Das Little Cup in Sonne und Mond

Dieser Artikel handelt von dem Metagame "Little Cup". In diesem wird dir Schritt für Schritt erklärt was genau dieses Format ist. Außerdem werden dir auch hilfreiche Tipps und Hinweise gegeben, damit du einen leichteren Start in dieses Format hat.

Die Regeln des Little Cups:

Die Clauses:

Wie im jedem Metagame gibt es auch im Little Cup gewisse Clauses (eng. Regeln) um den Kampf sowie das Metagame insgesamt fairer und ausgewogener zu machen. Damit dies auch geschieht gelten auch in diesem Format die Standard Clauses:

  • Species Claus: Es dürfen sich keine zwei Pokémon im Team befinden, die die selbe NationalDex-Nummer besitzen.
  • Sleep-Clause: Es darf während des Kampfes nur ein Pokémon des Gegners in den Schlafstatus versetzt werden. Erst wenn dieses Pokémon besiegt wurde oder aufgewacht ist, darf wieder ein neues gegnerisches Pokémon in diesen Status versetzt werden.
  • OHKO-Clause: Die Attacken Guillotine, Eiseskälte, Hornbohrer und Geofissur sind verboten.
  • Evasion-Clause: Es ist verboten den Fluchtwert eines Pokémon durch zum Beispiel Doppelteam oder Komprimator zu erhöht. Jedoch ist es erlaubt den Fluchtwert des Gegners zum Beispiel durch das Auflockern zu senken.
  • Weiterhin zu beachten ist, dass sowohl die Item-Clause als auch die Baton Pass-Clause im Little Cup nicht gelten.

Dies waren die Clauses, die praktisch für fast jedes Metagame gelten. Jedoch besitzt das Little Cup auch seine eigenen Regeln beziehungsweise Voraussetzungen für ein Pokémon, damit es in diesem Format eingesetzt werden darf:

  • Das Pokémon muss sich auf Level 5 befinden, da alle Kämpfe im Little Cup auf diesem Level stattfinden.
  • Es muss sich mindestens einmal entwickeln können.
  • Es muss die erste und früheste Form des Pokémon sein.

Verbotene Attacken, Fähigkeiten und Items:

  • Drachenwut: Die Attacke Drachenwut ist deshalb gebannt, da sie dem Ziel immer 40 KP abzieht. Da die Kämpfe jedoch auf Lv.5 stattfinden haben viele Pokémon meist weniger als 40 KP. Dadurch kann diese Attacke jedes Pokémon im Little Cup, das nicht zu den Feen-Pokémon angehört, sehr leicht OHKOn, wodurch sie für dieses Format zu mächtig ist.
  • Ultraschall: Die Attacke Ultraschall zieht dem Gegner steht’s 20 KP ab. Zwar ist dies nicht so viel wie bei der Drachenwut, allerdings kann auch diese Attacke viele Pokémon durch diesen Fixschaden maximal 2HKOn. Somit ist auch dieser Angriff zu stark für das Little Cup.
  • Angeberei: Die Attacke Angeberei erhöht den Angriff des Zieles um zwei Stufen und versetzt ihn dabei gleichzeitig in den Verwirrungszustand. Da man jedoch nicht bestimmen kann wann sich das betroffene Pokémon selbst verletzt und wann nicht (67:33), beruht dieser Status auf sehr viel Glück für beide Seiten. Dies ist auch der Grund warum die Attacke gebannt ist, weil sie einen zu großen Glücksfaktor beherbergt.
  • Gefühlswippe: Die Fähigkeit Gefühlswippe senkte durch Zufall einen Statuswert und erhöht dafür zufällig einen anderen. Da man jedoch nicht beeinflussen kann, welcher Statuswert nun genau erhöht und welcher gesenkt wird, ist diese Fähigkeit somit ebenfalls sehr Glücksbasierend, wodurch sie nicht mehr auf strategische Weise eingesetzt werden kann. Somit ist der Glücksfaktor der entscheidende Punkt warum diese Fähigkeit im Little Cup gebannt ist.
  • Evolium Z: Mit dem Evolium Z kann Evoli die Z-Attacke „Macht der Neun“ einsetzen mit der es all seine Statuswerte (außer Genauigkeit und Fluchtwert) innerhalb einer Runde um zwei Stufen erhöht, wodurch es sowohl eine bessere Durchschlagskraft als auch einen besseren Bulk erhält. Zusätzlich besitzt es mit Anpassung eine sehr starke offensive Fähigkeit. Insgesamt wurde der Evolium Z deshalb gebannt, da dieser Evoli zu stark für dieses Format macht.

Verbotene Pokémon:

  • Vulpix: Vulpix war im Little Cup das einzige Pokémon, das die Fähigkeit Dürre besaß. Somit konnte es für Sonnenteams automatisch die Sonne hervorrufen von dem Chlorophyll-Nutzer wie Bisasam sehr stark profitierten. Somit wurden Sonnenteams zu den stärksten Archetypes im Little Cup was schlussendlich zu einer Abschwächung in Form von Vulpix Ban führte, da diese Teamart das Format zu stark dominierte.
  • Sichlor: Sichlor besitzt, obwohl es eigentlich eine Basisstufe ist, sehr hohe und ausgeprägte Basiswerte: Besonders hervorstechend sind dabei seine offensiven Qualitäten, da diese mit einem Angriff von 110 Base und einer Initiative von 105 Base für dieses Format wirklich gut sind. Zusätzlich besitzt es mit Techniker eine überaus praktische Fähigkeit, da diese seine beiden STAB-Attacken Aero-Ass und Käferbiss um 50% verstärkt. Nicht zu vergessen ist auch, dass es noch Zugriff auf die Setup-Attacke Schwerttanz hat, wodurch es seinen Angriff nochmal zusätzlich stark erhöhen kann. Sein restlicher Movepool hingegen war mit Kehrtwende für Switch-Advanted, Ruckzuckhieb, Abschlag und Durchbruch wirklich vorteilhaft im Little Cup. Aber auch in der Defensive ist Sichlor wirklich unsagbar gut. Denn mit einem Bulk 70 / 80 / 80 war es im Little Cup sehr schwer dieses Pokémon zu OHKOn. Insgesamt waren es also die auffallend hohen Basiswerte sowie der bemerkenswerte gute Movepool der dafür sorgte, dass Sichlor aus dem Little Cup gebannt werden musste.
  • Tangela: Tangela war im Little Cup ein sehr flexibles Pokémon, das man praktisch in jedes Team einbauen konnte. Am effektivsten jedoch war es auf Grund seines vorzüglichen Spezial-Angriffes von 100 Base, den Attacken Blättersturm, Kraftreserve [Feuer], Antik-Kraft und Schlafpuder sowie der Fähigkeit Chlorophyll, die bei starkem Sonnenlicht seine Initiative verdoppelt, in Sonnenteams. Aber auch in anderen Archetypes konnte man Tangela bemerkenswert leicht einbauen. Es konnte durch seine Fähigkeit Belebekraft und seines vorteilhaften Bulks als defensiver Pivot agieren oder aber auch direkt als offensives Pokémon wie in Sonnenteams nur halt mit der Fähigkeit Belebekraft anstatt des Chlorophylls. Irgendwann gewann Tangela so stark an Usage, dass sich viele Teams zwingend auf es einstellen mussten. Dies hat das Teambuilding unangenehm stark eingeschränkt, wodurch es für ein angenehmeres Metagame gebannt werden musste.
  • Porygon: Porygon war schon immer ein sehr starkes Pokémon im Little Cup aber mit der Einführung der Z-Attacken und der dadurch resultierenden Setup-Attacke in Form von Z-Umwandlung wurde Porygon einfach zu stark für dieses Format. Denn nach dem Setup besaß es nicht nur eine sehr starke Offensive, sondern auch einen sehr starken Bulk den man nur sehr schwer durchbrechen konnte. Dadurch galt es am Anfang der siebten Generation als eines der Durchstarter des neuen Little Cups. Dies führte ebenfalls dazu, dass Porygon eine wirklich hohe Usage erhielt und man sich zu der Zeit unbedingt auf dieses Z-Umwandlungs Set einstellen musste, was gleichermaßen zu einer starken Einschränkung in diesem Format führte, was schlussendlich zu einem Ban von Porygon führte um das Metagame von dieser Verpflichtung zu befreien.
  • Yanma: Yanma besaß im Little Cup zwei sehr starke Sets: Einmal das Temposchub-Set mit dem es zu einem sehr starken Lategame-Cleaner wurde den man, nachdem man alle seine Prioritätsattacken verloren hatte, nicht mehr aufhalten konnte. Und einmal das Facettenauge-Set mit dem es den Gegner am sichersten in den Schlafstatus versetzen konnte um danach einen Delegator aufzusetzen den es danach an einen anderen Teampartner durch die Stafette weitergeben konnte. Allein diese beiden Sets machten Yanma so stark, dass es für das Format gebannt werden musste um es wieder ausgeglichener zu machen.
  • Kramux: Kramux war im Little Cup ein sehr vielseitiges und variables Pokémon, das man entweder als offensiven Sweeper mit seinen beiden mächtigen STAB-Attacken Sturzflug und Finsteraura, als Annoyer mit Delegator und Toxin, die dank seiner Fähigkeit Strolch eine erhöhte Priorität besitzen oder als Hazer mit dem Dunkelnebel spielen konnte. Diese große Vielfalt an Sets war vor allem während des Kampfes sehr mächtig, da man erst während des Kampfes scouten konnte gegen welches Set man gerade kämpft. Dies wiederum führte dazu, dass man sehr vorsichtig und geschickt spielen musste um am schnellsten und sichersten herauszufinden um welches Set es sich gerade handelt. Weiterhin besaß jedes Set unterschiedliche Counter sowie Checks was ebenfalls während des Kampfes eine entscheidende Rolle spielte. Insgesamt war es die hohe Vielfalt an unterschiedlichen Möglichkeiten von Kramux, die dafür sorgten, dass es gebannt werden musste.
  • Traunfugil: Traunfugil konnte sehr leicht in jedes Team intrigiert werden, da man es entweder offensiv oder als Supporter spielen konnte. Man sah es praktisch in jedem Team. Diese hohe Usage führte dazu, dass man sich immer auf Traunmagil einstellen musste, was den Teambau sehr stark einschränkte. Damit dieser aber wieder etwas weitläufiger werden konnte, wurde Traunmagil gebannt.
  • Sniebel: Auch Sniebel besitzt für ein Pokémon, das sich noch entwickeln kann sehr hohe Statuswerte, die besonders in der Offensive sehr gut ausgeprägt sind. Weiterhin besitzt es einen extrem starken Abschlag, der vielen Little Cup Pokémon großen Schaden zufügt. Mit dem Eiszapfhalgel und dem Durchbruch hingegen konnte seine eigentlichen Counter besiegen, wodurch es keinen sicheren Counter für ihn im Little Cup gab. Auch gab es für Sniebel nur sehr wenige Checks, da es diese mit seinem STAB Eissplitter punishen konnte. Insgesamt war dieses Pokémon ein zu dominierender Threat, der schlussendlich gebannt werden musste.
  • Skorgla: Skorgla war im Little Cup ein sehr vielfältiges und unberechenbares Pokémon. Dank seiner sowohl offensiv als auch defensiv guten Typenkombination gepaart mit seinen hohen Statuswerten konnte es entweder als defensiver Hazard-Supporter oder offensiver Schwerttanz-Sweeper agieren. All diese Vorteile sorgen dafür, dass man sich beim Teambau zwingend auf Skorgla einstellen musste, wodurch das Metagame zu stark auf dieses Pokémon fokussiert wurde. Dies war schlussendlich auch der Grund für seinen Ban.
  • Meditie: Meditie war durch seine Fähigkeit Mentalkraft, die seinen Angriff verdoppelt, im Little Cup ein wirklich starker Wallbreaker in den es kaum einen sicheren Switch-In gab. Zusätzlich besaß es aber noch im Gegensatz zu den anderen Wallbreakern in diesem Format noch eine angenehme Initiative sowie Bulk. Insgesamt führte dies dazu, dass man es nur sehr schwer outspeeden und OHKOn konnte. Was auch der Grund für den Ban war.
  • Driftlon: Driftlon war ebenfalls ein vielseitiges und starkes Pokémon im Little Cup. Man konnte es offensiv mit seinen beiden spambaren Attacken Abschlag und Akrobatik sowie seiner Fähigkeit Entlastung oder als Supporter mit dem Auflockern spielen. Ein dabei sehr wichtig Aspekt war noch, dass es im Litte Cup sehr wenige Counter besaß. Diese Counter war dabei meist auch nur Trapper-Pokémon mit der Verfolgung. Insgesamt sorgten diese beiden Sets zusammen mit seinen wenigen Countern dafür, dass Driftlon aus dem Little Cup gebannt werden musste, weil es einfach zu stark für dieses Format war.
  • Wommel: Wommel war einer der besten Stafetten-Nutzer im Little Cup, da es das einzige Pokémon in diesem Format war, das die Setup-Attacke Falterreigen durch die Stafette weitergeben konnte. Beispielsweise konnte so seine Falterreigen an andere offensive Pokémon wie Sterndu, Hunduster oder an Praktibalk weitergeben. Allein dieses eine Pokémon machte Stafetten-Teams so stark, dass sie das gesamte Metagame kontrollierten. Dies führte dazu, dass man Wommel aus dem Little Cup bannte, damit diese Teamart abgeschwächt werden konnte.
  • Flauschling: Flaschling gehörte im Little Cup zu den besten Setup-Sweepern seiner Zeit. Es konnte sich mit der Bauchtrommel, dem Watteschild oder dem Gedankengut setuppen. Hinzu kam aber noch seine Fähigkeit Entlastung mit der es ebenfalls ein Setup vollführen konnte, da diese seine Initiative verdoppelt sobald es sein Item verliert oder verbraucht. Diese große Auswahl an Möglichkeiten kombiniert mit seinem großflächigen Movepool sorgen dafür, dass Flaschling unpredictable wurde, was letzten Endes zu einem Ban führte, da man Flauschling nicht mehr sicher countern oder checken konnte.

Grundlagen:

Der größte Unterschied zwischen dem Little Cup und anderen Metagames ist, dass es das einzige Format ist in dem sich die Pokémon auf Lv.5 befinden. Diese Tatsache ist besonders bei den Statuswerten, EV-Verteilungen und Attacken sehr wichtig zu beachten:

EVs und Statuswerte:

Egal welches Pokémon sich auf Lv.100 befindet, sobald vier EVs in einen Statuswert investiert werden, steigt dieser um einen Punkt. Jede weitere vier EVs lassen den Wert um einen Punkt steigen. Im Little Cup allerdings kann man diese simple Faustregel jedoch nicht verwenden. Denn hier entscheidet die letzte Ziffer des Basiswerts wie viele EVs benötigt werden, damit der entsprechende Wert zum ersten Mal um einen Punkt erhöht werden kann. Danach entsprechen 80 EVs einem Punkt. Damit du nun genau weißt wie viele EVs du genau in einen Statuswert investieren musst damit dieser auch erhöht wird, folgt hier nun eine hilfreiche Liste für dich:

Letze Ziffer des Basiswerts EV-Investment
xx0 36 | 116 | 196
xx1 28 | 108 | 188
xx2 20 | 100 | 180
xx3 12 | 92 | 172 | 252
xx4 4 | 84 | 164 | 244
xx5 76 | 156 | 236
xx6 68 | 148 | 228
xx7 60 | 140 | 220
xx8 52 | 132 | 212
xx9 44 | 124 | 204

Wie dir vielleicht aufgefallen ist, gibt es bei den Ziffern drei und vier einen kleinen aber wichtigen Unterscheid. Denn Pokémon, deren Basiswert auf einer der beiden Zahlen endet, erhalten bei einem vollen EV-Investment vier Punkte, während alle anderen Ziffern bei einem vollen Investment nur drei Punkte gutgeschrieben bekommen. Zur Verdeutlichung dieses Unterschiedes folgt nun ein kleines Beispiel: Serpifeu besitzt eine Initiative von 63 Base. Somit ist seine letzte Zahl in diesem Wert eine drei. Dies würde dafür sorgen, dass es bei einem vollen Investment (scheues Wesen mit 252 EVs) eine Initiative von 17 besitzt. Hätte Serpifeu allerdings eine Initiative von 62 Base, wäre die letzte Zahl eine zwei. Dadurch hätte es bei einem scheuen Wesen und vollem EV-Investment von 180 EVs nur einen Wert von 16. Somit solltest du genau schauen mit welcher Ziffer ein Basiswert endet, da diese Zahl eine wichtige Rolle bei der Verteilung der EVs spielt.

Aber auch die DVs spielen eine entscheidende Rolle bei der EV-Verteilung. Das beste und sinnvollste für ein Pokémon ist, wenn jeder benötigte Wert 31 DVs besitzt. Falls dem nicht so ist, muss jeder fehlende DV-Punkt durch 4 EVs ausgeglichen werden. Sprich, wenn das eben genannte Serpifeu nur 30 DVs in der Initiative hätte, wäre der Wert nicht mehr 17, sondern 16. Fehlende DV-Punkte kannst du mit vier EVs ausgleichen, da ein 1 DV-Punkt vier EVs entspricht. Jedoch würde dies bei Serpifeu nicht funktionieren, da es dafür 256 EVs bräuchte, jedoch nur 252 EVs erlaubt sind. Anhand dieses Beispiels siehst du also, wie wichtig perfekte DVs selbst auf Lv.5 sein können und dass die EV-Verteilung im Little Cup wesentlich komplexer ist als in anderen Metagames.

Basiswerte und tatsächliche Werte:

Kapu-Riki ist unter den gleichen Voraussetzungen wie Snibunna schneller als dieses, da es mit einer Initiative von 130 einen höheren Basiswert als Snibunna besitzt. Solch einen einfachen Vergleich von Speedtiers kann man im Little Cup jedoch nicht machen: Nehmen wir mal als Beispiel Griffel und Ponita, die beide ein Wesen zu Gunsten der Initiative tragen: Griffel besitzt eine Initiative von 85 Base, während Ponita eine Initiative von 90 Base besitzt. Damit sich die Initiative von Griffel um einen Punkt erhöhen kann, müssen 76 EVs in diesen Wert investiert werden. Um den Wert auf das Maximum zu steigern, müssen 236 EVs investiert werden, erst dadurch erlangt es eine maximale Initiative von 19. Bei Ponita werden hingegen zur Steigerung der Initiative um einen Punkt 36 EVs benötigt. Damit auch Ponita einen maximal Wert erlangt braucht es ein Investment von 196 EVs, wodurch es ebenfalls einen Wert von 19 besitzt. Anhand dieses Beispiels sieht man, dass obwohl Ponita eine höhere Base als Griffel besitzt, beide bei einem maximalen Investment gleich schnell sind. Der Grund dafür ist die Entwicklung der Basiswerte. Denn diese sind auf Lv.5 noch nicht so stark ausgeprägt wie zum Beispiel auf Lv.100. Bedeutet, dass in diesem eben genannten Beispiel die fünf Punkte, die Ponita mehr in der Initiative besitzt nicht mit gezählt werden, da sie auf diesem Level noch nicht berechnet werden können. Dies ist jedoch definitiv kein Einzelfall! Es gibt einige Pokémon die gleich schnell sind, obwohl ihr Basiswert nicht derselbe ist. Deswegen kannst du dich im Little Cup nicht immer auf die Basiswerte verlassen um zum Beispiel zu überprüfen, ob dein Pokémon schneller ist als das des Gegners.

Attacken, Fähigkeiten und Änderungen über die Generationen:

Pokémon, die im Little Cup kämpfen, dürfen nur Attacken beherrschen, die sie:

  • durch die Zucht (Zuchtattacke) erlernen.
  • durch ein Level-Up bis Lv.5 erlernen.
  • durch Move-Tutoren erlernen.
  • durch eine TM oder VM erlernen.
  • durch ein besonderes Event (Eventattacke wie zum Beispiel Schlurp mit Wunschtraum und Vitalglocke in Rubin, Saphir, Smaragd).
  • durch den Granabeerenglitch erlernen (zum Beispiel kann Sterndu durch diesen in den Spielen der dritten Generation die Attacken Hydropumpen, Turbodreher und Genesung auf Lv.5 besitzen, obwohl es diese Attacken wesentlich später erlernen dürfte).

Der Granabeerenglitch in der dritten Generation:

Der Granabeerenglitch ist ein Fehler, der nur in den Spielen der dritten Generation zu finden ist. Dabei ist anzumerken, dass Pokémon, die von diesem Glitch profitieren, im Little Cup antreten dürfen, da es eine interne Funktion des Spieles ist und es sich somit um keine externe Modifikation (Cheats) des Pokémon handelt. Er funktioniert folgender Maßen: Voraussetzungen:

  • Du benötigst ein Spiel der dritten Generation (Rubin, Saphir, Smaragd, Feuerrot oder Blattgrün).
  • Du benötigst ein Pokémon, das mindestens auf Lv.34 sein muss (Wichtig: Es darf aber kein Ninjatom sein, da der Glitch bei diesem Pokémon keine Wirkung hat).
  • Dieses Pokémon muss genau acht KP-EVs besitzen.
  • Es darf nur einen KP besitzen (dies ist der schwierigste Teil des Glitches und umsetzbar ist dieser am leichtesten, wenn du eine Geheimbasis mit einem Sengo auf Lv.100 hast, da dieses meist nur die Attacke Trugschlag besitzt oder du lässt das entsprechende Pokémon schwer vergiften und läufst im Spiel solange umher bis es durch die Vergiftung nur noch einen KP besitzt).
  • Lege alle Pokémon bis auf das was du für den Glitch verwenden willst ab und nimm die entsprechenden Pokémon-Eier in dein Team auf.
  • Nun gibst du dem Pokémon eine Granabeere.

Wenn du alles richtig gemacht hast passiert folgendes: Eine Granabeere zieht einem Pokémon immer 10 KP-EVs ab was umgerechnet zwei Kraftpunkte ab Lv.34 entspricht. Das Spiel wird jetzt versuchen, deinem Pokémon zwei Kraftpunkte abzuziehen, jedoch besitzt das Pokémon nur noch einen KP, wodurch sich der Glitch aktiviert indem er direkt den letzten Kraftpunkt abzieht, wodurch das Pokémon als besiegt gilt. Jedoch erkennt das Spiel danach nicht, dass du kein kampffähiges Pokémon mehr hast, wodurch du nun ohne Problem mit einem besiegten Pokémon und den Eiern herumlaufen kannst und sogar Kämpfe bestreiten kannst. In diesen Kämpfen treten dann die Pokémon-Eier an. Diese erhalten auch Erfahrungspunkte, wodurch sie am Level aufsteigen und dadurch auch Lv.Up-Attacken im Ei erlernen können. Allerdings, wenn das Pokémon dann schlüpft wird es immer noch auf Lv.5 sein, besitzt jedoch Attacken, die es erst auf einem späteren Level erlernen würde. Dieser Glitch ist vor allem für viele Little Cup Pokémon sehr hilfreich, da sie so wesentlich leichter an stärkere Attacken gelangen wie beispielsweise Sterndu mit Hydropumpe, Genesung und Turbodreher. Aber auch viele andere Pokémon profitieren von diesem Glitch

Somit haben alle geschlechtslosen und ausschließlich männlichen Pokémon, die nach der dritten Generation eingeführt wurden, starke Einschränkungen in ihrem Movepool, da der Glitch ausschließlich nur in der dritten Generation funktioniert. Bekannte Beispiele sind unteranderem Geronimatz, das auf seinen Sturzflug verzichten muss oder Klikk, das durch seine Geschlechtslosigkeit und dem fehlenden Granabeerenglitch weder den Gangwechsel noch den STAB Klikkdiskus besitzen kann.

Zu beachten bei den Attacken ist, dass
  • Ein Pokémon, das eine Eventattacke besitzt, kann keine Zuchtattacken besitzen z.B. Schlurp mit Wunschtraum, Vitalglocke und Fluch.
  • Ein Pokémon, das durch den Granabeerenglitch eine Lv.Up-Attacke besitzt, kann nie seine Versteckte Fähigkeit besitzen z.B. Sterndu mit den Attacken Hydropumpe, Turbodreher und der Fähigkeit Analyse.
  • Ein Pokémon, das eine Attacke besitzt, die man nur durch einen Move-Tutor aus den Spielen der dritten und vierten Generation erlernen kann, kann niemals seine Versteckte Fähigkeit haben z.B. Pii mit Weichei und der Fähigkeit Unkenntnis.
  • Alle Pokémon, die nach der dritten Generation eingeführt wurden, können niemals Attacken durch den Granabeerenglitch erlernen.

Gute Items im Little Cup:

Beerensaft:

Der Beerensaft regeneriert 20 KP des Trägers sobald dieses weniger als 50% seiner maximal KP besitzt. Der Vorteil dieses Items ist, dass 20 KP für dieses Format sehr viel sind, da die Kämpfe auf Lv.5 stattfinden, wodurch dementsprechend die Kraftpunkte sehr niedrig ausfallen. Somit kann dieses Item einige Pokémon wieder komplett heilen. Dieser positive Aspekt ist besonders für Setup-Sweeper sehr nützlich. Beispielsweise sind Lithomith und Galapaflos sehr bekannte Setup-Sweeper, die mit dem Beerensaft gespielt werden. Denn beide besitzen die Setup-Attacke Hausbruch und als Fähigkeit die Robustheit. Somit können sie bei vollen KP mindestens einmal sicher setuppen, da sie durch ihre Fähigkeit immer einen Angriff überleben werden. Falls sie danach angegriffen werden und sie dadurch weniger als die Hälfte ihrer KP besitzen, aktiviert sich der Beerensaft, der sie immer voll hochheilen wird, wodurch sie ihre Robustheit reaktivieren können. Dies hat zur Folge, dass sie einen verdoppelten Angriff, Spezial-Angriff und eine verdoppelte Initiative besitzen und durch die reaktivierte Robustheit zusätzlich einen Angriff sicher überleben werden, wodurch sie wesentlich leichter sweepen können.

Evolith:

Der Evolith erhöht sowohl die Verteidigung als auch die Spezial-Verteidigung um 50%, wenn der Träger sich noch mindestens einmal entwickeln kann. Der Vorteil dieses Items ist, dass jedes Pokémon im Little Cup von diesem Effekt profitiert. Häufig tragen Walls und Pivoten mit einer sicheren Heilungsmöglichkeit wie Lin-Fu, Tarnpignon oder Skallyk dieses Item, da sie so einen wesentlich besseren Bulk erhalten mit dem sie gegnerische Attacken besser tanken können. Aber auch Setup-Sweeper wie Gramokles oder Zurrorkex profitieren sehr stark von diesem Item, da sie sich durch den zusätzlichen Bulk wesentlich leichter setuppen können.

Wahlschal:

Der Wahlschal erhöht die Initiative eines Pokémon um den Faktor 1,5. Dadurch erlangen offensive Pokémon eine wesentlich bessere Initiative, wodurch sie zu sehr guten Revengern werden. Besonders Pokémon, die einen Initiativewert von 14 haben, sind sehr beliebte Wahlschal-Nutzer, da sie durch dieses Item einen Wert von 21 erreichen. Dieser Wert reicht im Little Cup aus, um jedes Pokémon, das keine Steigerung hat oder selber einen Wahlschal trägt, outspeeden zu können. Wichtig jedoch zu beachten ist, dass man einem Pokémon nur einen Wahlschal geben sollte, wenn es auch einen gute Coverage besitzt, um sicher so viele Pokémon wie möglich effektiv treffen zu können:

  • Iskala: Iskala ist im Little Cup ein sehr bekannter Wahlschal-Nutzer, da es durch das Item zu einem guten Revenger sowie Lategame-Sweeper wird. Denn als Revenger besitzt es mit Abschlag, Psychoklinge und Kraftkoloss eine perfekte neutrale Coverage um jedes Pokémon mindestens neutral treffen zu können. Mit seiner Fähigkeit Umkehrung und der Attacke Kraftkoloss hingegen besitzt es die perfekten Voraussetzungen um als Lategame-Cleaner agieren zu können, da nach jedem Einsatz von Kraftkoloss sowohl sein Angriff als auch seine Verteidigung um eine Stufe erhöht wird. Zu guter Letzt kann es mit dem Wechseldich auch seinen Wahlschal gegnerische Pokémon unterjubeln, falls es dieses Item nicht mehr benötigt und lieber eine gegnerische Wall in seinen Fähigkeiten einschränken will.
  • Scoppel: ist zusammen mit dem Wahlschal ebenfalls ein sehr gefährlicher Threat. Dank der Fähigkeit Kraftkoloss wird sein Angriff verdoppelt was ihn zusammen mit den starken Attacken aus Rückkehr, Erdbeben und Steinkante zu einer schnellen, offensiven Gefahr macht. Hinzu kommt dabei noch, dass es auch die Kehrtwende erlernt, wodurch es ebenfalls als offensiver Pivot agieren kann.
  • Magnetilo: Magnetilo ist auch ein nicht zu unterschätzender Wahlschal-Nutzer. Denn mit diesem Wahlitem outspeedet es jedes Pokémon in diesem Format und besitzt mit seinem guten Spezial-Angriff sowie den beiden STAB-Attacken Donnerblitz und Lichtkanone genügend Durchschlagskraft, um auch offensiven Druck zu erzeugen. Vor allem kann es dank seiner Fähigkeit Analyse jedes Pokémon auf den Switch-In mit der passenden Attacke mindestens 2HKOn. Weiterhin besitzt es noch die Kraftreserve [Boden] um nicht von Lampi und Elektro-Pokémon oder gegnerischen Magnetilo gewallt zu werden oder aber auch die Kraftreserve [Pflanze] um Lampi sowie bulky Boden-Pokémon sehr effektiv treffen zu können. Somit besitzt Magnetilo insgesamt auch eine sehr gute Coverage als Wahlschal-Nutzer, der zusätzlich durch den Voltwechsel noch das Momentum holen kann.

Leben-Orb:

Der Leben-Orb erhöht alle Attacken des Anwenders um den Faktor 1,3 und zieht ihm im Gegenzug 10% seiner maximal KP ab. Dieses Item ist dadurch besonders für offensive Pokémon, die dazu noch eine ausgewogene Coverage besitzen, sehr gut. Wesentlich effektiv jedoch ist dieses auf Pokémon, die einen KP-Wert von 19 besitzen, da der Rückstoßschaden bei diesem Wert 1,9 entspricht was in der Mechanik der Spiele einem KP entspricht. Somit kann ein Pokémon in der Theorie mit 19 KP 19 Runden lang angreifen, bevor es sich durch den Rückstoßschaden selbstbesiegt. Bekannte Nutzer dieses Items sind Elekid und Hunduster. Abra hingegen ist der bekannteste Leben-Orb-Nutzer. Denn durch seine gute Offensive kombiniert mit seinem guten Movepool aus Psychokinese, Spukball und Energieball kann es so ziemlich fast jedes Pokémon 2HKOn. Zusätzlich erhält es auch keinen Rückstoßschaden, da es die Fähigkeit Magieschild besitzt.

Schlechte Items im Little Cup:

Sinelbeere und Tsitrubeere:

Die Sinelbeere gibt dem Träger 10 KP zurück, wenn dieses weniger als die Hälfte seiner maximal KP besitzt. Der Beerensaft heilt doppelt so viel unter den gleichen Voraussetzungen, wodurch die Sinelbeere durch dieses Item outclassed wird. Die Tsitrubeere hingegen gibt dem Träger 25% seiner maximal KP zurück, wenn dieses weniger als die Hälfte seiner maximal KP besitzt. Auch dieses Item wird durch den Beerensaft outclassed, da die Beere immer weniger heilen wird als der Beerensaft, weil kein Pokémon im Little Cup nie mehr als 40 besitzen wird. Ein weiterer wichtiger Punkt ist noch, dass die beiden Beeren durch einen gegnerischen Pflücker oder Einäschern zunichtegemacht werden, was bei dem Beerensaft nicht möglich ist.

Offensivweste:

Die Offensivweste erhöht die Spezial-Verteidigung des Trägers um 50% dafür kann dieses allerdings keine Statusattacken mehr einsetzen solange es dieses Item trägt. Der Evolith hingegen erhöht sowohl die Spezial-Verteidigung als auch die Verteidigung um 50% und das ohne negative Einschränkungen wie bei der Offensivweste. Somit ist der Evolith in jedem Fall die bessere Wahl.

Überreste:

Die Überreste geben dem Träger am Ende jeder Runde 1/16 seiner maximal KP zurück. Dieses Item ist dadurch nicht empfehlenswert, da viele Pokémon im Little Cup einen sehr niedrigen KP-Wert besitzen, wodurch die Heilung des Items auch sehr gering ausfällt. Beispielsweise würde ein Pokémon mit 32 KP am Ende jeder Runde nur 2 KP geheilt bekommen. Was extrem wenig ist. Dies ist der Grund weshalb man die Überreste nicht im Little Cup nutzen sollte. Insgesamt wird dieses Item durch den Beerensaft outclassed.

Situationsabhängige Items:

Wahlglas und Wahlband:

Das Wahlglas erhöht den Spezial-Angriff des Trägers um 50%, während das Wahlband den Angriff des Nutzers um 50% erhöht. Im Little Cup sind diese beiden Items nur bedingt nützlich. Denn dadurch, dass die Werte der Pokémon in diesem Metagame durch das Level so niedrig ausfallen, fällt auch die Erhöhung des jeweiligen Items niedrig aus. Außerdem sind die Träger solcher Items immer in den Angriff gelockt den sie zuletzt ausgeführt haben bis sie entweder das Item verlieren oder ausgewechselt werden. Diese beiden Faktoren zusammen sind für sehr viele Pokémon in diesem Format extrem unangenehm, weshalb sie sich meist lieber für den Leben-Orb entscheiden, da sie bei diesem Item nur sehr wenig Rückstoßschaden erhalten und sich nicht für einen Angriff entscheiden müssen. Es gibt jedoch auch einige Pokémon, die diese Items nutzen, weil sie entweder den Rückstoßschaden des Leben-Orbs nicht so gut verkraften, oder weil sie meist nur Prioritätsattacken nutzen, wodurch die Attackenfreiheit relativ unwichtig für sie ist.

Nassbrocken und Heißbrocken:

Das Little Cup besitzt sehr viele gute Pokémon, die durch ihre Fähigkeit Wassertempo zu sehr starken und gefährlichen Sweepern werden können. Jedoch besitzt kein einziges Pokémon die Fähigkeit Niesel, wodurch es diesem Metagame an einen sicheren Regenbringer fehlt. Deshalb nutzt man oft die Attacke Regentanz, die häufig auf Bronzel oder Lin-Fu gespielt wird. Da diese Wetterattacke regulär nur fünf Runden wirkt und man bedenken muss, dass man nur sehr wenige Runden von diesem Wetter Gebrauch machen kann (Bedenke Bronzel oder Lin-Fu erzeugen den Regen, danach muss man irgendwie ein Pokémon auf das Feld schicken können, das von diesem Wetter Nutzen erzielen kann, was auch schon wieder ein bis zwei Runden dauern kann). Somit haben Wassertempo-Pokémon also sehr wenige Runden eine verdoppelte Initiative. Deshalb nutzen die Regenerzeuger den Nassbrocken, um die Dauer auf acht Runden zu erhöhen, wodurch die Pokémon, die von diesem Wetter profitieren sollen, mehr Zeit haben und du dadurch weniger Zeitdruck hast. Gleiches gilt beim Heißbrocken, da es im Little Cup auch sehr viele starke Chlorophyll-Nutzer gibt, jedoch kein Pokémon mit der Fähigkeit Dürre. Deshalb nutzten viele Teams Pokémon wie Bronzel, die mit der Wetterattacke Sonnentag gespielt werden um einen sicheren Sonnenbringer zu haben.

Normaljuwel:

Das Normaljuwel verstärkt die erste Normal-Attacken, die der Träger einsetzt, danach gilt das Item als verbraucht. Mauzi ist ein sehr guter Nutzer dieses Items, da es so seinen Mogelhieb verstärken kann und danach das gegnerische Item durch den Einsatz von Raub oder Bezirzer stehlen kann.

Fokusgurt:

Der Fokusgurt sorgt dafür, dass der Träger sicher einen gegnerischen Angriff überleben kann, wenn dieser bei vollen KP ist. Abra ist ein sehr bekannter Nutzer von diesem Item. Denn dank seiner Fähigkeit Magieschild kann der Fokusgurt nicht durch beispielsweise Entry-Hazards oder einer Verbrennung negiert werden. Somit wird es bei vollen KP immer sicher einen Angriff überleben. Dies ist besonders vorteilhaft gegenüber gegnerischen Setup-Sweppern, da es sicher eine Attacke von diesen überleben kann und danach sie entweder mit einer seiner Attacken besiegen kann oder mit der Donnerwelle paralysieren oder durch die Zugabe in die Setup-Attacke locken kann. Insgesamt hat Abra zusammen mit diesem Item den Vorteil, dass es in der Not einen gefährlichen Setup-Sweeper checken kann.

Hilfreiche Tipps für deinen Teambau im Little-Cup:

  • Stallteams: Die Stalltaktik ist im Little Cup nicht besonders effektiv, da das Metagame sehr offensiv gehalten ist.
  • Abschlag: Der Abschlag ist einer der besten Attacken im Little Cup, da sie eine hohe Basisstärke besitzt und das gegnerische Item entfernen kann. Besonders dieser Zusatzeffekt ist sehr nützlich, da du so gegnerischen Pokémon beispielsweise den Evolith entwenden kannst. Deshalb solltest du immer schauen, dass dein Team ein Pokémon mit dieser Attacke enthält. Auf der anderen Seite solltest du beim Teambau versuchen, keine zu große Schwäche gegen diese Attacke (Unlicht-Attacke) zu haben, da dieser Angriff sehr beliebt ist.
  • Kampf-Pokémon: Pokémon von diesem Typ sind offensiv sehr stark und dementsprechend auch sehr häufig gesehen. Deshalb sollte dein Team auch eine passende Antwort in Form eines Feen- oder Gift-Pokémon wie Snubbul, Parfi, Tarnpion oder Sleima enthalten. Geist-Pokémon sind zwar immun gegen Kampf-Attacken, jedoch nicht empfehlenswert, da die meisten Kampf-Pokémon den sehr effektiven Abschlag besitzen.
  • Flug-Pokémon: Diese sind ebenfalls sehr beliebte Pokémon. Deshalb solltest du ein Pokémon in deinem Team besitzen, das Tarnsteine legen kann, da Flug-Pokémon 25% ihrer maximal KP bei jedem Wechsel in diese verlieren. Weiterhin solltest du auch einen Flug-Check in deinem Team haben wie ein Gesteins- oder Elektro-Pokémon beispielsweise Onix, Rihorn, Lampi oder Magnetilo.
  • Wasser-Pokémon: Sie gehören ebenfalls zu den stärksten Typen des Little Cups, wodurch dein Team einen passenden Check gegen diese enthalten sollte wie Lampi oder Glibunkel.
  • Digda: Digda ist ein sehr großer Threat im Little Cup, da es durch seine Fähigkeit Ausweglos jedes Pokémon, das nicht den Typ Flug, Geist oder die Fähigkeit Schwebe besitzt, trappen kann, um sie dann mit seinem STAB Erdbeben zu besiegen. Deshalb sollte dein Team möglichst nicht zu viele Pokémon enthalten, die von dieser Attacke sehr effektiv getroffen werden.
  • Das Ziel: Jedes Team ist darauf ausgerichtet eine bestimmte Taktik zu verfolgen. Sowas sollte auch dein Team enthalten wie beispielsweise, dass ein Setup-Pokémon am Ende sweepen soll.

Ein Beispielteam von OP:

Ponita agiert in diesem Team als Wallbreaker, der die gegnerischen Team mit seinem Flammenblitz schwächen soll. Damit es aber diese Attacke nicht einsetzen muss um ein Pokémon zu finishen besitzt es noch die Nitroladung, die zusätzlich nach seinem Einsatz Ponitas Initiative um eine Stufe erhöht. Der Solarstrahl erlaubt es Ponita zusammen mit dem Botanium Z die Z-Attacke "Brillante Blütenpracht" einzusetzen mit der es viele seiner Counter wie Onix, Kabuto oder Rihorn besiegen kann. Die Hypnose dient lediglich dazu den Gegner in den Schlafstatus zu versetzen, damit sich beispielsweise Ponita mit der Nitroladung an diesem setuppen kann. Aber auch Skallyk könnte sich mit dem Ränkeschmied dadurch leichter setuppen, wenn es einem Gegner gegenübersteht, der durch Ponita im Schlafstatus ist.

Skallyk agiert in diesem Team als Setup-Sweeper mit dem Ränkeschmied und seiner Fähigkeit Bruchrüstung. Ziel ist es dabei sich erst mit dem Ränkeschmied zu setuppen und dabei versuchen den Gegner zu zwingen Skallyk physisch anzugreifen, damit sich seine Fähigkeit aktiviert, die dadurch seine Initiative um zwei Stufen erhöht. Es wird hier bewusst die Kraftreserve [Pflanze] gespielt und nicht die Finsteraura, weil die Kraftreserve [Pflanze] gegen Gesteins-Pokémon wie Onix, Rihorn oder Kabuto wesentlich mehr Schaden anrichtet als die STAB Finsteraura. Luftschnitt hingegen soll seine Hauptattacke sein, während die Hitzwelle zur Coverage für Stahl- und Elektro-Pokémon wie Magnetilo, Bronzel oder Elekid dient.

Kabuto kann dank seines guten Bulk, der Resistenz gegen Flug-Attacken und dem STAB Steinhagel als starker Flug-Check agieren. Weiterhin gibt es dem Team gleichzeitig eine Hazard-Controll sowie einen Hazard-Leger. Außerdem kann es dank dem Abschlag auch gegnerische Pokémon schwächen indem es deren Items entfernt.

Moveset: Snubbull

Snubbulls Aufgabe ist es Kampf-Pokémon wie Machollo oder Praktibalk zu besiegen sowie Kampf-Attacken abzufangen. Der Knuddler ist dabei seine STAB Attacke, während der Feuerschlag zu Coverage dient um Tarnpignon sehr effektiv zu treffen. Der Raub hingegen sollte erst eingesetzt werden, nachdem man den Beerensaft verwendet hat (zum Beispiel durch das einsetzen von zwei Delegator). Denn mit diesem kann man gegnerische Beerensaft, Leben-Orb oder Evolithen klauen und Snubbull würde von all diesen Items sehr stark profitieren.

Alola-Sleima

Alola-Sleimas Aufgabe ist es Psycho-Pokémon wie Abra für das eigene Team aus dem Spiel zu nehmen. Weiterhin kann es noch durch seinen STAB Mülltreffer Feen-Pokémon wie Parfi oder Snubbull effektiv besiegen oder schwächen. Dank seiner Prioritätsattacke Schattenstoß kann es außerdem noch gegnerische Pokémon finishen.

Lin-Fu ist in diesem Team der offensive Pivot. Weiterhin ist es durch seine hohe Initiative auch ein schneller Taunter, der Annoyer wie Muschas, Tarnpigon oder Strawickl checken kann. Weiterhin gestaltet Lin-Fu das Match-Up gegen Lithomith angenehmer.

An diesem Inhalt hat Holy-Darky mitgearbeitet.


Hast du einen Fehler gefunden oder einen Verbesserungsvorschlag? Dann melde diesen in unserem Feedback-Formular !