Videospiel: Red Dead Redemption

Bewertung: 5 GTA + Amerika zu Beginn des 20. Jahrhunderts = Red Dead Redemption
Rezension verfasst von Metallica am 06.01.2011:
#   

Laut Gameone ist Red Dead Redemption das Spiel des Jahres 2010. Muss ja ein ziemlich tolles Spiel sein...oder?
Schauen wir es uns dafür mal unter der Lupe an.
Die Verantwortlichen für Red Dead Redemption sind Rockstar-Games, die sich durch ihre Grand Theft Auto-Reihe (GTA) einen Namen gemacht haben. Und so spielt sich auch Red Dead Redemption, nur dass die Fortbewegungsmittel hier noch über wahre PS verfügen.

Story:

Amerika im frühen 20. Jahrhundert zur Zeit des wilden Westens.
Als ehemaliges Bandenmitglied und Narbenfetischist John Marston bekommt man von den örtlichen Behörden ein Rehabilitätsangebot: Wenn er es schafft die hohen Rösser seiner ehemaligen Bande dingfest zu machen, wird ihm die Freiheit gewährt und er darf seine Familie wiedersehen, die von der Polizei inhaftiert wurde. Als angehender Saubermann kommt man dieser Bitte sofort nach, wird bei der höflichen Bitte sich einfach zu ergeben einfach von seinem damaligen Kamerad, der sich mit ein paar Bandenmitgliedern in einem verlassen Fort verschanzt hat, niedergeschossen. Damit das Spiel nicht schon hier zuende ist, wird man von der emanzipierten Rancherin Bonnie McFarlane aufgelesen und gesundgepflegt. Sie bezahlte u.A. einen Doktor, damit er John's Wunden verpflegt. als wahrer Gentleman versucht sich John zu revangieren und erledigt diverse Drecksarbeiten für Bonnie, zb Pferde einfangen und zureiten, Kuhherden zusammenpferchen usw. Diese Aufgaben werden jedoch schnell langweilig, weswegen man sich beim örtlichen Sheriff die Männermissionen abholen kann - also Gauner kaltmachen. Im Laufe des Spiels trifft man immer mehr Leute, für die man sich die Hände schmutzig machen kann, bis es einen auch nach Mexiko führt, da sich dort ein weiterer eurer alten "Freunde" befindet.
Natürlich schafft man es gegen Ende auch die Bandenbosse zu erledigen und bekommt sein altes Rancherleben mit Frau, Kind und komischen alten Mann der auch auf der Farm lebt und von allen "Onkel" genannt wird zurück. Hier wird's nun wieder langweilig, da man nun wieder Spaß mit Kühen und Pferden haben kann. Doch dann geht's nochmal richtig los und es gibt ein Ende, was einem Western ebenbürtig ist.

Die charaktere:
Jeder Charakter wird detaillreich und adäquat beschrieben und inszeniert. Auch eigentlich unwichtige Charaktere sind glaubwürdig und fügen sich ins Schema ein. Man trifft ebenso auf einige skurrille Typen, so sind mir schon Kannibalen, Necrophile und Sodomisten untergekommen.

Die Spielweise:
Eigentlich ist diese wie bei GTA. Ihr könnt mit eurem Pferd oder Postkutsche durch die riesige Spielwelt reisen und an bestimmt markierten Orten auf der Karte Aufgaben erledigen. Will man sich davon zeitweise eine Pause gönnen, kann man auch sein Geld beim Poker oder anderen Glücks- oder Geschicklichkeitsspielen aufs Spiel setzen, auf Nachtwache gehen, Bandenverstecke hochgehen lassen oder sich einfach nur auf die nächstbeste Matratze werfen.
Im Spiel selbst gibt es die Parameter Ruhm und Ehre. Beide werden durch eure Taten beeinflusst. Ruhm steigt bei jeder wichtigen Aktion an, unabhängig davon ob ihr eine Frau rettet oder sie tötet (man kann ja auch als Krimineller berühmt sein). Ehre jedoch kann sowohl steigen als auch sinken und ihr erhaltet dementsprechende Ränge (ein guter ist zb Revolverheld, ein schlechter ist Desperado). je höher euer Ansehen ist, umso mehr könnt ihr euch erlauben. so könnt ihr alsm Revolverheld Pferde klauen, ohne dass ihr strafrechtlich verfolgt werdet.
Richtig nützlich ist die Dead Eye-Funktion, mit der man eine Slow-Motion startet, in der man mehrere Ziele gleichzeitig anvisieren kann - eben so, wie es sich für einen Revolverhelden gehört.

Das Waffensystem:
Es gibt ziemlich viele Waffen. Revolver, Gewehre, Snipergewehre, Molotov-Cocktails, Wurfmesser, Nahkampfmesser oder auch einfach nur die bloße Faust sind die Mittel, auf die ihr zurückgreifen könnt. Jede dieser Waffenklassen hat mehrere Waffen zu bieten, die unterschiedlich Schaden austeilen. Jedoch muss man im Spiel eigentlich nie Waffen kaufen, da es mit den vorhandenen auch ganz gut klappt und man bessere meist schon in der Story bekommt.

Die Steuerung:
Die Steuerung hat man schnell intus und sie funktioniert auch ganz gut. Ab und an hakt sie etwas, wenn man eine Kehrtwende mit einem Pferd versucht, eine Postkutsche fährt oder versucht aus seiner Deckung in die Offensive zu gehen, aber über dieses kleine Manko kann man hinwegsehen.

die Grafik:
Stunning. Sehr detailliert und glaubhaft. Die Lichteffekte sind wunderschön und der Hintergrunf beim Reiten ist einfach nur atemberaubend. Zwar kein Final Fantasy XIII-Niveau, aber sattsehen kann man sich trotzdem nicht.


Fazit:
Dieses Spiel macht einfach nichts falsch. Die Spieldauer ist befriedigend, John Marston ist ein sympathisches (und extrem cooles) Raubein, ja sogar das stumpfe Reiten durch die Prärie macht enorm Spaß. Hinzu kommt, dass man auch zwischen Amerika und Mexiko hin- und herpendeln kann und das Spiel an sich nie zuende ist (ich will das Ende nicht verraten, denn das muss man einfach selbst gesehen haben).
Red Dead Redemption - das Spiel des Jahres 2010....zurecht!
Yee-Haa!

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