Kampfeffekte

In Pokemonkämpfen kommen verschiedene Kampfeffekte vor. Grundsätzlich kann man bei diesen zwei Gruppen unterscheiden:

  • Kampfeffekte, die für beide Gegner gelten und auch auf beiden Feldseiten vorkommen
    • Wetter (Sandsturm, Regen, Sonne, Hagelsturm)
    • Bizarroraum
  • Kampfeffekte, die nur Wirkung auf den Spieler haben, der sie herbeigeführt hat
    • Rückenwind
    • Bodyguard

Alle Kampfeffekte sind grundsätzlich strategisch nutzbar und sollen dir in diesem Artikel näher gebracht werden.

Kampfeffekte auf beiden Feldseiten

Wetter

Im Pokemonspiel kommen verschiedene Arten von Wetter vor, welche, wenn sie wirken, auf beide Gegner wirken. Während eines Kampfes kann immer nur ein Wetter aktiv sein. Jedoch wird ein aktives Wetter beendet, wenn ein anderes gerufen wird. Ein Wettereffekt lässt sich entweder durch den Einsatz von Attacken (Sandsturm, Regentanz, Sonnentag oder Hagelsturm) für 5 Runden (bzw. 8 Runden beim Tragen eines bestimmten Items) oder durch das Einwechseln eines Pokemons mit einer der Wetterfähigkeiten (Niesel, Sandsturm, Dürre und Hagelalarm) für eine unbegrenzte Zeit rufen. Es werden dir nun die einzelnen Wettereffekte beschrieben und ihre strategische Nützlichkeit erklärt.

Sandsturm

Sandsturm wird aus strategischer Sicht immer durch das Einwechseln eines Pokemons mit der Fähigkeit Sandsturm gerufen. Diese Fähigkeit besitzen Hippoterus und Despotar, zwei Pokemon, die starke Werte und viele nützliche Attacken besitzen. Im Sandsturm gibt es folgende Besonderheiten:

  • Alle Pokemon, die nicht vom Typ Stahl, Gestein oder Boden sind und nicht eine der Fähigkeiten Sandscharrer, Sandgewalt, Magieschild oder Sandschleier besitzen verlieren nach jeder Runde 1/16 ihrer KP. Dieser Schaden wird vor dem Item Überreste abgezogen!
  • Gesteinspokemon haben 50% mehr Spezialverteidigung
  • Pokemon mit der Fähigkeit Sandscharrer verdoppeln ihre Initiative
  • Pokemon mit der Fähigkeit Sandgewalt teilen mit Boden-, Gestein- und Stahlattacken 30% mehr Schaden aus

In strategischen Kämpfen gehört der Sandsturm zu den am häufigsten verwendeten Wetterarten. Teams, die um Sandsturm gebaut werden, können entweder defensiv sein und als Ziel haben, durch den Sandsturm passiven Schaden anzurichten, oder offensiv sein und den Gegner mit den Fähigkeiten Sandscharrer und Sandgewalt schnell besiegen.

Defensive Sandsturmteams enthalten oft:

Ruft den Sandsturm und ist sehr defensiv. Kann außerdem Tarnsteine legen.
Ruft den Sandsturm und kann sehr verschiedene Attacken einsetzen (offensive und defensive). Legt Tarnsteine.
Gleicht die Wasserschwäche der Sandsturmpokemon aus.
Kann Wasserpokemon abwehren und außerdem Tarnsteine und Stachler entfernen, welche für defensive Teams gefährlich sind.
Kann Stacheln auslegen und Pokemon mit Wirbelwind zum Auswechseln zwingen.
Kann auch viele Pokemon countern und besitzt viele nützliche Resistenzen und Immunitäten.

Offensive Sandsturmteams enthalten oft:

Ruft den Sandsturm und ist sehr defensiv. Kann außerdem Tarnsteine legen.
Ruft den Sandsturm und kann durch hohe Angriffswerte viel Schaden anrichten.
Kann mit der Fähigkeit Sandgewalt viel Schaden anrichten und ist außerdem schnell.
Ist durch Sandscharrer sehr schnell und kann großen Schaden anrichten.
Besiegt mit Magnetfalle Panzaeron, was ein Counter gegen Demeteros und Bissbark ist.
Deckt die Wasser- und Pflanzenschwäche ab und ist sehr offensiv und teilt hart aus.
Sehr starker Sweeper, der im Sandsturm 50% mehr Spezialverteidigung hat.

Regen

Regen ist das zweite Wetter, das sehr häufig verwendet wird. Auch Regen wird selten durch das Einsetzen der Attacke Regentanz gerufen, sondern meistens durch das Einwechseln von Quaxo aufs Feld gebracht. Da Quaxo weniger gute Werte besitzt als Hippoterus und Despotar, hat es meistens keine anderen Aufgaben, als den Regen zu rufen und danach z.B. Gegner mit Toxin zu vergiften oder mit einem Wahlschal gegnerische Sweeper zu überholen.

Im Regen gibt es folgende Besonderheiten:

  • Pokemon mit der Fähigkeit Wassertempo verdoppeln ihre Initiative (in Kombination mit Niesel nicht erlaubt!)
  • Pokemon mit der Fähigkeit Trockenheit erhalten pro Runde 1/8 ihrer maximalen KP zurück
  • Pokemon mit der Fähigkeit Regengenuss regenerieren 1/16 ihrer maximalen KP pro Runde
  • Pokemon mit der Fähigkeit Hydration werden im Regen vor Statusproblemen geschützt
  • Attacken des Typs Wasser machen 50% mehr Schaden, während Feuerattacken 50% weniger Schaden machen
  • Die Attacken Donner und Orkan treffen im Regen immer

Regenteams werden sehr häufig gespielt. Dabei gibt es vor allem viele offensive Regenteams. Defensive Teams um Regen kommen weniger häufig vor, können aber trotzdem mit großem Erfolg gespielt werden.

Defensive Regenteams enthalten häufig folgende Pokemon:

Ruft den Regen und kann mit defensiven EVs auch einige Attacke abwehren.
Fungiert als Elektro- und Pflanzenresistenz und kann Tarnsteine und Stachler legen.
Hat viele nützlich Resistenzen, kann Giftspitzen legen und Tarnsteine, Stachler und Giftspitzen durch Turbodreher entfernen. Heilt außerdem mit seiner Fähigkeit Regengenuss im Regen KP.
Bringt nützliche Resistenzen und hat mit Donner eine starke Attacke, die immer trifft und zu 60% paralysiert.
Können spezielle Attacken jeglicher Art abblocken und das Team mit Attacken wie Vitalglocke unterstützen.

Offensive Regenteams enthalten häufig folgende Pokemon:

Mit einer offensiven EV-Verteilung und einem Item wie dem Wahlglas oder dem Wahlschal kann Quaxo hart zuschlagen.
Mit einem hohen Spezialangriff und Orkan mit 100% Trefferquote ist Boreos ein sehr starker Sweeper. Boreos-T besitzt außerdem mit Regenerator eine nützliche Fähigkeit in Verbindung mit dem Item Leben-Orb.
Starmie richtet im Regen mit Hydropumpe sehr viel Schaden an und kann außerdem Turbodreher einsetzen und damit das Team unterstützen.
Ein defensiver Rückhalt für viele offensive Regentanzteams.
Wird mit Gedankengut und Donner ein gefährlicher Sweeper.
Mit Drachentanz im Regen ein sehr guter Sweeper.
Hydropumpe und Voltwechsel sind für Regenteams sehr nützlich.
Starker spezieller Sweeper der im Regen mit Donner zu 100% trifft.
Hat im Regen keine doppelte Feuerschwäche mehr und kann mit Patronenhieb gefährliche Pokemon überholen und besiegen.

Sonne

Sonne wird weniger häufig gespielt als Regen und Sandsturm, ist aber trotzdem ein gutes Wetter. Sonnenteams sind fast immer sehr offensiv und verwenden Vulnona, um die Sonne zu Rufen.

In der Sonne gibt es folgende Besonderheiten:

  • Pokemon mit der Fähigkeit Chlorophyll verdoppeln ihre Initiative
  • Solarstrahl benötigt keine Runde zum Aufladen
  • Attacken des Typs Feuer machen 50% mehr Schaden, währen Wasserattacken 50% weniger Schaden machen
  • Wachstum erhöht den Spezialangriff und den Angriff um zwei statt eine Stufe(n)
  • Donner und Orkan haben nur noch 50% Trefferquote
  • Morgengrauen, Synthese und Mondschein heilen 2/3 der maximalen KP des Pokemons

Sonnenteams sind fast immer offensiv und benutzen häufig folgende Pokemon:

Ruft die Sonne; ist aber abgesehen von dieser Fähigkeit kein nützliches Pokemon.
Hat dank Chlorophyll einen sehr hohen Initiativewert und wird durch den Einsatz von Wachstum sehr gefährlich.
Boostet sich durch Falterreigen und wird ein starker und gefährlicher Sweeper.
Entfernt Tarnsteine für Vulnona und gewinnt gegen Terrakium und Demeteros, die sonst sehr gefährlich sind.
Blocken durch Magiespiegel Tarnsteine.
Schlägt mit Feuerattacken stark zu und kann Tarnsteine legen.
Ist schnell und unterstützt die Sonnensweeper.
Hindert Despotar und Heatran durch Auswegslos am Auswechseln und besiegt diese starken Sonnencounter mit Leichtigkeit. Kann zusätzlich Tarnsteine legen.

Hagel

Hagel ist das am seltensten benutzte Wetter. Gerufen wird der Hagel durch Rexblisar und seine Fähigkeit Hagelalarm.

Im Hagel gibt es folgende Besonderheiten:

  • Jedes Pokemon, das nicht vom Typ Eis ist oder die Fähigkeit Magieschild besitzt, verliert am Ende der Runde 1/16 seiner maximalen KP
  • Die Attacke Blizzard hat im Hagel eine Trefferquote von 100%

Hagelteams sind meistens so genannte Bulky Offense Teams. Das bedeutet, sie bestehen aus Pokemon, die defensiv gut sind, aber trotzdem hart austeilen können.

Häufige Pokemon in Hagelteams sind:

Ruft den Hagel und ist eine nützliche Wasserresistenz.
Feuerimmunität für Rexblisar und Drachenkonter.
Entfernen Tarnsteine, Stachler und Giftspitzen.
Starker Sweeper, der mit guten Defensivwerten glänzt.
Kann Tarnsteine legen und ist ein gutes Pokemon gegen Drachen (Eissplitter).
Nützliche Kampf- und Bodenresistenz für Hagelteams.

Bizzaroraum

Der Bizarroraum lässt nach Einsatz der Attacke Bizarroraum für 5 Runden das langsamste Pokemon zuerst und das schnellste zuletzt angreifen. Dadurch kann man mit langsamen Pokemon ganze Teams überholen. Bizarroraumteams sind sehr selten, da sie schwer zu spielen sind, weshalb man nicht vorhersehen kann, wie ein Bizarroraumteam aussehen kann. Gute Pokemon sind aber zum Beispiel: Lahmus, Zytomega, Porygon-2, Bronzong, Meistagrif, Despotar oder Rihornior.

Kampfeffekte auf einer Seite

Rückenwind

Die Attacke Rückenwind verdoppelt die Initiative aller Pokemon aus dem Team des Anwenders für 4 Runden. Da eine hohe Initiative sehr nützlich ist, hat die Attacke also durchaus einen starken Effekt. Trotzdem wird sie in strategischen Kämpfen kaum benutzt, da 4 Runden meistens zu kurz sind. Einzig in Doppelkämpfen findet Rückenwind eine Anwendung und wird häufig gespielt.

Bodyguard

Bodyguard verhindert für 5 Runden, dass Pokemon aus dem Team des Andwenders mit Statusproblemen versehen werden. Diese Attacke wird im strategischen Kämpfen auch so gut wie garnicht benutzt. Anwendung findet sie nur im Doppelkampf, wo man durch sie die Attacke Donnerwelle verhindern kann.

Weiter geht es mit Lektion 9: Einteilung der Pokemon in Tiers.

An diesem Inhalt haben Dark Psiana, Rumo, The Libertine und Gockel mitgearbeitet.


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