Buch: Ausgelöscht

Bewertung: 5 Bester McFadyen-Thriller bisher
Rezension verfasst von Burn am 23.04.2011:
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Bis auf seinen neuesten Thriller "Der Menschenmacher", der morgen bei mir im Osternest liegen wird, habe ich alle Cody McFadyen-Bücher gelesen. Lange hat es mir ein Autor nicht mehr so angetan wie McFadyen.

Eingans wird, wie in jedem seiner Bücher, einige oberflächliche Lebenumstände der Protagonisten und FBI-Agentin Smoky Barret, ihrem zweiten Mann Tommy und deren Adoptivtochter Bonny, sowie all derer Vergangenheit. Im Verlaufe des Buches werden diese Information näher beleuchtet, weitere aufgedeckt und natürlich auch immer Neue gewonnen.

Im Gegensatz zu seinen anderen Büchern, in denen meist ein ganzes Kapitel der Geschichte eines der Opfer / Täter gewidmet wurde, erlebt man hier immer wieder Zeitsprünge, in denen man zum Einen die Vergangenheit einer bis zum Ende unbekannten Person erfährt, zum Anderen die Haupthandlung um Protargonistin Smoky Barret fortgeführt wird.

Nachdem man mit ersten Einblicken in die raue Vergangenheit der noch unbekannten Person konfrontiert wird, werden die letzten Tage der Flitterwochen Smoky Barrets und ihres Lebensgefährten Tommy beschrieben.
Nach der Rückkehr der Beiden spielt sich die lang ersehnte Hochzeit Smokys Teampartnerin Cally und deren Mann, der keine besondere Rolle spielt, ab, deren Idylle durch ein Auto gestört wird, das eine kahlgeschorene, bewustlose Frau in Schlafanzug abwirft.
Das abruppte Ende der Hochzeit ist der Anfang der Haupthandlung, der Lösung des Falles.

Die Ermittler finden heraus, das die Frau, Heather Hollister, von einem Mann 7 Jahre lang in einer Zelle ohne jegliches Licht gefangen genommen wurde, der sich auf einer Internetseite für von Frauen enttäuschten Männern Opfer suchte, deren Frauen entführte und solange gefangen hielt, bis der Ehemann sie für tot erklärte, um die Hälfte der Versicherungssumme zu kassieren.

Als man Heather Hollister zum Reden bringt, beschreibt sie den schrecklichen Tathergang, dass sie auf einem öffentlichen Parkplatz entführt wurde, die Mittel, die der Täter benutzt und die völlige Wehrlosigkeit, die Heather Hollister, trotz ihres Amtes als ehemalige Polizistin hatte.

Die Ermittler finden keine brauchbare Spur und so geht McFadyen mehr in das Privatleben Barrets und ihrer Familie ein. Eine ruhige, idyllische Atmosphäre wird aufgebaut, bis Smoky Barret, beim Shoppen in der Stadt, auf einem Parkplatz entführt wird.

McFadyen schafft es immer wieder, mich in seinen Bann zu reißen. Während er immer zwischen dem Privatleben und dem Job Barrets wechselt, schafft er abwechselnd eine ruhige und eine angespannte Atmosphäre.
Vor der Entführung schafft er es, den Leser völlig durchatmen zu lassen, eine lockere Atmosphäre zu schaffen und -zack- kommt alles Schlag auf Schlag. Die Entführung ist der Anfang und es geht immer weiter; die Ereignisse überschlagen sich. Man kommt nicht mehr aus dem Lesen raus, der Puls steigt, man kriegt keine Minute zum Ausruhen. Und wenn man denkt, man hätte es geschafft, kommt es nur noch schlimmer.

Fazit: McFadyens eindeutig bester Thriller, ein super Aufbau, Spannung bis zum Schluss und ein überraschendes Ende.
Auch werden Stoff und Problematiken für das nächste Buch geknüpft, sodass man unbedingt wissen muss, wie es weitergeht. McFadyen ist und bleibt ein Genie und seine Bücher sollte man sich nicht entgehen lassen.

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