Buch: Tote Mädchen Lügen Nicht

Bewertung: 5 Tote Mädchen Lügen Nicht
Rezension verfasst von Tialgo am 18.01.2011:
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Tote Mädchen Lügen Nicht

Das Buch Tote Mädchen Lügen Nicht, geschrieben von Jay Asher, ist ein Jugendroman, in dem es um die Themen geht, die einen als Jugendlichen halt am meisten beschäftigen: Freundschaft, Liebe, Gerüchte und Suizid. Diese Wörter mögen vielleicht zuerst nicht zueinander passen, doch passender hätte man den die Sachen, die Hannah Baker's Leben bestimmten, nicht zusammenfassen können.

Zur Geschichte: Es ist nun zwei Wochen her, das sich die Mitschülerin Hannah Baker mit Tabletten umgebracht hat. Der Protagonist, Clay Jensen, ist gerade nach Hause gekommen und findet vor seiner Tür eine Art Schuhkarton, den er mit rein nimmt und aufmacht. In dessen Inneren befinden sich 7 Kassetten, die Clay sich anhören soll – denn wie er kurz darauf rausfindet, gehen diese 7 Kassetten, die auf jeder Seite oben Rechts eine Ziffer stehen hat, an alle Personen, die Hannah dazu brachten, sich das Leben zu nehmen. Sie spricht auf dem Band die Geschichte ihrer letzten Tage, wobei alles damit anfing, das sie neu in dieser Stadt war und sich nichts sehnlicher gewünscht hatte, als aufgenommen zu werden.

Clay kann das Szenario nicht verstehen – Er weiß nicht, was er gemacht haben soll, denn insgeheim war er in Hannah Baker verliebt. Als Clay sich die Kassette 1 Seite A anhört, bekommt er die Regeln von Hannah's Spiel erklärt. „Es gibt nur zwei Regeln und die sind ganz einfach. Regel Nummer eins: Ihr hört zu. Nummer zwei: Ihr schickt die Kassetten weiter. Hoffentlich wird euch beides schwerfallen. Nachdem ihr alle dreizehn Seiten angehört habt, legt ihr die Kassetten wieder in den Karton und schickt sie an denjenigen weiter, der eurer kleinen Geschichte folgt. Und du, glückliche Nummer 13, du kannst mit den Bändern zur Hölle fahren“, wie Hannah es mit einigen ihrer letzten Worte spricht. Damit die Regeln eingehalten werden, hat Hannah vor ihrem Tod die Maßnahme getroffen, von allen Kassetten Kopien an zu fertigen, die an die Öffentlichkeit gelangen werden, wenn eine der Personen sie nicht weiterschickt.

Das ganze Buch an sich ist, um es klar auszudrücken, etwas das jeden angehen sollte. Man findet sich in mindestens einer Person wieder. Sei es nun Clay, der sich in ein todgeweihtes Mädchen verliebte, Hannah, die sich ausgeschlossen fühlte oder einer der anderen, die nicht wussten, was sie mit ihrem Handeln verursachten. Dreizehn Gründe sind es, die Hannah in den Selbstmord trieben, und soweit Clay die Regeln richtig verstanden hat, ist er auch einer davon.

Diesen Roman kann man einfach nicht weglegen. Egal, wie oft man es versucht, man will wissen, wie es weitergeht. Sowohl der lockere Schreibstil als auch das passend gewählte Thema ist etwas, was wirklich (wie auch schon im Bucheinband steht) „jeden angeht“. Dieses Buch ist auf keinen Fall belehrend, wie der Autor und viele Pressestimmen oft verlauten lassen. Hier wird immer wieder zwischen den tragischen Hintergrundgeschichten von Hannah Baker, die als kursiv gedruckten Text geschrieben wurden, und den Gedanken von Clay Jensen gewechselt, aber so geschickt, das man beim lesen wirklich meinen könnte, man selbst würde Hannah's Stimme hören.

Dieses Buch ist wirklich empfehlenswert. Selbst, falls ihr jetzt keine Leseratten seid oder auch seit der Grundschule kein Buch mehr in der Hand hattet, das ihr freiwillig gekauft habt – Dieses Buch ist anders. Mir persönlich hat es die Liebe zum Lesen wieder gezeigt, was man (sollte man meine Lesemuffeligkeit kennen) tolerieren sollte. Und als Bestseller stimmen mir wohl viele Leute zu, wenn ich sage: Tote Mädchen Lügen Nicht.

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