Videospiel: Final Fantasy XIII-2

Bewertung: 3 Zurück in die Zukunft XIII-2
Rezension verfasst von Metallica am 06.02.2012:
#   

Final Fantasy reiht sich in die bekannte Rollenspielreihe als zweites offizielles Sequel ein. Wie der Name vermuten lässt, führt dieses Spiel die Story von Final Fantasy XIII fort.
Erhältlich ist dieses Spiel in drei verschiedenen Varianten: die normale Version, die Collector's Edition und der Crystal-Edition, welche es exklusiv bei Amazon zu erwerben gibt. In dieser Edition findet man neben dem Spiel ein Artbook, einen Bilddruck von Lightning, den 4-CD-Soundtrack zum Spiel, ein exklusives T-Shirt, einen DLC-Code und je nach Bestellmethode auch ein Steelbook. Jedoch ist diese Edition recht kostspielig: Vorbesteller (so wie ich) zahlten 99,99€, mittlerweile verlangt Amazon weitaus mehr.

Soviel nun dazu. Jetzt nehmen wir das Spiel selbst auseinander.


Story

Die Story soll irgendwie an Final Fantasy XIII anknüpfen, jedoch ist diese enorm wirr erklärt. Ich versuche es mal, sie anschaulich kurz zu fassen:
Lightning lebt in einem Ort namens Walhalla. Ein Typ mit 'nem Riesenschwert hat Bock, Lightning Backenfutter zu verpassen, weil er die Welt in's "Chaos" stürzen will. Plötzlich fällt ein Typ namens Noel vom Himmel, der rein zufällig Sora aus Kingdom Hearts sehr ähnelt, hält kurz Smalltalk mit Lightning und erhält von ihr den Auftrag, ihrer Schwester Serah einen Mogry zukommen zu lassen. Just wird Sor...äh Noel auf eine Zeitreise nach Neo-Bodhum geschickt. Dort lebt nun Serah und ist aus irgendwelchen Gründen der Ansicht, dass Lightning tot ist (obwohl sie sich ja am Ende von FFXIII noch gesehen haben). Noel taucht auf und erklärt erstmal, dass die Zeitlinie gestört wurde. Nun darf man mit den beiden quer durch die Zeit reisen, um die Geschehnisse wieder in die richtige Ordnung zu bringen und nebenbei auch mal die totgelaubte Lightning finden. In verschiedenen Epochen tauchen sogenannte Paradoxe auf, sprich Gegner oder Sachen, die eigentlich gar nicht da sein sollten. Durch beseitigen dieser Paradoxe kann man den Zeitfluss wieder normalisieren und Portale öffnen, mit denen man in neue Welten zu neuen Zeiten reisen kann. Abgeschlossene Level kann man mithilfe von bestimmten Kontra-Artefakten wieder "schließen" und so die Geschehnisse aus dieser Zeit rückgängig machen. So kann man das Level erneut spielen und andere Entscheidungen als zuvor treffen, um den Spielverlauf zu beeinflussen.


Gameplay

Final Fantasy hat Level! Und damit meine ich nicht die Level der Charaktere. Wie schon erwähnt, reist man in verschiedene Welten. Diese kann man durch die Chronosphäre auswählen und betreten. Löst man in einer bestimmten Welt Paradoxe und findet entsprechende Artefakte, öffnet man neue Portale mit denen man die Chronosphäre erweitern kann. Der Storyverlauf wird dabei durch eine weiße Linie untermalt.
Zudem speichert das Spiel von alleine, also gehören Speicherpunkte der Vergangenheit an. Wer möchte kann jedoch auch im Startmenü manuell speichern.
Das Kristarium gibt es auch hier wieder, jedoch sieht es nun anders aus und gibt lediglich einen fixen Weg vor, den man aber mit den verschiedenen Rollen aufwerten kann. Jede Rolle kann auf Level 99 gebracht werden.

Eine weitere Neuerung ist, dass Final Fantasy uns nun, wie ein hier wohl sehr bekanntes Spiel auch, die Möglichkeit gibt, Monster einzufangen und für sich kämpfen zu lassen. Jedes Monster hat eine fest zugeschriebene Rolle, die mittels Monsterkomponenten im Kristarium auch aufgewertet werden können. Darüberhinaus kann man Monster opfern, um andere zu stärken.
Die Welten sind nun recht groß gehalten. Schlauchlevel wie in FFXIII findet man nun nicht mehr so oft, lediglich die Story hält einem am eigentlichen Weg fest.


Die Kämpfe

Hier kann man nicht viel neues sagen. Wer den Vorgänger spielt, wird sich hier daheim fühlen. Die einzige gravierende Änderung ist, dass man im Kampf zwischen Serah und Noel wechseln kann. So ist ab nun kein Game Over mehr, sollte der Anführer wider Erwarten sterben. Stattdessen wird einfach zum anderen lebenden Charakter geswitcht (Monster ausgeschlossen).


Die Grafik

Nothing to say about. Geil wie man es aus dem Vorgänger kennt.


Die Spieldauer

Ich finde, dass dieser Aspekt zu kurz gekommen ist. Nach 24 Stunden Spielzeit hatte ich die recht wirre Story durch. Den Sidequests habe ich mich noch nicht gewidmet, aber die scheinen die Spieldauer nochmal gut zu verdoppeln.
Ich ergänze diesen Part, sobald ich mehr recherchiert habe.


Sonstiges

Das Ende ist wohl enorm erwähnenswert. Ich verrate es natürlich nicht, aber SO ein Ende ist man von Final Fantasy nicht gewohnt. Das Achievement "90G _ Episches Ende" trifft es ziemlich gut. Aus dem Ende ließe sich deuten, dass das Spiel eigentlich erst richtig anfängt, wenn man es durchhat. Klingt paradox, aber irgendwie ist das ja der Witz an der Sache, wenn man bedenkt, dass es im Spiel selbst auch um Paradoxe geht.


Fazit


Final Fantasy XIII-2 erscheint zu Anfang als wirres Rollenspiel, was selber nicht wirklich weiß, was es will, außer ein bisschen Geld in die Taschen der Entwickler zu treiben. Aber sobald es am Ende des Spiels beim Spieler Klick gemacht hat, will man das Spiel unbedingt ausschlachten, um das volle Potenzial zu nutzen und vielleicht auch um das bitterböse Ende zu verhindern.
Kein Meilenstein der Spielgeschichte, aber wen der Vorgänger interessiert hat, wird auch bei diesem Teil keinen Fehlkauf machen!

Du musst dich zuerst bei Pokefans anmelden um einen Bericht zu schreiben.