Videospiel: XBOX ONE

Bewertung: 4 Ein solides Rundumpaket!
Rezension verfasst von achtbitmusik am 04.05.2016:
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Wer sich neben Nintendo-Produkten in der Gaming-Branche etwas breiter aufstellen will und sich schwer zwischen Microsofts XBOX ONE und Sonys PlayStation 4 entscheiden kann, darf sich gerne die Zeit nehmen und eine teils subjektive, teils objektive Kritik von mir zur XBOX ONE durchlesen.



Allgemeine Informationen

    •  Erscheinungsdatum: 22. November 2013
    •  Verkaufspreis: 499,-€
    •  Peripherie: Kinect 2.0
    •  CPU: 2 * Quadcore à 1,75 GHz
    •  RAM: 8 GB DDR3 (davon 5 GB für Spiele)
    •  Online-Service: XBOX Live (kostenpflichtiges Abonnement)
    •  Abwärtskompatibilität: ja, seit 2015 - Bibliothek wird stetig aktualisiert




Erste Eindrücke

Seit Oktober 2014 besitze ich nun eine XBOX ONE, die sich allerdings seitdem im Besitz meines Freundes befindet und mit der wir regelmäßig spielen. Seit Februar 2016 besitze ich jedoch eine eigene XBOX ONE aus folgendem Bundle (Achtung: Das Foto ist nicht von mir!):



Die XBOX ONE kommt derzeit in unterschiedlichen Bundle-Varianten auf den Markt - mit Spiel, ohne Spiel; mit Kinect, ohne Kinect; 500 GB Festplatte, 1 TB Festplatte; schwarz, weiß, besonderes Design.
In meinem Fall habe ich mich für die schwarze XBOX ONE mit 1 TB Festplatte und den beiden Spielen Tomb Raider" aus dem Jahr 2014 und dem seit November 2015 zeitexklusiven "Rise Of The Tomb Raider". Während die Spiele als Download-Codes beilagen, habe ich mir zusätzlich noch die Kinect geholt.

Der Karton der Konsole ließ auf den ersten Blick einen guten Eindruck hinterlassen, da er sehr robust wirkt und durch die Trageschlaufe einfach zu transportieren wirkt. Mit Betonung auf "wirkt". Beim ersten Hochheben merkt man sofort, dass man ordentlich Gewicht mit sich schlecht, denn die Konsole wiegt - abhängig vom Bundle-Umfang - etwas zwischen 6,5 kg und 8,5 kg. Natürlich kein dringliches Gegenargument, wenn man sich nicht entscheiden kann.

Der Inhalt des Kartons ist sauber strukturiert, so liegen die "Beilagen" in einem separatem Karton - Netzteil, HDMI-Kabel, Controller, Batterien, "Zettelwirtschaft". Unter den Kartonagen in der Verpackung verbirgt sich mit Dämpf- und Verpackungsmaterial verkleidet die XBOX ONE-Konsole.

Die Konsole hat natürlich ordentlich Gewicht, und auch das Netzteil wirkt nicht allein aufgrund seines Designs äußerst klobig. Die Verarbeitung wirkt allerdings extrem hochwertig, neben dem glänzenden Design überzeugt auch die matte Oberfläche der Konsole. Der dazugehörige Controller wirkt ebenfalls sehr robust und vor allem die Knöpfe haben perfekte Druckpunkte, während die Analogtrigger äußerst präzise reagieren.
Auf der anderen Seite ist das Konsolendesign ein Fall für sich - sie wirkt zum einen äußerst futuristisch, aber auch sehr retro. Man merkt stark, dass ergonomische Normen ignoriert wurden und sich an der Gestaltung von Rekordern orientiert wurde. (Die XBOX ONE wurde ja anfangs stark als Media-Center beworben und hat nun mehr und mehr seinen Gaming-Fokus zurückgewonnen.) An sich macht die Konsole in den eigenen vier Wänden eine verdammt guten Eindruck und fällt aufgrund eines zu ausgefallenen Designs auch nicht aus der restlichen Elektronik auf.

Beim ersten Einschalten der Konsole merkt man ... gar nichts. Die XBOX ONE ist im Vergleich zur PlayStation 4 äußerst leise. Das Booten der Konsole ist etwas langwierig, allerdings kann man in den Energieeinstellungen der Konsole definieren, ob die Konsole einen langsamen, dafür aber stromsparenden Systemstart vollziehen soll oder ob es auch schneller, aber dafür stromfressender gehen darf.

Erfahrungen: Spiele, Online-Service, Hardware, Betriebssystem

Nun zu einem etwas intensiveren Thema: Dem Spiele-Angebot der XBOX ONE.

Wie auch die Wii U zu ihren Launchzeiten hat die XBOX ONE genauso wie die PlayStation 4 anfangs starke Probleme gehabt, ordentliche Titel abzuliefern. Nach fast drei Jahren hat die XBOX ONE allerdings ein solides Angebot geliefert und sowohl auf Third Party-Seite als auch aus den eigenen Reihen gute Kaufgründe parat. Während man mit regelrechten Wiederkehrern wie FIFA, Call of Duty, Battlefield oder Assassin's Creed jährlich aufs Neue bombadiert bzw. zugemüllt wird, präsentiert Microsoft aus dem eigenen Hause nicht nur neue IPs, sondern auch altbekannte Titel.



Darunter fallen u.a. Ableger aus der Rennsimulations-Serie Forza, sowohl ein Remaster als auch einen neuen Ableger der Halo-Saga und ein zeitexklusiver Titel des Tomb Raider-Reboots. Als neue IPs durften sich bislang Ori and the Blind Forest, Sunset Overdrive und auch Titanfall erfolgreich behaupten. Weitere nennenswerte IPs sind u.a. auch Dead Rising 3, Kalimba, ScreamRide, State Of Decay oder das erst kürzlich erschienene Quantum Break.
Spieletechnisch deckt die XBOX ONE sowohl durch den Support von Third Party- und Indie-Entwicklern als auch aus den eigenen Studios viele Genres ab und kann damit sowohl hard core gamer für Ego-Shooter oder Rennsimulationen als auch casual gamer für Jump'n'Runs, Action-Adventures und story telling novels begeistern.

Der Online-Service der XBOX ONE ist ein stetig wachsendes System mit vielen Angeboten. Nicht nur, dass sich eine Mitgliedschaft für 12 Monate äußerst kostengünstig im Vergleich zur PlayStation 4 erwerben lässt (XBOX Live 12 Monate: ca. 30,-€; PS+ 12 Monate, 49,99€), diese Mitgliedschaft bietet auch monatlich wechselnde Gratisgames (zwei für XBOX ONE, eins für XBOX 360) sowie wöchentlich wechselnde Downloadangebote. (Randnotiz: PS+ bietet dasselbe Prinzip, allerdings gibt es statt drei Gratisgames sogar vier.) Diese Mitgliedschaft ist jedoch notwendig, wenn man die Online-Multiplayermodi der Spiele nutzen will.
Wer einen XBOX Live-Account auf der XBOX 360 besessen hat, kann diesen auf der XBOX ONE weiternutzen und seine gesammelten Gamerscore-Erfolge behalten. Genauso erhalten bleiben auch die Freunde, die man bislang angesammelt hat. Über einen sogenannten Partychat können Freunde und Spieler unabhängig von ihrer gespielten Software miteinander via Headset oder Kinect-Mikrofon reden. Über die Einladungsfunktion kann man seine Freunde auch in eine Sitzung im gerade aktiven Spiel einladen.Zur Hardware lässt sich nicht viel sagen, da auf die obligatorischen Sachen im ersten Abschnitt ausführlich eingegangen wurde. Im Wesentlichen will ich aber meine Erfahrung mit dem äußerst gelungenen XBOX ONE-Controller kurz in Worte fassen.



Wie bereits geschildert, ist der Controller hochwertig verarbeitet und wirkt äußerst robust. In der Hand liegt der Controller sehr gut und durch die Positionierung der Sticks hat man einen sehr entspannten Griff beim Spielen. Die Knöpfe besitzen allesamt einen guten Druckpunkt. Der Controller lässt sich wahlweise auf Batterien laufend oder aber durch ein Akkupack, welches dann über den USB-Anschluss des Controllers geladen wird, ohne Austauschsroutine nutzen.Zum Betriebssystem der XBOX ONE lässt sich nur sagen, dass es insbesondere für Windows-Nutzer äußerst zugänglich wirkt. Man wird als Windows 10-Nutzer nicht überfordert und im Vergleich zur ehemaligen OS-GUI hat man nicht nur einen horizontalen, sondern auch vertikalen Verlauf. Man hat zwischen dem Start-, Community- und Store-Bildschirm im horizontalen Verlauf die Auswahl und im vertikalen Verlauf die Auflistung aller Menüpunkte. Es wirkt insgesamt flüssig und sehr überschaubar.

Altes Dashboard:


Neues Dashboard:



Zusammenfassung - Kaufempfehlung

Letztendlich obliegt die Kaufentscheidung einer Konsole bei jedem selber.

Ich habe bspw. sehr lange mit dem Kauf einer neuen Konsole gehadert, auch wenn ich zeitweise viel zu exzessiv Konsolen gekauft und wieder verkauft habe. Allerdings bin ich seit dem Kauf der XBOX ONE vor fast zwei Jahren mehr als überzeugt gewesen, dass ich mir diese Konsole zulegen werde - und seit dem Kauf meiner eigenen Konsole vor etwa drei Monaten fühle ich mich mehr als bestätigt, dass das die richtige Entscheidung war.Die PlayStation 4 ist keine schlechte Konsole, um Gottes Willen. Ich selber habe sie auch schon besessen, habe allerdings weder mit dem Controller etwas anfangen können, noch hat mich das Konsolenkonzept gepackt. Die XBOX ONE jedoch hat mich alleine aufgrund des klobigen Designs etwas positiver gestimmt, ebenso die Tatsache, dass es sich bei dem Controller nicht wie beim Wii U GamePad oder dem DualShock-Controller um ein Gimmick handelt, sondern um ein klassiches Eingabegerät.

Da ich als Windows-Nutzer stark angetan bin von Windows 10, hat mir auch Anhieb das Windows 10-Update für die XBOX ONE gefallen und seitdem wirkt das OS der Konsole übersichtlicher, strukturierter und vor allem zugänglicher.

Das Spiele-Angebot ist mehr als zufriedenstellend und auch das hauseigene Archievement-System trägt zur Motivation und zum Spielevergnügen bei, da man bei gerade sehr zeitintensiven Spielen knifflige Herausforderungen für den eigenen Gamerscore zu lösen hat. Man hat neben vielen Third Party-Spielen auch viele exklusive IPs, die viel Spaß bieten und gerade auch so technische Spielereien wie z.B. ScreamRide oder aber Fantasia: Music Evolved wirken für die XBOX ONE mehr als perfekt konzipiert.

Ich bereue den Kauf der Konsole keineswegs. In der heutigen Zeit ist es allerdings schwierig, technisch sich festlegen zu wollen. Preislich ist die Konsole teilweise günstiger als die PlayStation 4. Die Kinect ist natürlich kein Muss mehr, man kann sie als technisches Addon-Gimmick dazukaufen, um gewisse Titel wie halt Fantasia: Music Evolved oder Kinect Sports: Rivals.
Wer jedoch stark auf die technischen Unterschiede achtet und sehr auf grafische Perfektion abzielt, sollte mit der PlayStation 4 besser dran sein. Es sind marginale Unterschiede, die peniblen Spielern sehr stark auffallen und auch in die Karten der PlayStation 4 spielen.

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