt werden können. Die beiden defensiv ausgerichteten Pokémon ergänzen sich somit perfekt.
Counter dieser Strategie sind hauptsächlich mixed Sweeper, die gegen beide Pokémon etwas ausrichten können. Beispiele hierfür sind Mega-Altaria oder Knakrack. Dazu gehören indirekt auch Attacken, die zwar zu den speziellen Angriffen zählen, deren Schaden aber durch die physische Verteidigung des Gegners errechnet wird (Psychoschock und Mystoschwert). Genutzt werden sie unter Anderem von Zytomega und Keldeo.
Sleep Clause
Diese Regel besagt, dass zur gleichen Zeit höchstens ein Pokémon pro Team vom Gegner eingeschläfert werden darf. Selbst herbeigeführter Schlaf, beispielsweise durch Erholung, zählt dazu also nicht. Die Regel wird vor allem bei inoffiziellen (Simulatoren-)Turnieren angewandt, Nintendo nutzt sie nicht.
SleepTalker
Unter einem SleepTalker versteht man ein Pokémon, das die Attacken Erholung und Schlafrede (engl. Sleep Talk) kombiniert. Dabei regeneriert es mithilfe von Erholung seine Kraftpunkte und kann durch die Schlafrede dennoch weiter angreifen. Beliebte SleepTalker sind Suicune und Garados. Man bezeichnet diese Strategie auch als Rest Talk oder STalk.
Smasher
Smasher nennt man die Nutzer von Hausbruch (engl. Shell Smash), einer der besten Boost-Attacken. Sie verleiht auch eher trägen Pokémon eine exzellente Offensivkraft. Zu den häufigsten Anwendern zählen aktuell Austos, Saganabyss und Magcargo. Normalerweise kombiniert man die Attacke mit dem Item Schlohkraut, das die negativen Auswirkungen gleich wieder entfernt. Gibt der Smasher die Statuswerterhöhungen mithilfe von Staffette an ein anderes Pokémon weiter, spricht man von SmashPass.
SmashPass
SmashPass ist eine gerade in unteren Tiers häufig vertretene Kombination aus den Attacken Hausbruch (engl. Shell Smash) und Staffette (engl. Baton Pass). Sie ist somit eine Variation des klassischen Smashers. Dabei wird zunächst Hausbruch eingesetzt, um die eigenen Statuswerte zu erhöhen. Danach gibt man diese Boosts mithilfe von Staffette an ein anderes Pokémon weiter, das dann ungehindert angreifen kann. Häufig verwendet man auch hier das Item Schlohkraut, um die negativen Auswirkungen rückgängig zu machen. Beliebte Nutzer sind vor allem die reinen Wasser-Pokémon Saganabyss und Aalabyss, die nur zwei Schwächen mitbringen und den Hausbruch so relativ gefahrlos einsetzen können.
smogon.com
smogon.com ist die größte englischsprachige Pokémon-Website, die sich fast ausschließlich mit Kämpfen und dazugehörenden Strategien beschäftigt. Dort versammeln sich viele der besten Spieler der Welt zu Turnieren und um zu besprechen, nach welchen Regeln zukünftig gespielt wird. Auch wir auf Pokefans nutzen die Tierlist von smogon.com, genauso wie auch Pokémon Showdown auf diesen Regeln basiert. Teams, die bei unseren Turnieren gespielt werden, können also auch auf Showdown und bei Wettbewerben, die von smogon.com ausgerichtet werden, genutzt werden.
Soul-Dew-Ban
Der Soul-Dew-Ban ist eine Regel, durch die das Item Seelentau (engl. Soul Dew) bei Kämpfen verboten wird. Sie wird sowohl bei inoffiziellen Turnieren, als auch bei Online-Kämpfen und in Einrichtungen wie dem Kampfhaus angewandt, um Latios und Latias nicht zu stark werden zu lassen.
SpAngr
SpAngr ist eine im deutschsprachigen Raum weit verbreitete Abkürzung für den Statuswert Spezial-Angriff. Eine international geläufige Bezeichnung ist auch SpA.
Species Clause
Die Species Clause besagt, dass jedes Pokémon nur einmal pro Team vorkommen darf. Es ist also beispielsweise nicht erlaubt, sechs Arceus in verschiedenen Formen aufzunehmen. Diese Regel wird, außer im Modus Anything Goes immer angewandt, also auch bei offiziellen Turnieren von Nintendo.
Specs
Specs ist eine Abkürzung für das Item Wahlglas und leitet sich von der englischen Übersetzung Choice Specs ab. Pokémon, die dieses Item nutzen, bezeichnet man als Specser.
Specser
Specser sind Pokémon, die das Item Wahlglas (engl. Choice Specs) tragen. Es handelt sich dabei meist um spezielle Sweeper, die so ihre Durchschlagskraft weiter erhöhen. Typisch für einen Specser sind die vier speziellen Angriffsattacken im Set, die einzige Ausnahme bildet hierbei Trickbetrug, wenn das Pokémon gleichzeitig als Tricker fungiert. Idealerweise besitzt der Nutzer dieses Items eine hohe Initiative, die einen Wahlschal überflüssig macht. Auch eine breite Attackenvielfalt ist wichtig, um möglichst viele Gegner sehr effektiv treffen zu können, ohne selbst Schaden zu nehmen. Häufig vorkommende Specser sind Pokémon wie Keldeo, Magnezone oder Raikou.
Speedtie
Als Speedtie bezeichnet man eine Situation in einem Kampf, in der sich zwei Pokémon mit der genau gleichen Initiative gegenüberstehen und diese Attacken mit der gleichen Priorität benutzen. In diesem Fall entscheidet der Zufall, welches Pokémon zuerst angreift. Wichtig für den Ausgang des Kampfes kann das zum Beispiel sein, wenn sich zwei Arceus mit Turbotempo im Ubers begegnen.
Speziell
Pokémon-Attacken werden in die Kategorien Speziell, Physisch und Status-Attacken eingeteilt. Spezielle Angriffe erkennt man daran, dass sie aktiv Schaden anrichten und in den meisten Fällen keinen Kontakt mit dem Gegner herstellen. Bis zur 3. Generation waren alle Attacken der Typen Feuer, Psycho, Elektro, Pflanze, Wasser, Drache, Eis und Unlicht speziell, seit der 4. Generation erfolgt die Einteilung nach der Art der Ausführung eines Angriffs.
Spielverlaufsteam
Ein Spielverlaufsteam wird verwendet, um die reguläre Story in den Editionen durchzuspielen. Dabei wird normalerweise nicht auf strategische Aspekte geachtet, die Pokémon werden häufig nach Sympathie gewählt und die DV- und EV-Verteilung ist nicht von Bedeutung. Auch das Level befindet sich nicht auf einem Niveau, sondern kann teilweise stark schwanken.
Spiker
Spiker sind Pokémon, die Stachler (engl. Spikes) einsetzen. Die Wirkung der Attacke steigt mit einem entsprechenden Team, das den Gegner mit Attacken wie Brüller oder Wirbelwind zum häufigen Wechseln zwingt. Stachler gehört zur Kategorie der Hazards. Häufig gesehene Spiker sind momentan unter Anderem Tentantel, Clavion und Panzaeron.
Spinblocker
Spinblocker sind Pokémon vom Typ Geist, die den Gegner (hauptsächlich gegnerische Spinner) daran hindern, die Attacke Turbodreher (engl. Rapid Spin) einzusetzen, da diese dem Typ Normal angehört und somit keine Wirkung auf Geist-Pokémon hat. Durch die neue Funktion von Auflockern in der 6. Generation sind Spinblocker nicht mehr so nützlich wie in den vorherigen Spielen, da Turbodreher nicht mehr so häufig gespielt wird und Auflockern so nicht verhindert werden kann.
Spinner
Ein Pokémon, das es sich zum Ziel gesetzt hat, mit der Attacke Turbodreher (engl. Rapid Spin) alle Hazards ( Klebenetz, Tarnsteine, Stachler und Giftspitzen) auf der eigenen Seite zu entfernen, um so Pokémon wie Fiaro oder Glurak den Weg freizumachen, da diese massiven Schaden von Tarnsteinen bekommen, ist ein Spinner. Leider trifft Turbodreher keine Geist-Pokémon. Diese Tatsache wird häufig explizit ausgenutzt, man spricht dann von SpinBlockern.
In der 6. Generation sind Spinner seltener geworden, da durch den neuen Nebeneffekt der Attacke Auflockern, Hazards zu entfernen, häufiger Pokémon wie Latios und Grypheldis den Job bisheriger Spinner übernehmen. Dies liegt zum Teil daran, dass Auflockern keinen Kontakt benötigt und deshalb jedes Pokémon trifft. Häufig benutzte Spinner sind Stalobor, Starmie und Tentoxa.
Split
Als Split bezeichnet man die Aufteilung (Engl. Split) der EVs auf einem Pokémon. Maximal erhält ein Pokémon 510 EVs bzw. höchstens 255 pro Wert, es ist allerdings sinnvoll, sie so zu verteilen, dass die Anzahl der EVs auf jedem Wert durch vier teilbar ist, da ansonsten auf Level 100 Statuspunkte verschenkt werden. Der bekannteste Split ist 252/252/4, da 252 der höchstmögliche durch vier teilbare Wert unter 255 ist und die EVs meist auf wenigen Werten konzentriert werden. Er wird beispielsweise bei physischen Sweepern so verwendet, dass jeweils 252 EVs in die Initiative und den Angriff und die restlichen 4 EVs in die KP oder einen der beiden Verteidigungswerte investiert werden.
SpVert
SpVert ist eine im deutschsprachigen Raum weit verbreitete Abkürzung für den Statuswert Spezial-Verteidigung. Eine international geläufige Bezeichnung ist auch SpV.
SR
SR ist eine Abkürzung für die Attacke Tarnsteine und leitet sich von der englischen Übersetzung Stealth Rock ab.
STAB
Setzt ein Pokémon eine Attacke ein, die den gleichen Typen wie das Pokémon selbst besitzt, wird der Schaden um 50% erhöht. Die Attacke Spukball zum Beispiel hat im Normalfall eine Stärke von 80. Wird sie jetzt aber von einem Geist-Pokémon wie Gengar eingesetzt, erhöht sich diese auf 120. Dies bezeichnet man als Same Type Attack Bonus oder kurz STAB.
STalker
STalker ist eine Abkürzung für die Pokémon-Art SleepTalker.
Stall
Stall ist eine Spielweise, bei der man überwiegend sehr defensive Pokémon verwendet, da diese zusammen fast alle gefährlichen Sweeper im Metagame abdecken können. Um den Gegener zu schwächen, verwendet man hauptsächlich Passivschaden, beispielsweise Sandsturm, verschiedenen Arten von ( Stachler, Tarnsteine) und Statusveränderungen wie Vergiftung (z.B. Toxin) oder Verbrennung (z.B. Irrlicht).
Die häufigsten Staller im aktuellen ORAS-Metagame sind wohl Tentantel, Heatran, Hippoterus und Mega Zobiris. Stall-Teams gelten häufig als sehr schwer zu spielen und sind für Anfänger meist ungeeignet. Sie erfordern eine hohe Konzentration über sehr lange Zeit, da die Kämpfe sehr viele Runden umfassen können. Wenn man diesen Spielstil jedoch beherrscht, ist die Chance auf Siege sehr hoch.
Stallbreaker
Als Stallbreaker bezeichnet man Pokémon, deren Hauptaufgabe es ist, Stalls zu durchbrechen und Staller zu besiegen. Stallbreaker zeichnen sich häufig durch hohe Angriffswerte und einen vielseitigen Movepool aus. Attacken wie Verhöhner und Fähigkeiten wie Magiespiegel sind hier extrem hilfreich, da sie viele Staller nutzlos machen, indem sie Angriffe blockieren bzw. zurückwerfen.
Auch eine Kombination aus einem Wahlitem (Wahlschal, Wahlband oder Wahlglas) und der Attacke Trickbetrug ist sehr hilfreich und beliebt, da dadurch der gegnerische Staller nur noch eine Attacke einsetzen kann, bevor er auswechselt. Nutzer dieser Strategie bezeichnet man als Tricker. Bekannte Stallbreaker sind unter Anderem Skorgro, Morbitesse und Mew.
Stallen
Das Verb "stallen" bezeichnet allgemein Versuche, einen Kampf möglichst lange hinauszuzögern. Dabei kann es beispielsweise darum gehen, möglichst viel Vergiftungs- oder Verbrennungsschaden zu erzielen oder die Angriffspunkte des Gegners zu minimieren.
Mittel, um dies zu erreichen, sind vor allem defensive Pokémon, die viele gegnerische Angriffe aushalten. Dies wird häufig durch spezielle Attacken noch weiter verstärkt. Dazu gehören Heilungsattacken (z.B. Genesung, Wunschtraum) oder auch Angriffe, die gegnerische Attacken blockieren (z.B. Schutzschild, Schutzstacheln, Verhöhner). Pokémon, die darauf spezialisiert sind, bezeichnet man als Staller, die dazugehörige Spielweise wird Stall genannt.
Staller
Als Staller bezeichnet man defensive Pokémon, die den Kampf in die Länge ziehen sollen. Diese meist widerstandsfähigen und für den Gegner nervigen Taschenmonster sollen unter Anderem den Schaden durch Statusveränderungen (Vergiftung, Verbrennung) erhöhen oder die Angriffspunkte der gegnerischen Pokémon senken. Dies bezeichnet man als stallen, während der dazugehörige Spielstil Stall heißt. Staller zeichnen sich durch hohe Verteidigungs- und KP-Werte aus, besitzen häufig ein defensiv sehr hilfreiches Typing und erlernen dazu passende Attacken. Populäre Vertreter dieser Art sind unter Anderem (Mega) Lahmus, Tentantel und Panzaeron. Viele von ihnen gehören auch zur Kategorie der Tanks.
Standard
Bezieht sich dieses Wort auf strategische Kämpfe, versteht man unter Standard ein Moveset, das sich als bewährt herausgestellt hat und kaum variiert wird. In unserer Moveset-Datenbank sind solche Sets mit drei Sternen gekennzeichnet.
Stat Drop
Unter einem Stat Drop versteht man das Sinken eines oder mehrerer Statuswerte. Meist geschieht dies als Auswirkung einer Attacke, sowohl durch eigene Angriff (Draco Meteor, Kraftkoloss), als auch durch gegnerische Einwirkung (Klebenetz, Standpauke, Memento-Mori). Auch die Fähigkeit Bedroher verursacht einen Stat Drop. Zumindest fremdverursachte Senkungen lassen sich beispielsweise durch Neutraltorso verhindern.
Stats
Stats ist eine auch im Englischen weit verbreitete Kurzbezeichnung für die Statuswerte, namentlich Kraftpunkte, Angriff, Spezial-Angriff, Spezial-Verteidigung und Initiative.
Statusprobleme
Als Statusprobleme bezeichnet man Verbrennung, Vergiftung, Vereisung, Paralyse, Schlaf und Verwirrung. Sie alle schaden dem Pokémon, das an ihnen leidet, über mehrere Runden, indem es am Angreifen gehindert wird oder es regelmäßig Schaden erleidet. Jedes Pokémon kann zur gleichen Zeit allerdings immer nur ein Statusproblem besitzen, was sie von anderen Varianten wie Verwirrung und Anziehung unterscheidet. Statusprobleme werden häufig beim Spielstil Stall genutzt.
Statuswerte
Die Statuswerte stellen die Fähigkeiten der Pokémon in Zahlen dar. Unterschieden wird dabei zwischen den Kraftpunkten, dem Angriff, der Verteidigung, dem Spezial-Angriff, der Spezial-Verteidigung und der Initiative. Sie lassen sich durch verschiedenste Einflüsse an die eigenen Wünsche anpassen. Mehr dazu erfährst du in unserem Statuswerte-Tutorial.
Staying-Power
Das Durchhaltevermögen eines Pokémons wird als Staying-Power bezeichnet. Je höher diese ist, desto länger kann es in den Kämpfen Gegenwehr leisten. Die Staying-Power hängt von Faktoren wie den Kraftpunkten, der physischen und der speziellen Verteidigung, den Typen und teilweise von der Fähigkeit ab. Pokémon mit besonders hoher Staying-Power werden als Tanks bezeichnet.
SToss
SToss ist eine Abkürzung für die Attacke Geowurf und leitet sich von ihrem englischen Namen Seismic Toss ab.
Sub
Sub wird als Abkürzung für die Attacke Delegator (engl. Substitute) verwendet. Daneben werden auch Ersatzspieler bei Turnieren häufig als Subs bezeichnet.
SubPunch
Dies ist eine Strategie, bei der ein Pokémon gespielt wird, das die Attacken Delegator (Engl. Substitute) und Power-Punch beherrscht. In den meisten In den meisten Fällen hat dieses Pokémon außerdem recht hohe Defensivwerte, mit denen es fast immer einen Delegator aufstellen kann. Nachdem dies geschehen ist, benutzt man Power-Punch, welcher eine sehr hohe Stärke (150) besitzt, aber nur trifft, wenn man in diesem Zug nicht von einer Angriffs-Attacke getroffen wurde oder diese nur den Delegator beschädigt hat. Da bei SubPunch letzteres der Fall ist, trifft die Attacke immer, sofern der Gegner kein Geist-Pokémon ist. So kann vielen Gegnern massiver Schaden zugefügt werden. Ein häufig gesehener SubPuncher ist Kapilz.
SubSalac
Diese Strategie baut auf der Attacke Delegator (Engl. Substitute} und der Salkabeere auf und war besonders vor der inflationären Einführung von Attacken mit erhöhter Priorität ziemlich beliebt. Das Item sorgt dafür, dass sich die Initiative des Nutzers um eine Stufe erhöht, wenn das Pokémon nur noch höchstens 25% seiner maximalen KP besitzt. Durch mehrfaches Einsetzen des Delegators kann man dies gezielt erreichen. In den neueren Generationen ist SubSalac allerdings nicht mehr besonders verbreitet, da es mehr und mehr Attacken mit höherer Priorität gibt, die ein Pokémon, das noch maximal ein Viertel seiner KP besitzt, trotz der geringen Stärke relativ leicht besiegen können. Dagegen hilft dann auch der Geschwindigkeitsbonus nichts. Zu den wenigen Nutzern zählen Fennexis und Knakrack.
SubSeed
SubSeed ist eine Taktik, bei der ein Pokémon die Attacken Delegator (Engl. Substitute) und Egelsamen (Engl. Leech Seed) beherrscht. Dabei wird der Gegner zunächst mit den Egelsamen bepflanzt, bevor man sich dann mit dem Delegator schützt. So verliert dieser permanent KP, während das eigene Pokémon durch die Egelsamen und meist einer zusätzlichen Recovery, wie den Überresten, trotz des Delegator-Einsatzes kaum Schaden nimmt. Nutzer dieser Taktik sind schnelle Pflanzen-Pokémon wie Shaymin und Gewaldro. Die beste Möglichkeit, diese Strategie abzuwehren, besteht im Einsetzen von eigen Pflanzen-Pokémon, da diese nicht von Egelsamen getroffen werden können. Auch die Attacke Verhöhner verhindert die Umsetzung von SubSeed.
SubSplit
Als SubSplit bezeichnet man die Kombination der Attacken Delegator (Engl. Substitute) und Leidteiler (Engl. Pain Split). Durch den Delegator verliert man zwar KP, kann sie sich über den Leidteiler aber problemlos wieder zurückholen, während man damit gleichzeitig auch noch dem Gegner Schaden zufügt. Genutzt wird diese Strategie beispielsweise von Gengar und Rotom.
Suicide Clause
Die Suicide Clause ist eine Regel, die bei den meisten Kämpfen verwendet wird. Sie sorgt dafür, dass der Anwender verliert, wenn er den Kampf durch eine so genannt Kamikaze-Attacke (Finale, Explosion, Abgangsbund oder auch Abgangsbund beendet, obwohl auch er nur noch ein übriges Pokémon hatte. Häufiger wird sie allerdings als Self-KO-Clause bezeichnet.
Suicide Lead
Suicide Leads sind Pokémon, welches besonders in den vergangenen Generationen oft dazu verwendet wurden, um Tarnsteine zu legen und anschließend mit Explosion ein gegnerisches Pokémon mitzunehmen. Ein sehr gutes Beispiel dafür war Metagross - im ersten Zug wurden Tarnsteine gelegt und, wenn es die eigene Teamzusammenstellung erlaubt, anschließend Explosion eingesetzt. Auch Tobutz konnte mit Verhöhner noch das gegnerische Auslegen von Tarnsteinen verhindern, eigene auslegen und dann in die Luft gehen. Wechselt der Gegner keinen Geist ein, sind dann auf jeder Seite nur noch fünf Pokémon auf dem Feld und man kann mit einem anderen, besseren Pokémon Druck aufbauen.
Sunny (Day)-Sweeper
Der Begriff setzt sich aus der Attacke Sonnentag und der Bezeichnung Sweeper zusammen. Man versteht darunter Pokémon, die in der Sonne ihr volles, offensives Potenzial ausschöpfen können. Während diese Wetteränderung aktiv ist, ob durch Dürre, Endland oder die genannte Attacke, werden Feuer-Attacken um 50% verstärkt, außerdem verdoppelt sich die Initiative von Pokémon mit der Fähigkeit Chlorophyll. Durch der Rundenbegrenzung von Wetteränderungen in der 6. Generation haben diese im Allgemeinen an Relevanz verloren, Glurak in seiner Y-Megaform und Bisaflor ergänzen sich aber ziemlich gut, da Glurak die Sonne gleich selbst in den Kampf bringt.
Sunnybeam
Sunnybeam ist die Kombination aus Sonnentag (Engl. Sunny Day) bzw. Dürre und der Attacke Solarstrahl (Engl. Solar Beam). Diese benötigt normalerweise einen Zug, um aufgeladen zu werden, durch die Sonne auf dem Kampffeld fällt dies allerdings weg und es wird sofort Schaden angerichtet.
Supporter
Supporter (Engl. Unterstützer) sind Pokémon, die ihre Teamkollegen auf vielfältige Art und Weise unterstützen. Dies geschieht entweder, indem diese geheilt werden, beispielsweise mithilfe von Wunschtraum oder Aromakur, oder indem Gegner, zum Beispiel durch Statusattacken wie Donnerwelle oder Irrlicht, unschädlich gemacht werden. Meist werden auf einem Pokémon beide Varianten kombiniert und je nach Gegner eingesetzt.
Suspect Test
Als Suspect Test bezeichnet man einen Zeitraum, in dem geprüft wird, ob ein zuvor von Experten vorgeschlagenes Pokémon aus einem Tier in ein anderes verschoben werden soll, da es möglicherweise zu stark bzw. zu schwach ist. Auf smogon.com läuft das meist so ab, dass für etwa zwei Wochen eine separate Ladder auf Pokémon Showdown gestartet wird, auf der das entsprechende Pokémon entweder verboten oder erlaubt ist. Erreicht man während dieser Zeit genügend Punkte, hat man danach die Möglichkeit, über die vorgeschlagene Änderung abzustimmen. So soll verhindert werden, dass jeder User wichtige Tierlist-Änderungen beeinflussen kann, indem nur entscheiden darf, wer durch viele Siege nachgewiesen hat, dass er sich mit dem Modus auseinandergesetzt hat. Nach der Abstimmungsphase wird die Änderung dann endgültig umgesetzt bzw. abgelehnt.
Sweeper
Sweeper sind Pokémon, die sich durch mindestens einen starken Angriffswert und eine hohe Initiative auszeichnen. Sie setzen auf offensive Attacken und wollen den Gegner so "wegfegen" (Engl. to sweep). Man unterscheidet dabei zwischen Sweepern der Kategorien Physisch, Speziell und Mixed-Sweeper. Kennzeichen für solche Pokémon sind Items wie Leben-Orb, Wahlband oder Wahlschal, die entweder den entsprechenden Angriffswert oder die Initiative weiter erhöhen. Beispiele für starke Sweeper sind Gengar, Snibunna oder Mega-Glurak.
Swiss System Tournament
Swiss System Tournament ist die englische Bezeichnung für Turniere, die nach dem Schweizer System ausgetragen werden.
Switch
Ein Switch (oder auch Switch In) ist das Wechseln des aktiven Pokémon im Kampf. Idealerweise sollte man so wechseln, dass der Gegner dem neuen Pokémon im "verlorenen Zug" nur wenig bis gar keinen Schaden zufügen kann, damit das Pokémon nicht unnötig geopfert wird. Ist dies garantiert, spricht man von einem "sicheren Switch In".