Buch: Die Schattenkämpferin 1: Das Erbe der Drachen

Bewertung: 5 Die Schattenkämpferin 1: das Erbe der Drachen
Rezension verfasst von Aldena am 24.04.2011:
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"Als die achtjährige Dubhe beim Spiel versehentlich einen Kameraden tötet, wird sie aus ihrem Dorf verstoßen. Der geheimnisvolle Sarnek rettet sie, doch will er das Mädchen nicht bei sich behalten. Einst Söldner der Assassinen, ist er nun auf der Flucht vor der blutrünstigen Gilde, die mit allen Mitteln die Macht in der Aufgetauchten Welt an sich reißen will. Dubhe überredet Sarnek, sie als Schülerin bei sich aufzunehmen, und schon bald ist sie zur perfekten Kämpferin gereift und gerät ins Visier der Assassinen. Da sie als Achtjährige getötet hat, ist Dubhe ein Kind des Todes und muss der Gilde dienen. Dubhe versucht zu fliehen, doch ihre Häscher locken sie in einen Hinterhalt. Wird es der jungen Kämpferin gelingen, der todbringenden Gilde zu entkommen? Wird sie ihre Welt vor dem Tyrannen bewahren?"

Der erste Satz: "Der Turm stürzte ein, zerbast in unzählige Splitter schwarzen Kristalls, die die Ebene bedeckten, und eine ganze Weile waren alle wie blind."

"Die Schattenkämpferin: Das Erbe der Drachen" ist der Auftakt einer neuen Triologie von Licia Troisi und spielt 40 jahren nach den Ereignissen aus ihrer ersten Triologie die Drachenkämpferin.
Für das Buch ist es nicht zwingend nötig die Vorgänger Triologie gelesen zu haben aber dennoch ratsam, da die Geschichte sich teilweise auf den Vorgänger bezieht.

Der Prolog spielt direkt nach dem Ende der Geschichte aus Die Drachenkämpferin. Darin wird auch der Antagonist, Yeshol ein treuer Gefolgsmann des ehemaligen Tyrannen, vorgestellt.
Die nächsten Kapitel spielen 40 jahre später. Dohor, der neue König des Landes der Nacht führt Krieg gegen die noch freien Länder und eine Gilde von Auftragsmördern verbreitet Angst und Schrecken. Die junge Dubhe befindet sich auf der Flucht vor ihnen, da sie als achtjähriges Kind im SPiel einen Freund getötet hat. Damit ist sie ein Kind des Todes und die Regeln der GIlde sehen es vor, dass sie sich dieser anschließen muss. Viele Jahre kann Dubhe sich retten, auch dadurch, dass sie selbst die Ausbildung als Auftragsmörderin erfahren hat. Seit jedoch ihr Meister Sarnek starb schlägt sie sich nur noch als Diebin durch. Immer mal wieder im Laufe des Buches gibt es auch Abschnitte die Dubhes Vergangenheit erzählen und berichten warum alles in ihrem Leben so gelaufen ist.
Eines Tages gerät Dubhe bei einem Auftragsdiebstahl in eine Falle der Gilde und ist seid dem durch das Siegel des Todes geprägt. Durch dieses Siegel wohnt eine Bestie in ihr und bricht immer wieder hervor um ein BLutbad ohne Rücksicht auf Verluste anzurichten. Um der damit verbundenen Qual, schließt Dubhe sich der Gilde an da dies ihre einzige Hoffnung auf Leben zu sein scheint, auch wenn sie sich geschworen hat nie wieder zu töten...
Zur gleichen Zeit beginnen die Rebellen gegen die GIlde und Dohor einen Plan zu entwickeln um herauszufinden, was sie wirklich vorhaben. Der Junge Lonerin verlässt deshalb das sichere Gebiet um sich als Opfer in der Gilde auszugeben. Angetrieben von dem Ziel die Gilde zu vernichten, weil sie seine Mutter getötet hat, versucht er etwas herauszufinden um sie aufzuhalten, denn ihr Ziel ist grauenvoller als es sich alle Rebellen der Aufgetauchten Welt hätten vorstellen können...

Da es sich bei diesem Buch schon um das 4. Buch von Licia Troisi handelt ist der Schreibstil recht leicht und angenehm zu lesen. Vorallem die Rückblenden in Dubhes Vergangenheit sind besonders interessant zu lesen, da sich diese Abschnitte von ihrem "normalen" Schreibstil abheben. In meinen Augen schreibt sie sehr viel besser als in ihrer letzten Triologie.

Dubhe kommt eher verschlossen und teilweise in meinen Augen auch etwas verstört rüber. Da sie schon so früh erwachsen werden musste habe ich von Anfang an mitgefiebert und für sie dennoch auf ein gutes Ende gehofft. Auch wenn am Ende des Buches eine Hoffnung für sie besteht ist sie dennoch sehr gering. Trotzdem ist sie mir vorallem wegen ihrem Schicksal ans Herz gewachsen.

Lonerin unterscheidet sich dagegen schon sehr von Dubhe. Er hat nach dem Tod seiner Mutter Zuflucht bei Folwar, einem Magier. Um sich abzulenken geht er bei ihm als Magier in die Lehre mit der jungen Theana. Er hat einen freundlichen Charakter aber auch eine harte kalte Seite wenn es um die GIlde geht.

Die Nebencharaktäre sind im Vergleich zu den Protagonisten zwar nicht so gut ausgebaut allerdings habe ich auch sie sehr gern gelesen. Vorallem Theana, die zweite Schülerin von Folwar, ist mir wirklich ans Herz gewachsen und wird im dritten Band auch noch eine größere Rolle spielen.

Das Buch ist sowohl als Hardcover als auch als Paperback erschienen. Beide Versionen ziert allerdings ein optisch sehr schönes COver mit vermutlich Dubhe auf dem Einband. Sie öffnet eine Tür, was ich immer wie ein TOr in eine neue Welt voller GEschichten gedeutet habe. Aber jeder soll hinter diesem Tor selbst entdecken und deuten, was er will.

Fazit: Alles im allem hat mir das Buch, sowohl Schreibstil, Story als auch die Charaktäre sehr gut gefallen. Deswegen gebe ich diesem Buch 5*, da es in meinen Augen ein hervorragender Auftakt zu der zweiten Triologie rund um die Aufgetauchte Welt ist.

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