Videospiel: Resident Evil 4

Bewertung: 5 Leon Kennedy is back - Get ready for Resident Evil 4
Rezension verfasst von Metallica am 26.01.2011:
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Resident Evil 4 sollte die üblichen Konventionen von Resident Evil über den Haufen schmeißen - das Spiel hat vom Gameplay her nicht mehr allzu viel mit den sonstigen Teilen der Horror-Survival-Reihe zu tun. Wie auch im Nachfolger Resident Evil 5 spielt man die Spielfigur in der Third-Person-Perspektive, sprich die Kamera befindet sich ständig schräg hinter der Spielfigur und verfolgt sie bei jeder Bewegung durch die Level. Jedoch ist dies nicht die einzige Änderung - ab nun sind die Standardgegner keine Zombies mehr, sondern Menschen! Dass das für eine Riesenkontroverse sorgte ist klar, deswegen wurden für die deutsche Fassung auch sämtliche Bonusspiele gestrichen, da die darauf basierten möglichst viele Menschen in einer gewissen Zeit zu töten. Erstaunlicherweise wurden die zahlreichen Tode im Spiel selbst nicht zensiert, sondern werden in ihrer vollen Länge gezeigt...und da sind teilweise sehr extreme Szenen bei.

Zudem wurde Resident Evil 4 für Capcom eine Methode möglichst viel aus einem Spiel rauszuholen. Ursprünglich war dieses Spiel nämlich nur für die Gamecube. Im Laufe der Zeit wurden aber noch eine PS2-Version und eine Wii-Version veröffentlicht. Ebenso wurde extra für dieses Spiel ein Controller in Form einer Kettensäge designt. Die Fashionwelt wurde auch angegriffen. So konnte man die Lederjacke des Protagonisten und ein Parfum a la Plagas käuflich erwerben.


Nun aber zum eigentlichen Spiel. Die Tochter des Präsidenten Graham der USA wurde von einer Sekte, die kreativerweise Los Illuminados heißt, nach Spanien entführt. Polizist Leon Kennedy (hatte sein Debüt in dem indizierten Spiel Resident Evil 2) wird nach Spanien geschickt, um sie zu befreien. Nahe eines abgelegenen Dörfchens wird er aus dem Auto gelassen und versucht im naheliegenden Haus Informationen über die verschollene Ashley Graham zu sammeln. Er zeigt den Hausbesitzer ein Bild von Ashley und fragt ihn, ob er sie gesehen hat. Dieser Mann spricht jedoch eine andere Sprache (wahrscheinlich spanisch) und macht mit seinem aggressiven und abweisenden Ton deutlich, dass er keine Informationen preisgeben wird. Als Leon jedoch friedlich das Haus verlassen will, versucht der Hausbesitzer ihm eine Axt in den Rücken zu hämmern. Leon reagiert jedoch schnell genug und kann den Mann mit gezielten Schüssen ausschalten. Kaum aus dem Haus merkt er, dass hier etwas nicht stimmt. Das Auto, mit dem er gebracht wurde, wurde von einem riesigen LKW gerammt und in einen Abgrund gestürzt. Nun ist Leon auf sich alleine gestellt und begibt sich ins naheliegende Dorf. Dort wird er jedoch auch nicht freundlicher empfangen, sondern muss sich gegen das ganze Dorf wehren - einschließlich Doktor Salvadore, einem Mann mit einer Tüte auf dem Kopf und einer knatternden Kettensäge in der Hand. Leon überlebt diesen Angriff und bahnt sich weiter seinen Weg durch die verfluchte Provinz. So erfährt er im Laufe des Spiels, dass sämtliche Menschen im Dorf mit den sogenannten Las Plagas infiziert sind. Diese Parasiten werden in Eiform per Spritze in die Blutbahn des Menschen eingeführt und setzen sich im Brustkorb des Wirtes fest. Dort schlüpft das Ei und wächst allmählich zu de Parasiten an, der sich durch das Rückenmark einen Weg ins Gehirn bahnt, um Kontrolle über den Wirt zu übernehmen. Dies wird auch in den Kämpfen gegen diese Gegner deutlich. Es kann passieren, dass der Kopf des Gegners nach "besiegen" platzt und sich einer von 3 Parasitentypen durch den Hals freilegt: ein tentakelartiger, der mit scharfen Klingen an seinem Ende angreift, ein Wurmartiger, der mit einem gezielten Biss Leon ausschalten kann und einem spinnenartigen, der Leon greifen kann.
Leon selbst steht unter Zeitdruck, denn ihm und Ashley wurden bei Bewusstlosigkeit auch ein parasitenei eingepflanzt, in Hoffnung, dass die Anhängerschaft von Los Illuminados unfreiwillig wächst.
So gilt es für Leon nicht nur Ashley zu retten, sondern auch sich der Parasiten zu entledigen. Leon findet Ashley in der Dorfkirche und sie schließt sich ihm an. Jedoch ist sie eher ein Fluch als ein Segen, dazu aber später mehr. Nun muss man sich zahlreichen Gegner stellen und verhindern, dass Ashley entführt wird. Jedoch wird sie aufgrund der Story oft genug entführt..


Das Kampfsystem

Jede Waffe ist mit einem Laserpointer ausgestattet, der einem das Zielen ermöglicht. Kopfschüsse sind antürlich am effektivsten, gegen Parasiten machen sich jedoch Lichtgranaten besser, da diese Biester nunmal lichtempfindlich sind. An sich sind die Tasten äußerst angenehm belegt (im Gegensatz zum Nachfolger) und ermöglichen schnelles Handeln in den Gegnerhorden. Ashley jedoch ist nur ein Hindernis, da sie einfach zu nichts gut ist. Sie steht immer wieder gerne nur blöd in der Gegend rum, lässt sich von Gegnern einfach entführen, rennt in offensichtliche Bärenfallen und ist sogar zu blöd eine Leiter runterzuklettern. Man muss Madame ja unbedingt auffangen.
Waffen können mitsamt Munition und Heilmitteln in einem Koffer gelagert werden, der auch nach Belieben (und einem Soll versteht sich) vergrößert werden kann. Waffen können bei jedem Händler verstärkt werden.

Die Grafik

Für ein Gamecube-Spiel ist sie sehr schön anzusehen und man nimmt dem Spiel auch die triste und bedrohliche Atmosphäre ab.


Fazit:

Resident Evil 4 hat sich was neues getraut - und das war auch ein Erfolg. Für mich ist es eines der besten Gamecube-Spiele, die je erschienen sind.

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