Videospiel: Kid Icarus: Uprising

Bewertung: 5 Der kleine Engel erhebt sich wieder!
Rezension verfasst von Despo am 13.04.2012:
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USA Cover

Am 23. März ist Kid Icarus Uprising, die Fortsetzung von Kid Icarus (1987) auf dem SNES, erschienen und da man auf PF noch kein Review findet, schreibe ich jetzt eines.

Die im Vorteil besiegte Herrscherin der Unterwelt Medusa ist aus unbekannten Gründen wieder auferstanden und Pits Aufgabe ist es in Uprising Medusa ein für alle mal zu vernichten und dem Treiben der Unterwelt ein Ende zu setzen. Gemeinsam mit der Göttin Palutena fliegt und kämpft man sich als Pit durch eine Reihe von Monstern um Medusa zu besiegen. Verkauft wird das Spiel in einem Gamepack, in dem das Spiel, sowie 6 AR-Karten für den 3DS und ein 3DS-Stativ befinden. Das Stativ ist nützlich, wenn man an einem Tisch sitzt und Kid Icarus spielen möchte. Bei mir funktioniert das ganz gut (momentan ist es aber der Ständer für die Spielehülle :p). Die AR Karten lassen sich im Spiel mit Hilfe der 3DS Kamera einlesen, außerdem sieht man dann den entsprechenden Charakter / Monster auf der Karte und kann sie gegeneinander kämpfen lassen (-> Trailer).

Gamepack
AR Karten (pixelig, eig. bessere Qualität

Der Soundtrack von Kid Icarus Uprising überzeugt mich auch, eines meriner Lieblingsstücke ist das Auftreten von Magnus, einem gewöhnlichen Menschen mit unvorstellbaren Kräften. Seine Theme ist echt genial *klick*.
Zur Musik gibts nicht viel zu sagen, nur, dass man ingame inzelne Stücke freispielen und diese dann in einem Musikzimmer anhören kann (von Anfang an zugänglich)

Zu den Charakteren:

Pit: Der Hauptcharakter, ihr steuert ihn und erlebt durch ihn die Abenteuer. Er ist ein Engel und der Anführer von Palutenas Heer. Er ist recht mickrig im Gegensatz zu den Gegnern die euch erwarten, dafür hat er es aber faustdick hinter den Ohren. Während des Spielverlaufs baut man ein riesiges Waffensarsenal auf und hat die Wahl zwischen Fokus auf Nah - oder Fernkampf. Pits einziger Nachteil: Obwohl er ein Engel mit Flügeln ist, kann er selbst nicht aus eigener Kraft fliegen. Dafür brauch er die Unterstützung einer Göttin

Palutena: Die Göttin des Lichts, deren Kraft Pit erlaubt, jedes kapitel 5 Minuten in der Luft zu verbringe. Sie wacht über ihren Tempel in der Himmelswelt, während Pit über Portale die Welt rettet. Während den Geschehnissen bleiben die beiden immer über Telepathie (?) in Kontakt. Nun ja, zumindest reden sie miteinander.

Medusa: Die wiederauferstandene Herrscherin der Unterwelt gleicht logischerweise dem gleichnamigen Fabelwesen. Sie ist eine Frau mit hübschem Gesicht, aber Schlangenhaaren. Sie hetzt Pit immer wieder die Schergen der Unterwelt auf den Hals und tut alles, um die Welt ins Chaos zu stürzen. Mehr Infos gibts im Spiel, möchte ja nicht spoilern C:

Und viele andere Charaktere gibt es, aber ich will nicht zu viel verraten, da die Aufzählung einiger Charaktere das Spielvergnügen deutlich mindern würde. Zum Gameplay:

Die Steuerung ist gewöhnungsbedürftig aber man kommt eigentlich schnell in das Kid Icarus Feeling udn lernt die Steuerung dann lieben: Man bewegt sich mich mit dem Schiebepad, zielt mit dem Touchpen (-> Fadenkreuz auf dem Top Screen) und schießt mit dem L-Knopf. Ich zum Besipiel halte meinen kleinen Finger unten am Rand des 3DS - das schmerzt nach einer Zeit, aber wozu hat man das Stativ :> Es gibt 2 Arten des Kampfes. Der erste Teil eines Kapitels spielt in der Luft, Pit bewegt sich von alleine und die Kamera schwnkt auch selbstständig. Mit dem Schiebpad kann man sich im Kreis bewegen, um gegnerischen Geschossen auszuweichen. Wenn man den L-Knopf gedrückt hält, wird ein Dauerfeuer ausgelöst, was je nach Waffenart unterschiedlich lang dauert. Klingen haben z.B ein unendliches Dauerfeuer. Legt man eine Schusspause ein, so gelangt man ins Gleiten -> man kan besser ausweichen. Wartet man etwas zwischen den Schüsen, so läd sich die Waffen auf und man kann einen Powerschuss entfesseln, die entweder explodieren / Gegner durchdringen oder einfach nur schaden. Wenn man den Luftkampf überstanden hat, gelangt man auf den Boden. Hier kann per Touchpen Ziehbewegung (-> oder <-) die Kamera gedreht werden, also 3D Areale. Hier gibt es wieder 2 Kampfmodi, steht man von einem Gegner entfernt, schießt man wie im Luftkampf, selbes Prinzip. Steht man an einem Gegner, verändert sich das Fadenkreuz und man kann Nahkampfangriffe starten. Bei häufigerem Drücken des L-Knopfs wird eine Kombo gestartet. Eine Klinge hat z.B. eine 3er Kombo, die beliebig oft wiederholt werden kann. Bewegt wird Pit durch das Schiebepad, ein schnelles Vordrücken des Schiebepads löst einen Sprint aus, normales Vorschieben lässt Pit gehen. Wenn man im Sprint die L Taste drückt werden andere Geschosse abgefeuert, bzw. im Nahkampf wird eine Sprint Attacke ausgeführt. Diese Sprint Geschosse lassen sich variieren, wenn der Spieler nacht rechts/links, hinten oder nach vorne sprintet. Sprintet man nach hinten, so entsteht bei den meisten Waffen ein langsames, sehr kraftvolles Geschoss. Ein Vorwärtssprint lässt 1-3/5 schnelle Kugeln entstehen. Das hängt aber von der Waffenart ab. Das klingt jetzt alles sehr kompliziert, aber das prägt sich schnell ein. Den Rest bzw wie man selbst gerne spielt findet man am besten selbst raus. Am Ende jedes Levels befindet sich ein mehr oder wniger cooler Endboss. Während des Bodenkampfes kann man auch Schätze, wie neue Waffen oder Effekte wie Heilung, Vergiften, etc. finden. Ist man wieder in der Himmelswelt, so kann man Pit modifizieren, bzw seine Waffe. Man kann Waffen kombinieren, sie zerschreddern oder einfach damit herumspielen. Man kann auch die erhaltenen Effekte ausrüsten. Diese sehen aus wie Tetris Teile, die man auf einem Quadrat zusammensetzen muss, um eine Effekttafel zu erhalten. Ich nehm jetzt aber nicht zu viel im Vorraus weg. Mir persönlich gefällt die Steuerung ganz gut, aber wie gesagt, man muss sich daran gewöhnen.

Der Online Modus ist auch super: Entweder tritt man in 3 gegen 3 oder alle gegen alle an. Natürlich ist es dann genial, wenn man mit 2 Freunden aus der 3DS FC Liste gegen 3 andere spielt. Man kann aber auch gegen Fremde spielen. Die Server sind aber leicht instabil und folglich sollte man nah an seinem WLAN Router sein. Einen Stock darüber reicht mir jedenfalls.

Das war dann mein Review. Ich finde, Nintendo hat etwas draus gemacht, aber das Spiel ist nicht für jeden was. Ich mag zwar keine Shooter, aber Kid Icarus ist trotz der "Shooter/Action"-Genre ein absolutes Muss für alle 3DS Besitzer. Ran an den Speck. Schickt mir im Forum eine PN, wenn ihr Fragen haben solltet oder Lust auf eine Partie Kid Icarus Online habt.

Bewertung: 4 Der beste spielbare 3DS-Titel!
Rezension verfasst von achtbitmusik am 10.06.2012:
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Nach nun fast zwanzig Jahren erscheint nach den glorreichen NES- und GB-Titeln von Kid Icarus der ebenso nennenswerte und ebenso erfolgreiche Nachfolger "Kid Icarus: Uprising".



Das 3DS-Spiel "Kid Icarus: Uprising" erschien im deutschsprachigen Raum am 23. März 2012. Es handelt sich dabei nicht, wie zuvor die Releases "The Legend Of Zelda: Ocarina Of Time 3D" und "Star Fox 64 3D", um ein Remake eines alten Titel, sondern um ein ganz neuer Titel in der "Kid Icarus"-Serie. Nach nun mehr als zwanzig Jahren Wartezeit ist das Ergebnis mehr als ansehnlich - spielerisch sowie graphisch.
Hierzulande erschien das Spiel in einem kleinerem Bundle, dem neben dem Spiel auch noch ein kleiner Ständer beiliegt für die bessere Handhabung von Touchscreen- und Pad-Steuerung sowie ein AR-Karten-Pak mit 6 AR-Karten.

Storyline
Zur Storyline lässt sich sagen, dass "Kid Icarus: Uprising" einen genauen Verlauf hat. Um nicht allzu viel vorne weg zu nehmen, wird die Story nun in kürzester Fassung vorgestellt.
Medusa meldet sich wieder zurück und versucht erneut, die Menschheit mithilfe ihrer Unterweltenarmee auszurotten. Palutena, die Lichtgöttin, schickt aus diesem Grund Pit, einen kleinen Engel ins Rennen, um gegen die bösen Machenschaften Medusas vorzugehen, aber auch gleichzeitig seine Flugfähigkeiten zu erlangen. Auf seiner Reise begegnet vielen verschiedenen Charakteren (Finsterer Pit, Magnus, etc.) und wird mit ihnen in gewisser Weise interagieren - die Frage ist jedoch: Gut oder böse? Freund oder Feind?

Gameplay
Das Gameplay in "Kid Icarus: Uprising" ist wirklich selbsterklärend und nach gelungener Einführung versteht sich, was zu tun ist.
Die Gegner, die einem begegnen, sind mitunter Angehörige der Unterweltarmee Medusas. Diese gilt es zu vernichten, damit der Weg frei für die Macht des Lichts und somit auch die Rettung der Menschheit gewährleistet ist.
Neben zahlreichen spektakulären Flugeinlagen, die für genialen Spannungsaufbau sorgen, sind auch die Dialoge der jeweiligen Personen (Palutena, Pit, Pandora, Medusa, Finsterer Pit, etc.) mit einem großen Lachen zu unterzeichen. Mit viel Witz, Ironie und auch einer Prise Sarkasmus begegnen sich die Charaktere und sorgen innerhalb der zahlreichen Kämpfe für eine Art "comic relief", mit dem der ganzen Seriösität die Anspannung genommen wird.
Die Settings des Spiels sind wirklich grandios umgesetzt wurden. Gelände, Städte, Himmel, Stürme, Zerrwelten, Schluchten und was nicht alles - es sind wirklich famose Gegenden vorhanden, die für ein wirklich spektakuläres Spielerlebnis sorgen.
Desweiteren gibt es einen Wechsel von Luft- zu Bodenkämpfen. So ist man mal nicht der elegante Engel, der die Lüfte erobert, sondern bedient sich mal seinen Beinen und marschiert durch Gelände und Städte, um so die Unterweltarmee zu bekämpfen. Hier merkt man schnell, dass Luft und Boden nicht dasselbe sind und somit auch die Steuerung angepasst werden muss.
Der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist festgelegt und lässt sich manuell nicht ändern. Einstufen lässt sich das Spiel von gering schwierig bis mittelschwer - hier und da gibt es kleine Hürden, vor allem, wenn einem mal die Energie fehlt, aber an sich lassen sich die Kapitel trotz ihrer Masse angemessen durchspielen.

Steuerung
Pit lässt sich in "Kid Icarus: Uprising" selbstverständlich mit dem Schiebepad steuern. Zusätzlich gibt es den Touchscreen, mit dem die Kamerabewegungen präzisiert und auch Zielmaßnahmen durchgeführt werden können. Das Spiel ist auch mit dem Circle Pad Pro verwendbar, welches sicherlich für mehr Bequemlichkeit als die alternative Variante bietet. (Ich werde, sobald ich mir das Circle Pad Pro nächsten Monat angeschafft habe, diese Steuerungsmöglichkeit ausprobieren und in meiner Review nachträglich eintragen.) Der Angriffsknopf L hingegen ist optimal gewählt, da so die Haltung des 3DS nicht allzu verkrampft wirkt - lediglich ist die mobile Steuerung ohne die Hilfe des 3DS-Ständers gewöhnungsbedürftig und bedarf ein wenig Training, was aber nach kürzester Zeit funktionieren sollte. Weitere Schussmöglichkeiten hat man mit der RUNTER-Taste sowie der RAUF-Taste auf dem Steuerkreuz, aber auch mit A, B und Y. Mit X wechselt man in die Ego-Perspektive, die für ein tieferes Spielerlebnis, aber auch einer etwas schwierigeren Kamera- und Zielführung sorgt. Alles läuft sehr flüssig und genau ausgerichtet ab.

Waffen und Gegenstände
Während man in jedem einzelnen Kapitel so umherfliegt und auch zu Boden unterwegs ist, findet man bei anständigem Suchen einige geheime Winkel und Ecken mit Truhen, die neben Essen und temporären Hilfsitems auch Waffen und Gegenstände beinhalten, die als Beute bezeichnet werden. Nach erfolgreich abgeschlossenem Kapitel gelangt die gesammelte Beute ins Inventar und man kann so seine Waffen dann manuell auswählen sowie anpassen. Hierbei lassen sich Eigenschaften wie Ikaronisierung aufwerten und an die Waffe anpassen. Hier wurde wirklich Wert auf Personalisierung des Spieleerlebnisses gelegt, was zu einem großen Pluspunkt führt.
Eine alternative Waffe, die hin und wieder auftaucht, ist der Exopanzer, eine Art Schwebefahrzeug, dass sich mithilfe des Steuerpad und dem Touchscreen steuern lässt und es feuert mithilfe von R zwei parallele Strahlen ab. Die Steuerung hier ist wirklich schwierig und bei hoher Geschwindigkeit auch sehr gewöhnungsbedürftig. Anfangs war ich sehr überfordert, aber nach dem dritten Mal habe ich so langsam ein Gefühl für Geschwindigkeit, Wendigkeit und Kameraführung gehabt.

Grafik und 3D-Effekt
Die graphische Leistung von "Kid Icarus: Uprising" ist unbeschreiblich. Die Detailgenauigkeit des Spielgeschehens und die perfekte Nuancierung und Gestaltung der Gelände, Gegner aber auch Pit selber ist einfach perfekt umgesetzt und dargestellt worden. Selbst in Aktion gibt es keine graphischen Patzer. Auf dem Touchscreen sieht man hin und wieder Bilder der sprechenden Personen, die je nach Gemütslage anders aussehen.
Der 3D-Effekt sorgt für ein kristallklares Bild mit deutlicher Bildtiefe und exzellentem Spieleerlebnis - man sieht die Tiefe des Himmels, die Struktur der Wolken oder Häuser und man hat ein besseres Gefühl für Angriff und Zielen aufgrund des neuen Bildes.

Zusätzliches
An der Stelle möchte ich sagen, dass der Multiplayermodus von mir noch nicht angetestet bzw. ausprobiert worden ist, da ich mich erstmal auf die Hauptstory und die Steuerungsperfektion konzentrieren möchte. Aus zweiter Hand wurde jedoch gesagt, dass der Online- und Multiplayermodus des Spiels wirklich gelungen ist und ein gutes Spiel bietet. Ich werde den Multiplayermodus sobald wie möglich antesten, um für eine genauere Bewertung zu sorgen.
Weiterhin nennenswert sind die AR-Karten, die ich eine wirklich gelungene Sache finde. Dem Bundle liegt ein Sechserpack AR-Karten bei, ich vermute mal, dass alle Bundles dasselbe enthalten: Pit, Basisklinge, Magnus, Medusa, Monoauge und Die Dreiköpfige Hydra. Die AR-Karten lassen sich via "AR-Karten" im Hauptmenü des Spiels einscannen und geben jeweils verschieden viele Herzen als Bonus dazu. Man kann zwei Karten aneinanderlegen (sie müssen sich mit den Pfeilen unten "berühren") und dann eine Art Simulationskampf starten. Jeder Charakter der Charakter hat einen eigenen Angriffs- und Tempowert. Eine wirklich witzige und sicherlich erstmal zeitvertreibende Angelegenheit. Weitere AR-Karten für "Kid Icarus: Uprising" lassen sich im Sterne-Katalog des Club Nintendo für 250 Sterne erwerben. Dafür erhält man zwei Sechserspacks AR-Karten, was insgesamt zwölf Karten für 250 Sterne macht.
Via Street- und SpotPass lassen sich weitere Items mit anderen Leuten austauschen, was zusätzlich für mehr Interaktion sorgt.

Fazit
Wer sich nicht sicher ist: "Bietet der Nintendo 3DS überhaupt gute Spiele? 'Mario Kart 7' ist sicherlich ein guter Titel, aber gibt es da nichts Anderes noch?", der wird mir "Kid Icarus: Uprising" definitiv keinen Fehler begehen. Dieses Spiel bringt neben einer ausführlichen und prappenvollen Story den nötigen Witz und Humor, den ein jedes gutes Spiel braucht. Die Steuerung ist hier und da definitiv verbesserlich, aber das Spieleerlebnis mangelt dadrunter nicht! Die außerspielerischen Interaktionen mithilfe der AR-Karten ist eine gelungene Spielerei für Sammler und auch der Online-Modus hat sicherlich einiges für die Spieler zu bieten.

+ sehr ausgeprägte Story mit viel Handlungs- und Spielraum
+ witzige Dialoge während des Spielgeschehens
+ großes Waffenarsenal mit viel Individualisierungsmöglichkeiten
+ angemessener Schwierigkeitsgrad; perfekter Einstieg für jedermann
+ graphische und audiovisuelle Topleistung!
+ 3D-Effekt in "Kid Icarus: Uprising" am BESTEN umgesetzt!


<O> Steuerung ist noch ausbaufähig, auch wenn die Grundlagen perfekt sind

- Auslieferung nicht mit dem Circle Pad Pro für bessere Steuerungsmöglichkeiten

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