Buch: Lilith

Bewertung: 4 Lilith (Christoph Marzi)
Rezension verfasst von Windprinzessin am 05.04.2011:
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Nachdem sich mein erstes Review mit "Lycidas" desselben Autors beschäftigte (zu finden unter: http://reviews.pokefans.net/bucher/50/lycidas), ist dieses Mal die Fortsetzung "Lilith" an der Reihe.

Wie sich auch an der Sternebewertung sehen lässt, schätze ich das Buch etwas schwächer ein als Lycidas.
Der erste dicke Minuspunkt ist, dass das Buch zwar genauso dick ist wie Lycidas, aber viel größer gedruckt - weniger Handlung für dasselbe Geld, ich weiß ja nicht. Auf die anderen Negativpunkte komme ich noch zu sprechen.

Um jenen, die Lycidas vielleicht irgendwann einmal lesen wollen, nicht den Spaß zu verderben, kann ich zur Handlung gar nicht so viel sagen. Es geht im Großen und Ganzen, wie auch in Lycidas schon, um Mythen und Sagen, die miteinander verwoben werden. In "Lilith" steht ein Sagenkomplex im Vordergrund, der sich in fast allen Mythologien der Welt wiederfindet - Vampirismus.
Nun schaltet der Leser in Zeiten glitzernder, vegetarischer Vampire natürlich ab, aber ich kann beruhigend sagen, dass die Vampire in DIESEM Buch tatsächlich noch sind, was sie sein sollten - blutrünstig und größtenteils auch böse.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, aber neben dem eingangs erwähnten Problem des Preis-Leistungs-Verhältnisses, gab es noch etwas, was mich extrem genervt hat und die fünf Sterne zunichte gemacht hat: der Mittelteil, die "Aufzeichnungen Eliza Hollands" Eliza Holland ist, um es kurz zu machen, eine Nebenperson, die ich PERSÖNLICH immer langweilig fand - wenn man das anders sieht, sind ihre Aufzeichnungen wahrscheinlich sehr spannend, aber für mich...waren sie das nicht.

Es bleibt jedoch, dass die anderem Teile (Buch 1: Scherben und Buch 2: Spiegel) ein absolutes Meisterwerk sind, wie man es von Marzi gewohnt ist, und die das Buch trotz der Wermutstropfen zu einem echten Leseerlebnis machen.

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