Film: Prinzessin Mononoke

Bewertung: 5 Ich bin beeindruckt!
Rezension verfasst von Platurt am 31.03.2014:
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Joa, also ich denke den meisten muss man es nicht sagen, aber ich machst trotzdem: Hayao Miyazaki ist ein Anime-Gott! Seine Filme sind ja sowieso schon das Beste vom Besten, aber mMn ist ihm bei Prinzessin Mononoke ein noch beeindruckenderes Stück Film gelungen, als man es von ihm gewohnt ist. In diesem Film stimmt einfach alles!
Die Geschichte des verfluchten Kriegers, welcher aus dem Konflikt zwischen Natur und menschlichem Fortschritt hervorgeht und daraufhin versucht diesen zu beenden ist nicht nur moralisch, sondern auch fesselnd und mit genügend Kampf-Szenen versehen, in welchen allerdings nie der Beweggrund vergessen wird. Von stumpfen Gewaltszenen sieht der Film also ab.
Die typische fiktive Vergangenheit Japans wird hier besser dargestellt, als ich es je sah. Das liegt zwar auch an den einzelnen, wundervoll gestalteten Fabelwesen, wie den Baumgeistern, den Tiergöttern, welche trotz ihrer Macht sterblich sind, und nicht zuletzt dem Gott des Waldes, doch vor allem sind es die Details in den Zeichnungen. Wenn sich anschaut, wie unter den Hufen des Gott des Waldes bei jedem Schritt Pflanzen wachsen nur um Sekunden später wieder zu zerfallen, dann muss man einfach Gänsehaut bekommen.
Neben den Zeichnungen und der wunderbar gestalteten Fantasiewelt lässt auch das Charakterdesign nicht zu wünschen übrig. So gern man Charaktere auch in Schubladen steckt, bei Prinzessin Mononoke kann man das vergessen, doch ohne zu Spoilern kann ich auf dieses Thema nur schwer eingehen.
Die musikalische Untermalung ist auch nicht von schlechten Eltern, was diesem Film eigentlich die Krone aufsetzen würde, hätten das nicht schon die Dialoge getan. Man fühlt sich nicht selten so, als schaue man sich ein Stück von Shakespeare an. Es wird zwar verständlich gesprochen, doch so bestimmt und ruhig, dass nahezu jeder zweite Satz ein Zitat abgeben könnte. Man denke nur an das Essen mit dem gesandten des Kaisers oder das Gespräch mit der Herrin in ihrem Garten.
Wer jedoch einen Liebesfilm erwartet wird enttäuscht werden, wer einen befürchtet darf aufatmen. Es besteht zwar ein wenig Romantik in dem Film, diese drängt sich aber nicht in den Vordergrund sondern lässt die Bühne eher den Kriegsgeschehnissen und integriert sich auf stimmige Art und Weise.

Mein Fazit: Der Film ist unglaublich gut. Ich weiss nicht was ich noch sagen soll. Der Film hat Moral, Action, Sinn, sieht grandios aus, Kämpfe, individuelle Charaktere, musikalische Untermalung vom feinsten, eine fesselnde Story, Romantik welche sich integriert anstatt sich aufzudrängen, epische Dialoge und ein Ende, welches sehr zufriedenstellend ist, einen allerdings dennoch nicht so schnell wieder loslässt.
Wenn ihr ihn noch nicht gesehen habt und kein Problem mit Filmen habt, welche einzelne Fantasy-Elemente besitzen, dann, um Himmels Willen, gebt euch diesen Film!

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