TV-Serie: Mirai Nikki (Anime)

Bewertung: 5 Gut, aber ein wenig irritierend. Nicht viel, aber ein wenig schon.
Rezension verfasst von Platurt am 30.09.2013:
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! Ich werde hier ein wenig über die 1. von 26 Folgen spoilern !

Ich fange einfach mal mit einer kleinen und nicht sehr epischen Erzählung der Rahmenhandlung an: Es gibt einen Zeitgott, welcher unsterblich ist, aber irgendwie mit dem Alter trotzdem eingeht (Zeitgott, der alles überlebt außer die Zeit. Schöne Ironie) und der schnappt sich einfach mal ne handvoll Leute, welche ein Tagebuch führen (oft auf dem Handy), macht deren Tagebücher zu Zukunftstagebüchern, in welchen bereits steht, was sie eigentlich erst später reingeschrieben hätten, und jedes mal, wenn einer dieser Zukunftstagebuchbesitzter in sein Zukunftstagebuch schaut, kann er damit die Zukunft, und somit auch oftmals die Zukunft der anderen Tagebuchbesitzer, ändern, wodurch sich der angezeigte Text über die Zukunft wieder ändert. Diese 12 Besitzer sollen sich jetzt gegenseitig umbringen und der letzte darf Gott werden.
Wenn man jede Handlung der Charaktere nachvollziehen können will, kann das schnell mal verwirren. Wenn ihr wollt, könnt ihr euch aber auch einfach die Geschehnisse anschauen und akzeptieren, dass die dort jetzt das und jenes wussten, während es die anderen irgendwie nicht erfahren haben. ich konnte es nicht und das hat mich oft einige Minuten grübeln lassen, es fand sich aber immer eine Antwort.

Anzumerken ist hier, dass jedes Tagebuch verschieden ist, so hat der Protagonist ein Beobachter-Tagebuch geführt, in dem er seine Umgebung beschrieb, aber nichts, was sich direkt auf ihn bezog. Ein anderer (nicht sehr tiefsinniger und eher unbedeutender) Charakter hat dagegen das Mörder-Tagebuch. Es sagt ihm, welche Leute er umbringen wird. Ja, er hat davor ein Tagebuch darüber geführt, welche Leute er umgebracht hat -_-"


Einige hat es bestimmt schon an Hunger Games erinnert, schließlich werden Menschen gegen ihren Willen in ein Letzter-Überlebender-Turnier geschmissen, wodurch sowohl Feindschaft, als auch das klassische "Man kooperiert, aber letztlich kann nur 1 überleben"-Dilemma entsteht. Ehrlich gesagt ist auch die Atmosphäre ähnlich, obwohl man diese schwer auf den Punkt bringen kann. Hier einfach mal ein paar Fakten:

-Es wirkt Anfangs eher wie ein größtenteils harmloser, fast lächerlicher, Anime (vom Prolog abgesehen), wird dann aber von Folge zu Folge brutaler und ernster.
-Es gibt keinen wichtigen Charakter, welchem der Hauptcharakter blind trauen kann (Frodo+Sam, InuYasha+Kagome, Ruffy+Zorro, Naruto+Sakura, Luke+HanSolo), allerdings scheint sich gelegentlich so etwas aufzubauen, nicht selten zerfällt es dann aber wieder in Misstrauen und öfters auch in Feindschaft.
-Es wird sehr fesselnd mit den Erwartungen des Zuschauers gespielt. Das reicht von Fehleinschätzungen der Charaktere bis hin zu totalen Neubetrachtungen der bisherigen Geschichte.


Mir persönlich hat Mirai Nikki extrem gefallen, was ich nach den ersten paar Minuten echt nicht gedacht hätte. Sollte euch also die anfängliche Atmosphäre oder der Protagonist missfallen, keine Sorge. Die Atmosphäre wird schon noch fesselnder und den vor Selbstmitleid triefende Junge ohne wirkliche Probleme lernt man auch noch besser kennen. Dann will man ihn auch nicht mehr so heftig zusammenscheißen (vllt. lag das auch nur an mir)

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