Perfekte Pokémon fangen und züchten durch den RNG in Smaragd

Genau wie auch in den Pokémon-Editionen der vierten Generation gibt es in Pokémon Smaragd einen Pseudo-Zufallszahlengenerator. Dieser bestimmt unter anderem die DVs, das Wesen und das Geschlecht aller erhältlichen Pokémon: sowohl wilder als auch gezüchteter. Wie du diesen Mechanismus für dich nutzen kannst, erfährst du in diesem Artikel.

  1. Einleitung
  2. Wie Pokémon entstehen
    1. Die Saat der Zufallszahlen
    2. Der zweite Faktor
    3. Methoden der Zufallszahlengenerierung
  3. Der RNG-Reporter
  4. PikaTimer als Hilfsmittel
  5. Einleitung
  6. Das Fangen perfekter Pokémon
    1. Methode 1-Pokémon
    2. Die Zucht
    3. Das Fangen wilder Pokémon
      1. Im Gras, im Wasser und in Höhlen
      2. Beim Angeln
      3. Das Fangen perfekter Pokémon

    Wenn du viele verschiedene Pokémon gefangen und gezüchtet hast, werden die allermeisten unterschiedliche Kombinationen von DVs, Wesen, Geschlecht und Shinystatus haben. Ebenso kannst du viele verschieden gemusterte Pandir fangen und auch Waumpel scheint sich nach dem Zufallsprinzip zu Schaloko oder Panekon zu entwickeln.
    Was auf dem ersten Blick nach Zufall aussieht, ist aber gar kein echter Zufall. In Wirklichkeit ist jede mögliche Kombination der oben genannten Merkmale das Ergebnis ganz bestimmter Formeln, die im Wesentlichen auf zwei Faktoren basieren.

    Echter Zufall und Pseudo-Zufall

    Wenn du mit deinen Freunden ein Gesellschaftsspiel spielst, kann niemand vorhersehen, welche Zahl du würfeln wirst. Auch du kannst es nicht beeinflussen, ob du einen Pasch oder eine andere Kombination erwürfelst. Da es scheinbar keine äußeren Faktoren gibt, die hier für das Ergebnis verantwortlich sind, sprechen wir von echtem Zufall.
    Bei Pseudo-Zufallszahlen ist das anders. Wäre das echte Leben von ebensolchen bestimmt, könntest du das Ergebnis manipulieren - überspitzt gesagt könntest du einen Sechserpasch erzwingen, wenn du zu einer bestimmten Uhrzeit den Wurf durchführst und dich vorher dreimal im Kreis gedreht hast. Und schon haben wir zwei Faktoren: die Startzeit und ausgeführte Aktionen. Im Folgenden wirst du Möglichkeiten kennen lernen, die dir zumindest in Pokémon Smaragd ermöglichen werden, den Pasch in Form perfekter Pokémon zu erzielen.

    Wie Pokémon entstehen

    Für das Spiel ist das Pokémon nur ein Satz Zahlen. Unter diesen Zahlen befindet sich auch die PID, die Shinystatus, Geschlecht und Wesen (ab Diamant und Perl auch die Fähigkeit; bei manchen Pokémon auch spezifische Eigenschaften) bestimmt sowie die DVs, eine 5-Bit-Zahl, die ein Maß des Stärke des Pokémon ist. Wenn diese beiden Komponenten erzeugt werden, ist dabei ein Zufallszahlengenerator am Werk, der auf Basis zweier Faktoren die Zahlen auswählt. Im Umkehrschluss heißt das, dass du für ein gewünschtes Ergebnis die beiden Faktoren gezielt beeinflussen musst, um genau diese Zahlen zu erhalten.

    Generierte Zufallszahlen

    Für die Generierung von Zufallszahlen wird unter anderem ein linearer Kongruenzgenerator verwendet. Das Muster zur Erzeugung bestimmter Zahlen ist bekannt und kann deshalb gezielt genutzt werden. Doch zur Veranschaulichung dieser Zufallszahlen, stelle dir einen Zahlenstrahl vor.
    Auf diesem Strahl befinden sich gigantische Mengen an Zahlen und jede davon steht für eine bestimmte Kombination aus PID und DVs. Wenn du eine Kombination suchst, musst du nur das Spiel dazu bringen, dass das Pokémon genau an diesem Punkt des Strahls generiert wird. Und hier kommen die beiden Faktoren ins Spiel: dazu musst du natürlich zunächst wissen, wo du dich bei Spielstart befindest und wie du Schritte in die richtige Richtung machen kannst.

    Die Saat der Zufallszahlen

    Wie gerade angesprochen, spielt eine zeitliche Komponente eine wichtige Rolle: Bei jedem Spielstart wird ein sogenannter Seed, eine Saat, generiert. Diese Zahl bildet die Basis für alle weiteren Zufallszahlen, denn sie ist der Startpunkt auf dem Zahlenstrahl. In der vierten Generation wird der Seed nach einer Formel berechnet, die das exakte Datum, die exakte Uhrzeit und der seit dem Einschalten vergangenen Bilder beinhaltet. In den Spielen Rubin, Saphir, Feuerrot und Blattgrün kannst du kein Datum und keine Uhrzeit einstellen (abgesehen von der Uhr im Spiel, die in deinem Zimmer hängt), weshalb hier der Seed anders generiert wird, nämlich durch die interne Uhr des GBA, die mit einer gigantischen Hertzzahl fortläuft und den Seed im Nanosekundentakt erhöht. Während sich die Genauigkeit bei den DS-Editionen im Bereich der des menschlich beeinflussbaren aufhält, ist der Seed in den zuletzt genannten Editionen nahezu unmöglich, gezielt bestimmt zu werden.
    Der Sonderfall ist hierbei aber Smaragd: der Seed hängt nicht etwa vom Datum, der Uhrzeit oder der internen Uhr ab, sondern von gar nichts. Das hat die Folge, dass Smaragd immer denselben Initialseed verwendet, nämlich 0. Im Gegensatz zu den DS-Editionen ist es in Smaragd also trivial, was den Startseed angeht. Für den Zahlenstrahl bedeutet das, dass du immer an derselben Stelle anfangen wirst.

    Der zweite Faktor - die Frames

    Nun musst du nur noch auf dem Zahlenstrahl ganz bestimmte Schritte gehen, damit du an deiner Wunschzahl ankommst. In den DS-Spielen DPPt und HGSS kannst du durch bestimmte Aktionen wie Bewegungen oder Telefonanrufe deiner Wunschzahl näher kommen, in Smaragd hingegen ist das Bild dafür entscheidend. Die Pokémon-Spiele laufen mit konstanten 60 Bildern pro Sekunde, oder auch 60 Frames per Second. Das Maß für den Fortschritt auf dem Zahlenstrahl wird daher Frame genannt. Wenn du das Spiel also 5 Sekunden laufen lässt, bist du 300 Schritte entlang des Zahlenstrahls gegangen, nämlich 300 Frames.
    Da du nun weißt, dass du immer an einem bestimmten Punkt anfängst und dich mit gleichbleibender Geschwindigkeit entlang des Strahls fortbewegst, kannst du ziemlich einfach deine gewünschte Zufallszahl erreichen. Doch du fragst dich bestimmt, welche Zufallszahl für welche Kombination steht. Dazu musst du zuerst verstehen, wie der Datensatz eines Pokémon ermittelt wird. In Smaragd unterscheiden wir dabei zwischen drei verschiedenen Arten von Pokémon: stationären, wilden und gezüchteten.

    Methoden der einzelnen Pokémon

    Wenn der Zufallszahlengenerator einen Satz Zahlen erzeugt, werden aus demselben die PID und die DVs abgelesen. Es ist jedoch nicht immer so, dass alle Zahlensätze nach derselben Methode erzeugt werden; es gibt nämlich vier verschiedene Methoden, die sich jeweils darin unterscheiden, wie viele Zahlen der Zufallszahlengenerator erzeugt und welche davon für was zuständig sind. Es handelt sich dabei um die folgenden:

    Methode Beschreibung
    1 Es werden vier Sätze erzeugt: [PID] [PID] [DVs] [DVs]
    2 Es werden fünf Sätze erzeugt: [PID] [PID] [nicht verwendet] [DVs] [DVs]
    3 (wird nie im Spiel verwendet) Es werden fünf Sätze erzeugt: [PID] [nicht verwendet] [PID] [DVs] [DVs]
    4 Es werden fünf Sätze erzeugt: [PID] [PID] [DVs] [nicht verwendet] [DVs]

    Daraus ergibt sich, dass der Zufallszahlengenerator verschiedene Kombinationen von PID und DVs erzeugt, die je nach Frame (und Seed, was aber in Smaragd irrelevant ist) unterschiedlich sind. Wie genau aus diesen Zufallszahlen nun DVs und die PID werden und warum nicht jeder Shinies mit perfekten DVs fangen kann, erfährst du hier.
    Eins vorweg: Methode 3 wird in Smaragd nicht genutzt, wohl aber Methode 1, H-2 und selten auch H-4. H-2 und H-4 basieren auf 2 und 4, sind aber ähnlich zu der aus Gen4 bekannten Methode J; sie enthalten auch Encounter Slots und sind mit Synchro kombinierbar. Wie du siehst, wird die PID bei allen Methoden an derselben Stelle erzeugt. Deshalb liegt auf einem Frame für jede Methode immer dieselbe PID vor. Sogar wenn du die falsche Methode wählst, sind alle PID-Merkmale trotzdem korrekt. Bei den DVs lassen sich allerdings einige Diskrepanzen erkennen: Ein Methode 2-Pokémon hat zum Beispiel - wie oben ablesbar - die letzten ersten drei DVs genau wie die letzten drei DVs des Methode 1-Pokémon desselben Frames. Methode 2- und 4-Pokémon unterscheiden sich darin, dass die erste Hälfte ihrer DVs unterschiedlich ist, die zweite aber gleich.

    Nun bleibt noch die Frage zu klären, nach welcher Methode das Pokémon erzeugt wird, das du gerne möchtest. Das ist relativ einfach zu klären:

    Methode Anwendung
    1 Sämtliche Pokémon mit festem Ort (Legendäre etc.), Geschenke (Starter, Formeo, Fossilien etc.) und Roamers (Latias, Latios)
    H-2 Die allermeisten wilden Pokémon ohne festen Standort (im Gras, in Höhlen und im Wasser)
    H-4 Einige wenige wilde Pokémon ohne festen Standort

    Anmerkung: für wilde Pokémon wird Methode H genutzt, die der RNG Reporter seit 9.93 unterstützt.

    Das nötige Werkzeug

    Nun weißt du die Methoden der Pokémon und von welchen beiden Faktoren ihre PID und ihre DVs abhängen - aber ohne konkrete Zahlen bringt dir das nichts. Deshalb gibt es ein Programm von einem Benutzer der Internetseite smogon.com, mingot, das dir für gewünschte PID- und DV-Kombinationen einfach den nötigen Frame berechnet: der RNG-Reporter.

    RNG-Reporter

    Die Eingabefelder haben dabei die folgenden Bedeutungen:

    Feld Funktion
    Method Die Methode für das gewünschte Pokémon (siehe obige Tabelle).
    Max Results Die maximale Anzahl an Ergebnissen, die du durchsuchen möchtest. Hohe Framezahlen sind schwieriger zu erreichen, weil der Zeitaufwand groß ist.
    Starting Frame Trage hier den ersten Frame ein, der untersucht werden soll.
    Seed (Hex) Dein Seed. In Smaragd ist er immer 0.
    Nature Trage hier das Wesen für das gewünschte Pokémon ein.
    == DVs müssen exakt den angegeben Wert haben.
    <= DVs dürfen maximal den angegebenen Wert haben.
    >= DVs dürfen minimal den angegebenen Wert haben.
    HP Es werden auch andere DVs angezeigt, die dieselbe Kraftreserve verursachen.
    Ability Die Fähigkeit des gewünschten Pokémon. Du kannst im Startbildschirm des Reporters die Nummerierungen unter Dex / IV Check nachlesen.
    ID Trage hier deine Trainer-ID ein.
    SID Trage hier deine Secret ID ein (nur nötig, wenn du ein Shiny willst).
    Shiny only Setze hier einen Haken, wenn du nur Shinies aufgelistet bekommen möchtest. Nicht jede Kombination von OTID, SID und DVs sind möglich. Mehr dazu am hier.

    Anmerkung zur SID: Wenn du ein ein Shiny-Pokémon auf deiner Smaragd gefangen hast, kannst du die SID auch ohne zu cheaten herausfinden. Gib dazu die DVs des Shinys in die Funktion IVs to PID ein. Falls es mehrere Ergebnisse gibt, wähle das aus, das der Methode des Shinys entspricht.

    Im folgenden Abschnitt wirst du genau erfahren, wie dich diese Eingaben zum stolzen Besitzer vieler guter Pokémon machen.

    Ein Pokémon eines bestimmten Frames antreffen

    Wenn du sämtliche nötigen Eingaben im RNG-Reporter gemacht hast, wird er dir eine Liste von Pokémon generieren und ihre dazugehörigen Frames anzeigen. Ebenso erscheint im Fenster die umgerechnete Zeit. Da das Spiel mit konstanten 60 FPS läuft, ist die Zeit berechenbar, indem du den Frame durch 60 teilst. Meistens ist diese Zahl sehr hoch, geht in die Minuten oder gar Stunden. Es ist völlig unmöglich, das abzuschätzen. Deshalb gibt es hierfür das Tool PikaTimer. Du benutzt natürlich die Funktion "Emerald / 3rd Gen".

    PikaTimerGen3

    Durch Eingaben in dieses Programm erhältst du einen Zeitpunkt, an dem du Spiel neu starten musst, also einen Soft Reset (L+R+Start+Select) durchführen musst um den Frame wieder auf 0 zu setzen. Ein weiterer Timer sagt dir, wann du auf das Pokémon treffen musst, gibt also den Zeitpunkt an, wann der gewünschte Frame erreicht ist. Im Einzelnen sind die Funktionen wie folgt belegt:

    Feld Funktion
    Time Before Reset Setzt die Zeit vor dem Reset. Du solltest eine Zeitspanne von mindestens 5 Sekunden wählen, um entspannt resetten zu können.
    Target Frame Trage hier den Frame deines Pokémon ein.
    Calibrated Time Bei manchen Pokémon wird die PID nicht in dem Moment erzeugt, wenn du es ansprichst, sondern etwas später. Wenn du diese Verzögerung weißt, trage sie ein. Ansonsten wird sie im weiteren Prozess von selbst eingetragen werden.
    Create Timer Erstellt die beiden Timer.
    First Timer Der Countdown vor dem Soft Reset.
    Second Timer Der Countdown vor dem Antreffen des Pokémon.
    Other Frame Wenn du siehst, dass du einen anderen Frame als den gesuchten getroffen hast (durch Vergleich mit naheliegenden Ergebnissen aus dem Reporter), trage diesen Frame hier ein. Dadurch wird auch die kalibrierte Zeit beeinflusst.
    Update Passt die Timer an, nachdem du einen "Other Frame" eingetragen hast.
    Reset Setzt alle Eingaben zurück.
    Start Startet den Timer.

    Anmerkungen: Wenn du Synchro benutzt, kannst du die Funktion "Other Frame" nicht benutzen. Synchro springt automatisch zum nächsten Pokémon höheren Frames als der momentane Frame, das dasselbe Wesen hat, wenn Synchro ausgelöst wird. Falls Synchro nicht aktiviert wurde (das Wesen des gefangenen Pokémon ist nicht das gewünschte), kannst du die Funktion aber benutzen. Anmerkung: Synchro funktioniert nicht bei Methode 1-Pokémon!

    Die Vorgehensweise ist klar: du speicherst an dem Ort, an dem du dein Pokémon fangen willst oder im Falle der Zucht vor dem alten Mann, führst nach Ablauf des ersten Timers einen Soft Reset aus und begegnest dem Pokémon oder erhältst das Ei nach Ablauf des zweiten Timers. Das genaue Timing erfordert viel Übung! Wenn du siehst, dass dein Pokémon nicht das richtige ist und Synchro nicht benutzt oder nicht aktiviert wurde, suche dieses Pokémon im Reporter, indem du seine DVs und sein Wesen eingibst. Der zutreffende Frame wird dann jedes Mal als "Other Frame" eingetragen. Du wirst im Folgenden die Anleitungen finden, um stationäre, wilde und gezüchtete Pokémon durch PikaTimer zu erhalten.

    Fangen von Methode 1-Pokémon

    Wie du oben gelesen hast, zählen hierzu alle Pokémon, die du nicht wild im Gras, in Höhlen, im Wasser oder per Zucht erhältst. Folglich sind das alle legendären Pokémon, Fossilien beim Wiederbelebungsvorgang, geschenkte Pokémon wie die Starter und Tanhel und auch die Voltobal und Lektrobal aus Neu-Malvenfroh.
    Wenn du mit den Eingaben im RNG-Reporter einen passenden Frame gefunden hast, kannst du dich positionieren. Am besten ist natürlich die Stelle, an der du das Pokémon erhältst, damit zum Ablaufzeitpunkt des Timers dem Pokémon begegnen kannst. Hier kommt eines erschwerend dazu: die PID wird nicht kreiert, wenn du ein wildes Pokémon ansprichst oder jemanden ansprichst, der dir ein Pokémon schenkt, sondern erst in dem Moment, in dem der Kampf beginnt. Dieser oben beschriebene kalibrierte Frame muss aber nicht zwingend berücksichtigt werden, wie du gleich verstehen wirst.
    Der Reporter gibt dir den Frame an, den du im PikaTimer eingeben kannst. Daraus errechnet PikaTimer dir den Zeitpunkt, wann du das Pokémon erhalten sollst. Nach Ablauf des ersten Timers, der meist auf fünf Sekunden steht, musst du unverzüglich einen Soft Reset ausführen. Zu Beginn des Intros beginnt der Frame zu zählen. Nach Ablauf des Timers sprichst du das Pokémon oder den NPC an, und kurze Zeit später stoppt der Frame. Wie du siehst, sind hier leichte Ungenauigkeiten, das macht aber nichts, denn wenn es nicht das richtige Pokémon ist, das du gefangen hast, suchst du im Reporter nach dem Frame mit den DVs des gefangenen Pokémon. Diese Zahl trägst du dann bei "Other Frame" ein und drückst auf "Update". Das wiederholst du so oft hintereinander, bis der Wert bei "Calibrated Time" (nahezu) konstant bleibt. Anschließend versuchst du, deinen eigentlichen Zielframe zu treffen und trägst den vorher kalibrierten Frame direkt in das dazugehörige Fenster ein.

    Wenn du diese Phase oft genug ausführst, wirst du deinen Frame treffen und hast dein Wunschpokémon erhalten. Die DVs überprüfst du am besten mit unserem DV-Rechner. Du kannst die Zahl bei "Calibrated Delay" übrigens nicht wiederverwenden, außer, du fängst exakt die gleiche Spezies noch einmal.

    Züchten perfekter Pokémon

    Die PID beim Züchten

    In DPPt und HGSS ist es möglich, durch die Zucht die PID gleich mitzubestimmen: dann sind Wesen, Geschlecht und Shiny-Status leicht beeinflussbar. Dies ist in Smaragd nicht möglich. Da die PID hier auch generiert wird, während der Mann sich umdreht, kannst du einfach immer vor dem Mann speichern und das Ei annehmen, brüten und checken - wenn das Wesen und das Geschlecht stimmt, kannst du ausschalten und es geht weiter mit der DV-Bestimmung. Falls nicht, musst du so oft neue Eier erzeugen lassen, bis die Eigenschaften stimmen. Ein Ewigstein für die Mutter hilft hier ungemein, weil so das Wesen der Mutter in jedem zweiten Fall weitervererbt wird (Anmerkung: Das ist nur möglich, wenn beide Elternteile aus derselben Sprachversion stammen).

    Die DVs beim Züchten

    Die DVs lassen sich, welch Glück, wieder lückenlos bestimmen. Die entsprechende Funktion findet sich im RNG-Reporter unter dem Namen "Breeding (Emerald X)".
    Das "X" steht für verschiedene Funktionen des Reporters, doch zunächst musst du etwas über die Generierung von vererbten DVs wissen:

    No Splits: Es werden grundsätzlich drei DVs vererbt und die anderen drei per Zufall bestimmt. Zufall bedeutet, dass der Zufallszahlengenerator sie erzeugt. A und B stehen immer für den jeweiligen DV-Wert des Elternpokémon; A ist das Pokémon, das zuerst in die Pension gegeben wurde und B das, welches als zweites abgegeben wurde. Sämtliche DVs werden zuerst nach Methode 1 bestimmt, allerdings verschiebt sich der Frame um 2. So findet sich jeder Frame von Methode 1 erst 2 Frames später bei den herkömmlichen vererbten DVs wieder. Daraufhin werden drei Dvs bestimmt, bei denen die Eltern den Wert vererben Diese herkömmliche Methode, bei der die zufälligen Werte dem Methode 1-Frame minus 2 entsprechen, nennt sich im RNG-Reporter "No Splits".

    Splits: Neben den besagten herkömmlichen Spreads können allerdings auch sogenannte "Splits" auftreten. Diese werden nach Methode 4 generiert. Wie bei den wilden Pokémon der Methode 4 teilen sich die Splits die erste Hälfte ihrer DVs mit den normalen Methode 1-Spreads (natürlich weiterhin mit 2 Frames Unterschied), die zweite jedoch vom Methode 1-Spreads des folgenden Frames. Es lässt sich nicht genau sagen, wann ein Split auftritt und wann nicht - das scheint genauso willkürlich wie bei den wilden Pokémon. Im Reporter haben diese Splits ein S neben dem jeweiligen Frame. Sie werden nur angezeigt, wenn du dir Splits anzeigen lässt.

    Alternate: Die dritte und letzte Variante sind die alternativen Splits. Sämtliche DVs werden genauso generiert wie bei der herkömmlichen Methode 1-Spreads, aber es werden drei andere Werte vererbt. Die vererbten Werte sind genau die des vorherigen Frames. Das ermöglicht natürliche viele neue Kombinationen, allerdings ist das Auftreten nicht kontrollierbar. Alternative Vererbungen treten zufällig auf und bleiben dann auf unbestimmte Zeit für alle nachfolgenden Eier. Wenn du also entdeckst, dass andere Werte vererbt wurden, als der Reporter eigentlich sagte, dann sieh bei den alternativen nach. Du kannst daraufhin auch nach guten alternativen Spreads suchen, da die nächsten Eier nach eben diesem Prinzip generiert werden.

    Wenn du dir einen Spread ausgesucht hast, kannst du mit dem Resetvorgang beginnen. Du benutzt wieder einmal PikaTimer, um den Frame zu treffen. Synchro funktioniert hier natürlich nicht. Mit einigen versuchen solltest du deinen gewünschten Spread treffen. Erfahrungsgemäß solltest du nur zwischen "Alternate" und "Splits" wechseln, wenn du feststellst, welche Methode momentan bei dir verwendet wird. Das kannst du nur durch Probieren herausfinden.
    Um die DVs zu überprüfen, levelst du dein Pokémon am besten in der Pension oder mit Sonderbonbons auf und benutzt unseren DV-Rechner. Wenn es durch Kämpfe Erfahrung erhält, berücksichtige auch die EVs!

    Fangen wilder Pokémon im hohen Gras, in Höhlen und im Wasser

    Sämtliche Pokémon, die nicht zu den stationären Pokémon und Roamern zählen, werden nach Methode 2 generiert. Einige seltene Ausnahmen werden per Zufall nach Methode 4 generiert, aber dennoch solltest du grundsätzlich von Methode 2 ausgehen.

    Fangen von Pokémon in Höhlen, im Gras und durch Surfer

    Du kannst Methode 2 im Startfenster des RNG-Reporters wählen und dir dann die Ergebnisse anzeigen lassen. Wenn du dir ein Ergebnis ausgesucht hast, solltest du vor dem Speichern im hohen Gras, im Wasser oder in Höhlen auf jeden Fall ein Pokémon mit Lockduft mitnehmen, um den Zeitpunkt des Antreffens eines Pokémon selbst bestimmen zu können. Du kannst auch ein Pokémon mit Synchro an erster Stelle des Teams mit dir führen, um mit einer Chance von 1:2 das richtige Wesen zu erhalten. Wie bereits erwähnt, funktioniert Synchro derart, dass es bei Aktivierung beim Antreffen eines wilden Pokémon den Frame noch bis zum nächsten Pokémon des richtigen Wesens erhöht. Somit kannst du kleinere Ungenauigkeiten ausbügeln, wenn du etwas zu früh dem Pokémon begegnest. Allerdings ist das erst empfehlenswert, wenn du ein gewisses Bisschen Kalibrierung mit PikaTimer durchgeführt hast. Diese Phase läuft genauso ab wie auch für Eier und Methode 1-Pokémon:

    1. Du führst nach Ablauf des ersten Timers einen Soft Reset aus. Dafür musst du am Fangort stehen und das Synchro-Pokémon darf nicht an erster Stelle stehen.
    2. Du benutzt nach Ablauf des ersten Timers Lockduft und fängst das Pokémon.
    3. Du checkst die DVs des Pokémon mit unserem DV-Rechner und suchst dieses Pokémon im Reporter. Diesen Frame trägst du bei "Other Frame" ein und drückst auf "Update".
    4. Du wiederholst den Vorgang so lange, bis du eine geringe Anzahl Frames unterhalb des Zielframes bist (keinesfalls mehr als ~50).

    Anmerkung: Es kann hilfreich sein, diese Kalibrierung mit einem niedrigen Frame durchzuführen. Du kannst die "Calibrated Time" nämlich übernehmen, solange du Methode 2-Pokémon fängst.

    Nachdem du kalibriert hast, kannst du damit beginnen, auf das richtige Pokémon hinzuarbeiten. Wenn du es ohne Synchro machen willst, gehst du genau so vor wie in den Kalibrierungsschritten, nur dass du versuchst den richtigen Frame zu treffen und keinen niedrigen Übungsframe.
    Solltest du mit Synchro arbeiten, was empfehlenswert ist, setzt du nun das Synchro-Pokémon an die erste Stelle und speicherst. Anschließend führst du dieselben Schritte wie bei der Kalibrierung aus, bis du das gewünschte Pokémon hast. Die Funktion "Other Frame" kannst du nun aber nicht mehr zuverlässig benutzen. Sollte es auch nach vielen Versuchen erfolglos bleiben, solltest du versuchen, noch exakter zu kalibrieren.

    Fangen von Pokémon durch Angeln

    Das Fangen von geangelten Pokémon ist nur etwas anders als das Fangen herkömmlicher wilder Pokémon. Die RNG-Würfe werden erst gemacht, nachdem du den A-Knopf drückst, sobald die Meldung erscheint, dass ein Pokémon am Haken ist. Folglich angelst du nach deinem Soft Reset ganz normal, bis diese Meldung kommt. Anschließend wartest du auf den Ablauf des Timers und drückst A, um den Frame zu stoppen und das Pokémon zu angeln.

    Das Fangen von Pokémon durch Zertrümmerer

    Auch Pokémon, die durch den Einsatz von Zertrümmerer auftauchen, lassen sich durch mit dem PRNG manipulieren. Allerdings ist das die wohl anspruchsvollste Methode:
    Du führst alles genau so aus wie auch beim Benutzen von Lockduft, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ein Pokémon beim Zertrümmern auftritt, ist nicht 100% wie beim Lockduft, sondern weitaus geringer. Deshalb ist es weitaus einfacher, Zertrümmerer-Pokémon zu züchten, um nicht so stark vom Zufall abhängig zu sein.

An diesem Inhalt haben JuiceFriend, Birne94 und Laokoon mitgearbeitet.


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