Spielmechaniken und Tricks in Pokémon Quest

Handyspiele und damit Pokémon Quest haben ein vorrangiges Ziel: Sie sollen Spaß und Freude bereiten. Leider können solche Apps schnell zu Frust führen, wenn es dem Spieler nicht gelingt im Spielverlauf voran zu schreiten. Durch die Limitierung auf eine Erkundung pro halbe Stunde will diese mit Bedacht gewählt werden. Dieser Guide bietet dir Einsichten in die Spielmechanik und strategische Kniffe, um deinen Spielfortschritt mehr nach deinen Vorstellungen zu gestalten.

Hier auf dieser Seite haben wir diverse Informationen und Erfahrungen aus dem Spiel zusammengetragen, um dein persönliches Spielerlebnis zu verbessern. Die Tipps reichen von Anfängerwissen über das Pokéversum bis hin zu den Unterschieden von Pokémon gleicher Spezies. Hast du generell Interesse daran, welche Pokémon-Arten du verwenden solltest, kannst du dir auch unsere Strategie-Guides für das Hauptspiel und das Postgame ansehen

Profitiere von Typenvorteilen

Um deinen Streifzug über die Insel möglichst schnell zu vollziehen, willst du selbstverständlich in den Kämpfen gegen die wilden Pokémon der verschiedenen Areale die Oberhand behalten. Aus deiner Erfahrung mit dem Franchise kennst du sicherlich die Typenvorteile und schickst Pflanzen-Pokémon gegen wilde Monster vom Typ Wasser ins Rennen. Wenn du dir dabei unsicher bist, so kannst du auf unserer Webseite die Typen der Pokémon einsehen, sowie die Effektivitätstabelle zurate ziehen.

Doch Pokémon Quest geht noch einen ganzen Schritt weiter: für jedes Areal auf Kubo-Eiland gibt es einen Typen, der dort besonders glänzen kann. Setzt du in den Gebieten auf Pokémon der passenden Typen, so erhalten diese einen satten Bonus auf Angriff und Kraftpunkte. Bemerke, dass dieser hervorgehobene Typ zusätzlich noch gegen die meisten wilden Pokémon des Areals im Vorteil ist.

Die Macht der Statusattacken

Angriffe, die keinen Schaden beim Gegner verursachen, werden bei Playthroughs der Hauptspielereihe gerne belächelt. Hier in Pokémon Quest fährst du allerdings gut, wenn du diesen besondere Beachtung schenkst. Das Spiel differenziert dabei zwei Typen: die einen führen eine Statusveränderung herbei, die anderen bewirken sogenannte positive beziehungsweise negative "Effekte". Beide halten jeweils nur eine bestimmte Zeit an, können aber verlängert werden.

Aus der Hauptspielereihe sind dir Statusveränderungen sicherlich ein Begriff: dazu zählen (schwere) Vergiftung, Paralyse, Verbrennung, Einfrieren und Verwirrung. Während sie oftmals nur als zufällig auftretende Nebenprodukte gefeiert werden, erfreuen sich Statusveränderungen in diesem Spiel einer hohen Effektivität. Vor allem defensive Pokémon mit vielen Kraftpunkten können durch Gift schneller niedergerungen werden, als durch blindes Attackieren, während der Angriffs-Debuff durch Verbrennung offensive Gegner schwächt. Paralyse kann die Gegner lähmen und davon abhalten, ihre starken Attacken einzusetzen - Einfrieren und Einschläfern setzt sie für kürzere Zeit sicher außer gefecht. Die wahrscheinlich größte Überraschung ist der Aufstieg der Verwirrung: diese kann mitunter Endgegner besiegen, ohne dass sie auch nur einen Angriff rausbekommen, und verbindet damit die Vorteile von Vergiftung und Paralyse. Umgekehrt kann eine Verwirrung allein dich in einem eigentlich einfachen Level scheitern lassen.

Effekte bezeichnen die Erhöhung oder Senkung von Statuswerten und gleichen damit (De)Buffs, die du sicherlich aus anderen Spielen kennst. Durch Solidaritätssteine kannst du Buffs unter deinen Teammitgliedern teilen, was zu einem gewaltigen Vorteil für dich wird. Umgekehrt schadet es nicht, die Gegner abzuschwächen - jedoch solltest du immer mit Buffs für dein Team arbeiten, wenn du die Auswahl hast.

Lernen und Aufteilen

Ein schönes Feature zum Farmen in Pokémon Quest ist sicherlich die Auto-Taste, bei der deine Monster ein Gebiet ohne deine Anweisungen erkunden. Möchtest du hingegen höhere Level freischalten, wirst du nicht daran vorbeikommen, deine Teammitglieder zu managen. Nicht zu verachten ist dabei die Aufteilen-Schaltfläche am rechten Bildrand, durch die deine Pokémon einen Dash vom Gegner weg vollführen. Dies ist vor allem nützlich, um mächtigen Attacken der Bosse zu entkommen, aber auch im normalen Spielverlauf ist diese Mechanik nicht zu verkennen.

Attacken wie Explosion, Erdbeben oder Eierbombe deuten ihren Wirkungsradius mit weißen Linien an, aus denen du deine Kämpfer rechtzeitig retten solltest. Megahieb oder Draco Meteor kündigen sich durch bestimmte Bewegungen der Anwender an, während Hyperstrahl sich mit violetten Funken vor dem Einsatz auflädt. Du erhälst sicher schnell ein gutes Gespür dafür, wie du den gegnerischen Angriffen ausweichen kannst.

Ebenfalls zum Portfolio dieser Option gehört es, negative Effekte oder Verbrennungen auszustallen oder die Cooldown deiner Attacken zwischen Angriffswellen abzuwarten. Zu guter Letzt wählen sich sowohl wilde Pokémon als auch deine Begleiter in einem festen Takt das Ziel ihrer nächsten Attacke: dieses fällt auf den nähesten Gegner. Durch Ausweichen kannst du somit in begrenztem Maße steuern, wer von deinen Gegnern angegriffen wird.

Effektsteine

Dir sind sicherlich die goldenen, silbernen und bronzenen Härte- und Kraftsteine bereits aufgefallen, die deine Pokémon mit positiven Zusatzeffekte verstärken. Wie du bestimmt auch herausgefunden hast, sind diese den gewöhnlichen Steinen weit überlegen und es lohnt sich oftmals sogar, auf 100 Stat-Punkte zu verzichten um dafür die richtigen Boni abzugreifen. Navigierst du in das (etwas verborgene) Statusmenü deiner Pokémon, so siehst du dort die summierten Boni durch Effektsteine und gewinnst so einen Überblick über die Ausrüstung. Achtung: für jeden Bonuseffekt existiert eine obere Grenze, über die er nicht mehr weiter gesteigert werden kann, sodass zumeist 3-4 Steine mit passendem Boost für das Maximum ausreichen.

Wir klassifizieren die verschiedenen Effekte nach ihrer Nützlichkeit in drei Kategorien, wobei jede Kategorie nochmals in sich sortiert ist. Bemerke, dass diese Reihenfolge unserer persönlichen Meinung und Erfahrung entspricht.

Rang Effekte
Überragend

KP-Heilung nach Treffer, Resistenz Statusprobleme,

Volltrefferquote, Volltrefferschaden

Nutzer-abhängig

Erholungszeit nach KO, Resistenz negative Effekte,

Geschwindigkeit, KP nach KO-Erholung

Weniger gut KP-Heilung nach Sieg, Automatische KP-Heilung

Von den verschiedenen Möglichkeiten zur Recovery ist die Heilung nach Treffern die mit Abstand Beste. Starke Attacken wie Psychokinese, Hydropumpe oder Donner können mit einem Projektil direkt eine Treffer-Kombo landen und damit eine beträchtliche Menge an Lebenspunkten heilen. Wie wir bereits in vorherigen Abschnitten erläutert haben, sind Statusprobleme (allen voran Verwirrung) extrem gefährlich, weshalb wir einen umfassenden Schutz empfehlen. Volltreffer sind vor allem für offensive Schadens-Verteiler ("Damage-Dealer") von elementarer Bedeutung. Bemerke: Ein Volltrefferquoten-Bonus von 100% bedeutet eine Verdopplung der eigentlichen Volltrefferquote von 5% auf 10% - es bedeutet nicht, dass jeder Treffer kritisch ist.

Die vier Boni-Sorten in unserer zweite Kategorie sind vor allem sehr stark von Pokémon und Strategie abhängig. Wir kommen in späteren Abschnitten darauf zu sprechen, dass du zumindest ein defensives und ein offensives Pokémon im Team mitführen solltest. Stark defensive Pokémon können auf Volltreffer theoretisch verzichten, da sie nur eine Aufgabe zu erfüllen haben: Sie müssen überleben. Profitieren sie folglich von "Erholungszeit nach KO" oder "KP nach KO-Erholung", dann haben sie ihren Job nicht erfüllt. Für offensive Glaskanonen hingegen sind diese Boni mehr als geeignet. Eine Resistenz gegen negative Effekte ist tendenziell für alle Pokémon sinnvoll, doch vor allem Nahkämpfer profitieren von ihr.

Ein kontroverses Thema ist die Geschwindigkeit, womit lediglich die Schnelligkeit beim Laufen gemeint ist (und nicht der Cooldown der gewöhnlichen Attacken). Auf der einen Seite hilft sie dir im Endgame auf der Zufallsinsel wichtige Sekunden im Kampf gegen den Timer herauszuholen, jedoch ist sie mit Vorsicht zu genießen: Schnelle Pokémon erreichen die neue Gegnerwelle zuerst, bewegen sich erheblich öfter auf Gegner zu und werden dadurch automatisch gefokust. Daher gilt: Geschwindigkeit ist gut, solange dein defensivstes Teammitglied mit leichtem Abstand das Schnellste bleibt.

Fehlt dir auf defensiven Pokémon noch etwas Recovery nachdem du "KP-Heilung nach Treffer" maximiert hast, so schadet es sicher nicht "KP-Heilung nach Sieg" hinzuzufügen, um es noch bulkiger zu machen. Automatische KP-Heilung gilt indes auch in vielen anderen Blogs als verschwendeter Sekundäreffekt, da unter der Aufsicht des Timers auf der Zufallsinsel nur eine stark begrenzte Anzahl an Ticks zur Verfügung steht - im Early- und Midgame hingegen kannst du durch "Aufteilen" einiges an Zeit ausstallen und mit diesem Effekt Recovery gewinnen.

Hole das Beste aus deinem Pokémon heraus

Stats

Deine Stats deiner Pokémon berechnen sich wie folgt: Base + Level + Kochtopf + DV. Die Base hängt von der Art des Pokémon ab - wie oben beschrieben besitzt Geowaz eine Base von 700 Lebenspunkten, Simsala eine Base von 700 Angriffspunkten. Für jedes Level erhält dein Pokémon noch einen Punkt dazu, sodass du hier bei jedem Taschenmonster 100 Punkte gut machen kannst. Darüber hinaus - und das ist vielen Spielern nicht bewusst - erhalten Pokémon einen Bonus, der sich danach richtet, mit welchem Kochtopf das Pokémon angelockt wurde. Gold verleiht neben dem hohen Level zusätzlich 300 Punkte (!), während mühevoll hochtrainierte Taschenmonster vom Beginn deiner Reise leer ausgehen. Silber schreibt 150 Punkte gut, während Bronze immerhin noch 50 Punkte bringt.

Aus der Hauptreihe kennst du sicherlich Determinant Values (DVs) - verborgene Werte, welche die Stats deiner Pokémon in einem kleinen Bereich varrieren lassen. Wie viele DVs deinem Pokémon zufällig gutgeschrieben werden, entscheidet ebenfalls der Kochtopf. Gold und Silber erreichen Determinant Values von bis zu 100 Punkten, Bronze lediglich 50 und Zinn nur 10. Im Mittel unterscheiden sich zwei mit Gold-Gericht angelockte Pokémon in beiden DV-Werten jeweils um 33 Punkte - ein Wert, der im Vergleich zu den folgenden Attributen vernachlässigbar gering ist.

Attacken

Wie wir in dem bisherigen Artikel deutlich gemacht haben, sind Attacken das A und O. Dazu gehören jedoch nicht nur die Attacken allein, sondern auch wie viele Aktivsteine als Investment dazugegeben werden können. Ein Machomei mit Protzer ohne Solidaritätssteine oder ein Geowaz mit nur offensiven Attacken stinken gegen die empfohlenen Sets immer ab. Wir empfehlen dir selbst einen Überblick über die verschiedenen Attacken und deren Vorteile zu gewinnen. Oftmals hilft dir eine gute Beobachtung der wilden Gegner weiter: Erdbeben oder Feuersturm sind auf Fernkämpfern fast wirkungslos, während sie Nahkämpfern gute Dienste erweisen. Steinwurf und Psychokinese indes eignen sich umso mehr dafür entfernte Ziele zu treffen.

Aufbau des Power-Amuletts

Wie bereits in der Rollenbeschreibung erwähnt, ist die Verteilung aus Slots für Härte- und Kraftsteine extrem wichtig. Im Late Game bringen diese bis zu 1.000 Punkte pro eingesetztem Stein, was ein Vielfaches dessen ist, was ein Determinant Value herausholen kann. Während Anker mit etwa 8:1 Härtesteinen gut fahren, ist für Sweeper eher ein Verhältnis von 2:7 von Vorteil - Supporter gehen dabei ein paar Punkte in die ausgeglichene Richtung und bevorzugen 3:6 (Support-Sweeper) oder 5:4 (Tanks). Optimal sind trivialerweise Multifassungen, weshalb wir dringend empfehlen die täglichen Coupons für die Sarzenia-Golftasche und den Kangama-Sitzkorb zu sparen - im Anschluss daran sind Glumanda-Fahne und Ditto-Ballon gute Investitionen, da sie das Attackentraining vereinfachen.

Bingo-Boni

Das Statusmenü deiner Pokémon ist nach wie vor ein wohl gehütetes Geheimnis, da viele Spieler es gar nicht erst finden. Im Ausrüstungsbildschirm deines Pokémon findest du eine Lupe, die unter anderem die summierten Bonuseffekte deiner Steine, als auch Bingo-Boni auflistet. Dies sind Boni, die automatisch freigeschaltet werden, wenn du drei Steine in einer Zeile, Spalte oder Diagonale ausrüstest - ein altbekanntes "Bingo". Auf diese Weise lassen sich bis zu drei Boni dazugewinnen und pro Bonus-Slot besitzt jedes Pokémon drei alternative Effekte.

Zum Beispiel kann Magneton als ersten Bingo-Bonus entweder seine Elektro-Angriffe um 5% verstärken, den Cooldown von Elektro-Attacken um 5% oder von Stahl-Angriffen um 10% verkürzen. Letzteres ist folglich komplett verschwendet, solange Magneton nicht Lichtkanone oder Metallsound spielt. Für den zweiten Bingo-Bonus stehen Stärkung von Elektro-Angriffen um 10%, Cooldown von Elektro-Attacken -10% und Immunität gegenüber Vergiftung zur Auswahl, während der dritte Bingo-Bonus aus den Optionen Immunität gegen Paralyse, Cooldown von Normal-Attacken -10% und Stärkung von Elektro-Angriffen um 30% (!!!) besteht. Es ergeben sich insgesamt 27 verschiedene Kombinationen, von denen lediglich vier zu empfehlen sind.

Simsala ist ein noch krasseres Beispiel: in allen drei Bonus-Slots kann es einen Geschwindigkeitsboost erhalten. Solange du nicht einen Anker mit Geschwindigkeit vollpumpst, wird Simsala somit in fast jeder Welle von Beginn ab gefokust und nimmt dadurch erheblichen Schaden - der Bonus geht also voll nach hinten los.

Wir haben einen Artikel mit allen möglichen Bingo-Boni zusammengestellt!


Fehler gefunden? Einen Verbesserungsvorschlag? Bitte schicke uns dein Feedback!

Du möchtest andere Pokefans mit deinem Wissen unterstützen? Dann werde Teil unseres Spieleteams!