Videospiel: Saw - Das Spiel

Bewertung: 2 I wanna play a game...as long as it's not Saw
Rezension verfasst von Metallica am 06.01.2011:
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Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die bekannte Horrorfilmreihe Saw sich auch auf den heimischen Konsolen wiederfindet. Das gleichnamige Spiel lässt einen selbst Opfer des Jigsaw-Killers werden, warum auch immer man das will.
Das Spiel fängt mit der berühmt-berüchtigten Umgekehrten Bärenfalle an, die auf dem eigenen virtuellen Kopf montiert ist. Drückt man die paar Tasten, die angezeigt werden, wird man diesen Höllenapparat schnell wieder los und schaltet sofort ein 40G Achievement frei. Kaum ist man im nächsten Raum, trifft man auf seinen ersten Gegner. Wenn man diesen besiegt, bekommt man sogar gleich 2 Achievements auf einmal. Ab da war klar: Dieses Spiel belohnt einen für alles mögliche. Nein, wirklich! Man bekommt ein Achievement, wenn man stirbt, man bekommt eins, wenn man ein Rätsel löst, man bekommt sogar eins, wenn man 5 Minuten lang nichts tut!
Soviel schonmal zu den Achievements, nun zu dem Spielsystem.
man selbst rennt barfuß durch eine verlassene Irrenanstalt, gefangen mit anderen "Mitspielern". Diese wollen einem an den Kragen, da der Schlüssel, den sie brauchen um zu entkommen irgendwo in eurer Bauchdecke ist. Folglich sollte man die Gegner möglichst daran hindern dem eigenen Körper zu nahe zu kommen.
wie macht man das am Besten? Mit Waffen? Haha, nein! Nicht in Saw.
Es gibt viele verschiedene waffen, zb Nagelkeulen, Tischbeine, Puppenarme, Brechstangen...
Das traurige: jede Waffe ist viel zu langsam, um überhaupt irgendwas auszurichten. Ich selber habe das Spiel hauptsächlich mit bloßen Fäusten durchgespielt, da die schnell genug sind, um den Gegner an Aktionen zu hindern. Nur die Pistole ist zu etwas zu gebrauchen, aber selbstverständlich geht der recht schnell die Munition aus.
Wenn man grad mal nicht kämpft, löst man eintönige Rätsel, die sich IMMER und IMMER und IMMER und IMMER und IMMER wiederholen. Schaltkreise verbinden, Zahnräder zum drehen kriegen, Rohre verbinden...sonderlich viel mehr haben die Rätsel nicht zu bieten. Ausnahme sind hierbei die Rätsel am Ende eines jeden Kapitels, in denen es darum geht eine andere Person (viele sind bekannt aus den Filmen) zu retten.
wenn man mal irgendwann oft genug gestorben ist und sich durch die Anstalt gerätselt hat, kommt man auch mal am Ende des Spiels an. Hier wird einem Saw-typisch eine Wahl gestellt. Entweder man verlässt die Anstalt durch die Freiheitstür und rettet sich selbst, lässt aber Jigsaw ungeschoren davonkommen, oder man wählt die Wahrheitstür und versucht so Jigsaw auf die Schliche zu kommen. Ich will nicht verraten, was bei welcher Tür passiert, aber soviel sei gesagt: Es gibt in beiden Türen kein Happy End. Wäre ja auch ziemlich dumm, wenn sich Jigsaw einfach so mir nichts dir nichts stellt, sollte man die richtige Tür wählen.

Nochmal eine kurze Zusammenfassung der Pros und Contras

Pro:
- Filmtypische Atmosphäre

Contra:
- unbalanciertes Kampfsystem
- eintönige Rätsel
- vollgestopft mit schwachsinnigen Achievements
- Jigsaw labert permanent mit den Opfern im Dialog -> untypisch zum eigentlichen Verhalten im Film


Wie man an der Auflistung sehen kann überzeugt das spiel nicht sonderlich. Die Entwickler dachten sich wohl einfach, dass sich das Spiel gut verkauft, einfach nur weil "Saw" draufsteht. Das wird wohl auch der Grund sein, warum sie uns in Kürze mit einem zweiten Teil quälen wollen.

Fazit:
Kein gelungenes Spiel, Saw-Fans sollten lieber bei den Filmen bleiben. Nur für die Atmosphäre muss man sich kein Spiel kaufen.

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