PFDL#4 Turniertagebuch #13: Fazit zur Season

Die PFDL-Season ist mit dem Ausscheiden aus dem Achtelfinale für mich beendet. Damit ist es nun an der Zeit Revue passieren zu lassen. Das war bereits in den vergangenen Wochen und Monaten jeweils nach jedem Kampf der Fall und auch der Zweck dieses Tagebuchs. Nun ist die Grundlage da, um auf alles insgesamt nochmal zu schauen.

Das erste Fazit

Insgesamt, das habe ich auch schon an anderen Stellen betont, bin ich zufrieden mit der Season. Ich ging ohne die Ambition auf Play-Offs hinein, wollte nur eine Vorrunde spielen, mit der ich zufrieden sein kann. Ein Mittelfeldplatz, so blöd es sich auch anhört, war da alles was ich wollte. Natürlich ist alles darüber schön, aber aus meiner Sicht nichts womit ich unbedingt rechnete und was ich deswegen anpeilte. Sagen wir es so, dass ich wie ein mittelständiger Bundesliga-Club in die Saison ging, der sich auch als Ziel einen Mittelfeldplatz ausgibt, aber natürlich gerne alles mitnimmt, was an positiverer Endplatzierung herausspringt.

Damit staple ich generell auch nicht zu tief, denn die Realität sieht nunmal so aus, dass ich im Draftmeta immer noch eher unerfahren bin. Jedes Pokémon, was ich mir picke und auch zuvor gepickt habe, war einmalig in einer Draftliga für mich dabei und teilweise sogar im competitive Play überhaupt das erste Mal genutzt worden. Dazu gehört dann jedes Mal das neue Einfinden in das Team und was man mit welchem Pokémon macht, mit welchen Sets man gehen kann und worauf man dadurch wieder neu beim Gegner aufpassen muss. Natürlich sind einige Dinge selbsterklärend, z.B. was man mit einem Simsala anzufangen hat, was dann doch sehr eindimensional ist. Wie sich das jedoch im Draftformat mit der Einkalkierung und Planung des Gegners verhält, ist dann noch einmal etwas anderes.

Mit diesen Hintergründen konnte ich dann natürlich sehr zufrieden sein: Platz 4 der Vorrunde und dann der Einzug in die Play-Offs. Zwar war da direkt Schluss, aber im Zuge meiner gesamten Erwartungshaltung, war das auch nicht weiter wild. Die Ambition soweit zu kommen wie möglich war zwar da, aber der Realitätssinn auch stets präsent. Selbstverständlich bin ich aber auch nicht mit allen Dingen zufrieden, die in den letzten Monaten im Zuge der PFDL passiert sind. Es gab schon auch krasse Missplays und Fehleinschätzungen, die teils auch schon arg daneben waren. Insgesamt finde ich aber schon, dass ich mich im Vergleich zur PFDL 3 und auch zu vergangenen Ligen gebessert habe. Die krassen Flüchtigkeitsfehler im Teambuilding blieben aus und auch generell lag ich mit einigen Entscheidungen richtig und habe auch, finde ich, deutlich besser gespielt als zuvor.

Dass es auch insgesamt deutlich positiver als negativ ablief, lag natürlich auch an meinem Team. Das war wohl das stärkste Team, welches ich mir bislang gedraftet hatte. Das lag jetzt auch nicht unbedingt an dem Mega-Turtok, bei dem ich die Gründe, weshalb es zu stark sein soll definitiv nachvollziehen kann, sondern generell am Kader. Es gab sehr viele gute Optionen, sowohl offensiv wie defensiv und das machte das Teambuilding schon deutlich angenehmer, als es mit vergangenen Kadern der Fall war. Insgesamt war mit dem Team wohl auch noch etwas mehr drin, als ich daraus gemacht habe, aber wer damit gespielt hat, war halt ich selbst und da war dann eben das drin, was das Endergebnis war. Nur so rein vom Gefühl her waren ein paar Niederlagen mit anderen Plays oder auch anderen Planungen vermeidbar und das zeigt mir dann schon, dass ich mir da ein gutes Team zusammengestellt habe.

Natürlich war aber auch hier nicht alles perfekt. Die Speedlücke zwischen Maxax und Aeropteryx bzw. Simsala hat mich schon sehr gestört und mich auch im Teambau teilweise eingeschränkt, da auch Aeropteryx dann am Ende verständlicherweise nicht oft mitkam. Da Mega-Turtok mein Wasserpokémon war, was ich dann zwar auch teils defensiv mal mitnahm, aber dann doch viel öfter als Sweeper eingepackt wurde, fehlte mir auch das defensive Wasserpokémon, was es dann gegen offensive Feuerpokémon erschwert hat, gegen die meine Restdefensive auch nicht so gut aufgestellt war.

Auf der anderen Seite war das bulky Water-Pokémon auf der gegenüberliegenden Seite auch teilweise problematisch. Barrikadax und Maxax waren zwar schöne Breaker, aber es fehlte doch ein wenig das effektive Treffen mit STAB dagegen und die Resistenz. Rotom als Elektropokémon war da auch nicht das Pokémon gegen die bulky Waters, was da Abhilfe schaffte. Hinzu kam durch Registeel als Stahlpokémon und dem fehlenden Giftpokémon das Problem gegen eine defensive Fee, was gerade auch meine beiden Breaker störte. Die hatten zwar die Coverage mit Gift, aber waren selber anfällig gegen Feen. Da hätte mir ein zuverlässiges Pflanzen und/oder Giftpokémon im Kader, welches ich auch gern noch wollte, ganz gut getan. Es ging natürlich auch so, aber das waren so Dinge im Teambuilding die ich vermisst habe.

An der Stelle möchte ich dann erstmal noch auf jedes einzelne meiner 11 Pokémon eingehen, mit denen ich durch die letzten Monate durch die 12 Kämpfe zog.

Mein Kader

Vorrunde Playoffs
Einsätze 11/11 1/1
Kills 9 0

Ich mag Turtok als Pokémon generell und nach der Liga mag ich auch Mega-Turtok im Draftformat sehr. Es liegt gar nicht an dem Hausbruch und der damit ermöglichten Sweeperei, sondern einfach daran, dass es ein sehr nützliches Pokémon ist. Defensiv mit Body Press und dem Turbodreher war es auch cool zu haben und daneben war es offensiv auch ohne Setup schon sehr stark. Es kam in jedem meiner 12 Kämpfe mit und bereut habe ich es eigentlich nie. Ich muss da aber definitiv zugeben, dass Mega-Turtok das Paradebeispiel meines Kaders ist, aus dem ich viel mehr hätte rausholen können. Wenn ich sehe, was andere mit ihrem Turtok an Kills geholt haben und wie groß doch zwischendurch der Wunsch von vielen nach einem Bann war, fällt doch die Endbilanz was Mega-Turtok bei mir gemacht hat sehr mau aus. Also ja, gut war es schon, aber gesweept hat es nur ein einziges Mal und da muss ich auch zugeben, war es nicht einmal spielentscheidend.

Es lag sicherlich auch teilweise an der Vorbereitung dagegen, aber auch sehr an meiner eigenen und meinem Spiel selber. Es gab sicherlich viel mehr Möglichkeiten, in denen ich zum Setup hätte kommen können oder wo ich mit klugem Play drumherum auch viel besser hätte vorbereiten können. Dass sehr schnelle Pokémon wie Zeraora, Boreos-T oder UHaFnir sogar gescarfed gegen Mega-Turtok mitkam, zeigt mir dann aber auch, dass es vernünftig ist die Schildkröte zu verbieten. Es gibt zwar schon einiges, was man dagegen machen kann, was ich dann auch irgendwo in jedem Team gegen mich gesehen habe, aber wenn es dann dazu führt, dass sogar die S-Pokémon von ihren Sets so eingeschränkt werden und ihren eigentlichen Vorteil im Speed verlieren, sagt das schon einiges über die Stärke aus.

Ich war jedenfalls froh, dass ich Mega-Turtok im Kader hatte und es vor einem möglichen Bann noch benutzen zu können. Wie gesagt eher wegen dem Gesamtpaket, da ich auch das defensive oder das bulky offensive Set mit dem Turbodreher gut und praktisch fand. Geliefert hat es auch, aber eben in etwas kleinerem Maße. Ich muss auch ehrlicherweise sagen, dass ich es auch lieber in meinem eigenen Kader hatte, als ich dagegen selber ran musste. Denn was die Schildkröte nach einem Hausbruch fabrizieren kann, das ist halt wirklich gewaltig.

Vorrunde Playoffs
Einsätze 10/11 1/1
Kills 2 0

Pixi kam in fast jedem Kampf mit, wäre in dem einen Kampf in dem es nicht so war dank zu viel Stahlpräsenz auch eher deplatziert gewesen. Mir gefiel die Kombination aus Wunschtraum und Teleport, weshalb ich es auch überhaupt erst im Team haben wollte. Fan von Pixi war ich nie, sei es als Pokémon allgemein, sowie auch als Pokémon im competitive Play und genutzt hatte ich es daher auch zuvor nie. Sich aber Teampartner, die sich vor allem nicht selber heilen können, mit der Attacken-Kombination heilen zu können und diese dazu noch per langsamen Wechsel hineinzubringen, das klang in der Theorie sehr sehr nice. Direkt im ersten Kampf, wo das in Kombination mit Registeel auch sehr gut klappte, machte sich das auch schon bezahlt. Danach war Pixi vor allem auch dank der zuverlässigen Option des Auslegens der Tarnsteine oder fürs Verteilen von Paralyse praktisch und als dieses nützliche Pokémon schätze ich es nun auch.

Den Wunschtraum für die anderen defensiven Pokémon zu haben, das war praktisch und machte es angenehmer zu planen und zu spielen. Jedoch ging das dann in der Praxis nach Spieltag 1 nicht mehr ganz so oft auf, wie ich gern hätte. Das lag einmal an den Matchups und Situationen, sowie auch daran wie ich gespielt habe. Oft zog ich das direkte langsame Momentum dann vor und so ging Pixi per Teleport sofort raus, bekam selber Damage und konnte keinen Wish passen und so wurde das Spiel schneller und meine Defensive weniger langlebig. Pixi selber war immer gut zu haben, aber mir hätte in vielen Situationen ein Lahmus oder Laschoking besser gepasst, wenn es rein um das langsame Momentum ging, einfach weil die mit mehr KP danach dastehen als Pixi und es so öfter machen können und danach auch als Switchin besser dasteht.

Als Fee mit dem was sie mitbrachte, hat sie mir dennoch gut gefallen. Wie auch bei Turtok muss ich aber auch sagen, dass mehr drin gewesen wäre. Einmal vom Spiel selber mit ihr, sowie auch in der Planung und den Sets. Zu oft hatte ich am Ende dasselbe Set dabei und es wäre bestimmt auch mal ein Setup-Set mit Gedankengut oder Kosmik-Kraft möglich gewesen. Das Set gegen Yoshi Gamer war auch ein kompletter Reinfall und das kam dann dabei heraus, als ich mal versuchte Pixi auf eine andere Art und Weise als stumpf defensiv zu spielen. Es war jedenfalls immer sehr angenehm ein defensives Pokémon mit einigen praktischen Moves zu haben, welches dank Magieschild, welche auch insgesamt zu einer meiner Lieblingsfähigkeiten gehört, keinen Schaden durch beispielsweise Rocks nahm. Pixi zu picken war auf jeden Fall eine gute Entscheidung und nun schätze ich die Fee deutlich mehr als zuvor.

Vorrunde Playoffs
Einsätze 10/11 1/1
Kills 10 1

Aus der ersten Generation gehörte Simsala zu einem meiner Lieblingspokémon und das hatte ich auch im Gegensatz zu einigen anderen meiner Teampokémon bereits in ein paar competitive Kämpfen genutzt. Da gefiel es mir als stumpf offensives Pokémon mit netten Coveragemoves und wie bei Pixi mit der tollen Fähigkeit Magieschild. Bei Pixi noch eher wegen der Toxin-Immunität und dem fehlenden Zusatzdamage beim Switchin, war es bei Simsala dann eher wegen der Itemwahl zwischen Fokusgurt und Leben-Orb, die beide vom Magieschild profitierten. Gerade den Fokusgurt mag ich sehr gern auf Simsala, da es dem sehr fragilen Pokémon ein zweites Leben verleiht und es selbst mit 1 KP noch viel anstellen kann.

Als Speedking meines Kaders war ich bei Simsala etwas unsicher, ob es denn das bringen wird, was ich hoffte. Die Alternativen waren aber auch rar, einmal mit den Pokémon die es gab und dann denen, die ich auch picken möchte und denen die ich bereits hatte. Da war dann das Simsala was ich mochte und auch bereits etwas kannte, doch das was mir am meisten zugesagt hatte.

Simsala hat auch gerade am Anfang bis Mitte der Liga sehr gut performed. Als Lategame-Cleaner hat es mir wirklich einige Kämpfe gewonnen, was mich dann selber schon überrascht hatte. Sobald die Psycho-Resistenzen und Immunitäten weg waren, ist es dann teils durch die Teams marschiert und das ganz ohne den Leben-Orb. Insgesamt kam es in 11 von 12 Kämpfen mit und ich habe ihm immer den Fokusgurt gegeben. Es wäre in einigen Kämpfen der Leben-Orb definitiv die bessere Wahl gewesen, da der Gurt dann auch mal gar nichts gebracht hatte, aber der gab mir immer stets ein wenig mehr Sicherheit.

Das Set Simsalas war fast immer gleich, er hatte seine Psychokinese, dazu den Spukball gegen andere Psychos und den Fokusstoß gegen Unlicht und Stahlpokémon dabei, um dann entweder mit der neutral starken Psychokinese reinzuhauen, oder die Konter effektiv treffen zu können. Der vierte Move war fast immer ein Gimmick-Move, der von Konter oder Aussetzer über Feuerschlag bis hin zum Psychofeld ging, aber abgesehen von Konter nie genutzt wurde. Überlegt hatte ich gar einmal gegen das Mega-Schlapor von Dirtyboy über ein Set mit den Plateauschuhen und Konzentrator als Fähigkeit. Also um das Magieschild anzutäuschen und dann den Mogelhieb zu bestrafen. Das wäre dann wohl der lustigste Kill der PFDL für mich gewesen, aber auch so unberechenbar wie sonst etwas.

Die Aufgabe Simsalas war jedenfalls immer das stumpfe Angreifen und Killen und diese hat er gut erfüllt. Mit 10 Kills in der Vorrunde und einem in den Play-Offs hat er meine zweitmeisten Kills und führte meine interne Liste auch lange an. Ich bin mit Simsala sehr zufrieden und er hat das gehalten, was ich mir von ihm versprochen hatte. In dem Kader und zu meinem Playstyle hat er auch dann wohl ganz gut gepasst, wodurch er dann auch die guten Kämpfe abliefern konnte. Es gab zwar auch ein paar Kämpfen, in denen er gar nichts gebracht hatte, aber das gehört dann auch mal dazu. Hier überwiegt definitiv aber wieder das Positive.

Vorrunde Playoffs
Einsätze 8/11 1/1
Kills 15 1

Mein Lieblingsdrache neben Giratina kam eigentlich nur ins Team, weil mir Grandiras im Draft abhanden gekommen ist, den ich gern mal spielen wollte. Mit Maxax bekam ich dann dafür eben meinen eigenen Fan-Favorite. Den mag ich vor allem durch einige Playthroughs, sowie auch durch Kampfeinrichtungen in den Games und auch den ein oder anderen Online-Kampf. Als Drachentanz-Sweeper fand ich den nur etwas eindimensional, aber die neue Priorität mit Überrumpler sowie die bessere Coverage mit Nahkampf gefiel mir dann schon noch und machten ihn interessanter.

Maxax war am Ende mein offensiv stärkstes Pokémon und war dabei gerade als Lategame-Cleaner in gescarfter Version oder aber dank dem Überrumpler goldwert. Der sehr starke Wutanfall war ein Killermove, der dann wenn die Fee und Stahlpokémon weg waren durch Teams marschieren konnte. Das hat mir sehr gut gefallen und so hat er Kämpfe für mich entschieden, die teilweise nicht mal so gut ausgesehen hatten. Als Setupper kam er dagegen gar nicht zum Erfolg, was natürlich auch daran lag, dass Mega-Turtok bereits alle Sweep-Alarmglocken geläutet hatte und Maxax so auch direkt mitgekontert wurde. Das sofort schnelle Maxax mit dem Wahlschal war dafür aber dann umso effektiver, wurde dann nur auch mal von einem noch schnelleren Scarfer überholt.

Am Ende bin ich sehr glücklich, dass ich Maxax ins Team genommen habe. Er war mein bester Killer und war dabei sogar nicht mal immer dabei und hat fast immer abgeliefert. Die Sympathie Maxax gegenüber war eh schon vorher groß, hat sich aber dank der PFDL definitiv weiter gefestigt. Offensiv starke Drachenpokémon liegen mir im Draftformat auch generell und die Vergleiche zu Knakrack, welches mir in einer vorherigen Liga bereits sehr gute Dienste geleistet hatte, kann ich da auch sehr gut ziehen. Knakrack ist da durch seine besseren und ausgewogeneren Stats insgesamt natürlich noch ein gutes Stück besser, ist ja auch ein Tier höher. Aber rein offensiv betrachtet kann Maxax da schon gut mithalten und dieser Wutanfall des Drachen, der haut einfach so richtig rein.

Insgesamt ist Maxax mein MVP dieses Kaders, einmal wegen seiner Killquote und dann auch wie er mir die Siege eingebracht hat. 15 Kills in 8 Einsätzen ist dazu auch wirklich eine gute Quote.

Vorrunde Playoffs
Einsätze 5/11 0/1
Kills 5 0

Barrikadax war ein etwas unbeschriebenes Blatt, als ich ihn mir pickte. Also ja unbeschrieben sind so einige, wenn man sie denn noch nie in einem Draftkader hatte. Aber gerade bei den neuen Pokémon fehlt da noch mehr der Bezug, wenn man mit diesen oder gegen diese noch gar keine Erfahrung gemacht hatte. Bei Barrikadax wusste ich, dass ich mir damit einen starken Breaker mit Adrenalin und Fassade und einen sehr guten Abschlags-User ins Team hole. Das Typing ist offensiv auch sehr gut, da seine beiden STAB-Angriffe in Kombination quasi keine Resistenz haben. Dazu machte ihn der Ruf der ihm vorauseilte, dass er im B womöglich zu günstig sei auch nochmal interessanter.

Bei Barrikadax bin ich etwas geteilter Meinung. Er kam am Ende nur in 5 von 12 Kämpfen mit, was relativ wenig war. In den wenigen Kämpfen hat er aber durchaus überzeugt und ich hörte auch von einigen Gegner, die sich besonders gegen ihn gepreppt haben. Den Damage den er mit seiner Fassade mit Adrenalin macht, der war auch echt nicht von schlechten Eltern und gerade für meine anderen anderen offensiven Pokémon konnte er dann auch mal die Lücken reißen, die sie brauchten. Zwar erfüllte er dann zwar schon einen anderen Job als Maxax, aber oft befand er sich in Konkurrenz zu diesem, weil ich dann nicht beide physisch starken Pokémon mitnehmen wollte, da sie sich auch ihre Feenschwäche teilten.

Gefallen hat mir Barrikadax schon, aber es war wieder vom Gefühl her mehr drin und ich hätte ihn sicherlich auch öfter mitnehmen können und er hätte mir auch dort etwas gebracht. Auch hätte ich es öfter mal ohne Adrenalin in Erwägung ziehen können, denn irgendwie war das doch immer das Set, was ich fast ausschließlich für die Planung herangezogen hatte. Es kam zwar in einem der fünf Einsätze mit Wahlschal mit, aber daneben ausschließlich mit dem Guts-Set mit Heiß-Orb. Das ist wohl auch das allgemein stärkste Set, aber gerade im Draft kann man dann auch mal mit ein paar anderen Sets punkten, zumal seine beiden anderen Fähigkeiten mit Achtlos und Siegeswille auch noch nett sind.

Vorrunde Playoffs
Einsätze 6/11 0/1
Kills 0 0

In den paar Draftplänen, die ich mir machte, war in allen Skorgla vertreten. Ich hatte mich da sehr schnell drauf eingeschossen, da mir zuerst die einzelnen Typen noch komplett fehlten und Skorgla die Boden- und Elektroimmunität vereint und dazu auch so viele praktische Moves hat, dass ich es einfach im Kader haben wollte. Tarnsteine, Auflockern, Kehrtwende, Abschlag und Verhöhner, das alles auf einem Pokémon zu haben, das dazu auch noch schön tanky ist und auch als Evolith-Pokémon noch gut ins Team passt, das gefiel mir schon sehr.

Ich muss auch sagen zu Anfang fand ich Skorgla auch nice, aber das hielt leider nicht so lang. Insgesamt muss ich leider sagen, dass ich von Skorgla am meisten enttäuscht bin aus meinem Kader. Das lag zum einen an (zu) hohen Erwartungen, auch an einigen Missplays, die gerade Skorgla traf, wofür das Pokémon als solches ja nichts kann und dann auch am Kader generell. Als einzige wirkliche Abwehr gegen Elektropokémon, da mir zum einen das Pflanzenpokémon fehlt und Maxax und Rotom generell nicht die tollen Switchins sind, lag zu viel auf Skorgla, welches arg mit der Eis-Kraftreserve zu kämpfen hatte. Ich bin ja schon manchmal paranoid, aber gegen diesen Kader, gibt es auch wirklich keine andere Kraftreserve, die man spielen kann. Das machte Skorgla dann schon etwas unzuverlässiger, da es dann einiges selbst mit maximal speziell defensiver Ausrichtung nicht gut überstand.

Natürlich lag es auch teils wirklich an der Einstellung, dass es eh nichts an Eis-Kraftreserven tanken würde. Dank dem Ruheort konnte es ja sogar teilweise etwas dagegen machen, wenn es schneller wäre, was mindestens einmal der Fall gewesen wäre. Allgemein bin ich aber auch nicht mehr der größte Fan der Evolith-Pokémon, gerade wenn sich diese in höheren Tiers befinden und da zähle ich das B-Tier zu. Da kann ich gut mit Chaneira, Porygon2 und Duokles vergleichen, die ich alle bereits einmal im Kader hatte, die wohl alle zu den besten Evolith-Pokémon zählen, die aber eben alle auch recht teuer sind. Defensiv sind die zwar alle schon sehr nice, aber dann nicht so zuverlässig, wie ich es mir oft erhofft hatte. Dafür ist auch der Abschlag zu allgegenwärtig und der macht die dann wirklich stets sehr schwach und auf der anderen Seite, hat man selten etwas, was man gerne in den Abschlag reinwechseln möchte.

Das ist aber wie angedeutet nichts was Skorgla exklusiv hat und auch was die günstigeren Evolith-Pokémon ebenfalls aufweisen. Doch wenn ich mir ein defensives Pokémon picke, was viel machen soll, dann stört mich das eben doch schon etwas mehr, als wenn es eine Ergänzung im C und D ist, von der man nicht so viel erwartet. Von daher schieb ich die Schuld wieso mir Skorgla nicht so gut gefallen hat definitiv nicht auf das Pokémon selbst, sondern auch auf meine Erwartungshaltung und Teammzusammenstellung. Da spielte definitiv einiges zusammen und es hatte ja auch ein paar gute Momente in der PFDL für mich gehabt. Porygon2 im Vergleich hatte das auch, nur noch etwas mehr, aber bei dem störte mich der Abschlag auch immer sehr und es kam dadurch auch am Ende nicht so oft mit, wie ich es gedacht hatte.

Was mir auf Skorgla jedenfalls sehr gefiel, war dass er nicht von Toxin getroffen werden konnte, was er dann dem angesprochenen Porygon2 voraus hatte. Da fällt mir jedoch ein Kampf mit eben jenen Porygon2 gegen ein Skorgla ein, in dem P2 dann dank der Fährte ebenfalls nicht mit Toxin belegt werden konnte. So war jedenfalls mein ganzer Defensiv-Core mit Pixi, Skorgla und Registeel nicht vergiftbar und nahm auch nur bedingt oder gar keinen Schaden von Tarnsteinen und Stachlern, was mir insgesamt im Teambuilding und den Kämpfen selbst schon sehr gut gefiel.

Skorgla brachte mir zudem langsames Momentum ins Team und ich bekam eine Tarnstein-Option mehr hinzu und hatte das Auflockern auf ihm. Was das Entfernen von Hazards anging, war mein Team am Ende doch auch etwas schwach aufgestellt, aber dafür war das Team auch sehr wenig anfällig, was Rocks anging. Aber wenn dann Stachler oder das Klebenetz hinzukam, war dann Skorgla schon immer gefragt und wie gesagt da lastete in den Momenten dann schon viel drauf, was aber auch an der Teamzusammenstellung generell lag. Ein weiterer guter Defogger hätte definitiv noch gut getan. Der war zwar insgesamt über weite Strecken nicht notwendig, hätte aber Skorgla dann schon in manchen Matchups entlastet.

Ich hatte jetzt eigentlich gar nicht vor so eine Wall of Text nur zu Skorgla zu schreiben, aber da gab es doch einige Dinge, die ich ansprechen wollte. Und ich muss nochmal betonen, dass ich Skorgla als Pokémon definitiv gut und interessant finde. Im UU hatte ich es auch in Gen 7 in einigen Wifi-Kämpfen wie z.B. der Wifi-Meisterschaft letztes Jahr / Anfang des Jahres genutzt und ich mag es als Pokémon mit dem was es kann und aushält. In Draftligen picke ich mir aber glaube ich solche Pokémon in Zukunft lieber mit etwas anderen Pokémon in Kombination. Also wichtige Evolith-Pokémon lieber mit einem guten Polster für Abschlag, z.B. Kobalium, der da auch noch schön von profitiert, also auch mal davon abhält das es einfach so eingesetzt wird. Doppelte Schwächen, die dann eine bestimmte Kraftreserve erzwingen auch lieber aufteilen, also sich noch eine andere Zweite picken. Das bei Maxax angesprochene Knakrack hatte ich z.B. mit Katagami zusammen im Team und so gab es für den Gegner die Wahl zwischen Feuer und Eis-Kraftreserve. In dem Fall dann natürlich öfter Eis gegen Knakrack, da das schwerer zu legen ist, aber dennoch besser so, als wenn einfach immer die passende Kraftreserve mitkommt.

In dem Sinne macht diese Wall of Text zu Skorgla deutlich, dass ich einiges aus dieser Season und dem Kader herausgezogen habe. Dabei gingen auch sicherlich noch einige Dinge unter und gewisse Dinge missinterpretiere ich auch. Vieles ist auch subjektiv und dann auch von bestimmten Matchups und dem Team, was man mitnimmt abhängig, was dann in einer neuer Season gegen andere Gegner ganz anders laufen kann. So sieht dann jedenfalls das Fazit zu Skorgla aus, welches insgesamt nicht so gut performed hat, es aber auch viele Gründe hatte.

Vorrunde Playoffs
Einsätze 6/11 1/1
Kills 9 0

Der Stahl-Regi war erst gar nicht fürs Team geplant. Als Stahl-Pokémon wollte ich erst meinen Favoriten Metagross hineinnehmen. Mit Maxax und Barrikadax daneben schien mir die physische Power aber etwas too much und ich wollte lieber etwas defensives im Team haben. Da Registeel der Inbegriff von Defensive als Stahlpokémon ist, nahm ich dann das und er gefiel mir mit Pixi in der Kombination, welche Registeel die KP auffrischen bzw. aufwishen kann auch direkt sehr gut.

Direkt im ersten Kampf konnte der Stahlregi auch als untötbarer Stahlklotz zeigen was ihn auszeichnet, wenn das auch sehr an dem Matchup lag. Kills und Pluspunkte wurden da jedenfalls bereits gesammelt. Insgesamt kam Registeel sieben Mal mit und hat immer etwas gebracht. Seine Aufgaben beschränkten sich zwar überwiegend auf das mit Status belegen der gegnerischen Teammpokémon oder das Legen der Rocks, aber wie zuverlässig und erfolgreich er das gemacht hat, zeigt seine Killbilanz, die mit 9 für ein Registeel schon beachtlich ist.

Registeel war am Ende auch mein Versuchskaninchen in dieser Liga. Oft habe ich da so 1 oder 2 Pokémon, bei denen ich ein paar gewagtere Sets probiere. Das war mit ihm gegen Fabio der Fall, als ich mit Schwächenschutz und Steinpolitur einen Registeel-Sweep auspacken wollte, der zwar an einem gescarften Zeraora zerschellte, dennoch aber dort 2 Kills eingesackt hatte. Der Kill mit der Anti-Feuer-Beere und Konter gegen Flampivian am letzten Spieltag der Vorrunde bleibt ebenfalls unvergesslich und beseitigte dort auch einen sehr gefährlichen Threat für mein Team.

Die Defensive Registeels ist bekannt, aber das Ausmaß dieser überraschte mich doch dann auch irgendwie immer wieder auf Neue. Selbst auf dem Wert, der ohne EVs verbessert wurde, konnte es noch sehr viel aushalten und auch starke offensive Pokémon wie Mega-Bibor checken, die mit effektiven Attacken auf es einschlugen. Gerade mit einem Wunschtraum dahinter war Registeel eine Wall, die nicht so leicht zu legen war und das gefiel mir wirklich sehr gut. Das ermöglichte dann in einigen Kämpfen die Tarnsteine und auch das Toxin auf gefährliche Pokémon, wodurch sich das als passiv bekannte Registeel auch seine Kills scheffelte.

Man muss bei Registeel aber auch wissen was man bekommt und das wusste ich auch. Das offensive Gimmick-Set war einmalig und hatte auch daneben nie Sinn gemacht und war selbst in dem einen Kampf sicherlich nicht die Optimallösung. Daneben sind Geowurf und Toxin seine besten Angriffsmoves, die aber auch berechenbar und konterbar sind. Das missfiel mir doch ab und an, aber wie gesagt: Es war ja klar, was Registeel kann. Body Press, welches es dann wohl mit dem nächsten DLC bekommt, das hätte ich jedenfalls sehr begrüßt, da es dann etwas Passivität nimmt und auf physisch defensiven Sets wirklich sehr gut kommt. Mit Eisenabwehr als Rest-Talk-Set wäre das dann auch denkbar und nicht ungefährlich, da Registeel auch wirklich schwer zu legen ist. Das Rest-Talk-Set mit Fluch hätte ich auch schon fast in der Vorrunde ausgepackt. Wer weiß wie das geklappt hätte.

Die Möglichkeiten wie man Registeel spielt sind definitiv begrenzt, da braucht man nicht drum herumreden. Aber ein paar Optionen hat man dann doch noch und es hat mir definitiv sehr gut gefallen. Es war einfach äußerst solide und ich konnte mich immer darauf verlassen und es hat auch einige Siege erst ermöglicht und eingeleitet. Dementsprechend sehe ich in Registeel auch meinen MVP hinter Maxax oder wenn man es so sagen will, war Maxax mein offensiver MVP und Registeel mein defensiver. Passt auch irgendwie zu den beiden, weil die quasi Experten ihrer jeweiligen Gebiete sind und quasi kaum etwas anderes können. Registeel statt Metagross zu picken war trotz meiner Liebe zu Metagross absolut worth it und kann ich auch jedem empfehlen, sofern der passende Wish-Passer mit im Kader ist.

Vorrunde Playoffs
Einsätze 4/11 1/1
Kills 1 0

Ähnlich wie Skorgla war auch Infernopod in vielen meiner Draftpläne zur PFDL Zuhause. Auf das Pokémon hatte ich große Lust und mir gefiel es ein defensives Feuerpokémon mit einer Feuer-Immunität im Kader zu haben. Dank den Plateauschuhen war es auch nicht instant tot, wenn es in die Rocks hineinkam und damit viable und auch nützlich. Als C-Pokémon hatte ich im Vergleich zu Skorgla aber nicht die allerhöchsten Erwartungen an es gehabt. Also Erwartung schon ja, aber wie man es kennt, nimmt man seine Low-Tier-Pokémon ja nicht so oft mit als alles andere darüber.

Insgesamt war es auch so, dass Infernopod in nur 4 von 11 Vorrundenspielen mitkam. Es hat zwar in 2 von diesen auch wirklich gar nichts gebracht, was aber auch nur bedingt an dem Pokémon selbst lag. Gegen JackT.Ripper am letzten Spieltag musste es als Opfer fürs Ausstallen des aufgesetupten Necrozmas herhalten und gegen Yoshi Gamer konnte es dann alleine auch nicht mehr das Blatt wenden. In den anderen beiden Einsätzen hat es aber durchaus mit zum Sieg verholfen und wichtige Aufgaben erfüllt.

Dass es die Boots quasi immer tragen musste, sah ich aber schon als Nachteil. Ich hatte es zwar auch einmal ohne und mit Überresten mit, jedoch ist es auf die Art immer ein sehr großes Risiko. Man schafft es nicht immer sich die Tarnsteine vom Leibe zu halten und mit diesen startet es einfach mit 50% KP in den Kampf. Es ist sehr gut, dass es die Boots mit Gen 8 gibt und ich mag das Item auch sehr gern. Aber das Typing mit der doppelten Steinschwäche forciert das Item auch direkt drauf und eine Offensivweste, eine Heilungsbeere oder ein cooles Gimmick-Item das kann so halt selten bis gar nicht Platz nehmen, was ich dann doch schade fand.

Movetechnisch hatte Infernopod auch definitiv das Gen 8 Handicap, also dass es etwas eingeschränkt ist, was die klassischen Moves wie z.B. Kraftreserve oder Toxin betrifft. Das ist auf Infernopod wohl nicht das größte Problem, da es mit seinen STAB-Angriffen, Abschlag, Blattgeißel und dem Einrollen gute Angriffs- und einen guten Setupmove hat, aber dahinter hört es dann schon fast direkt auf. Es ist eine gute Grundlage, aber definitiv eine Schwächung, den sich alle Gen 8 Pokémon teilen.

Insgesamt bin ich zufrieden mit Infernopod. Es war definitiv kein Dead Slot, hat etwas gebracht und war auch im Teambuilding angenehm als Option zu haben. Die Schwächen die es hat, liegen auf der Hand bzw. hatte ich aufgeführt. Aber als C-Pokémon war es dennoch ein gutes Pokémon gewesen.

Vorrunde Playoffs
Einsätze 2/11 0/1
Kills 2 0

Wie üblich kommt in jedem Draft ein oder mehrere Pokémon ins Team, welche gar nicht eingeplant waren. Das betraf z.B. auch Maxax, da ich eigentlich Grandiras ins Team nehmen wollte. Aber mit dem Wegfall von Grandiras fehlte dann auch noch zusätzlich das Kampfpokémon. Im C gab es einige Kandidaten und ich hätte auch große Lust auf Karadonis und noch viel mehr auf Viridium gehabt. Am Ende entschied ich mich aber für das Quartermak, was ich als Pokémon selber zwar nicht wirklich mag, es aber als nützliches Pokémon kannte.

Quartermak kam nur zwei Mal mit, was wirklich wenig ist. Es hatte zwar im 1. Auftritt direkt 2 Kills eingesackt, die aber leider völlig irrelevant waren, da es quasi nur Ergebniskosmetik war. Danach kam es gegen Fabio mit und war dort als Scarfer gut zu haben, aber am Ende dann nur als Absicherung noch gut, um das Mega-Altaria mit Mülltreffer legen zu können. Mehr hat es nicht gemacht, da es mehr Einsatzzeiten nicht bekommen hatte.

Das Einsatzgebiet Quartermaks ist auch eher begrenzt. Es hat zwar schon ganz nette Stats, gerade der KP-Wert ist schon überraschend hoch, aber am Ende reduziert es sich dann doch auf das Set mit Wahlschal. Dafür ist es auch wirklich prädestiniert und es kann auch damit hilfreich sein. Aber es ist eben auch einfach so unfassbar vorhersehbar und wirklich schnell ist es dann auch nicht. Am Ende zog Maxax im Teambuilding oft als Scarfer an Quartermak vorbei und dann war der Platz gar nicht mehr im Team vorhanden.

Schlecht war und ist Quartermak sicherlich nicht und es ist eben auch ein Pokémon des zweitniedrigsten Tiers. Es hätte auch bestimmt noch in ein paar weiteren Kämpfen mitkommen und etwas sinnvolles machen können. Am Ende muss ich aber doch sagen, dass mir ein Viridium wohl besser getan und ins Team gepasst hätte, was aber auch noch an dem Pflanzentyp lag, der mir fehlte. Das hätte mir dann auch gegen Elektro und Wasser-Pokémon besser geholfen und wäre zudem auch noch der Abschlags-Konter in der Hinterhand für Skorgla gewesen. Im Draft war die Überlegung zwischen Viridium und Quartermak den beiden am Ende gewesen und wenn ich so auf mein Team schaue und auf den Speed Viridiums und das Typing einbeziehe, wäre da wirklich Potenzial für ein gutes bzw. besseres Teampokémon gewesen. Aber das bleibt Theorie und die Erfahrung mit Quartermak im Kader, war auch nicht verkehrt und bereut habe ich es auch nicht.

Vorrunde Playoffs
Einsätze 2/11 0/1
Kills 0 0

Runter ins D-Tier kommen wir nun zu meinem Elektro-Pokémon. Im Draftplan ging mir das Elektropokémon etwas durch die Lappen und ich hatte dann nur noch die Low-Tiers nach. Vom normalen Rotom hatte ich bereits als nützliches Pokémon und gutes D-Pokémon gehört und die anderen Versionen kannte ich auch gut mit Spielen damit und dagegen. Den Geisttypen fand ich als Ergänzung fürs Team auch noch gut, also wählte ich das aus fürs Team.

Wie auch Quartermak war Rotom nur in 2 Kämpfen dabei und das jeweils als Scarfer. Im Kampf gegen Impelknight war es auch echt wichtig gewesen, umso kritischer war dann der Tod, den es kassieren musste. Im anderen Kampf hat es durchaus gut agiert und hätte sich auch einen Kill verdient gehabt. In den anderen Matches war es als Scarfer wie auch Quartermak von anderen Pokémon outclassed worden und fand den Weg dann nicht ins Team.

Am Ende hatte Rotom eine Rolle im Team, die es nicht erfüllen konnte. Um defensive Wasserpokémon kann es sich nur bedingt kümmern, da es doch recht fragil und auch nicht so stark ist. Als Scarfer war es schon gut, aber auch nur bedingt nutzbar. Im Team hätte ein stärkeres Elektro-Pokémon definitiv besser gepasst, da die Aufgabe gegen Wasserpokémon und auch das Momentum mit dem Voltwechsel auf alle Fälle gewinnbringend gewesen wäre. Wie in vielen anderen Bereichen lag es dann auch am Team und nicht an Rotom selbst. Es ist für ein D-Pokémon schon gut und hat den Nutzen aufgezeigt. Mit einem Elektropokémon aus B bis S-Tier kann es natürlich schlecht konkurrieren, welches dann auch zwangsläufig häufiger mitkommt und mehr zeigen kann. Rotom-Heat hatte ich da in einer Liga gehabt und das war wirklich fast immer mit und war auch sehr solide. Das ist da natürlich ein sehr unfairer Vergleich, da es dann doch von den Stats und dem offensiv sehr gutem Doppeltyping einfach deutlich besser ist. Unzufrieden mit Rotom bin ich nicht, hätte mir dann aber in diesem Team ein stärkeres Elektro-Pokémon gewünscht. Dabei kann ich aber auch nicht außer Acht lassen, dass auch in Rotom mehr Einsatzmöglichkeiten drin gewesen wäre und ich es doch zu sehr auf das Scarf-Set reduziert habe.

Vorrunde Playoffs
Einsätze 2/11 0/1
Kills 4 0

Das Schlusslicht macht Aeropteryx, was auch tatsächlich als allerletztes Pokémon ins Team fand und noch mehr als Quartermak gar nicht eingeplant war in dieses Team. Aeropteryx war der Inbegriff des Versuchs die Speedlücke zu schließen, die während des Drafts entstanden war. Das geschah mit einem D-Pokémon aber natürlich auch nur notdürftig, da man nicht unbedingt mit dem Vogel im Team rechnen musste. Aeropteryx als Pokémon mochte ich aber schon seit dem 2. LPT sehr und daher hatte ich auch Lust auf ihn und war gespannt, ob er etwas bringen wird.

Wie seine beiden Vorgänger hatte er nur 2 Möglichkeiten sich zu zeigen. Aber gerade im ersten Kampf hat er das eindrucksvoll gezeigt. Wenn ich es schlauer gespielt hätte, wäre er mit seinen 3 Kills der Matchwinner geworden, aber auch so ist seine Killbilanz mit 4 Kills in 2 Spielen wirklich sehr gut. Wieso ich auch hier wieder die gescarfte Variante bevorzuge, ist einfach zu erklären, da ich in Aeropteryx den Counter für den Scarfer meiner Speedlücke sah. Das nahm ihm dann zwar schon seinen Vorteil des Ursprungsspeed, war aber dennoch in der Form nicht schlecht. Es war auch in anderen Matchups in Überlegung und auch schon fast im Team drin, also es hat schon einen Eindruck hinterlassen.

Für die Notlösung für den Speed die es war, hat es einen sehr soliden Job gemacht und als günstige Option fürs Outspeeden von etwas zu haben, war es auch auf alle Fälle gut im Kader zu haben. Natürlich wäre auch hier wie bei Rotom ein höherklassiges Pokémon mit seinem Speedwert besser gewesen, aber das D muss ja auch mit etwas bestückt werden und die anderen Tiers waren auch schnell durchgeplant. Für das was es war, war es definitiv lohnenswert und hat das gemacht, was es sollte und konnte.

Das Fazit zum Schluss

Insgesamt bin ich mit dem Team sehr zufrieden gewesen. Wie erwähnt sehe ich das als mein stärkstes bislang gedraftetes Team, trotz der Schwächen, die gerade in der Analyse der einzelnen Pokémon zum Vorschein kamen. Einige Rollen hätten anders ausgefüllt werden sollen und der Speed etwas ausgewogener gestaltet werden, dann wäre es noch ein Stück besser gewesen. Auch Mega-Turtok wäre sicherlich besser supportbar gewesen. Aber für meine Verhältnisse, war es dennoch gut und es fühlte sich auch so an. Neben der Auswahl an Breakern und auch einigen Scarfern war es wirklich sehr angenehm, dass ich 2 Pokémon mit Magieschild im Kader hatte, wodurch ich Tarnsteine oft ignorieren konnte. Das fühlte sich in den Spielen wirklich sehr nett an, wenn man nicht sofort wenn die Rocks liegen dran denken muss, dass man sie so schnell wie möglich wieder loswird. Auch eine Defensive zu haben, die gar nicht von Toxin betroffen werden kann, war eine sehr nette Sache. Ich kann da wirklich viel positives aus diesem Team herausziehen und das überwiegt definitiv über dem, was nicht so gut und verbesserungsdürftig war.

Die schönsten Spiele die ich hatte waren gegen Fabio und Muffin. Natürlich sind Siege immer schöner und daher auch zwangsläufig weiter oben anzusiedeln, aber gerade über diese beiden und der Ausgang der Kämpfe, darüber hatte ich mich sehr gefreut. Gegen Fabio rechnete ich mir wenig aus, wenn auch das Matchup gut aussah, aber das hat nicht unbedingt etwas zu sagen, wenn der eine Spieler halt einfach besser oder erfahrener ist als der andere. Dass es dann doch so gut lief und ich auch ein gutes Spiel hingelegt hatte, das hat mich wirklich sehr gefreut. Gegen Muffin war es ein schönes Hin- und Her, bei dem ich am Ende triumphierte und das war auch im Nachhinein ein schöner Kampf. Vom Freudefaktor war der Sieg gegen JackT.Ripper am letzten Spieltag auch noch hoch zu bewerten, da es sich durch diesen für mich nach dem Erreichen der Playoffs anfühlte und die Last abfiel. Dazu hätte auch in diesem Kampf dank dem gesetupten Necrozma und Flampivian einiges schieflaufen können.

Generell gab es in dieser Liga einige sehr knappe Kämpfe. So gingen ja auch einige 1:0 oder 0:1 aus und waren wirklich auch unabhängig vom Ergebnis her sehr knapp. Das zeigt auch, dass wirklich auf beiden Seiten nicht viel gefehlt hat und es oft sehr spannend zulief. Die Haxes spielten dann teilweise auch eine Rolle, aber wenn ich so an die Games zurückdenke, hatte ich ein Game wegen Hax gewonnen und eines wegen Hax verloren. Alles andere was passiert war, war wohl nicht entscheidend für den Spielausgang gewesen. So ist es dann auch ok und solang es nicht ganz eindeutig ist, versuche ich auch ohnehin nichts auf die Haxes zu schieben.

Spielerisch war diese Draftliga eine ganz gute Leistung von mir. Dass trotzdem kein Spiel ohne Fehler auskam und manche auch aufgrund dieser verloren gegangen waren, liegt an der Natur der Sache. Zwischen der letzten PFDL und dieser lagen für mich selbst auch gerade mal 2 weitere Draftligen und kaum andere Kämpfe in irgendwelchen Bereichen des competitive Play. Da kann man dann auch nicht zu viel erwarten. Dementsprechend zufrieden bin ich dann schon, dass es diese Season doch schon deutlich besser lief. Rein vom Gefühl her habe ich mir aber auch mehr Gedanken gemacht, als noch in vergangenen Ligen und auch das Tagebuch hat mir geholfen, um nochmal einen Blick auf alles was war zu werfen.

Insgesamt schau ich auf ein gutes Team und eine gute Season zurück, mit der ich durchaus zufrieden sein kann. “Mehr war nicht drin”, klingt etwas nach einer Ausrede, aber im Endeffekt war es dann so und das kann ich auch ehrlich akzeptieren. Dafür ist mir auch bewusst, dass andere Spieler erstmal schon viel länger und dann auch aktiver in Draftligen oder dem competitive Play allgemein aktiv sind. Aus anderen vergleichbaren Bereichen, in denen ich früher aktiv war, habe ich das auch von dieser anderen erfahrereneren Seite aus sehen können und kann das daher gut reflektieren und auch akzeptieren. Die Erfolgserlebnisse, die es dann gab, freuen mich dann aber natürlich trotzdem und die Ambition etwas zu erreichen ist dann auch stets irgendwie präsent. Mit einem realistischen Blick auf das wie es ist und mit der Ehrlichkeit zu sich selbst, fährt man da auch generell nicht verkehrt.

Nun bleibt mir an der Stelle noch zu sagen: Danke an jeden Teilnehmer der PFDL, insbesondere die Spieler, gegen die ich gespielt und mir spannende Kämpfe geliefert habe, egal ob es am Ende Sieg oder Niederlage wurde. Danke ebenfalls an jeden Leser der vielen langen Tagebucheinträge. Nicht zu vergessen noch an alle Kollegen aus dem Team, die die PFDL organisiert und geleitet haben. Es war wieder ein tolles Projekt, was über Monate hinweg für Gesprächsstoff gesorgt hat. Und damit dann noch meine Abschlussworte vom Tagebuch: Es hat viel Spaß gemacht und bis zum nächsten Mal!


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