Videospiel: PS3: Final Fantasy 13

Bewertung: 4 PS3: Final Fantasy 13
Rezension verfasst von ThunderStylz am 31.12.2010:
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Gliederung
1. Intro
2. Das Kampfsystem
3. Waffen und Gegenstände
4. Grafik
5. Fazit


1. Intro
Im Spiel Final Fantasy 13 nehmen die Filmszenen mehr als die hälfte der kompletten Spielzeit ab. Die faszinierenden Szenen lenken vom ansonsten langweiligen Geschehen ab. Und sie erzählen die Story des neuen Parts der „Final Fantasy“ Reihe.
Der Spielverlauf verspricht einen einfachen Anfang. Aber leider gibt es auch Nachteile, und zwar, bis man sich alle Teile des Kampfsystems eingeprägt hat und alle taktischen Fähigkeiten hat, vergehen ungefähr 25 Stunden Zeit des Spiels.
Die Story geht um das Schicksal von sechs Menschen, die im Laufe des Spiels zusammen kommen, dazu gehören die Kinder Hope, Estheim und Oerba Dia Vanille, die Amazone Oerba Yun Fang, der hellhaarige Snow Villiers, die dickköpfige Ex-Soldatin Lightning und Sazh Katzroy. Sie alle geraten in den Kampf der zwei Partei Mächten des Landes. Zunächst kämpft jeder für sich und sein eigenes Vorhaben, teilweise kommen die Protagonisten gegeneinander auf. Aber im späteren Spielverlauf kommen die Sechs Hauptpersonen durch schicksalhafte Ereignisse zusammen. Die Geschichte bleibt während des gesamten Spiels interessant und spannend.


2. Das Kampfsystem
Das Kampfsystem zeigt eine sich füllende Leiste an, die dem Spieler sagt wann man mit der Spielfigur also dem Protagonisten die nächsten Aktion (Attackieren, sich und seine Mitglieder heilen, verzaubern, Items benutzen und vieles mehr...) starten kann. Doch diese Funktion sind den meisten Final Fantasy Kennern bekannt. Bei diesem Teil der Final Fantasy Reihe sind aber kleine neue features hinzu gekommen, diese wären: Der Computer schlägt dem Spieler die nächste Handlungsmöglichkeit vor. Einen Knopfdruck weiter ist der Aktionsbefehl auch schon an den Protagonisten weitergegeben. Diese Funktion ist für einsteiger und Anfänger gut geeignet.
Für Fortgeschrittene und Profis, die das Kampfsystem schon perfekt drauf haben können die Aktionen Manuell umstellen.
Desweiteren sind die Team-Anführer und Mitglieder schon am Anfang des Spiels Angegeben, aber dies lässt sich im weiteren Spielverlauf ändern.


3. Waffen und Gegenstände
Gegenstände und Waffen die der Protagonist benutzen in diesem Spiel benutzen kann, spielen im späteren Spielverlauf eine große Rolle, am Anfang jedoch eher weniger. Dadurch bekommt man eine stärkere und vor allem größere Durchschlagskraft oder erhöhte Zauberkräfte (Magiewerte). Aber diese Möglichkeit ist erst im späteren Spielverlauf von Nöten, da die Gegner erst da eine Last werden können.


4. Grafik
Die Grafik wie auch Mimik des Spiels ist ein absoluter Hochgenuss. Die Macher waren daran bestrebt die Hauptfiguren sowohl auch Szenerien so gut wie möglich zu gestalten. Nur Nebenfiguren fallen optisch etwas ab, sie wirken kantig. Herausragend sind nicht nur die Filmszenarien, die die Geschichte und etc. erzählen. Auch der perfekte und makellose Übergang zwischen Film- und Spielegrafik setzt alle Maßstäbe auf höchstem Niveau.


5. Fazit
Alles in einem ist „Final Fantasy 13“ ein tolles Rollenspiel mit komplexem Kampfsystem, wunderschönen und faszinierenden Film Sequenzen, unglaublicher Grafik, stimmungsvoller Background Musik und einer spannenden Geschichte.
Deshalb bekommt es 4 Sterne von mir!

Bewertung: 4 Erst Sailor-Moon-Plagiat, dann Offline MMO...rettet FFXIII Square-Enix?
Rezension verfasst von Metallica am 05.01.2011:
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Square-Enix hat es sich in der Vergangenheit mit seiner Final Fantasy-Reihe nicht wirklich leicht gemacht. Seit der Fusion von Square Soft und Enix musste Innovation NOCH größer geschrieben werden als je zuvor. Wer braucht schon altbewährtes, wenn man auch etwas neues ungeprobtes ausprobieren kann?
Das war wohl der Gedanke bei Final Fantasy X-2. Dieses Sequel zu dem Vorgänger Final Fantasy X sollte die gelungene Story des ersten FF-Epos für die PS2 fortsetzen. Schon in den ersten Minuten des Spiels wurde einem klar, welche Interessensgruppen dieses Spiel ansprechen sollte: 13-jährige Mädchen oder Jungs in der Blütezeit ihrer Pubertät.
All dies sollte sich in Final Fantasy XII ändern. Dort wurde erneut ganz groß "Innovation" auf die Blaupause geschrieben. Dieses Mal wurde das Kampfsystem drastisch verändert und zwar insofern, dass man das Spiel sogar sich selbst spielen lassen konnte, wenn man sich mit den sogenannten Gambits (sozusagen Trigger, die bei einer bestimmten Situation den Charakter entsprechend handeln lassen) auskennt. Dieses Spiel teilte die Fangemeinde endgütlig, da sich viele kein Final Fantasy kaufen wollten, nur um ein halbgares Offline-MMO spielen zu wollen.

Und hier beginnt die Kontroverse um Final Fantasy XIII. Dieses Spiel soll die gespaltene Fangemeinde wieder zusammenführen. Nur die Frage ist nun: Ist dies auch gelungen?

Hierzu erstmal das Wissenswerte zur Story von Final Fantasy XIII.
Man spielt eine Gruppe von Rebellen, die durch den Kontakt mit einem sogenannten Fal'Cie (Überwesen, vergleichbar mit Göttern) magische Kräfte erlangen. Das Volk von Cocoon (die Welt in der man sich befindet) fürchtet solche Menschen, weswegen diese "Abtrünnigen" gejagt und exekutiert werden sollen. So ist man im Spiel ständig auf der Flucht und versucht seinen "Fluch" zu brechen. Dies schafft man, indem man seine vom Fal'cie gegebene Bestimmung erfüllt. So begleitet man die Gruppe ständig auf der Flucht von der Regierung, in Hoffnung, dass man es irgendwie bewerkstelligt die Bestimmung zu erfüllen.

Das Levelsystem ähnelt dem von Final Fantasy X. Man bewegt sich im sogenannten "Kristarium" per Erfahungspunkte (hier Kristallpunkte genannt), um die Parameter zu erhöhen, oder um neue Techniken zu erlernen. Hierbei wird nochmal in 6 verschiedene Jobs unterschieden:
Der Brecher: Der offensivste Typ, sozusagen der Damage-Dealer
Der Verheerer: Dieser Job soll mit Zaubern oder Elementarschlägen die Schockleiste des Gegners auffüllen (mehr dazu im Kampfsystem)
Der Verteidiger: Wie der Name schon sagt lenkt dieser Job die Aufmerksamkeit der Gegner auf sich und wehrt diese Angriffe ab.
Der Augmentor: Diese Klasse zaubert Buffzauber (Hast, Protes, Vallum, etc) auf die eigene Gruppe
Der Manipulator: Dieser zaubert negative Zauber auf den Gegner (Gift, Deprotes, Devall, etc)
der Heiler: Diese Klasse heilt selbsverständlich die Gruppe

Jeder Charakter kann alle Klassen meistern, jedoch lernt nicht jeder Charakter alles. So lernt zb nur ein Charakter den Tod-Zauberspruch im Manipulator-Job.


Das Kampfsystem:

Auch hier gibt es wieder jede Menge Innovation. Es gibt wieder eine Art ATB (Active Time Battle). Sobald sich eine Zeitleiste aufgefüllt hat, kann man mehrere Aktionen in einem Zug auswählen, die dann nacheinander durchgeführt werden. Das Spiel selbst gibt einem auch Optimalvorschläge, damit man einen Zug möglichst schnell beenden kann. Grund dafür ist, dass das Tempo in den Kämpfen ordentlich hochgeschraubt wurde. Ein essentielles Merkmal eines Kampfes ist die Schockanzeige. Sobald sich diese Anzeige füllt, verursacht man mit Angriffen deutlich mehr Schaden (manche Gegner werden durch eine volle Schockanzeige auch kurrzeitig handlungsunfähig). Diese Anzeige kann man am Schnellsten mit dem Verheerer auffüllen, jedoch sinkt diese Anzeige auch wieder recht schnell. Das kann man durch den Angriff eines Brechers verhindern. Dadurch steigt die Anzeige zwar nur minimal, dafür sinkt sie aber nicht mehr so schnell. Einstellen kann man die einzelnen Klassen sowohl außerhalb als auch innerhalb eines Kampfes, durch Ändern der kampfstrategie. Aktiv spielt man nur einen Charakter im Kampf, die anderen beiden werden von dem Computer gesteuert. Dieser handelt in den meisten Situationen erstaunlich klug. Game Over ist, sobald der spielbare Charakter stirbt, deswegen hat seine Gesundheit höchste Priorität. Sollte man dennoch diese beiden unschönen Worte auf seinem Bildschirm wiederfinden ist das auch kein großer Abbruch, denn das Spiel startet erneut direkt vor dem zu besiegenden Monster, sodass man sich bei freiwilligen Kämpfen auch zurückziehen kann. Die Flucht im Kampf selbst ist jedoch nicht mehr möglich.

Der Spielverlauf:

Das Spiel ist ziemlich zäh und mit Tutorials vollgestopft. Von den ersten beiden CDs hat man leider auch nicht viel, da sie größtenteils besagte Tutorials oder Cutscenes beinhalten. Sollte man dennoch zwischenzeitlich Kontrolle über den charakter haben, bewegt man sich nur durch schlauchartige Levels ohne große Bewegungsfreiheit. Shops wurden mit in die Speicherplätze integriert, was sich jedoch sinnvoll in die Story einfügt, da man als Flüchtling normalerweise nicht viel zeit hat seinen Waffenbedarf im shop zu decken. Erst ab CD 3 verfügt man über eine Art Open World, in der man auch Side Quests erfüllen kann.

Die Esper:

Diese Wesen sind auch Standard bei Final Fantasy. Monster, die von den eigenen Charakteren beschworen werden können. Jeder Charakter verfügt über eine Esper, die sich in eine Art lebendes "Fortbewegunsmittel" (Auto, Jet, Pferd, etc) verwandeln kann. Zwar zieht diese Verwandlung die epische Inszenierung der Esper meist ins lächerliche, dafür können diese Esper aber genug Schaden austeilen. Beschwören kann nur der manuell gesteuerte Spieler. Die anderen Charaktere verschwinden bei der Beschwörung solange aus dem Kampf, bis die Esper besiegt ist oder verschwindet. So kämpfen dann nur der aktive Charakter und die Esper, die widerrum vom Cumputer gesteuert wird. Eine Esper kann jedoch nur eine bestimmte Zeit auf dem Feld bleiben, nach Ablauf verschwindet sie wieder. Dasselbe passiert, wenn die Esper oder der Charakter besiegt wird, letzterer wird jedoch mit Erzengel von der Esper sofort wiederbelebt. Hat man mithilfe der Esper eine Verwandlungsanzeige aufgeladen, ist sie imstande, sich in ein besagtes Fortbewegungsmittel zu verwandeln, das sich der Charakter zunutze macht, um zusammen mächtige Attacken auf den Gegner loszulassen.

Das Waffensystem:

In Grunde verfügen die einzelnen Charaktere nicht über allzu viele Waffen, diese können jedoch beliebig verstärkt und zu anderen waffen umgebaut werden. So kann JEDE Waffe in der "perfekten" Form den Namen der ultimativen Waffe tragen, jedoch sind die Werte von der benutzten Ursprungswaffe abhängig.

Die Grafik:

Das ist wohl das Hauptmerkmal von Final Fantasy XIII. Die Grafik ist schlichtweg überwältigend. Was in den vorhergegangenen Teilen höchstens Cutscene-Niveau hatte, macht nun das ganze Spiel aus. Die Spielesendung MTV Game One beschrieb dieses Feature als "Wallpaper Modus".


Fazit: Final Fantasy XIII ist zweifelsohne ein Augenschmaus! Storytechnisch ist es auch sehr interessant und bringt mal etwas frischen Wind in die Reihe. Es ist zwar schade, dass man in den ersten 2 CDs nicht viel Spielraum hat, aber da es sich einigermaßen sinnvoll in die Story einfügt, kann man das verschmerzen. Hinzu kommt noch der gute alte Kaktor im ursprünglichen Design im XXXXXXXX...XXXL-Format.
Für Final Fantasy-Virtuosen ein Muss, für Neulinge eine nette Spielerfahrung

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