Film: The Social Network

Bewertung: 5 Überraschend guter Film über den Facebook-Gründungsmythos
Rezension verfasst von The Libertine am 28.12.2010:
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Ein Film über Facebook? Die Skepsis überwog am Anfang klar, erst aufgrund der überwiegend guten Filmkritiken habe ich mir den Film dann doch angesehen. Und muss zugeben, dass der Film alle Erwartungen übertroffen haben. Und gleich vorweg: man muss nicht Facebook mögen, um diesen Film zu genießen.

Die Handlung interessiert sich nicht dafür, wann welche Features bei Facebook hinzukamen oder wie der technische Aufbau einer solchen Seite enstand. Stattdessen ist es ein Porträt des Menschen Mark Zuckerberg, das sich auf die Gründungszeit konzentriert. Welche Geschehnissen führten zu der Gründung von Facebook, wer arbeitet mit ihm warum zusammen und wer wurde hier von wem betrogen? Die Streiteren um Beteilungsrechte an Facebook nehmen hier eine zentrale Rolle ein, denn der Film bedient sich der Gerichtsverhandlungen als Rahmenhandlungen.

Regisseur David Fincher hat sich im Thriller-Genre einen Namen gemacht (Alien 3, Se7en, Fight Club, Zodiac) und The Social Network ist nach Der seltsame Fall des Benjamin Button erst sein zweites Drama, welches meiner Ansicht nach auch Benjamin Button übertrifft. David Fincher gebührt große Anerkennung dafür, dass er die Gründungsgeschichte (wenn auch nicht 100% historisch akkurat) einer Website spannend erzählen kann. Entstanden ist eine Geschichte die auch begeistert, wenn man kein Fan von Facebook ist. Auch die Schauspieler sind überzeugend, und wie bei jedem Fincher-Film sind auch filmtechnische Dinge wie Schnitt und visuelle Sprache sehr ausgefeilt. Alles in allem eine klare Empfehlung und einer der besten Filme im Jahr 2010.

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