Videospiel: Dead Space 2

Bewertung: 5 Isaac's Wahn geht weiter - Willkommen in der Sprawl
Rezension verfasst von Metallica am 04.02.2011:
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(Xbox 360-Version, 2 CD-Spiel)

Deutschland macht es Dead Space 2 nicht leicht. Selbst nach 5 USK-Prüfungen verlangt das bayrische Sozialministerium eine sechste Prüfung, weswegen wir uns den eigentlichen Releasetermin, den 27.01.2011, abschminken konnten. Neuer Termin war der 03.02.2011, der nun erneut auf "Anfang März" verschoben wurde.
Nun gut...für die 3 Leute, die sich das Spiel noch nicht aus Österreich importiert haben, kommt hier die Review des zweiten Teils der Weltraumhorrorreihe.

Story:

Dead Space 2 knüpft 3 Jahre an die Geschehnisse des ersten Teils an. Isaac findet sich in der Krankenstation der riesigen Weltraumkolonie "Sprawl" wieder, die die Überreste des Saturnmondes Titan umkreist. Kaum erwacht Isaac in dieser Krankenstation, geht es schon wieder heiß her: er muss schnellstmöglich fliehen, da die Necromorphs hier bereits ihr Unwesen treiben und sämtliche Patienten mutieren lassen (darf man sich zu Beginn auch aus der Nähe anschauen).
Isaac selbst ist hilflos, da er in einer Zwangsjacke steckt, also bleibt euch nichts anderes übrig als Fersengeld zu geben. Später findet ihr jemanden, der euch von eurer Zwangsjacke befreit - dennoch seid ihr weiterhin unbewaffnet. Ihr verfügt nur über eine Taschenlampe und kurz darauf über die Telekinese, mit der ihr nun erstmalig auch Gegner mit spitzen Gegenständen (Metallrohre, Necromorph-Arme..) aufspießen könnt. Schafft Isaac es sich mit diesem Gimmick durchzukämpfen, erhält er in einem Operationssaal den Plasmacutter im neuen Design. Im nächstbesten Shop kann man sich auch sofort mit einem Anzug ausstatten. Nun kann das Geschnetzel weitergehen!


Das Kampfsystem:
Fast genauso wie im ersten Teil, jedoch mit etwas mehr Feinschliff. Nun kann Isaac schneller und öfter hintereinander treten. Damit ist das Treten nun auch wirklich nützlich und spart Munition. Das Schlagen geht nun ebenso schnell vonstatten. Die Tastenbelegung hat sich geringfügig verändert. Bei der Xbox 360-Version werden Medipacks nun mit B benutzt, Nachgeladen wird mit X und Stase kann ab nun mit Y aufgeladen werden (nützlich!). Der überaus nützliche Wegfinder wurde auch upgegradet. So kann er einem nun auch anzeigen, wo der nächste Speicherpunkt, der nächste Shop oder die nächste Werkbank ist.

Die Waffen:
Viel altes, viel neues. Plasmacutter (wenn ein Dead Space 1-Spielstand vorhanden ist, auch im alten Design), Impulsgeweher, Laserkanone, Energiekanone, Flammenwerfer, Ripper und Strahlenkanone bleiben erhalten. Neu hinzu kommen das Harpunengewehr (um die neu gewonnene Aufspießfunktion zu nutzen), ein Detonator (eine Art Minenwerfer) und ein Suchergewehr (eine Art Snipergewehr). Wie üblich braucht man Energieknoten, um die Waffen, die RIG oder die Stase aufzuwerten (Kinese ist nicht mehr aufwertbar). Im zweiten Teil kann man aber nun auch für eine Gebühr von 5000 Credits sämtliche Energieknoten einer Komponente entfernen und sie neu anordnen.

Die Anzüge:
Das Design mancher Anzüge erinnert noch an gute alte Zeiten auf der Ishimura (die man im zweiten Teil auch kurz besucht). Sehen allesamt sehr schön aus (und einer erinnert irgendwie ziemlich an die Big Daddys aus Bioshock O.o).
Hinzu kommt, dass jeder Anzug einen Sekundäreffekt hat. Einer erhöht zb den Schaden des Impulsgewehrs um 5%, ein anderer widerrum gibt Rabatte auf Items.
Nach erfolgreichem Durchspielen findet man jeden der Anzüge nochmal, allerdings in besserer Ausgabe (mehr Panzerung, andere Sekundäreffekte)

Die Gegner:
Necromorphs, das bleibt gleich. Alte Klassen wie der Slasher, der Leaper, der Divider, die Lurker, die Suicider und die Brutes. Neu hinzu kommen die Packs (Necromorph-Kinder, die meist in großen Mengen auftauchen), die Crawler (Necromorph-Babys, die explodieren können), die Spitter/Puker (Necromorphs ohne Sensen, die einen jedoch auf Distanz mit Magensäure verätzen) und die Stalker (starke Necromorphs, die sich ständig verstecken und auf den richtigen Moment zum Angreifen warten). Wie im ersten Teil, muss man alle Gegner zerstückeln. Ab nun droppen Gegner aber auch manchmal nur Items, wenn man ihre Leichen weiter zerstückelt.

Sonstige Neuerungen:
Isaac spricht! Und das erstaunlich oft. Bricht dem ganzen aber kein Zacken aus der Krone, da man sich so nun mehr mit Isaac identifizieren kann. Manch nette Flashbacks gibt es auch und einige sehr nervenaufreibende Momente (letzter Gegner, eine Augenoperationsmaschine, in die sich Isaac begeben muss..besitzt ihr kein Fingerspitzengefühl, wird's sehr unangenehm..sowohl für Isaac's als auch für eure Augen)
Das Spiel umfasst zudem nun 15 Kapitel, die flüssig ineinander übergehen. Ganz großes Kino sind die Weltraummissionen, denn nun hat man Bewegungsfreiheit und kann (un)gemütlich dank der anzugsintegrierten Antriebsdüsen durch das All düsen.
Für Freaks ist nun auch der Hardcore-Schwierigkeitsgrad vorhanden. Dieser Modus verlangt einiges von euch, denn:

- ihr haltet weniger aus
- Gesundheit und Munition sind stark begrenzt
- ihr startet nicht vom letzten Kontrollpunkt, sondern vom letzten Speicherplatz, den ihr benutzt habt
- ihr könnt insgesamt nur 3x speichern

Fazit:
Dead Space gibt lässt kaum Zeit zum atmen. Eine Bombe explodiert nach der anderen und man fühlt sich ständig bedroht. Die Atmosphäre ist gewohnt geil, die Gegner sind gewohnt ekelig, und die Gegend ist gewohnt zerstört und blutig. Schade ist nur, dass die Schockmomente zurückgeschraubt wurden und dass die Orte recht eintönig sind. Im Verlauf des Spiels denkt man manchmal, dass man die Sprawl wieder zurückrennt.
Die Erwartungen waren nach dem ersten Teil groß, jedoch hat sich nicht allzu viel gravierend verändert. Aber das muss es auch nicht, Dead Space 1 war ja auch schon geil genug, so reiht sich Dead Space 2 nun als weiteres Bombenspiel in EA's Hall of Fame ein.

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