Sonstiges: Disneyland Paris

Bewertung: 5 Tolles Erlebnis für Kinder - aber auch etwas teuer
Rezension verfasst von McLovin am 30.09.2011:
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Um unseren beiden Kindern einen großen Wunsch zu erfüllen, sind wir in diesen Sommerferien für 4 Tage ins Disneyland Paris gefahren.

Die Anreise
Die Möglichkeiten sind vielfältig. Ob mit der Bahn, dem Flugzeug oder dem eigenen Auto, das Disneyland liegt nur etwa 30 Kilometer von Paris entfernt und ist daher verkehrstechnisch gut angebunden. Nach einigen Überlegungen haben wir uns für die Anreise mit dem eigenen Auto entschieden, da vier Personen reichlich Gepäck zusammenbekommen und wir außerdem vor Ort mobil sein wollten.
Vom Rhein-Main-Gebiet ging es über die Autobahn in Deutschland und Frankreich (leider kostenpflichtig, ca. 30€ pro Strecke) in einer entspannten Fahrt von etwa 4,5 Stunden Richtung Disneyland. Bereits einige Kilometer vor Erreichen des Disneylands empfingen uns große Hinweisschilder mit einer Mickey Maus, sodass der Weg kaum zu verfehlen war.
Auch das Auffinden des Hotels, wir hatten uns für die Sequoia Lodge entschieden, war einfach. Das Auto konnte nach einer kurzen Kontrolle auf dem hoteleigenen Parkplatz abgestellt werden.

Das Hotel
Der Check-in verlief problemlos. Einfach die Buchungsbestätigung vorzeigen und ein wenig Papierkram erledigen, dann hatten wir unseren Zimmerschlüssel und die Eintrittskarten für die Parks. Wir hatten anscheinend Glück und erwischten einen Mitarbeiter, der fließend deutsch gesprochen hat, von anderen Gästen erfuhren wir später, dass das nicht unbedingt der Fall ist. Auch die Wartezeit war nicht lang, vielleicht 5-0 Minuten, allerdings haben wir am Freitag Nachmittag deutlich längere Schlangen vor dem Check-in gesehen. Da hat sich die Anreise am Donnerstag also gelohnt.
Wir hatten ein sogenanntes Montana Zimmer für 4 Personen gebucht. Das ist wohl typisch amerikanisch, jedenfalls für uns ungewohnt. Denn das Zimmer verfügte über 2 Doppelbetten und war nicht irgendwie räumlich getrennt. Nun gut, nach dieser ersten kleinen Überraschung, mit der wir uns aber schnell arrangiert hatten, schnell die Koffer abgestellt, einen Blick ins Bad geworfen und das Zimmer für insgesamt gut befunden. Dann ging es zu Fuß in den Park.

Die Parks
Nach einem Fußweg von etwa 10 Minuten erreichten wir zunächst das Disney-Village. Ein Vergnügungsviertel mit verschiedenen Geschäften und Restaurants.
Noch ein paar Schritte weiter kann man sich entscheiden, ob nach links zum Walt Disney Studios Park oder geradeaus zum Disneyland Park weiterläuft. Wir haben uns zunächst für den Disneyland Park entschieden. Der Eingang zu diesem Freizeitpark liegt direkt unter dem Disneyland Hotel. Fröhliche Musik dudelt aus den Lautsprechern und verbreitet direkt gute Stimmung. Die Eintrittskarten werden in ein Drehkreuz eingeführt, das dann passiert werden kann – unkompliziert und schnell – zumindest an diesem Tag.
Am Wochenende mussten wir hier einige Zeit anstehen, da war es deutlich voller und wir wollten natürlich direkt morgens in den Park und nicht wie am Donnerstag um ca. 15:00 Uhr.
Am Eingang erhielten wir auch einen Parkplan, der sich als sehr nützlich herausstellte, um die Übersicht zu behalten. Das Disneyland ist nicht nur in zwei komplett voneinander getrennte Freizeitparks unterteilt, sondern jeder Park auch noch in unterschiedliche Themenbereiche.
Jeder dieser Bereiche ist sehr schön und thematisch passend gestaltet, auch die entsprechende Musik läuft im Hintergrund.
Im Disneyland Park gibt es die Main Street, das Frontierland, das Adventureland, das Fantasyland und das Discoveryland. Im Walt Disney Studios Park ist die Trennung der einzelnen Bereiche weniger deutlich. Hier gibt es Front Lot, Back Lot, Toon Studios und Production Courtyard.
Am ersten Tag haben wir uns im Disneyland Park umgesehen und konnten auch einige Achterbahnen und Karussells ausprobieren – Dank des sehr praktischen Fast Pass-Systems waren die Wartezeiten auch nicht allzu groß. Am Wochenende sah es leider anders aus. An den beliebten Attraktionen, wie Space Mountain und Buzz Lightyears Laser Blast gab es schon am Mittag keinen Fast Pass mehr und die Wartezeiten betrugen locker eine Stunde. Da der Wartebereich der Fahrgeschäfte aber gut gestaltet ist, kam uns die Zeit nicht so lang vor.
Am Freitag sind wir wieder in den Disneyland Park gegangen, da wir am Tag zuvor nur einen kleinen Teil gesehen hatten. Zwei Tage braucht man hier wirklich, wenn man jede Attraktion fahren möchte. Am Samstag war unser erster Besuch im Walt Disney Studios Park an der Reihe. Dieser Park ist deutlich kleiner, aber auch neuer. Anscheinend sind hier in den letzten Jahren einige neue Attraktionen gebaut worden, die für Nervenkitzel sorgen. Uns haben Crush Coaster, der Rock'n'Roller Coaster und Tower of Terror am besten gefallen. In diesem Park gibt es auch einige Shows, sodass man den Füßen zwischendurch mal eine Pause gönnen kann.

Essen und Trinken
Die Auswahl an Essen und Trinken ist im Disneyland hoch. Überall gibt es Restaurants und Snackbuden, wo man seinen Hunger stillen kann. Die Preise fürs Essen sind nicht gerade günstig, aber im Vergleich zu anderen Freizeitparks ziemlich normal.
Unterscheiden muss man ganz klar zwischen Fast Food und Essen in den Restaurants. Für das Fast Food muss man für eine vierköpfige Familie, bei der alle nicht eben wenig essen, etwa 40-50€ incl. Getränke einplanen – nicht unbedingt ein Schnäppchen. In den Restaurants – es gibt sowohl All-you-can-eat-Buffets als auch ganz normale Restaurants, ist das Essen pro Person natürlich ein wenig teurer, aber dafür auch deutlich besser. Für ein All-you-can-Eat-Buffet sind etwa 20€ pro Person fällig, dafür ist man danach wirklich satt, kann sich beim Essen Zeit lassen und die Qualität ist gut. Der Preis ist auf jeden Fall angemessen. Für die normalen Restaurants kann ich hier kein Urteil abgeben, da wir dort nicht essen waren. Aber die Speisekarten sahen gut aus und die Preise waren auf den ersten Blick im normalen Bereich.
Im Disney Village gibt es auch die bekannte Burgerkette mit dem goldenen M, sodass man hier auch recht günstig etwas zu essen bekommt.

Fazit
Beide Parks und die gesamte Anlage rund um die Hotels sind sehr sauber. Mitarbeiter sind eigentlich immer erreichbar, allerdings sollte man englisch oder besser noch französisch können, um sich problemlos verständigen zu können. Deutschsprachige Mitarbeiter gibt es, aber es scheinen nicht sehr viele zu sein.
Insgesamt lohnt sich der Besuch im Disneyland auf jeden Fall. Vier Tage sind absolut ausreichend, auch mit 3 Tagen würde man vor Ort alles anschauen und ausprobieren können. Die Organisation im Park ist hervorragend, nirgendwo wird gedrängelt oder geschubst, wie man es aus anderen Freizeitparks kennt.
Ein kleiner Negativpunkt war das Hotelzimmer – was aber sicherlich unser Fehler war, denn in der Beschreibung stand tatsächlich Zimmer mit zwei Doppelbetten. Nun gut, mit kleinen Kindern sicherlich optimal mit Teenies etwas gewöhnungsbedürftig. Aber zwei Zimmer hätten definitiv unser Budget gesprengt, denn die Hotelpreise sind nicht gerade günstig.
Alles in allem haben wir vier tolle Tage im Disneyland verbracht und überlegen schon, ob wir im nächsten Sommer noch mal für ein paar Tage hinfahren, dann aber sicherlich komplett unter der Woche, da geht es im Park deutlich entspannter zu als am Wochenende.

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