Videospiel: Ico

Bewertung: 1 Ico - Der kleine Bruder von Shadow of the Colossus
Rezension verfasst von Metallica am 06.01.2011:
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Das Spiel, entwickelt von Team Ico, ist von denselben Machern, wie das recht bekannte PS2-Spiel Shadow of the Colossus. Beide finden sich heutzutage als Neuauflage in den Läden wieder und wurden zu ihrer Zeit enorm gehypet. aber auch zurecht?

Zu Shadow of the Colossus kann ich leider noch kein Statement abgeben - aber zu Ico allemal. Meine Antwort zu der obigen Frage ist definitiv: Nein!

Kurze Zusammenfassung der Story:
In einem Dorf (was man im spiel nie zu Gesicht bekommt) werden ab und an Kinder mit Hörnern geboren. Diese Kinder gelten dort als unheilbringende Omen, weswegen man sich deren schnell entledigen muss. So werden diese Kinder ab dem 12. Lebensjahr in eine abgelegene Burg gebracht und dort in einer Art Leichenhalle in einen steinernen Sarg gesperrt, ihrem Schicksal für immer überlassen.
Doch der Junge Ico schafft es sich aus diesem Sarg zu befreien. Nun ist das Ziel selbstverständlich aus diesem Höllenloch von Burg rauszukommen.
Nach kurzem herumirren trifft man auf das Mädchen Yorda. In den Dialogen kann man sie nicht verstehen, da sie eine andere Sprache spricht (die Untertitel bestehen aus merkwürdigen Symbolen). Immer wieder tauchen aus Portalen Schattenmonster auf, die versuchen Yorda wieder in die Dunkelheit zu ziehen. Sollte ihnen das gelingen ist das Spiel vorbei. Als Anfangswaffe hat man einen Holzstab, der sich auch zum anzünden von Fackeln eignet. Später findet sich noch ein Schwert. In einer kurzen Sidequest kann man ebenso einen Morgenstern finden, der die stärkste Waffe beim ersten durchspielen symbolisiert. Yorda hat die Fähigkeit Götzentüren zu öffnen, ihr seid also auf sie angewiesen. Das heißt, dass ihr sie ständig durch das gedrückthalten von R1 durch die Gegend zerren müsst und Rätsel lösen müsst, um weiterzukommen.

Das Spiel bietet noch diverse Features beim zweiten Durchspielen. So kann man zb Yorda's Worte verstehen, die oben genannte stärkste Waffe wird zum noch stärkeren Lichtschwert und der "Filter" der Kamera kann in Zwischensequenzen geändert werden.
Ich selber habe jedoch nicht diese Features "genießen" können, da ich nach dem ersten durchspielen schlichtweg keine Lust mehr auf diesen...Müll hatte.

Ich lasse meine Meinung jedoch nicht hier einfach nur stehen, ohne sie zu begründen.
Erster Punkt: Die Kamera ist nichts weiter als nervig. Man bedient sie mit dem rechten Analog-Stick, jedoch schwenkt diese Kamera sehr oft einfach nur planlos in der Gegend rum und macht nie das, was sie soll.
Zweiter Punkt: Yorda's Verhalten grenzt an eine geistige Fehlfunktion. Man muss ihr gut 1000x sagen, dass sie eine Leiter hochklettern soll, da Madame es ja sonst für sinnvoller hält einfach wieder runterzugehen. Ebenso muss man sie ständig rumzerren, da sie nicht mal von selbst auf die Idee kommt einem hinterherzurennen. Wenn sie mal WIRKLICH stehen bleiben soll, fängt sie an planlos rumzurennen. Trifft man auf mehrere Gegner, steht sie dumm auf der Stelle. Scheinbar hat sie eine Vorliebe dafür, sich immer wieder entführen zu lassen.
Sie ist vergleichbar mit Ashley Graham aus Resident Evil 4. Die konnte nämlich auch nicht mehr als dumm wie Brot zu sein.
Dritter Punkt: Das Spiel ist enorm kurz. Ich habe mich stellenweise extrem dumm angestellt und war trotzdem nach 4-5 Stunden durch.
Vierter Punkt: Leute, die dieses Spiel so hoch loben reden immer davon, dass es mit Emotionen vollgestopft ist. Diesem Punkt kann ich voll und ganz zustimmen, denn beim Spielen traten bei mir sehr viele Emotionen auf: Wut, Zorn, Hass, Frust...

Fazit:
Meiner Ansicht nach ist dieser Hype nicht gerechtfertigt. Die oben genannten Gründe sollten begründen können warum. Ich habe wirklich noch nie ein Spiel gespielt, bei dem ich einfach nur froh war, dass ich es durch hab und nie wieder anrühren muss.
Ico fails

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