TV-Serie: The Big Bang Theory

Bewertung: 4 Die Nerd-Sitcom schlechthin!
Rezension verfasst von achtbitmusik am 31.12.2012:
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Was im Jahre 2007 in erster Linie wie eine schlechte Diffamierung der "Nerd"-Szene aussah, entpuppte sich nach kurzer Zeit zu einem wahren Quotenmagneten und darf sich in die Hall of Fame der Sitcoms neben "Two And A Half Men", "Scrubs" und einigen anderen Klassikern platzieren.

"The Big Bang Theory" handelt von den Alltagsproblemen einer kleinen Gruppen von Wissenschaftlern, bestehend aus Dr. Sheldon Cooper (Jim Parsons), Dr. Leonard Leakey Hofstadter (Johnny Galecki), Dr. Rajesh Ramajen Koothrapali (Kunal Nayyar) und Howard J. Wolowitz (Simon Helberg), die sich neben ihrem Freakdasein rundum Videospiele, Comicbüchern und dem täglichen Geplänkel um die Arbeit an der Universität in Pasedena, Kalifornien nun auch mit sozialen Problemen der Interaktionen herumschlagen müssen. Ausgelöst wird dieses für diese Gruppe definitiv beschriebenes Fiasko durch den Einzug der jungen, angehenden Schauspieleren Penny (Kaley Cuoco) gegenüber von Sheldon und Leonard. Sheldons ordentliche und akkurate Welt zerbricht an dem Freigeistdasein von Penny und er muss sich nun damit herumschlagen zu versuchen, ihr Leben in Ordnung zu bringen, um seins in Eintracht zu halten. Für Leonard hingegen ist Penny seine große Liebe und er versucht vieles, was ein verliebter kleiner Junge versucht, um das Mädchen seiner Träume zu beeindrucken - leider wird er von Muskelmännern übertrumpft...
Seit der vierten Staffel sind zwei neue Charaktere, Dr. Amy Farrah Fowler (Mayim Bialik) und Dr. Bernadette Rostenkowski-Wolowitz (Melissa Rauch), Teil der mehr oder minder "freiwillig" zusammengewürfelten Truppe.

Der Humor der Serie ist unbestritten genial. Was im ersten Moment wie hohes Niveau wirkt, ist hingegen die schlichte und subtile Art, mit Fachwissen für Lacher zu sorgen. Überzeugende Darbietungen, insbesondere durch Jim Parsons als Sheldon und einzigartige Skritpe sprechen für diese Serie und zeigen, dass diese Serie mehr als nur eine Eintagsfliegen-Sitcom ist. Der Humor basiert sich nicht auf das Fachwissen, viel mehr darauf, wie er präsentiert wird. Einige der Episoden-Titel sind auf wissenschaftliche Theorien ausgelegt (am bekanntesten durch "The Big Bang Theory" geworden ist wohl "Schrödingers Katze") und hin und wieder lernt man etwas in der Sendung dazu, was das Allgemeinwissen angeht ("Warum spricht man eigentlich einen Toast aus?" Sheldon: "Die Römer haben geröstetes Brot in ihre Becher getan und anschließend angestoßen."). Was wie eine unterdimensionierte Form von "aha!" vom Sender KiKa wirkt, entpuppt sich aufgrund seines Charmes, seiner Überzeugung und seiner Echtheit als ein mittlerweile gelungener Sitcomableger, den man sich gerne wieder anguckt.

Abschließend lässt sich also zusammenfassen: Wer "The Big Bang Theory" nicht schaut, versteht keinen Spaß. Das, was in der heutigen Gesellschaft an "Werten neu traditionalisiert" wird, wird entsprechend in der Sendung dank der Fachsimpelei von Sheldon, Leonard und co. wunderbar angeprangert und dient dem ordentlichem Transfer von Wissen - mit einer ordentlichen Prise Humor, mehr oder minder auch schwarz.

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